Business-Coaching and more

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By Dr. Christopher Rauen & Andreas SteinhübelSociety & CultureBusinessEducationManagement
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Business-Coaching and more episodes

  • 69 - 30 Jahre RAUEN Coaching
    über den Aufbau eines Coaching-Unternehmens und die Entwicklung einer Branche

    Vor 30 Jahren begann Dr. Christopher Rauen seine Coaching-Tätigkeit und gründete das Unternehmen „RAUEN Coaching“. In dieser Spezialfolge wird auf die Umstände und Hintergründe geblickt, das Besondere dabei: Gerade in diesem Zeitraum gab es große Umbrüche in der deutschen Coaching-Branche. Die Geschichte einer Coaching-Laufbahn ist so auch ein Blick auf die Entwicklung einer ganzen Branche: vom Interesse an psychologischer Arbeit außerhalb der Therapie über erste Professionalisierungsbestrebungen, die Wandlung der Arbeit durch das Internet bis zur Frage, wie KI das Coaching verändern wird. Bei alldem geht es auch um begangene Irrwege, verkehrte Erwartungen und zu viele Pläne gerade am Anfang der Selbständigkeit – und was man für seine eigene Praxis hieraus lernen kann.

    Alle Inhalte auf einen Blick:

    • Der Einstieg ins Coaching von Dr. Rauen folgte keinem ausgeklügeltem Karriereplan; es war Neugier, bedingt durch Zufall, fachlicher Irritation und der Erkenntnis, im Coaching ein kaum erschlossenen und damit spannendes Berufsfeld vorzufinden.
    • Coaching bietet die Möglichkeit, psychologisches Wissen außerhalb der Therapie im wirtschaftlichen Kontext nutzbar zu machen und damit ein eigenes professionelles Einzelformat anzubieten.
    • Unternehmertum ist ein stetiger Lernprozess, der über das „für sich selbst“-Arbeiten hinausgeht, v.a. wenn Mitarbeiter hinzukommen: Dann müssen Strukturen, Prozesse, Abläufe aufgebaut und Alltägliches wie Büromöbel und Urlaube organisiert werden. Hier lauern viele Fallstricke und man merkt, dass man plötzlich nicht nur für seinen eigenen Arbeitsplatz Verantwortung trägt.
    • Innovation entsteht – rückblickend – oft durch das Verbinden scheinbar getrennter Welten, z.B. Psychologie mit Wirtschaft, Coaching mit Internet und Technologie.
    • KI ist nicht das Ende menschlicher Coaches, sie ist vielmehr eine große Möglichkeit, jedoch verbunden mit ebenso großem Veränderungsdruck: Sie ist ein mächtiges Werkzeug, das viele Bereiche im Coaching abdecken kann, jedoch kaum die emotionale-menschliche Ebene. Wer aber weiter macht, wie bisher, dürfte über kurz oder lang auf Probleme stoßen.
    • Dauer: 54:29 Min.

      55 min
    • 68 - Große Coaching-Themen
      über wiederkehrende und dennoch individuelle Coaching-Anliegen

      Coaching-Anliegen sind für die betroffene Person einzigartig – nicht zwingend aber für den Coach. Denn hinter dem individuellen Anliegen verbergen sich durchaus wiederkehrende Grundthemen: der Wunsch nach Selbstbestimmung, der Umgang mit Emotionen oder Verlust, die Suche nach Nähe oder Distanz und Themen rund um Kontrolle, Überlastung, Veränderung oder Beziehung. Wer solche Muster erkennt, kann tiefer arbeiten – nicht an Symptomen, sondern an den Strukturen, aus denen Probleme entstehen und Lösungen möglich werden.

      Alle Inhalte auf einen Blick:

      • Hinter individuellen Coaching-Anliegen stehen häufig wiederkehrende Grundthemen, deren Kenntnis Coaches hilft, schneller zwischen Symptom und eigentlichem Kern zu unterscheiden.
      • Themen wie Selbstwert, Emotionsregulation und Beziehung wirken in vielen Anliegen mit, weil sie beeinflussen, wie Menschen sich selbst erleben, mit anderen umgehen und Belastungen verarbeiten.
      • Modelle großer Coaching-Themen sind nur dann hilfreich, wenn sie als offene Landkarte genutzt werden und nicht zu vorschnellen Deutungen oder Schubladendenken führen.
      • Professionelles Coaching bleibt eine gemeinsame Suchbewegung, in der Coaches Prozessexpertise einbringen, während Klienten Experten für ihre eigene Erfahrung bleiben.
      • Die Problembeschreibung ist oft Teil des Problems, weil Menschen ihre Situation so deuten, dass sie keine Optionen mehr sehen und dadurch Ausweglosigkeit stabilisieren.
      • Ressourcenorientierung bedeutet nicht positives Denken, sondern das Auffinden von Fähigkeiten, Beziehungen, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten, die auch in scheinbar festgefahrenen Situationen neue Wege eröffnen.
      • Dauer: 35:25 Min.

        36 min
      • 67 - Sicherheit
        über Sicherheitsillusionen und Unplanbarkeiten von Leben und Beruf

        Sicherheit gehört zu den großen menschlichen Sehnsüchten – und Planung vermittelt Sicherheit, doch das Leben bleibt nicht planbar. Gerade in Zeiten von schneller Veränderung, Informationsflut, KI, wirtschaftlichen Umbrüchen und globalen Krisen entsteht der Wunsch nach Kontrolle, Planbarkeit und Verlässlichkeit. Doch resilienter Umgang mit Unsicherheit entsteht nicht ausschließlich durch äußere Absicherung. Es braucht die Fähigkeit, eigene Ressourcen zu erkennen, aus Erfahrungen zu lernen und schwierige Überraschungen anzunehmen. So wird Sicherheit weniger zu einem Zustand, den man besitzt, sondern zu einer Kompetenz, die sich im Umgang mit Veränderung zeigt.

        Alle Inhalte auf einen Blick:

        • Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis, aber auch eine Illusion, weil äußere Rahmenbedingungen nie vollständig kontrollierbar oder dauerhaft planbar sind.
        • Das heutige Unsicherheitserleben entsteht weniger durch völlig neue Bedrohungen als durch die enorme Geschwindigkeit und Menge an Informationen, Entwicklungen und technologischen Veränderungen.
        • Historische Beispiele zeigen, dass tiefgreifender Wandel nicht neu ist: Auch frühere Generationen mussten massive Umbrüche bewältigen, etwa technologische Wechsel, wirtschaftliche Krisen oder Kriege.
        • Organisationen und Führungskräfte geraten in Schwierigkeiten, wenn sie aus Angst vor Veränderung zu lange an einst erfolgreichen Geschäftsmodellen festhalten und dadurch Zukunftsfähigkeit verlieren.
        • Innere Sicherheit entsteht nicht durch Besitz, Status oder perfekte Planung, sondern durch Selbstkenntnis, Ressourcenorientierung, Resilienz und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten.
        • Zukunftskompetenz bedeutet, Prognosen als Orientierung statt als Gewissheit zu verstehen, flexibel zu bleiben und auch schwierige Überraschungen als Lern- und Entwicklungsanlass nutzen zu können.
        • Dauer: 32:22 Min.

          33 min
        • 66 - Freundliche Führung
          über die Fallstricke freundlicher Führung

          Nettigkeit ist eine Stärke – aber keine Führungsstrategie. Denn wer nur gefallen will, riskiert Unklarheit, fehlende Verbindlichkeit und eine Kultur, in der Regeln zum Wohle der eigenen Freundlichkeit ausgelegt werden. Außerdem wird Nettigkeit oft mit Naivität, Konfliktvermeidung und fehlender Konsequenz verwechselt. Wer führt, sollte also nicht künstlich gute Laune verbreiten – aber und auch nicht den harten Hund geben. Gefragt ist eine freundlich zugewandte Haltung, die gute kollegiale Beziehung und Zusammenhalt ermöglicht aber auch Grenzen mit Konsequenzen setzt, wenn es nötig wird.

          Alle Inhalte der Folge auf einen Blick:

          • Nettigkeit ist im Führungskontext wertvoll, reicht aber nicht aus, weil sie ohne Klarheit, Grenzen und Verbindlichkeit leicht als Schwäche missverstanden oder ausgenutzt werden kann.
          • Führung braucht eine Balance aus Zugewandtheit und Konsequenz: Wer nur gemocht werden will, verliert Durchsetzungskraft; wer nur hart durchgreift, zerstört Beziehung und Vertrauen.
          • Künstliche Nettigkeit, Dauerfröhlichkeit oder manipulatives Lob ersetzen keine echte Führungsbeziehung, sondern gefährden Glaubwürdigkeit, sobald Mitarbeitende die Inszenierung durchschauen.
          • Gute Führung braucht Feedback und Reibung, weil ausbleibende Kritik kein Erfolgszeichen ist, sondern häufig darauf hinweist, dass Mitarbeitende sich nicht mehr trauen, relevante Wahrnehmungen auszusprechen.
          • Gute Regeln schaffen nicht Kontrolle um der Kontrolle willen, sondern Verlässlichkeit, Sicherheit und Vertrauen, sofern sie transparent sind, für alle gelten und Regelverstöße nachvollziehbar bearbeitet werden.
          • Eine funktionale Führungskultur zeigt sich auch daran, ob Regeln unabhängig vom Status gelten – etwa ob auch höhere Hierarchieebenen auf Verstöße hingewiesen werden dürfen.
          • Dauer: 30:11 Min.

            31 min
          • 65 - Im goldenen Käfig gefangen
            über Erfolg, der nicht glücklich macht

            Man wählt die Selbstständigkeit, um frei seiner Wunscharbeit nachzugehen. Stellt sich dann noch wirtschaftlicher Erfolg ein, umso besser! Doch gerade im Coaching- und Beratungsgeschäft lauert dann nach dem Marketing-Experten Marco Zill (BusinessArchitekten) die Gefahr, den Fokus einseitig auf mehr Aufträge und mehr Umsatz zu legen. Man wird zum Getriebenen des eigenen Erfolgs – Freiheit, flexible Lebensplanung und Wunschaufgabe rücken in den Hintergrund. Es gilt hier, einen Mittelweg zwischen wirtschaftlichem und persönlichem Erfolg zu finden, der auch die eigene Lebensplanung einbezieht.

            Alle Inhalte der Folge auf einen Blick:

            • Viele Coaches und Beratende starten in die Selbstständigkeit mit dem Wunsch nach Freiheit, übernehmen jedoch unbewusst alte Angestelltenmuster und geraten dadurch in eine Arbeitslogik ohne klare Zielgerade.
            • Ein tragfähiges Coaching- oder Beratungsgeschäft beginnt nicht bei Website, LinkedIn oder Akquise, sondern bei der grundsätzlichen Klärung, wie Arbeit, Alltag, Kunden, Umsatz und Lebensqualität zusammenpassen sollen.
            • Wirtschaftlicher Erfolg wird problematisch, wenn Geld vom Werkzeug zum Selbstzweck wird und nicht mehr gefragt wird, wofür man einen bestimmten Umsatz im eigenen Lebens- und Geschäftsmodell eigentlich braucht.
            • Positionierung ist ein Selbstklärungsprozess, der aus Energie, Erfahrung, passenden Zielgruppen und konkreten Problemlösungen ein Angebot formt, das nicht künstlich wirkt.
            • Marketing muss nicht als aufdringliches Verkaufen verstanden werden, sondern kann in Form einer Kompetenzdarstellung gestaltet werden, die passende Kunden anzieht.
            • Zwischen Wachstumsdruck und selbstverkleinernder Bescheidenheit braucht professionelles Unternehmertum einen eigenen Maßstab für Erfolg, der Wirkung, Authentizität, wirtschaftliche Tragfähigkeit und persönliche Freiheit verbindet.
            • Dauer: 33:08 Min.

              34 min
            • 64 - Coaching vs. Beratung
              über den Unterschied zwischen fachlicher Lösung und individueller Entwicklung

              Wer Unterstützung sucht, erwartet oft klare Antworten, bewährte Rezepte und konkrete Ratschläge – das bietet Beratung. Coaching hingegen soll befähigen, Perspektiven öffnen, Unabhängigkeit stärken und Selbstwirksamkeit fördern. Die Frage ist also vielmehr, ob man eine konkrete fachspezifische Antwort auf eine ebensolche Frage sucht; oder ob man einen Prozess der Selbstentwicklung anstrebt, um eigene Lösungswege zu finden. Aber sind beide Formate unvereinbar? Darf man als Coach nie einen Ratschlag geben?

              Alle Inhalte der Folge auf einen Blick:

              • Beratung ist dort angezeigt, wo spezifisches Fachwissen, konkrete Lösungskompetenz oder praktische Entlastung gefragt sind, während Coaching primär individuelle, überfachliche Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse begleitet.
              • Professionelles Coaching arbeitet auf Augenhöhe, der Coach ist lediglich Experte für den Prozess, nicht die Lösung (hierfür ist der Klient verantwortlich). Der Berater hingegen ist Fachexperte und bietet eine ganz konkrete Lösung.
              • Coaches dürfen Ratschläge wie eigene Erfahrungen, Einschätzungen oder Beispiele einbringen, solange diese eher als Inspiration verstanden werden und die Verantwortung für die Lösung weiterhin beim Klienten bleibt.
              • Der kritische Punkt bei Ratschlägen besteht darin, dass sie bei komplexen Führungs- und Entwicklungsthemen oft an der individuellen Situation scheitern oder Selbstwirksamkeit untergraben können.
              • Coaching basiert auf der Annahme, dass Klienten oft bereits über relevante Ressourcen verfügen, diese aber erst durch Reflexion, Suchbewegung und Perspektivwechsel zugänglich werden.
              • Die Stärke von Coaching liegt in individuellen Lösungen und in der Begleitung der Umsetzung, besonders dann, wenn Standardrezepte, Ratgeberwissen oder vorgefertigte Modelle nicht zur konkreten Situation passen.
              • Dauer: 33:39 Min.

                34 min
              • 63 - Verlust
                über den Umgang mit Verlusterfahrungen in Beruf und im Privatbereich

                Wenn wir Verluste erleben, im Beruf, von materiellen Werten und v.a. eines geliebten Menschen, verändert sich auf einen Schlag sehr viel. Sprachlosigkeit und Überforderung treten auf, Werte verschieben sich, selbst die Identität kann ins Wanken geraten. Wie lässt sich mit solchen Umbrüchen umgehen, welche Rolle spielen dabei Selbstfürsorge, Umfeld und Haltung? Statt Aktionismus gibt es eine Maßnahme, die auch im Coaching sehr wirkmächtig ist, wie Sophie Schlömann, die auf das Thema Verlust spezialisiert ist, verrät: Zuhören.

                Die Inhalte der Folge auf einen Blick:

                • Verlust ist ein universelles Phänomen menschlicher Existenz und zeigt sich in vielfältigen Formen wie Tod, Jobverlust, Gesundheitsverlust oder Identitätsbrüchen.
                • Die Verarbeitung von Verlust ist hoch individuell und entzieht sich allgemeinen Strategien, weshalb standardisierte Ratschläge im Coaching nur begrenzt wirksam sind.
                • Ein zentraler Umgang mit Verlust besteht darin, sich selbst mit Akzeptanz und Nachsicht zu begegnen sowie aktiv unterstützende Beziehungen und stärkende Aktivitäten zu suchen.
                • Im organisationalen Kontext führt der unsichere Umgang des Umfelds mit Verlust und Trauer häufig zu zusätzlicher sozialer Isolation der Betroffenen und verstärkt damit deren Belastung.
                • Wirksame Unterstützung im Arbeitskontext besteht weniger in Lösungen als in Präsenz, empathischem Kontakt und kleinen, authentischen Gesten des Daseins und Mitfühlens.
                • Dauer: 37:15 Min.

                  38 min
                • 62 - Endlichkeit
                  über das Ende aller Dinge und den darin verborgenen Trost

                  Wir leben, planen, bauen auf – oft in der stillen Annahme, dass alles immer weitergeht. Doch jede Karriere, jedes Unternehmen und jedes Leben hat einen Anfang und ein Ende. Wer sich mit Endlichkeit auseinandersetzt, begegnet nicht nur Verlust und Abschied, sondern auch einer überraschenden Klarheit: Prioritäten werden deutlicher, Entscheidungen bewusster und der Blick auf das Wesentliche schärft sich. Gerade im Coaching und in der Führung kann die Frage nach Anfang und Ende zu einem entscheidenden Impuls werden.

                  Die Inhalte der Folge auf einen Blick:

                  • Die Auseinandersetzung mit Endlichkeit konfrontiert Menschen mit Angst und Verdrängung, eröffnet im Coaching jedoch einen Raum für grundlegende Fragen nach Sinn, Prioritäten und Verantwortung.
                  • Führungskräfte und Unternehmer erleben Endlichkeit besonders deutlich bei Themen wie Unternehmensnachfolge, wirtschaftlichem Scheitern oder dem bewussten Beenden von Organisationsteilen.
                  • Die verbreitete Vorstellung von dauerhaftem Wachstum steht im Widerspruch zu den realen Grenzen von Lebenszeit, Ressourcen und Entwicklung.
                  • Viele vermeintliche Sicherheiten erweisen sich bei genauer Betrachtung als Illusionen, weshalb Führungskräfte lernen müssen, Entscheidungen unter Unsicherheit und begrenzter Planbarkeit zu treffen.
                  • Die Erkenntnis, dass Besitz, Rollen und Einfluss letztlich nur vorübergehend sind, kann zu mehr Demut führen und den Blick auf das Wesentliche im eigenen Handeln schärfen.
                  • Für viele Menschen stellt sich im Laufe ihres Lebens die Frage, welches Vermächtnis sie hinterlassen und was von ihrem Wirken über die eigene Lebenszeit hinaus Bedeutung behält.
                  • Dauer: 34:32 Min.

                    35 min
                  • 61 - Lowperformer
                    über vorschnelle Faulheitszuschreibungen und die Hintergründe für Leistungsabfall

                    Wenn Leistung bei einem Mitarbeitenden ausbleibt, ist die Erklärung oft schnell zur Hand: mangelnder Wille, fehlende Motivation, falsche Haltung – oder ganz simpel Faulheit. Doch so einfach ist es selten und Faulheit ist kein Persönlichkeitsmerkmal. Leistung zeigt sich nicht unabhängig vom Kontext, sondern entsteht in Beziehungen, Strukturen, Erwartungen und auch Motivation. Wer genauer hinschaut, entdeckt Ursachen, die deutlich jenseits von Etiketten liegen – und Ansätze, die Entwicklung und Motivation überhaupt erst möglich machen.

                    Die Inhalte der Folge auf einen Blick:

                    • Die Einordnung von Mitarbeitenden als „Low Performer“ ist eine vereinfachende Zuschreibung, die Differenzierung verhindert und Führungskräften kurzfristige kognitive Entlastung verschafft.
                    • Leistung ist kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein kontextabhängiges Verhalten, das sich unter veränderten Bedingungen entwickeln oder blockieren kann.
                    • Führung wirkt nicht durch Etikettierung, sondern durch präzises Beobachten von Verhalten und durch die Gestaltung leistungsförderlicher Rahmenbedingungen.
                    • Nachlassende Performance hat häufig eine Vorgeschichte und ist Ausdruck situativer, biografischer oder organisationaler Faktoren statt mangelnder Motivation oder „Faulheit“.
                    • Differenzierte Führung erfordert, wechselseitige Erwartungen, Motive und Werte sichtbar zu machen, um Leistung und Zufriedenheit miteinander zu verbinden.
                    • Auch wenn Leistungsentwicklung nicht immer möglich ist, sollte eine Trennung erst nach ernsthafter Differenzierung und Führungsarbeit als letzte Option in Betracht gezogen werden.
                    • Dauer: 31:09 Min.

                      32 min
                    • 60 - Coaching in Bewegung
                      über den Einfluss des Körpers und der Bewegung auf unser Denken und Entscheiden

                      Wenn im Coaching alles gesagt ist – und sich trotzdem nichts bewegt: Viele Coaching-Prozesse spielen sich im Kopf ab – während der Körper brav auf dem Stuhl bleibt. Doch Stress sitzt im Nacken, Entscheidungen im Bauch und Ideen tauchen beim Spaziergang auf. Körperliche Aktivität übt – aufgrund der bidirektionalen Verbindung zwischen Gehirn und Körper – einen starken Einfluss auf unser Denken aus. Sport, Routinen und selbst kleine Bewegungen lösen daher nicht nur muskuläre, sondern auch gedankliche Blockaden auf. Es gilt, diesen Umstand im Coaching aktiv zu nutzen und faktisch neue Wege zu beschreiten, statt sie nur zu ergründen.

                      Die Inhalte der Folge auf einen Blick:

                      • Klassisches Coaching im Sitzen stößt an Grenzen: Bewegung wird als wirkungsvolle Ergänzung eingeführt, wenn „nichts mehr weitergeht“.
                      • Kleine Interventionen wie Aufstehen, Gehen oder das gemeinsame Begehen des Unternehmens können Energie freisetzen und neue Sichtweisen ermöglichen.
                      • Die enge, bidirektionale Verbindung zwischen Gehirn und Körper erklärt, warum körperliche Aktivität Denken, Kreativität und Problembewältigung beeinflusst.
                      • Stress wird immer auch im Körper erlebt: Bewegung hilft, Stresshormone abzubauen und mit belastenden Phasen besser umzugehen.
                      • Bewegung im Coaching reicht von Spaziergängen über „Gedankengänge“ in der Stadt bis zu kurzen Wegen zum Flipchart, um Themen sichtbar und begreifbar zu machen.
                      • Kleine, regelmäßig integrierte Bewegungen – auch als Visualisierung oder Gedankenreise – sind wirksamer als große Vorhaben, die nie umgesetzt werden.
                      • Körperorientierte Ansätze, Walking-Meetings und sportliche Aktivitäten haben nicht nur individuelle, sondern auch soziale und organisationale Effekte und bleiben im Coaching oft unterschätzt.
                      • Dauer: 28:05 Min.

                        29 min

                      About Business-Coaching and more

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                      "Business-Coaching and more" von Dr. Christopher Rauen und Andreas Steinhübel richtet sich an professionelle Coaches und Coaching-Interessierte. Die beiden Diplom-Psychologen, die seit über 25 Jahren als Business-Coaches tätig sind und gemeinsam seit 2002 eine Ausbildung zum Business-Coach leiten, wollen mit dem Podcast ihre Erfahrungen rund um Coaching teilen, dabei aber auch über den Tellerrand hinausblicken und aktuelle Themen aufgreifen.

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