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„Jesus nahm den Becher mit Wein und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus: das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“
Das Abendmahl und der Segen gehören für mich als Pfarrer zu den schönsten Aufgaben in einem Gottesdienst. Und gerade heute an Gründonnerstag wird in vielen Gemeinden an die Einsetzung des Abendmahls während des letzten Passahmahls vor Jesu Tod erinnert. Ob es ein „Vor-Mahl“ war, also vor dem eigentlichen Passahabend, der am Freitagabend gewesen wäre oder ob das Passahmahl nach pharisäischer Tradition wegen des Sabbath auf Donnerstagabend vorgezogen wurde, lässt sich nicht exakt zuordnen. Das Passahmahl erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten. Die jüdische Passahliturgie hat dafür einen genauen Ablauf. Vier Becher mit Wein gliedern Lesungen, Gebete und das Essen. Nach dem zweiten Becher spricht der Hausvater den Segen über der Hauptmahlzeit und eröffnet diese mit dem ungesäuerten Brot. Was nun aber bei Jesus geschieht, ist neu. Er deutet das Brot auf seinen Leib. Im Leiden und Sterben wird Jesus für uns zur „Lebensspeise“, zum Brot des Lebens. ´
Und der dritte Becher wird als der spezielle „Becher des Segens“ bezeichnet. Und diesen deutet Jesus: „…das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“. Hier erinnert Jesus nicht nur an das alttestamentliche Ritual zur Entsündigung (siehe 2 Mose 24,8), sondern setzt damit die Erfüllung der Verheißung in Jeremia, Kapitel 31 Vers 31 in Kraft. Dort heißt es: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen“. Und genau das tut Jesus hier. Er stiftet den neuen Bund. Er als der Opfernde wird selbst nun das Opfer. Und dies ein für alle Mal. Der Apostel Paulus erklärt das in seinem Brief an die Gemeinde in Rom so: „Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. … Er erklärt den für gerecht, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ (Römer 3,25-26). Damit meint Paulus: In Jesus zeigt sich, dass Gott einen Weg öffnet, neu anzufangen. Jesus selbst übernimmt die Verantwortung, die wir vor Gott haben und trägt die Konsequenzen. ER für mich – das ist die Bedeutung des Abendmahls. Jesus tritt für mich ein. Er schenkt mir seine Barmherzigkeit, seine Güte, die Vergebung meiner Schuld und Leben mit Hoffnung, Inhalt und Sinn. Auf Jesus zu vertrauen ist im tiefsten Sinn des Wortes „heil-sam“.
Soweit zum Hintergrund und damit wieder zurück zum Gottesdienst und der Abendmahlsfeier. Die Liturgie beginne ich gerne mit den Worten aus dem Lukasevangelium. Jesu sagt: „Mich hat herzlich verlangt mit euch dieses Mahl zu feiern!“ Darin spiegelt sich die Liebe Jesu zu uns. Er ist der Gastgeber und teilt sich uns mit. Und dann stehen wir vor dem Altar als persönliches Bekenntnis „Hier bin ich, Herr. So wie ich bin. Ich brauche dich.“ Und wir öffnen unsere Hände und bekommen Brot und Wein gereicht mit dem Zuspruch. „Jesus, das Brot des Lebens – für dich!“ „Jesus – der Kelch des Heils – für dich!“ Was für ein Geschenk. Damit kann Neues beginnen.
Autor: Friedhelm Geiß
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender„Jesus nahm den Becher mit Wein und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus: das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“
Das Abendmahl und der Segen gehören für mich als Pfarrer zu den schönsten Aufgaben in einem Gottesdienst. Und gerade heute an Gründonnerstag wird in vielen Gemeinden an die Einsetzung des Abendmahls während des letzten Passahmahls vor Jesu Tod erinnert. Ob es ein „Vor-Mahl“ war, also vor dem eigentlichen Passahabend, der am Freitagabend gewesen wäre oder ob das Passahmahl nach pharisäischer Tradition wegen des Sabbath auf Donnerstagabend vorgezogen wurde, lässt sich nicht exakt zuordnen. Das Passahmahl erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten. Die jüdische Passahliturgie hat dafür einen genauen Ablauf. Vier Becher mit Wein gliedern Lesungen, Gebete und das Essen. Nach dem zweiten Becher spricht der Hausvater den Segen über der Hauptmahlzeit und eröffnet diese mit dem ungesäuerten Brot. Was nun aber bei Jesus geschieht, ist neu. Er deutet das Brot auf seinen Leib. Im Leiden und Sterben wird Jesus für uns zur „Lebensspeise“, zum Brot des Lebens. ´
Und der dritte Becher wird als der spezielle „Becher des Segens“ bezeichnet. Und diesen deutet Jesus: „…das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“. Hier erinnert Jesus nicht nur an das alttestamentliche Ritual zur Entsündigung (siehe 2 Mose 24,8), sondern setzt damit die Erfüllung der Verheißung in Jeremia, Kapitel 31 Vers 31 in Kraft. Dort heißt es: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen“. Und genau das tut Jesus hier. Er stiftet den neuen Bund. Er als der Opfernde wird selbst nun das Opfer. Und dies ein für alle Mal. Der Apostel Paulus erklärt das in seinem Brief an die Gemeinde in Rom so: „Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. … Er erklärt den für gerecht, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ (Römer 3,25-26). Damit meint Paulus: In Jesus zeigt sich, dass Gott einen Weg öffnet, neu anzufangen. Jesus selbst übernimmt die Verantwortung, die wir vor Gott haben und trägt die Konsequenzen. ER für mich – das ist die Bedeutung des Abendmahls. Jesus tritt für mich ein. Er schenkt mir seine Barmherzigkeit, seine Güte, die Vergebung meiner Schuld und Leben mit Hoffnung, Inhalt und Sinn. Auf Jesus zu vertrauen ist im tiefsten Sinn des Wortes „heil-sam“.
Soweit zum Hintergrund und damit wieder zurück zum Gottesdienst und der Abendmahlsfeier. Die Liturgie beginne ich gerne mit den Worten aus dem Lukasevangelium. Jesu sagt: „Mich hat herzlich verlangt mit euch dieses Mahl zu feiern!“ Darin spiegelt sich die Liebe Jesu zu uns. Er ist der Gastgeber und teilt sich uns mit. Und dann stehen wir vor dem Altar als persönliches Bekenntnis „Hier bin ich, Herr. So wie ich bin. Ich brauche dich.“ Und wir öffnen unsere Hände und bekommen Brot und Wein gereicht mit dem Zuspruch. „Jesus, das Brot des Lebens – für dich!“ „Jesus – der Kelch des Heils – für dich!“ Was für ein Geschenk. Damit kann Neues beginnen.
Autor: Friedhelm Geiß
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