Business-Coaching and more

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By Dr. Christopher Rauen & Andreas SteinhübelSociety & CultureBusinessEducationManagement
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Business-Coaching and more episodes

  • 39 - Motivationstrainer
    Über unseriöse Erfolgsversprechen und zielführendes, sinnvolles Motivationstraining

    Denkt man an Motivationstrainer, sieht man unweigerlich eine Person auf der Bühne einer Massenveranstaltung, die dem gebannten Publikum mehr Erfolg (in alles Lebenslagen), mehr Gesundheit und mehr von Allem predigt. Doch ist das nur die eine, unseriöse Seite des Motivationstrainings. Wodurch unterscheidet sich (seriöses) Motivationstraining von Coaching? Und warum zieht gerade unseriöses Motivationstraining so viele Menschen an, welche Mechanismen stecken dahinter?

    Die Inhalte der Folge auf einen Blick:

    • Der Unterschied zwischen seriösen und unseriösen Motivationstrainern
    • Die Psychologie hinter Motivationstraining
    • Der Unterschied zwischen Coaching und Motivationstraining
    • Die Gründe, weshalb derartige (unseriöse) Massenveranstaltungen so beliebt sind bzw. zu sein scheinen
    • Dauer: 31:19 Min.

      32 min
    • 38 - Gruppendruck
      Über den Einfluss der Gruppe auf das Individuum

      Gruppendynamik und -druck verleiten Menschen nicht selten dazu, Entscheidungen zu treffen, die objektiv schlicht falsch sind und die der Einzelne alleine nie treffen würde. Dieses durch zahlreiche Experimente gut erforschte Phänomen beeinflusst nicht nur unseren Alltag (man denke z.B. an Wahlveranstaltungen, Massenseminare oder Gottesdienste), sondern insbesondere auch unseren Arbeitsalltag.

      Welche Auswirkungen hat das auf die Arbeit in Teams? Wie kann man die negativen Effekte der Gruppendynamik verhindern? Einige Coaching-Maßnahmen können dabei helfen, hier effektive Strukturen zu schaffen.

      Dauer: 25:17 Min.

      26 min
    • 37 - Ikigai
      Über die perfekte Balance zwischen Beruf, Berufung, Mission und Passion

      Die japanische Lebensphilosophie Ikigai bedeutet in etwa "das, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen", oder schlicht "Lebenssinn". Saskia Werner, Gast dieser Folge und Coach und Ikigai-Expertin, erklärt, wie die perfekte Balance zwischen Mission, Passion, Beruf und Berufung mit Hilfe des Coachings erreicht werden, wie Ikigai zu einem erfüllten Berufsleben führen kann und warum es kein Drama ist, wenn man nicht die ganz perfekte Balance findet.

      Weitere Aspekte dieser Folge:

      • Erkennen der eigenen, verborgenen Wünsche.
      • Ikigai bietet einen kritischen Blick auf sich und die eigenen Fähigkeiten.
      • Umgang des Coaches mit Verunsicherungen im Coaching-Prozess.
      • Psychisch kranke Klienten im Coaching.
      • Dauer: 31:12 Min.

        32 min
      • 36 - Honorare
        Über neue Honorarkonzepte im Coaching

        Bekanntlich führen gute Positionierung und zielgerichtetes Marketing zu Klienten. Doch übersehen Coaches dabei sehr oft zwei Aspekte, die für Ihre Auftraggeber zentral sind: Wie kann mein Anliegen gelöst werden und was wird es mich kosten? Dass Klienten primär Lösungen (und keine Methoden) zu einem festen Preis kaufen möchten, davon ist die Expertin für Coach-Marketing Katja Löffler (Businessarchitekten) überzeugt. Wie sehen solche „Paketpreise“ im Coaching aus und wo ist ihr Einsatz sinnvoll?

        Weitere Aspekte dieser Folge:

        • Warum sich viele Coaches mit kommerziellem Erfolg schwer tun.
        • Kunden wollen kein Coaching, sondern Lösungen.
        • Spezialisierung und Aufbau von Expertenstatus.
        • Warum Transformationen wichtiger sind als Stundeneinsätze.
        • Unternehmer und Experte für Lösungswege werden.
        • Kosten von LinkedIn-Anzeigen für Kundengewinnung.
        • Das eigene Produkt entwickeln.
        • Hinderungsgründe für neue Abrechnungsformen.
        • Nur Mundpropaganda = langer Weg.
        • „Der Markt ist vollkommen überlaufen.“
        • Was ist das Wertvollste, das man Kunden geben kann?
        • Sehr viele Coaches rechnen nach Stundensätzen ab und verlassen sich auf Mund-zu-Mund-Propaganda, um sich zu etablieren. Das führt oft zu Problemen:

          • Durch Stunden- oder Tagessatzes reduziert man sich auch auf Preise. Das Alleinstellungsmerkmal gerät in den Hintergrund.
          • Wer sich über den Preis definiert, wird auch im Preis gedrückt.
          • Je schneller man ist, desto weniger verdient man.
          • Mund-zu-Mund-Propaganda macht abhängig und bedeutet eine langjährige Durststrecke zum Reputationsaufbau.
          • Nach einem enthusiastischen Anfang sagen dann nicht wenige Coaches nach 1–2 Jahren: „Als Coach kann man nichts verdienen!“

            Eine bessere Alternative oder zumindest Ergänzung kann es sein, den Nutzen der Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.

            • So entstehen Produkte, die man konkret anbieten und bewerben kann und bei denen eine Lösung im Vordergrund steht.
            • Idealerweise lassen sich Pakete und Produkttreppen entwickeln. Dies bringt finanzielle Planungssicherheit und erlaubt den Aufbau eines Marketing-Budgets.
            • Dauer: 42:07 Min.

              43 min
            • 35 - REVT
              Über Glaubenssätze, wie man sie erkennt und mittels REVT bearbeitet

              Jeder Mensch hat Glaubenssätze, die sein Denken und Handeln mitbestimmen – manchmal positiv, manchmal negativ. Doch was sind die eigenen Glaubenssätze und wie kann man besser mit ihnen umgehen bzw. sie gar verändern? Dabei genügt es oft nicht, sich rational der Zusammenhänge bewusst zu sein, denn Glaubenssätze haben eine starke emotionale Verankerung. Entsprechend wirkmächtig ist die aus der Psychotherapie bekannte REVT (Rational-Emotive Verhaltenstherapie), die auch im Coaching zum Einsatz kommen kann.

              Dauer: 29:14 Min.

              30 min
            • 34 - Rituale und Routinen
              Über den Einsatz von Ritualen und Routinen im Coaching und im Alltag

              Welche Möglichkeiten bietet der gezielte Einsatz von Routinen und Ritualen im Coaching und im Alltag? Routinen können uns auf der eher technischen Ebene durch die Etablierung von automatisierten, teils unbewussten Abläufen von Arbeitsschritten unterstützen. Rituale hingegen haben einen emotionalen Wert und können Nähe, Vertrauen und Respekt erzeugen.

              Wie kann man Rituale und Routinen konkret nutzen, um den Coaching-Prozess zu unterstützen? Wie schafft man überhaupt ritualisierte oder routinierte Handlungen? Und wie kann man sie, falls sie hinderlich oder nachteilig sind, wieder loswerden?

              Dauer: 33:26 Min.

              34 min
            • 33 - KI als Coaching-Tool
              Über den Einsatz von KI im Coaching-Prozess

              Ersetzt künstliche Intelligenz bald den Coach? Fakt ist, dass die KI schon jetzt in der Lage ist, zahlreiche Abläufe im Coaching zu übernehmen. Allerdings punktet der menschliche Coach weiterhin mit Fähigkeiten wie Empathie und Kreativität. Die bessere Frage ist daher: Wie kann KI den Coaching-Prozess z.B. als Tool gezielt unterstützen? Denn dass die bisher rasante Entwicklung auch das Coaching beträchtlich verändern wird, ist sicher.

              Welche Möglichkeiten bieten die zahlreichen KI-Anwendungen schon jetzt, die im Coaching-Prozess gezielt eingesetzt werden können? Wie könnte so etwas konkret im Coaching aussehen? Und wohin geht die Entwicklung?

              Dauer: 27:41 Min.

              28 min
            • 32 - Placebo-Effekt nutzen
              Über die Wirksamkeit des Wirkungslosen und die Macht der Autosuggestion

              Placebos wirken ohne Wirkstoffe, man muss nur daran glauben – sehr vereinfacht gesagt. Der Effekt wird oftmals verkannt, dabei ist er äußerst effektiv und grundsätzlich nebenwirkungsfrei. Außerdem kann der Placebo-Effekt auch in anderen Bereichen, z.B. dem Coaching, eingesetzt werden.

              Wie funktioniert das aber genau? Und wie kann man einen Wirkmechanismus des Placebos, der Autosuggestion, konkret ins Coaching übertragen?

              Dauer: 27:05 Min.

              28 min
            • 31 - Muster erfolgreicher Unternehmer
              Über die Gemeinsamkeiten erfolgreicher Unternehmer

              Was macht eigentlich Unternehmertum aus? Gibt es Muster, die bei erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern grundsätzlich zu beobachten und damit ggf. nachahmbar sind? Auf jeden Fall gehören Mut, Ausdauer, Disziplin aber auch Hartnäckigkeit dazu. Vor allem aber der unbedingt Wille, es zu schaffen. Nur wo kommt der eigentlich her?

              Es gibt einige Muster, die bei sehr vielen erfolgreichen Unternehmern zu beobachten sind. Wichtig ist aber zu Beginn festzustellen, dass es bei Unternehmensgründungen sehr oft zu Fehlschlägen kommt, dass viele Personen dabei scheitern. Jedoch ist es gerade deshalb interessant, jene Unternehmer zu betrachten, die es geschafft haben und ihre auffälligen Gemeinsamkeiten zu ergründen.

              Die Grundmuster eines erfolgreichen Unternehmers

              Ein Unternehmen entsteht ganz grundsätzlich aus einer „Kernidee“. D.h., eine Person hatte eine Idee und wollte sie verwirklichen. Daraus entstand – meist im Laufe der Zeit – ein Unternehmen, da sich diese Idee immer stärker verbreitet hat. Sie ist z.B. auf andere Bereiche übergegangen, hat neue Märkte und Kundengruppen angesprochen usw. Dabei muss diese Kernidee besonders am Anfang gar nicht unbedingt herausragend sein, denn weiteres wesentliches Merkmal des Unternehmers ist Ausdauer. Dieses Muster ist oft auffindbar, denn erfolgreiche Unternehmer blieben i.d.R. hartnäckig an ihrem Projekt dran, haben sich Verbesserungen und anderen Einflüssen nicht verschlossen, haben beständig weitergearbeitet, bis es letztlich funktioniert hat.

              Hierbei spielt auch eine große Kundennähe eine wichtige Rolle, ein ebenfalls herausstechendes Merkmal erfolgreicher Unternehmer, zusammen mit einer stark ausgeprägten Neugier. Beides zusammen ermöglicht es, konkreten Kundenwünschen und Produkt-/Dienstleistungsverbesserungen schnell und gezielt nachzugehen. Denn grundsätzlich bieten Unternehmen Lösungen an für welche Probleme, Anliegen oder Wünsche auch immer – aus der vielleicht nicht brillanten Kernidee wird so im Laufe der Zeit ein gutes Produkt bzw. eine hilfreiche Dienstleistung. Jedoch erfordern Ausdauer und Kundennähe eine eher stark ausgeprägte Disziplin des Unternehmers. Dies alles ist auch nach dem ersten Erfolg zwingend nötig, denn es reicht nicht, einmal Erfolg als Unternehmer zu haben, um dauerhaft erfolgreich zu sein bzw. auch weiterhin Unternehmer zu bleiben: Man muss beständig weiterarbeiten am Erfolg.

              Mut und Hartnäckigkeit bei Zweifeln

              Zudem hören gerade angehende Unternehmer oft aus ihrem Umfeld, dass sie ihre Idee vielleicht lieber doch nicht verwirklichen sollte, dass ihr Vorhaben niemals funktionieren sollte – denn falls diese Idee wirklich gut wäre, hätte es schon jemand anderes vorher gemacht. Darum zeigen viele Unternehmer auch sehr oft eine gewisse Unbeirrtheit angesichts der Umsetzung ihres Plans. Wenn das Umfeld aber tatsächlich eher negativ eingestellt ist, erfordert es eine gehörige Portion Mut, um dennoch weiterzumachen.

              Allerdings kommen derartige Zweifel nicht immer nur von außen, sondern auch von innen: Es wird immer Situationen geben, an denen man am liebsten alles hinschmeißen würde. Dann wieder zurück in die Spur zu finden und weiterzumachen, ist eine große Herausforderung.

              Das zeigt aber auch sehr deutlich, dass die Unternehmensgründung per se ein Risiko darstellt (das z.B. das Umfeld schneller, besser erkennt, als man selbst). Risikobereitschaft ist daher definitiv ein Muster erfolgreicher Unternehmer.

              Warum wird man Unternehmer?

              Die Ursachen, warum Personen überhaupt diese steinigen und äußerst mühsamen Weg beschreiten, liegt oftmals in einer Überkompensierung: Vielleicht haben sie Schmähungen erlitten, bekamen nicht die ihnen zustehende oder erwünschte Anerkennung und Wertschätzung, vielleicht wurde ihnen nur sehr wenig zugetraut. Die Reaktion darauf ist dann dieser Schritt, um das Gegenteil zu beweisen, um allen zu zeigen, was man wirklich kann. Das kommt auch in Coachings nicht selten zur Sprache, dass die Person alles auf sich genommen hat, ein erfolgreiche Unternehmen geschaffen hat, um einfach Anerkennung zu erfahren – oftmals durch den Vater, der einem sagt „gut gemacht“. Das kann natürlich positiv als Motivation aufgefasst werden, wird jedoch tragisch, wenn diese Anerkennung weiterhin verwehrt bleibt.

              Ein anderer Aspekt ist der Wettbewerb. Nicht selten sind Unternehmer sehr sportlich, zumindest sportbegeistert, sie suchen die Herausforderung – und so ist das Gründen eines Unternehmens auch der Versuch, im Wettbewerb außerhalb des Sports teilzunehmen. Besser und besser zu werden, das ist ihr Ansporn.

              Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Netzwerke

              Sicherlich ist es möglich, Unternehmer zu werden, um schnell reich zu werden. Allerdings funktioniert das eher selten. Grundsätzlich bedeutet Erfolg auch, ein Unternehmen zu gründen, das über eine längere Zeit hinweg am Markt besteht und auch in die eigene Zukunft investiert. Will man etwas weitergeben an die Nachfahren, ist es zwingend, in größeren zeitlichen Dimensionen zu denken und auf Nachhaltigkeit zu setzen. So entstanden die teils viele Jahrzehnte alten deutschen mittelständischen Familienunternehmen, die das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden.

              Bisher wirkt es möglicherweise so, als wären Unternehmer Einzelkämpfer. Doch dieses Bild stimmt so nicht. Denn um Erfolg zu haben, um das Unternehmer dauerhaft positionieren zu können, bedarf es in einigen Fällen Mitarbeiter und einer bestimmten Unternehmensstruktur, unbedingt aber muss auch der Einzelunternehmer ein Netzwerk haben, in dem er Unterstützung und Hilfestellungen erhalten kann. Das sind z.B. Steuer- oder Fachberater, Marketingexperten, Anwälte oder auch Kollegen, mit denen man sich austauschen und vernetzen kann. Ganz alleine wird man nur in seltenen Fällen langfristig erfolgreich.

              Unternehmer im Coaching

              Coaches können angehende Unternehmer bei diesem Weg gut begleiten und mit ihnen die notwendigen Muster herausarbeiten und stärken. So können Coaches durchaus zum zuvor genannten Netzwerk des Unternehmers gehören, um eine Anlaufstelle bei diversen Anliegen zu sein.

              Zugleich kommt es im Coaching oft vor, dass Unternehmer eine gewisse Erdung benötigen. Es kommt vor, dass z.B. bereits gestandene Unternehmer mit der Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters nur sehr schlecht umgehen können. Sie empfinden das nicht selten als persönliche Kränkung, als eine Abkehr von einer eingeschworenen Gemeinschaft und v.a. von der eigenen Person. Dass das normale Prozesse sind – vergleichbar mit dem Wegzug und dem beschreiten des selbstgewählten Lebenswegs der eigenen Kinder –, müssen viele Unternehmer oftmals mühsam erkennen.

              Dauer: 34:58 Min.

              35 min
            • 30 - Humor und Provokation
              Über gezielte Provokationen und die Macht des Lachens

              Humor und Provokation gehen Hand in Hand. Eingesetzt wird es, um beim Klienten eine Reaktion auszulösen. Hierbei gibt es jedoch einige Vorbedingungen, die es zu beachten gilt: Erstens sollten Coach und Klient eine gute Basis miteinander haben, Sympathie und Wertschätzung sind hier essenziell. Zweitens sollten beide auch selbst über Humor verfügen, denn humorlose Personen kommen mit gezielten (und nicht ganz ernstgemeinten Provokationen) möglicherweise nicht gut klar. Funktioniert die humorvolle Provokation, so ist sie im Grunde eine Abkürzung im Coaching-Prozess, die einen umfassenden Perspektivwechsel oder ein starkes Aha-Erlebnis auslösen kann.

              Gute Beziehungsebene als Voraussetzung

              Gibt es keine gute Beziehungsebene zwischen Coach und Klient, kennen sich beide noch nicht, so kann eine (humorvolle) Provokation sehr schnell falsch verstanden werden. Das geht sogar so weit, dass sich der Klient durch den Coach gekränkt fühlen könnte. Es ist daher empfehlenswert, mit provokativen Maßnahmen im Coaching-Prozess so lange zu warten, bis die Beziehungsebene entsprechend aufgebaut ist.

              Eine weitere Gefahr ist zudem, dass Coaches manchmal angesichts eines zähen Prozessverlaufs frustriert sind und die Provokation zwecks Beschleunigung einsetzen – ohne dabei aber auf den Klienten zu achten. Geschieht dies, so liegt der Grund im Frust bzw. Frustabbau des Coaches, nicht aus dem Motiv heraus, dem Klienten Unterstützung zu bieten.

              Ursprünge der provokativen Therapie und ihre Wirkungsweise

              Frank Ferrelly gilt gemeinhin als Entwickler der Therapie unter Zuhilfenahme der humorvollen Provokation. Entstanden ist sie Kontext seiner Tätigkeit als Gefängnistherapeut. Hier merkte er, dass er kaum Fortschritte mit seinen Patienten machte, da sie sich seinen Ansätzen und Maßnahmen entwanden. Im Laufe der Zeit allerdings nutzte er immer stärker humorvolle Provokationen, die Erfolge zeigten. Sein Konzept bzw. seine Annahme dabei: An der Stelle, wo er die Provokation einsetzt, erwartet er vom Patienten eine gegensätzliche Reaktion.

              Konkret heißt das, man nimmt die möglichen Zweifel des Klienten und gibt sie ihm zugespitzt zurück. Wenn der Klient an seiner Fähigkeit zweifelt, die ihm angebotenen neue Position im Unternehmen auszufüllen, wird das genommen und zugespitzt: „Sie sind für diese Stelle nicht geeignet, vielleicht sogar überhaupt nicht in der Lage, Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen“. Angestrebt wird damit die Gegenreaktion des Klienten, der nun anfängt, zu begründen, dass dies nicht stimme und er aus bestimmten Gründen doch die Befähigung hätte, jene Position einzunehmen. Der Klient fängt an, für sich selbst zu argumentieren. Das ist allerdings ein sehr starkes, ernstes Beispiel und man kann davon ausgehen, dass je ernsthafter die Provokation in Inhalt und Vortrag ist, desto stärker die Gegenreaktion ausfällt – und desto höher auch die Gefahr ist, den Klienten bei einer unzureichend etablierten Beziehungsebene zu kränken. Um Kränkungen zudem vorzubeugen, ist es wichtig, dass nicht die Person des Klienten, sondern der Sachverhalt, das Anliegen Bestandteil der Provokation ist. Die Situation oder die Rahmenbedingung kann ins Lächerliche gezogen werden, nicht aber der Klient.

              Lachen als Problemlöser

              Das Lachen über ein Problem kann der erste Schritt zu dessen Lösung sein, da man so das übliche Vorgehen bei der Problembetrachtung durchbricht, was zu einer Veränderung bzw. zu einem Wechsel der Perspektive führen kann. Das Lachen über ein Problem kann u.a. daraus entstehen, indem der Coach es vollkommen ad absurdum führt oder extrem zuspitzt und damit ins Lächerliche zieht. Das schwierige Problem wirkt durch das Lachen leichter und handhabbar.

              Auch hier ist es wichtig, dass nicht über, sondern mit dem Klienten gelacht wird. Die Situation, das Problem ist das Lächerlich gemachte, nicht der Klient selbst.

              Dauer: 31:08 Min.

              32 min

            About Business-Coaching and more

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            "Business-Coaching and more" von Dr. Christopher Rauen und Andreas Steinhübel richtet sich an professionelle Coaches und Coaching-Interessierte. Die beiden Diplom-Psychologen, die seit über 25 Jahren als Business-Coaches tätig sind und gemeinsam seit 2002 eine Ausbildung zum Business-Coach leiten, wollen mit dem Podcast ihre Erfahrungen rund um Coaching teilen, dabei aber auch über den Tellerrand hinausblicken und aktuelle Themen aufgreifen.

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