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Die Automatisierung schreitet voran und künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben im Arbeitsalltag. Doch was bedeutet das für Führungskräfte? Welche Tätigkeiten werden verschwinden und welche Kernkompetenzen bleiben unverzichtbar?
Die Liste der Aufgaben, die künstliche Intelligenz bereits heute übernimmt, ist beeindruckend. E-Mails vorformulieren, Reports zusammenfassen, Projektberichte analysieren – all das gehört schon jetzt zum Standard. Large Language Models (LLMs) können Informationen sammeln, strukturieren und aufbereiten. Sie erstellen Transkripte von Meetings und fassen diese zusammen.
Der gesamte Bereich der Datenverarbeitung und Informationsaufbereitung wird künftig automatisiert ablaufen. Wer sich heute noch hinter diesen Tätigkeiten versteckt, wird schnell entlarvt werden. KI macht sichtbar, wo Führungskräfte tatsächlich Mehrwert schaffen – und wo nicht.
Doch es gibt Bereiche, die eine KI auf absehbare Zeit nicht übernehmen kann. Diese Aufgaben haben eines gemeinsam: Sie handeln von Menschen und Emotionen.
Ein Kündigungsgespräch ist eine hochemotonale Situation, die Fingerspitzengefühl erfordert. Es geht um Menschenwürde. Wer sich dieser Verantwortung nicht stellen kann oder will, sollte keine Führungsposition übernehmen. Punkt.
Konflikte entstehen, wenn Menschen unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Kunst besteht darin herauszufinden, was der andere wirklich will und wie sich das mit den eigenen Zielen vereinbaren lässt. Konflikte handeln von Dingen, die nicht ausgesprochen werden – und hier sind LLMs noch immer erschreckend schwach.
Das Potenzial eines Mitarbeiters zu erkennen, erfordert Menschenkenntnis und Erfahrung. Welcher Projektmanager wird der nächste Architekt? Wer eignet sich als Teamleiter? Solche Entscheidungen erfordern Beobachtung, Intuition und Urteilsvermögen – menschliche Qualitäten eben.
Wenn ein Mitarbeiter plötzlich massiv an Leistung verliert, steckt oft ein persönliches Problem dahinter. Krankheit in der Familie, Trauerfälle, Pflegebedürftigkeit – das Leben passiert. Diese Gespräche zu führen erfordert Empathie und echtes menschliches Interesse.
Führung wird künftig noch stärker als bisher von einer Kernkompetenz abhängen: dem Umgang mit Menschen. Wer keinen Bock auf Menschen hat, sollte in der Fachkarriere bleiben und dort exzelent werden. Führung ist nichts für Menschenvermeider.
Die gute Nachricht: Führen lässt sich lernen. Es braucht eine Grundhaltung, die Menschen zugewandt ist, kombiniert mit den richtigen Werkzeugen und Methoden. Talent allein reicht nicht – genau wie beim Zimmermann, der trotz “Talent für Holz” eine Ausbildung braucht.
Führung bleibt der coolste Job, den Sie als Angestellter haben können. Aber nur, wenn Sie bereit sind, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Menschen.
Linkliste
Bleiben Sie in Führung
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By Olaf KapinskiDie Automatisierung schreitet voran und künstliche Intelligenz übernimmt immer mehr Aufgaben im Arbeitsalltag. Doch was bedeutet das für Führungskräfte? Welche Tätigkeiten werden verschwinden und welche Kernkompetenzen bleiben unverzichtbar?
Die Liste der Aufgaben, die künstliche Intelligenz bereits heute übernimmt, ist beeindruckend. E-Mails vorformulieren, Reports zusammenfassen, Projektberichte analysieren – all das gehört schon jetzt zum Standard. Large Language Models (LLMs) können Informationen sammeln, strukturieren und aufbereiten. Sie erstellen Transkripte von Meetings und fassen diese zusammen.
Der gesamte Bereich der Datenverarbeitung und Informationsaufbereitung wird künftig automatisiert ablaufen. Wer sich heute noch hinter diesen Tätigkeiten versteckt, wird schnell entlarvt werden. KI macht sichtbar, wo Führungskräfte tatsächlich Mehrwert schaffen – und wo nicht.
Doch es gibt Bereiche, die eine KI auf absehbare Zeit nicht übernehmen kann. Diese Aufgaben haben eines gemeinsam: Sie handeln von Menschen und Emotionen.
Ein Kündigungsgespräch ist eine hochemotonale Situation, die Fingerspitzengefühl erfordert. Es geht um Menschenwürde. Wer sich dieser Verantwortung nicht stellen kann oder will, sollte keine Führungsposition übernehmen. Punkt.
Konflikte entstehen, wenn Menschen unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Kunst besteht darin herauszufinden, was der andere wirklich will und wie sich das mit den eigenen Zielen vereinbaren lässt. Konflikte handeln von Dingen, die nicht ausgesprochen werden – und hier sind LLMs noch immer erschreckend schwach.
Das Potenzial eines Mitarbeiters zu erkennen, erfordert Menschenkenntnis und Erfahrung. Welcher Projektmanager wird der nächste Architekt? Wer eignet sich als Teamleiter? Solche Entscheidungen erfordern Beobachtung, Intuition und Urteilsvermögen – menschliche Qualitäten eben.
Wenn ein Mitarbeiter plötzlich massiv an Leistung verliert, steckt oft ein persönliches Problem dahinter. Krankheit in der Familie, Trauerfälle, Pflegebedürftigkeit – das Leben passiert. Diese Gespräche zu führen erfordert Empathie und echtes menschliches Interesse.
Führung wird künftig noch stärker als bisher von einer Kernkompetenz abhängen: dem Umgang mit Menschen. Wer keinen Bock auf Menschen hat, sollte in der Fachkarriere bleiben und dort exzelent werden. Führung ist nichts für Menschenvermeider.
Die gute Nachricht: Führen lässt sich lernen. Es braucht eine Grundhaltung, die Menschen zugewandt ist, kombiniert mit den richtigen Werkzeugen und Methoden. Talent allein reicht nicht – genau wie beim Zimmermann, der trotz “Talent für Holz” eine Ausbildung braucht.
Führung bleibt der coolste Job, den Sie als Angestellter haben können. Aber nur, wenn Sie bereit sind, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Menschen.
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