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In vielen Hundehaushalten stehen Hundeboxen, die Hunden in den allermeisten Fällen als gemütliche Rückzugsorte dienen. Aber einige Züchter:innen und Trainer:innen raten immer noch zum Einsatz der Hundebox bei Verhaltensproblemen wie Zerstörungswut oder Aggression gegenüber Besuch oder sogar um Welpen Stubenreinheit beizubringen. Und dann gibt es noch Hundehalter:innen, die die geschlossene Box nutzen, um mal „hundefrei“ zu haben und das mit dem natürlichen Höhlenbedürfnis eines Hundes rechtfertigen. Was das mit Hunden macht, was das Tierschutzgesetz vorgibt und was verschiedene Studien zum Bedürfnis der Hunde nach Ruhe, Bewegung und sozialen Kontakten beschreiben, darüber reden Kate und Madita in dieser wichtigen Folge.
Studien: Foltin, 2022: Lass die Tür auf, wenn du gehst … Der unzulässige Einsatz von Hundeboxen. TIERethik 14. Jahrgang 2022/1 Heft 24, S. 84–103 Binder et al, 2020: Unterbringung von Hunden in Boxen und ähnlichen Unterkünften. Möglichkeiten und Grenzen der kurzfristigen Unterschreitung von tierschutzrechtlichen Mindestanforderungen; Boitani et al, 2017: The Ecology and Behavior of Feral Dogs: a Case Study from Central Italy. Gross, 2021: Der Einsatz von Hundeboxen und dessen tierschutzrechtliche Grundlage. Auswertung einer Fragebogenstudie zum Nutzungsverhalten bei Haushunden (Canis lupus familiaris). Normando et al, 2014: Effects of Space Allowance on the Behaviour of Long-term Housed Shelter Dogs
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Wenn wir einen Welpen bei uns aufnehmen, möchten wir ihm den bestmöglichen Start ins Hundeleben ermöglichen. Dazu gehört der Besuch einer Welpengruppe - oder nicht? Die Qualität der Angebote unterscheidet sich stark und das ist für den Laien nicht so einfach zu erkennen. Madita und Kate geben in dieser Folge deshalb sieben wichtige Hinweise, woran ihr eine richtig gute Welpengruppe identifizieren und finden könnt.
Bücher: Ganslosser, U. & Krivy, P. (2020). Ein guter Start ins Hundeleben. Der verhaltensbiologische Ratgeber für Züchter und Welpenbesitzer (2. Aufl.). Stuttgart: Müller Rüschlikon. Kitchenham: „Hunde. Halten, Beschäftigen, Erziehen.“ KOSMOS 2019. Studien: Dinwoodie et al, 2021: An Investigation into the Impact of Pre-Adolescent Training on Canine Behavior; Gonsalez-Martinez et al, 2019: Association between puppy classes and adulthood behavior of the dog.
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Wir lieben unsere Hunde sehr, deshalb liegt uns ihre Gesundheit am Herzen und wir möchten sie gesund und glücklich möglichst alt werden sehen. Dazu gehört eine gute medizinische Versorgung – doch die kann ganz schön teuer werden, wenn spezielle Untersuchungen wie Computertomographie (um 2000 Euro!!) oder Operationen notwendig sein sollten… Außerdem kann auch ein gut erzogener Hund schnell einen Unfall verursachen, bei dem hohe Folgekosten entstehen, zum Beispiel, wenn er jemandem vors Rad läuft und der/die Radfahrer:in unglücklich stürzt … Alles Schreckenszenarien, die hoffentlich niemals passieren, aber passieren können. Versicherungen haben den Braten gerochen und deshalb gibt es mittlerweile sehr viele Angebote für Tierhalter:innen auf dem Markt, um sich und seinen Hund gut abzusichern. Aber machen wirklich alle für jeden Sinn?
Für diese Folge hat sich Kate mit ihrer Hundkatzemaus Kollegin Uta Rönneburg verabredet. Sie ist Tierärztin und Leiterin einer Tierklinik in Lüneburg und weiß genau, warum und wie teuer eine Behandlung werden kann und kennt die Antworten auf meine (mindestens) 1000 Fragen!
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Viele von uns glauben immer noch, dass man Hunde nur durch Langstreckenläufe am Rad oder beim Joggen wirklich glücklich macht. Dabei haben GPS Studien an Straßenhunden gezeigt, dass Hunde, wenn sie die freie Wahl haben, nur 1.5 bis 2 Kilometer laufen. Und dabei schlendern sie eher auf Futtersuche umher, oft wird höchstens einmal kurz getrabt. Streuner verbringen dagegen viel Zeit mit gucken und dösen – vielleicht ein Grund, warum sie sich oft so viel gelassener verhalten, als unsere wohlbehüteten Familienhunde? Weshalb wir uns bei Gassirunden mehr Zeit statt Strecke gönnen sollten, was bei unterschiedlichen Rassen in Punkto Joggen, Radfahren & Co zu beachten ist und welche Art der geistigen Auslastung Sinn machen kann – darüber sprechen Madita und Kate in dieser neuen Folge!
Studien & Bücher:
Péreza; Guillermo E., 2018: Movement and home range of owned free-roaming male dogs in Puerto Natales, Chile. In: Applied Animal Behaviour Science
Pizza Hunde; Corrieri, L., M. Adda, A. Miklosi, E. Kubinyi (2018): Companion and free-ranging Bali dogs: Environmental links with personality traits in an endemic dog population of SouthEast Asia. PLoS One 13(6): e0197354; Kitchenham, K. (Hrsg.), 2019: Streunerhunde. Von Moskaus U Bahn Hunden bis Indiens Underdogs. KOSMOS
Kirchhoff, Stefan: Streuner! Straßenhunde in Europa, 2014
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Wir können uns noch so gut vorbereiten, manchmal gibt es Situationen mit unseren Hunden, in denen sekundenschnell etwas passiert und wir unter Stress reagieren müssen. Madita ist das gerade neulich mit Charly passiert. Er wurde massiv von einem anderen Hund angegriffen und sie fürchtete um sein Leben. Doch warum wissen wir immer erst hinterher was klug gewesen wäre zu tun? Weil unser Gehirn gestresst ist und wir dann auch im Ausnahmemodus handeln. Trotzdem macht es Sinn, sich das „Worst Case Szenario“ einmal gedanklich durchzuspielen damit wir in Zukunft besser wissen was zu tun ist oder wie wir helfen können, sollten wir Zeugen sein.
Buchtipp zum Thema Aggressionsverhalten: Mrozinski, Heberer, Brede, 2017: Aggressionsverhalten beim Hund. KOSMOS
Veranstalterinnen in Deutschland, die häufig Seminare zum Thema Aggressionsverhalten anbieten: „Candog Hundeseminare“ Hamburg, „Underdogs“ München, „Animal Info“ Düsseldorf, „Dogdays“ Berlin. Online Angebote, zum Beispiel @alex_hundecoach & www.canis-symposia.de
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Natürlich sind Wölfe eine faszinierende Spezies. Nur als Vorbild für das Verhalten unserer Hunde oder ihre Ernährung taugen sie leider wenig, wie neue genetische und verhaltensbiologische Studien zeigen. Die Haustierwerdung, also Domestikation, hat Hunde über Jahrtausende hinweg ziemlich stark verändert, so dass sie nicht nur sehr anders aussehen als Wölfe, sondern auch ganz andere Bedürfnisse haben. Wie das kommen konnte und wer tatsächlich als „Missing Link“ zwischen Wolf und Rassehund und damit besser als Vorbild für einen bedürfnisgerechten Umgang mit unseren Hunden taugt – darüber unterhalten sich Madita und Kate in dieser spannenden Folge!
Studien & Bücher
Axelsson, E. et al, 2013: The genomic signature of dog domestication reveals adaptation to a starch-rich diet. Nature 495, 360-364; Gácsi, M., et al, 2005: Species-specific differences and similaritites in the behavior of hand-raised dog and wolf pups in social situations with humans; Kitchenham (Hrsg.), 2019: Streunerhunde. Von Moskaus U Bahn Hunden bis Indiens Underdogs. KOSMOS; ; Pendleton, A. et al, 2018: Comparison of village dogs and wolf genomes highlights the role of the neural crest in dog domestication. Péreza; Guillermo E., 2018: Movement and home range of owned free-roaming male dogs in Puerto Natales, Chile; Wilkins AS, Wrangham RW, Fitch WT. 2014. The “domestication syndrome” in mammals: a unified explanation based on neural crest cell behavior and genetics. Genetics 197, 795–808.
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Jeder von uns kennt und bewundert Hunde, die richtige Jobs haben - wie Hütehunde, Assistenz- oder Blindenführhunde. Doch auch wir können mit unseren Hunden „arbeiten“ gehen - und nebenbei sehr viel Gutes tun! Wie Hunde als „Besuchshunde“ im Hospiz, in Kinderheimen, Schulen, oder betreuten Wohneinrichtungen zum Einsatz kommen und Menschen, die es wirklich brauchen, ein bisschen Hundeglück schenken können – das erfragt Madita heute bei Kate. Kate berichtet auch darüber, warum eine fundierte Ausbildung gerade für den privaten Einsatz so wichtig ist, gibt Tipps, woran ihr eine gute Organisation erkennen könnt und wie ihr und Euer Hund den Einsatzbereich findet, der wirklich am besten zu Euch BEIDEN passt. Viel Spaß beim Hören!
Links: Leider gibt es noch keine Ausbildungsstandards für die sogenannte „tiergestützte Intervention“. Ein Beispiel von sicherlich einigen Organisationen, die vorbildlich vormachen, wie Hund-Mensch-Teams auf ihren Einsatz professionell vorbereitet werden: www.4-pfoten-fuer-sie.de
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Viele von Euch haben sich eine Folge zum Thema Assistenzhunde gewünscht – das können wir gut verstehen! Es ist ein spannendes Thema, denn viele von uns wissen durch Kontakt zu Menschen mit Behinderung, die einen Assistenzhund haben, was für eine große Bereicherung diese besonderen Hunde für ihre Besitzer:innen sein können! Betroffene können mit der Hilfe der Hunde Aktivitäten wahrnehmen, die allein nicht mehr möglich sind, sie fühlen sich mit Hund an der Seite sicherer, ihr psychisches Wohlbefinden verbessert sich. Assistenzhunde helfen nicht nur, sondern machen das Leben schöner! Bei solchen Themen ist es für Madita und Kate immer wichtig, externe Expert:innen ins Boot zu holen. Deshalb hat Madita heute frei und Kate möchte Euch zusammen mit Nina, die mit Labradordame „Hazel“ zusammenlebt, durch dieses spannende Thema führen, das so viele Fragen aufwirft. Wie geht es Hunden bei ihrer Arbeit – dürfen sie auch noch „Hund sein“? Wie verläuft die Ausbildung und wie können sie ihre Menschen im Alltag unterstützen? Und wer bezahlt eigentlich die kostenintensive Ausbildung von Hunden wie „Hazel“? Hört mal rein, es ist eine sehr emotionale und informative Folge rund um das Thema Ausbildung und Wertschätzung von Assistenzhunden geworden.
Links, Bücher & Studien: BLOG von Nina: rollinginthedeep · von Abschieden & Neuanfängen mit Muskeldystrophie, Buch mit Interview mit Nina: Tierisch beste Freunde, DROEMER KNAUR 2020; VITA Assistenzhunde e.V. - VITA Assistenzhunde e.V. (vita-assistenzhunde.de) Studien: Chapagain et al, 2017: Aging of Attentiveness in Border Collies and Other Pet Dog Breeds: The Protective Benefits of Lifelong Training. Front. Aging Neurosci. 9:100.; Allen K. & Blascovich, J., 1996: The value of service dogs for people with severe ambulatory disabilities: a randomized controlled trial. JAMA. 275: 1001–1006
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Besonders Hunde aus dem Tierschutz haben oft schon einiges erlebt oder hatten keinen guten Start ins Leben. Sie tragen ein eng gepacktes Päckchen an Sorgen und Ängsten mit sich herum und reagieren schnell gestresst auf Herausforderungen im Leben. Doch woher kommt die Angst vor allem, was man nicht einschätzen oder abschätzen kann? Und wie kann ich meinem Hund aus diesem Kreislauf der Angst und Überforderung heraushelfen? Madita und Kate sprechen heute darüber, wie Angst bei Hunden entsteht, woran man sie erkennen und wie man Hunde dabei unterstützen kann, das Leben wunderbar zu finden und zu mutigen Weltentdeckern zu werden!
Buch & Webinar
Engelstädter, 2022: Resilienz bei Hunden. Hunde im Inneren stärken - Für einen gelassenen Umgang mit Konflikten und Stress.
KOSMOS Webinar: Angst bei Hunden - erkennen und helfen. Von Ute Heberer. Link: https://kosmos-hund.de/digital/webinare-videos
Studien: Foyer, P. et al. 2016: Levels of maternal care in dogs affect adult offspring temperament. Scient. Reports 6, 19253. Gazzano et al 2008: Effect of early gentling and early environment on emotional development of puppies. Appl. Anim. Behav. Sci. 110: 294-304. Weaver, et al, 2004: Epigenetic programming by maternal behavior. In: Nature Neuroscience, Volume 7, p. 847–854
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Im zweiten Teil stellen Madita und ich Euch weitere Märchen rund um das Verhalten und die Erziehung von Hunden vor, die sich leider wacker auf Hundewiesen halten. So ist es eine Zeitlang sehr „en vogue“ gewesen, das Verhalten des eigenen Hundes total kontrollieren zu wollen. Eigeninitiative wie Kontakt aufnehmen sollte ignoriert, Pfote und Kopf auflegen verhindert werden. Warum? Damit der Hund anschließend nicht die Weltherrschaft an sich reißen möchte! Außerdem galt es als sehr wichtig, selbständiges Schnüffeln und Erkunden nicht zuzulassen oder den Hund wecken und zu verscheuchen, wenn er es sich irgendwo im Weg liegend gemütlich gemacht hat. Warum Madita und Kate das meistens sehr unhöflich und Hunde im besten Fall höchst merkwürdig finden, darum geht es in dieser neuen Podcastfolge.
Bücher: Gansloßer & Kitchenham, 2015: Beziehung, Erziehung, Bindung. KOSMOS, mit tabellarischer Übersicht vieler Mythen rund um Hundeverhalten und -Erziehung.
Studien: Cimarelli et al, 2016: Dog owners’ interaction styles: Their components and associations with reactions of pet dogs to a social threat; Cimarelli et al, 2017: The Other End of the Leash: An Experimental Test to Analyze How Owners Interact with Their Pet Dogs; Vieira de Castroa et al, 2019: Carrots versus sticks: The relationship between training methods and dogowner attachment.
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