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  • Die schreckliche Erfolgsbilanz der US-Kriege seit 9/11 | Von Rainer Rupp
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Über 940.000 Tote aufgrund direkter Kriegsgewalt, davon 432.000 Zivilisten, 3,6 bis 3,8 Millionen Menschen, fast ausschließlich Zivilisten, die indirekt in den mit US-Kriegen überzogenen Gebieten zu Tode kamen. Das erhöht die Gesamtzahl der Todesopfer auf mindestens 4,5 bis 4,7 Millionen Menschen. Weitere 38 Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben oder endeten als Kriegsflüchtlinge, von denen ein guter Teil auch bei uns in Deutschland angekommen ist.
    Diese, mit der Genauigkeit eines wissenschaftlichen Forschungsprojektes der Brown University (1)(USA) ermittelten Zahlen widerspiegeln die weltweiten „Kriegserfolge“ der „unverzichtbaren Nation“ USA seit dem 11. September 2001. Kein einziger dieser unprovozierten, mit groben Lügen gerechtfertigten US-Kriege - meist mit Unterstützung von NATO-Vasallen - war völkerrechtlich und schon gar nicht humanitär legitimiert. Sie dienten einzig und allein den in den USA herrschenden, skrupellosen Elite, über einen Berg von Leichen auch im 21-zigsten Jahrhundert ihre Weltherrschaft durchzusetzen.
    In all diesen Kriegen haben die Eliten im kollektiven Westen ungeachtet der von ihnen getöteter Millionen Zivilisten, Kinder, Mütter, Väter weiterhin in wortgewaltiger Show ihre humanitären Sorgen geheuchelt.
    Aber trotz Millionen getöteter Zivilisten, Kinder, Mütter, Väter, hat es im kollektiven Westen trotz der stets zur Schau getragenen humanitären Sorgen keine Regierung gegeben, keine Nicht-Regierungsorganisation, keine Kampagne der Mainstream Medien, um den Verbrechern in Washington und in ihren eigenen Regierungen die scheinheilige Fratze vom Gesicht zu reißen. Es hat keine Aufrufe zum Boykott US-amerikanischer Waren oder Spielfilme gegeben. Keine einzige US-amerikanische „Kultur“- oder Sportveranstaltung wurde untersagt oder von privaten Organisationen boykottiert, wie das seit dem 24. Februar 2022 in extremer Schärfe gegen Russland der Fall ist.
    Dabei hat laut NATO-Generalsekretär Stoltenberg (2) Russland den Krieg in der Ukraine nur begonnen, um die Ausdehnung der NATO an seine Grenzen zu unterbinden. Bei der schrecklichen, bisherigen „Erfolgsbilanz der NATO an der Seite der USA – siehe oben – hat der Kreml aus nachvollziehbaren Gründen in der Expansion der Nordatlantischen Terror Organisation NATO an eine Grenzen eine nicht hinnehmbare Bedrohung gesehen und entsprechen reagiert.
    Allerdings kam diese Reaktion in Form der Militärischen Sonderoperation am 24. Februar 2022 nicht aus heiterem Himmel, sondern sie fand vor dem Hintergrund Jahre langer Vorwarnungen des Kremls über die Folgen der NATO-Expansion in die Ukraine statt. Aber die Russen waren nicht die einzigen, die die US- und NATO-Regierungen vor einem solchen Schritt gewarnt haben, sondern auch zahlreiche, renommierte westliche Militärstrategen hatten sich immer wieder gegen einen solchen Schritt ausgesprochen.
    Mit ihrem Gewaltputsch in der Ukraine 2014, der nachfolgenden politischen, finanziellen und militärischen Unterstützung offen faschistischer und nationalistischer antirussischer Kräfte in der Ukraine haben sich die US/NATO-Politiker, Medien und akademische Eliten total verkalkuliert, denn Russland ist mehr als nur eine „Tankstelle mit Atomwaffen“, eine beliebte Phrase, mit der Russland als Papier-Tiger lächerlich gemacht werden sollte.
    Nicht nur die russische Wirtschaft und Industrie hat sich als außerordentlich widerstandsfähig und flexibel erwiesen. Während Russland wächst, geht die Wirtschaft im kollektiven Westen den Bach runter. Russlands erfolgreiche militärtechnische Revolution, von der es in der Ukraine bisher nur einen kleinen Teil gezeigt hat, hat ausgereicht, um selbst modernste westlichen Wunderwaffen zu neutralisieren oder zu zerstören...
    7 min
  • Israels „Brutkastenlüge“ | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Dieser PodCast ist die Fortsetzung meines Berichtes vom 9. November „Israels Beschuss der eigenen Bevölkerung“.(1) Heute versuche ich durch die Enthüllungen von Max Blumenthal vom 6. Dezember in „The Grayzone“ und seine Bewertung, den Nebel der Propaganda darüber, was am 7. Oktober in Israel geschah, weiter zu lichten. Die Einführung zu seinem Bericht klingt wie eine Horror-Geschichte aus einem schlechten Film, mit Hinweisen, wer für die Lügen in der Kriegspropaganda Israels hauptverantwortlich ist, bis zu unbeschreiblichen Gräueltaten, die sich nur ein krankes Gehirn ausdenken kann. Siehe Details in Anhang (8).
    Der eigentliche Artikel beginnt dann mit der Erklärung, wie der US-Außenminister Blinken sich am 31. Oktober auf Berichte einer israelischen Gruppe von Propagandisten bezog, um die schrecklichsten Kriegslügen zu behaupten: „Das Auge des Vaters wurde vor den Augen seiner Kinder ausgestochen. Der Mutter die Brust abgeschnitten, dem Mädchen der Fuß amputiert, dem Jungen die Finger abgeschnitten, bevor sie hingerichtet wurden.“ Das sei es, was die israelische Gesellschaft bekämpfen müsse, behauptete er.
    Niemand habe nach der Quelle gefragt, aber der Artikel ordnete sie Yossi Landau zu, dem Leiter der südisraelischen Region einer religiösen Organisation zur Identifizierung von Katastrophenopfern namens ZAKA. In der Tat habe Landau seit dem 12. Oktober die Geschichte, auf die sich Blinken bezog, in verschiedenen Formen immer wieder aufgewärmt. Sie beschreibt, wie militante Hamas-Kämpfer ein 6 und ein 8 Jahre altes Kind und seine Eltern im Kibbutz Beeri brutal verstümmelten und töteten, bevor sie in ihrem Haus gemütlich aßen.
    Blumenthal berichtet dann, dass trotz der Anwesenheit mehrerer potenzieller Zeugen in Beeri, bevor ZAKA eintraf, um die Leichen einzusammeln, keine unabhängigen Zeugenaussagen aufgetaucht seien, die Landaus Behauptung bestätigen. Außerdem gebe es keine Aufzeichnungen über den Tod von Geschwistern im Alter von 6 bis 8 Jahren in Beeri am 7. Oktober. Es gebe auch keine Aufzeichnungen über ein Kleinkind, das auf die von Landau beschriebene Weise getötet wurde, ebenso wenig wie Fotos der von ihm beschriebenen ermordeten Familie. Die einzigen Geschwister, die auch nur annähernd in diesem Alter waren und an diesem Tag in der Gemeinde starben, waren die 12-jährigen Zwillinge Liel und Yanai Hetrzroni, die durch israelischen Panzerbeschuss getötet wurden.
    Ganz offensichtlich sollte eine Barbarei der Hamas „dokumentiert“ werden und wieder erinnert alles an die Horrorgeschichten über Babys, die angeblich von irakischen Soldaten aus den Brutkästen geschleudert wurden.
    Blumenthal weist darauf hin, dass natürlich israelische Beamte bei der Desinformationskampagne eine führende Rolle spielten. Sie hatten z.B. fälschlicherweise behauptet, dass die Leichen toter jüdischer Babys in einem Kibbuz an einer Wäscheleine baumelnd aufgefunden wurden. Aber für die am meisten dämonisierenden Falschbehauptungen, für die Konkretisierung der Gräuelgeschichten war vor allen Dingen die ultraorthodoxe Freiwilligenorganisation ZAKA verantwortlich. Eine Organisation, die zwar keine ausgebildeten Leichenbeschauer, aber viele motivierte Freiwillige in ihren Reihen habe. Wie Blumenthal die Organisation weiter beschreibt, lesen Sie bitte in Anhang (7).
    ZAKA, so der Blumenthal-Bericht weiter, stehe nun im Mittelpunkt der Kampagne von Tel Aviv, welche die Welt davon überzeugen soll, dass die Hamas nicht nur am 7. Oktober israelische Frauen vergewaltigt habe, sondern seitdem auch weiterhin weibliche Geiseln misshandele. Tatsächlich aber sei eine israelische „zivile Kommission zu den Verbrechen der Hamas gegen Frauen und Kinder am 7. Oktober“ ausschließlich auf Angaben aus zweiter Hand angewiesen, die von der ZAKA geliefert wurden. Es gebe keine einzige Zeugenaussage aus erster Hand oder ein Video, in dem Behauptungen über Massenvergewaltigungen belegt werden.
    21 min
  • Hundertjahrelanges Versagen des Westens in Palästina | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Während der 28. Weltklimakonferenz (COP28) vom 30. November bis zum 12. Dezember 2023 im Touristenmagnet Dubai / Vereinigte Arabische Emirate (VAE) beraten zwei Wochen lang über 70.000 Vertreter aus rund 200 Staaten im Golfemirat Dubai über die Eindämmung der Klimakrise - nicht zuletzt, um Menschen vor den möglichen Folgen einer Erderwärmung zu schützen. So überraschte der Sondergesandte der USA für das Klima, John Kerry, in Dubai mit einer Initiative, die das 21. Jahrhundert prägen könnte.


    Wird der Klimagipfel zum Geburtsort einer globalen Atom-Allianz? Auf der Weltklimakonferenz in Dubai verbündeten sich 22 Staaten mit dem Ziel, die Atomkraft bis 2050 zu verdreifachen. Zu den Unterzeichnern der Deklaration gehören neben dem US-Gesandten John Kerry auch weitere Spitzenpolitiker aus Kanada, Japan, Korea, Ukraine und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weitere 13 europäische Staaten sind ebenfalls mit dabei, darunter Schweden, Finnland, die Niederlande, Belgien, Slowenien, die Slowakei, Rumänien, Ungarn, Großbritannien und Moldau - vor allem Länder aus den G7-Staaten und der NATO. Deutschland fehlt.

    Diese Gründung einer weltweiten Allianz zum Ausbau der Kernenergie war auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen bis zur letzten Minute Verschlusssache. Die Pro-Atomstaaten erkennen explizit an, dass Analysen der Industrieländer-Organisationen OECD ebenso wie des UN-Klimasekretariats IPCC ergeben, dass die global installierte Nuklear-Kapazität bis 2050 verdreifacht werden muss, um das Ziel von netto Null Treibhausgasemissionen zu erreichen.(1) Wieder ein gigantisches Geschäft des Westens über die Köpfe des globalen Südens hinweg.
    Dieses Vorgehen erinnert an die Situation Ende der 60er Jahre. Bis 1970 waren weniger als 10 Kernkraftwerke ans Netz gegangen und deren Akzeptanz war im Dahinschwinden. 1968 hatten Experten verschiedener Disziplinen aus mehr als 30 Ländern den „Club of Rome“ gegründet, der sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einsetzen sollte. Die Zusammenbruchs-Szenarien wurden u.a. mit der Dynamik eines exponentiellen Wachstums begründet. 1972 kam der von der Volkswagenstiftung (damals mit einer Million Mark) finanzierte Bericht „Die Grenzen des Wachstums“(2) in die Öffentlichkeit. Darin wurde eine Prognose für eine mögliche zukünftige Weiterentwicklung der Welt erstellt. Die Autoren drückten auch ihre Hoffnung aus, dass sich die Menschheit noch zu Entschlüssen durchringen könne, die ihr Überleben in einen „guten materiellen Lebensstandard“ in Form eines Gleichgewichtszustands sichern könnte.(3) Der damals tobende Krieg in Vietnam mit den bis heute nicht verheilten Umweltschäden wurde ausgeblendet, so wie aktuellen Waffengänge unserer Tage auch. In den darauffolgenden 20 Jahren wurden weitere 30 Kernkraftwerke in Betrieb genommen.
    Heutzutage wird wieder abgelenkt: Die derzeit weltweit drohende Eskalation der Kriege in der Ukraine, im Kaukasus und in Nahost mit ihrem unermesslichen Leid für die Menschen scheint kein Thema zu sein, obwohl durch die Kriege die Umwelt und damit auch das Klima nachhaltig beeinträchtigt werden.
    Bezüglich einer Lösung in Palästina versagt der Westen seit über 100 Jahren. In Nahost wird die frühere Kolonialpolitik in Form der nunmehrigen Geo-Politik weitergeführt. Den Großmächten ging es dabei immer nur um deren Eigeninteressen und dies ausschließlich auf Kosten der beherrschten Länder und Regionen.
    Netanyahus spektakulärer Auftritt auf der UN-Vollversammlung 2023
    Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel, hielt während seiner Rede vor der 78. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zwei Karten des Neuen Mittleren Ostens hoch, um zu zeigen, wie sich Israel - ein kleines Land, isoliert, umgeben von einer feindlichen arabischen Welt - seit 1948 ausgeweitet hat. Auf der aktuellen Karte war jedoch weder das Westjordanland noch der Gazastreifen ...
    35 min
  • Klimakonservatismus | Von Felix Feistel
    Ein Standpunkt von Felix Feistel.
    Klimawandelaktivisten und Klimawandelskeptiker handeln aus derselben Motivation heraus.
    In der Debatte um den menschengemachten Klimawandel scheinen die Fronten verhärtet, und die Lager sich unversöhnlich gegenüberzustehen. Auf der einen Seite stehen jene, die einen menschengemachten Klimawandel befürchten, der apokalyptische Auswirkungen haben wird. Die Meeresspiegel sollen ansteigen und die Küstenstädte unbewohnbar machen, die Wüsten sich ausbreiten und Milliarden von Menschen in die Flucht treiben. In manchen Teilen der Erde soll es so heiß werden, dass es nicht mehr möglich sein soll dort zu leben, die landwirtschaftlichen Flächen werden weniger. Grund dafür ist das Kohlenstoffdioxid, das der Mensch emittiert, und das als Treibhausgas wirkt. Dies führt zu einer Erhitzung des Planeten, und bewirkt all diese Veränderungen des Wetters überall auf der Welt. Daher sei es notwendig, die menschlichen Emissionen auf Null zu senken, also alle Energieträger auszutauschen und fossile Brennstoffe durch sogenannte erneuerbare Energien zu ersetzen. Zugleich muss auch das überschüssige Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre gesaugt werden. Dafür wird in einer breiten Offensive nicht nur geworben, sondern es wird auch bereits umgesetzt, und an allen Ecken und Enden werden neue Maßnahmen eingeführt, die das Ziel der Emissionsreduktion erreichen sollen. Diese Fraktion nennt sich gerne progressiv und vorwärts gewandt.
    Dem gegenüber steht die andere Seite, welche die Hypothese eines menschengemachten Klimawandels vollkommen ablehnt. Demnach stellt die menschliche Industrie mit ihren Emissionen überhaupt keine Gefahr dar, die Offensive zur Emissionsreduktion ist daher auch gar nicht notwendig. Vielmehr noch ist sie schädlich, denn sie zerstört den Wirtschaftsstandort Deutschland mit seiner Industrie, die auf billige, fossile Energie angewiesen ist. Die sogenannten erneuerbaren Energien seien viel teurer, und zudem auch nicht so zuverlässig, da die Sonne in Deutschland nicht immer scheint, und auch der Wind nicht immer zu genüge weht, um all die Windräder anzutreiben. Auf diese Weise bewirke die Ideologie des menschengemachten Klimawandels eine Deindustrialisierung Deutschlands, was den Wohlstand des Landes gefährde, den man sich über Jahrzehnte so erfolgreich aufgebaut habe.
    Auch, wenn diese Positionen so unvereinbar und gegensätzlich scheinen, in ihrer Motivation sind sie es keineswegs. Denn beide Positionen haben dieselbe Grundlage, denselben Wunsch: Dass nämlich alles so bleibt, wie es ist. Bei der zweiten Position ist das offensichtlich. Keine Veränderungen sollen vorgenommen werden, damit alles so weiter laufen kann, wie bisher. Aber auch, wenn sich die Vertreter der ersten Position progressiv nennen, so sind sie im Grunde ihrer Motivation sehr konservativ. Denn eigentlich wollen auch sie, dass alles so bleibt wie es ist. Sie wollen überhaupt nichts ändern an der industriellen Basis Deutschlands, wollen auch nichts an ihrem Wohlstand, dem Luxus und dem Konsum ändern. Denn gerade die Mitglieder der Partei die Grünen sowie deren Wähler sind zum Beispiel jene, die am meisten durch die Weltgeschichte fliegen.
    Auch der Konsum von allen möglichen Waren zum reinen Vergnügen ist bei diesen sogenannten Progressiven ganz normal. Und wie diverse Abgeordnete wie Emilia Fester immer wieder zeigen, ist auch die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Twitter und Instagram, sowie die Selbstinszenierung auf diesen Standard in diesem Lager. Denn die Ideologie wird in der Regel von sehr jungen Menschen vorangetrieben. So ist Emilia Fester Jahrgang 1998, Greta Thunberg ist 2003 geboren, und auch die Mitglieder von Fridays For Future oder der sogenannten letzten Generation sind in der Regel jugendliche und junge Erwachsene. Sie sind in einer digitalisierten Konsumwelt aufgewachsen, in der alles nur Vorstellbare immer erreichbar ist. Es handelt sich um eine Generation,
    24 min
  • Anselm Lenz übernimmt die Macht! | Von Anselm Lenz
    Ein Kommentar von Anselm Lenz.
    Der erste Buchstabe aus dem Alphabet kann mit der Ziffer 1 bezeichnet werden. Das L ist der elfte Buchstabe im klassischen Alphabet. 111 ist also der Code für meine Initialien.
    Ich erwachte aus unruhigen Träumen. Steht schon wieder eine Terrormiliz des Merkel-Staates vor unserer Haustür? Hat die Fake-Antifa der Pharma- und Rüstungsindustrie schon wieder ihre Buchstaben an unsere Hauswand geschrieben? Hat das Regime schon wieder eine Ärztin oder Krankenschwester festgenommen, die die Corona-Kriegslüge nicht mitmacht? Muss ich schnell aktiv werden und mich in Kampfbereitschaft versetzen, zu allem bereit, um das Leben meiner Kinder, meiner Frau, meiner Kollegen und Mitarbeiter und meiner selbst zu verteidigen?


    Oder ist es etwas Gutes? Kommt wieder eine unserer Demonstrationen durch unsere Straße mit Friedenstaube, Fackeln und Plakaten, auf denen inhaftierte »Verantwortliche« abgebildet sind?

    Ich malte mit meinen Armen einen Strich in die Luft. In meinen Träumen hatte ich soeben die alemannische Teilrepublik von einem Aussichtsturm im Schwarzwald ausgerufen. Mein Arm strich über den Horizont, den Kaiserstuhl, Freiamt, den Kandel. Deutsche Demokraten sprengen endlich ihre Ketten, übernehmen wieder selber die Macht in deutschen Landen, setzen Konzernoligarchen, selbst delegitimerite Institutionen und die politmediale Kaste des Ancien Regimes ab.
    Wie immer in der deutschen Geschichte haben südwestdeutsche Demokraten die Nase vorn, aber auch alle anderen sind nicht von schlechten Eltern. Deutschland steht von seinen Regionen her auf, von Tausenden Spaziergängen und Versammlungen seit 28. März 2020, täglich und in allen Regionen unseres Landes. Nach jahrelangem Anlauf hatte sich das deutsche Volk entschieden, in Institutionen hineinzugehen, sie zu halten und zu sichern, und an Ort und Stelle Volksabstimmungen durchzuführen. Die Volksabstimmungen hatten teils einfach den Inhalt der sofortigen Abschaffung, Auflösung und Stilllegung der Herrschaftsbetriebe, die geordnet und ohne Zeitverzug umgesetzt wurden. Im Zuge dessen wurden fast sämtliche Überwachungs- und Kontrollanlagen im Land abgebaut, in unbrauchbare Einzelteile zerlegt und dem Rohstoff-Recycling zugeführt.
    »Geh’ einfach nachhause und macht einfach etwas Anständiges«, klopfte man Beamten auf die Schulter, die sich am Spritzenterror und der Gewalt gegen das eigene Volk und Kriegsvorbereitungen schuldig gemacht hatten. Man schickte den Herrschaftsapparat einfach nachhause. Dumpfe Blicke und Gegrolle der Beamten und Terroristen in Amtsstuben wurde mit brüderlichem Schlag mit der flachen Hand auf den Hinterkopf quittiert, »geh jetzt und mach was Hilfreiches!« Man wies auch die Besatzungstruppen in Kasernen und Operationsbüros freundlich an, die Waffen abzugeben, die Sachen zu packen, sich noch bei einem gemeinsamen Abschiedsfest von uns mit Bier, Wein und Weißwurst in Dirndl und Lederhosen bewirten zu lassen – und dann über Ärmelkanal und Atlantik abzuschippern.
    Ich stand auf, ging in die Küche und blickte auf die Kuckucksuhr: Es war erst fünf nach Zwölf! Die Geisterstunde war gerade angebrochen. Ich gähnte die Wand an. Neben das gerahmte Porträtfoto von Roger Willemsen hatte sich ein später Marienkäfer gesetzt. Ich zählte nach: Elf Punkte. Reicht das für den Sport-Club, um in die nächste Runde des Europapokals einzuziehen? Und weiß die Eintracht, dass den Freiburgern in der Saison 1994/95 im selben Dress ein 5:1 gegen die Bayern gelungen war und der SC am Saisonende Dritter wurde? Vermutlich nicht.
    Siege gegen vermeintlich unbesiegbare Gegner sind möglich. Auch Ende des 18. Jahrhunderts hatten die »Verantwortlichen« die Menschen in miese Lebensverhältnisse, Kriege und Unfreiheit gebracht. Am 14. Juli 1789 belagerten kaum 2.000 Franzosen das verhasste Waffenlager des Regimes und entschlossen sich nach einigem Hin- und Her, das Gebäude zu stürmen. Security-Söldner,
    10 min
  • Der Verrückte und die Reichen | Von Hermann Ploppa


    Argentinien hat mit überwältigender Mehrheit einen marktradikalen Exzentriker gewählt, dem man nicht bei Mondenschein über den Weg laufen möchte.
    Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.



    Er verstrahlt das Charisma eines Staubsaugervertreters, der mithilfe von Kokain und Alkohol noch einmal alles aus sich herausholt. Da fuchtelt der Präsidentschaftskandidat wild mit einer Kettensäge herum. Damit will der Mann die Politikerkaste am Rio de la Plata zersägen. Da regnen auf seine jubelnden Fans falsche Dollarscheine mit dem Antlitz ebendieses Präsidentschaftskandidaten Javier Milei. Milei will nämlich die argentinische Landeswährung abschaffen und stattdessen den US-Dollar einführen und dabei auch gleich die argentinische Zentralbank „in die Luft jagen“. Milei führt auf der Bühne einen wilden Derwischtanz auf, als feststeht, dass er die Wahl haushoch mit 10 Prozent Vorsprung vor seinem Rivalen von der peronistischen Partei gewonnen hat. „Die Perücke“ (La Peluca), wie Milei von seinen Fans wegen seines verwilderten Rocker-Haupthaares genannt wird, nimmt nie ein Blatt vor den Mund und pöbelt im Sub-Prol-Jargon gegen jeden, der ihm nicht passt. Auch der argentinische Papst Franziskus wird von Milei als „Abgesandter des Bösen“ abgefrühstückt. Die „Perücke“ genießt im Land eine schier unerklärliche Immunität und Narrenfreiheit.






    Die letzte Präsidentschaftswahl in Argentinien war wegen dieser lateinamerikanischen Variante des Hans Wurst wenigstens in keiner Phase langweilig. Auch in Argentinien sammelt jeder Pluspunkte, der mit Hasstiraden auf die amtierende Politikerkaste eindrischt. Aber während bei uns immer noch auf sehr hohem Niveau gemeckert wird, haben die Argentinier schon lange nichts mehr zu lachen und zu beißen. Die jährliche Inflationsrate liegt bei unglaublichen 145 Prozent. Die Arbeitslosigkeit beträgt offiziell zwar nur 7 Prozent. Doch gibt es eine verdeckte Arbeitslosigkeit, und die kann auch schon mal 44 Prozent betragen (1), mit großen regionalen Unterschieden. Während es den Menschen im Großraum um die Hauptstadt Buenos Aires noch relativ gut geht, können in strukturschwachen Regionen durchaus Menschen hungern. Der Anteil der Argentinier, die unterhalb der Armutsgrenze vegetieren, liegt augenblicklich geschätzt bei über 40 Prozent (2).
    Dabei war Argentinien bis in die Mitte der 1950er Jahre ein überaus wohlhabendes Land. Massenhaft wanderten die Menschen damals aus dem krisengeschüttelten Europa ein, um in Argentinien geordnete Verhältnisse vorzufinden. Die politischen Koordinaten in Argentinien sind indes anders angelegt als im Rest der Welt. Lange Zeit prägte der mit dem Faschismus sympathisierende Politiker Juan Peron die Szene. Sein autoritärer Regierungsstil ging einher mit einer aktiven Sozialpolitik. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte für die einfachen Leute. Doch immer wieder ergriffen die Militärs die Macht und hinterließen verbrannte Erde.
    Der sogenannte Peronismus bildete viele unterschiedliche Spielarten aus. Sozialdemokratische Peronisten prägten die Szene, immer wieder unterbrochen von Militärputschen. Das trug langfristig bei zu der unheilvollen Allianz von Oligarchen, Latifundisten, reaktionärem katholischen Klerus sowie peronistischen Politikern, die ein Machtpatt mehr schlecht als recht verwalten. Die immer weiter um sich greifende Arbeitslosigkeit wurde mit ständig neuen Planstellen im öffentlichen Dienst verschleiert. Im öffentlichen Dienst sind auf diese Weise derzeit 22 Prozent aller Beschäftigten aktiv (3). Ein ewiges Hin und Her zwischen halbgaren Ansätzen sozialer Gerechtigkeit und marktradikaler Kahlschlagpolitik hat das Land ruiniert.
    Keine frohe Botschaft
    In dieser Situation sind weite Kreise der argentinischen Gesellschaft offensichtlich bereit, jeden zu wählen, der anders aussieht als die etablierten Politiker. Dabei ist es keine frohe Botschaft,
    22 min
  • Sport 2023 – Zurück zur Normalität? | Von Rainer Rupp
    Was Viren, Bomben und Massenpsychose 2020-2022 angerichtet haben.
    Eine Buchbesprechung von Rainer Rupp.
    Das Buch ist den über Tausend Sportlern gewidmet, die nach der mRNA-Spritze "plötzlich und unerwartet“ gestorben sind, aber vor der Spritze topfit und kerngesund waren. Der Band ist eine Mischung aus hochwertigen, ästhetisch einfühlsamen Bildern eines professionellen Sportfotographen, verbunden mit Dutzenden von Beiträgen kritischer Sportler, Wissenschaftler und Journalisten.
    Vor Buchbesprechungen habe ich mich meist gedrückt. Bei dem vorliegenden, ungewöhnlichen, aber hervorragenden Buch habe ich spontan eine Ausnahme gemacht. Das Buch ist kein gewöhnlicher Sportband, weil es nur zu einem Teil aus ausgezeichneten Hochglanzfotos im DIN A 4 Format von weltbekannten Sportlern besteht. Die Fotos wurden von dem professionellen Sportfotografen und Verleger des Buches Thomas Schreyer geschossen. Der andere Teil besteht aus Kommentaren, Interviews und Fachbeiträgen bekannter Covid-Maßnahmen Kritiker. Dazu gehören Sportler wie Novak Djokovic oder der weltweit in Fachkreisen renommierte Wissenschaftler und Virenforscher Prof. Dr. Sucharit Bakhdi, oder kritische Journalisten wie Boris Reitschuster und Thomas Röper und viele andere, nicht weniger bekannte Namen wie z.B. der Arzt Dr. Bodo Schiffmann oder der Publizist Daniele Ganser. Aber auch die politische Militarisierung des Sports gegen Russland wird thematisiert. Die vielen aufklärenden und investigativen Beiträge namhafter Persönlichkeiten zusammen mit Aktion-Fotos und Kommentaren weltbekannter Sportler machen dieses Buch einmalig.
    Unter anderem kommt in dem Band auch der Schweizer Rechtsanwalt Philipp Kruse zu Wort. Der schon recht früh eine 300-seitige Strafanzeige wegen der Zulassung der mRNA-Genspritze gegen Swissmedic eingereicht hatte. Aber wie alle, die die Corona Maßnahmen aufklären wollten, wurde er entsprechend diskreditiert und weg-diffamiert. In seinem Buchbeitrag heißt es u.a., dass die Ärzte, die das Gen-Präparat gespritzt haben, Minimalinformation ihren Patienten zur Kenntnis hätten bringen müssen,


    „dass es bei dieser besonderen Technologie völlig unklar ist, wo in seinem Körper diese (giftigen) Proteine, diese Spike-Proteine produziert werden, wie lange sie produziert werden, in welcher Qualität und in welcher Quantität sie produziert wurden."
    „Es gehört normalerweise dazu, dass der Arzt ihnen (den Patienten) genau sagen kann, welche Substanz er ihnen gibt. Und in welcher Qualität und wie lange sie wirkt? Das ist hier überhaupt nicht bekannt. … Denn sie wissen gar nicht, was sie am Ende genau in ihren Körper bekommen. … Das müsste man selbstverständlich als Arzt auch heute noch sagen. Haben Sie schon einmal diese Statistiken gesehen? Haben Sie schon einmal gesehen, wie diese Nebenwirkungen explodiert sind, und zwar die überproportionalen Nebenwirkungen? Ich spreche nicht nur von den absoluten Zahlen, auch die relativen sind explodiert im Vergleich zu allem, was es jemals in der Geschichte zuvor gegeben hat“.

    Gewidmet ist das Buch den 1.200 getöteten Sportlern, die zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses bereits „plötzlich und unerwartet“ von uns gegangen waren, obwohl sie vor der Spitze sich als Spitzensportler bester Gesundheit erfreuten. Zu denken gibt auch, dass es in den Jahren 2016 bis 2020 bei Leistungssportlern lediglich 9 plötzliche Todesfälle gegeben hatte. Im Jahr 2021 gab es davon bereits mehr als 500 Fälle. Die Namen der bekanntesten Opfer findet man im Buch. Eine aktualisierte, vollständige Liste bieten die Internetseiten „Expose-news.com“ oder „Plötzlich-und-unerwartet.net“ Auch im Buch selbst gibt es einen Beitrag zum Thema. Hier ein Auszug:


    „Sämtliche Todesfälle haben natürlich gar nichts mit den Injektionen zu tun - zumindest, wenn es nach sogenannten Fakten Checkern geht, die von denen bezahlt werden, die an der Operation Corona Milliarden US Dollar sc...
    11 min
  • Der Weg der Gewaltlosigkeit | Von Rüdiger Lenz
    Ein Standpunkt von Rüdiger Lenz.
    Der passive Widerstand ist ein allseitiges Schwert. Es kann auf jede Art benutzt werden. Es segnet den, der es benutzt, und den, gegen den es gesegnet wird. Ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, erzeugt es dauerhafte Ergebnisse. Es kann nicht rosten und nicht gestohlen werden. Das Schwert des passiven Widerstands braucht keine Scheide. Es klingt seltsam, wenn Sie (die Herrscher, Anmerkung des Autors) behaupten, diese Waffe sei die Waffe der Schwachen. Glauben sie, die Schwachen behaupten sich gegen Gesetze und Herrschaft? Das tun die Starken, nicht die Schwachen. Wir weigern uns, mit unseren Herrschern zusammenzuarbeiten, wenn sie unsere Lebensinteressen gefährden. Das ist passiver Widerstand. Mahatma Gandhi.
    Gewalt
    Der Weg der Gewaltlosigkeit hat für viele Menschen etwas Heiliges an sich. Spricht man mit Menschen unterschiedlicher Einstellungen dazu, so glauben fast alle, sie könnten Gewaltlosigkeit in ihrem Wesen erst erreichen, wenn sie erleuchtet wären. Oft glauben sie, sie müssten dann wie Jesus oder Buddha werden, um selbst in den Zustand der Gewaltfreiheit oder der Gewaltlosigkeit zu gelangen. Allein die beiden Begriffe Gewaltfreiheit sowie Gewaltlosigkeit assoziieren bei den meisten Menschen ein Alleinstellungsmerkmal beim indischen Politiker Mahatma Gandhi. Im Westen hat man erfolgreich versucht, den Menschen Gandhi zu einem christlichen Mystiker zu erklären. Das aber war er nicht.
    In Indien wird Gandhi, ähnlich wie Michael Gorbatschow in Russland, nicht sonderlich für dessen Friedensbemühen geachtet. Gorbatschow löste viel zu schnell die Sowjetunion auf und Gandhi spaltete Indien in zwei Länder, Pakistan entstand auf der Weltkarte. Gandhi schuf mit seinen Friedensabsichten zwei neue Atommächte. Hingegen werden beide im Ausland als Friedensfürsten gefeiert. Die einen sehen den Frieden, die anderen hingegen das Leid und die Gewaltvermehrung. Es liegt also in politischen Zusammenhängen des Friedens im Auge des Betrachters und es kommt stark darauf an, auf welcher Seite der Geschichte man steht.
    Gorbatschow wurde einer der Väter der deutschen Wiedervereinigung, zusammen mit Helmut Kohl. Doch heute richtet die Regierung dieses wiedervereinten Deutschland einige Waffen und viel Gegröle gegen Russland. Dankbarkeit für das Geschenk der Wiedervereinigung und Demut den russischen 27 Millionen Opfern der Naziherrschaft tendieren beim vergesslichsten Kanzler der BRD Olaf Scholz, der gerne immer wieder aus der Zeit fällt, gegen Null.
    Kann der Mensch überhaupt ohne Gewaltverhalten leben? Gibt es in der Natur so etwas wie Gewaltfreiheit? Wenigstens eine Oase davon? Was bedeuten diese beiden Begriffe überhaupt? Und, was ist Gewalt? Fangen wir bei der Gewalt an. Gewalt ist am leichtesten erklärt durch die Definition einer negativen Energie. Doch in Wahrheit ist damit nichts erklärt. Schauen wir uns eine Form der Gewalt einmal genauer unter der Lupe an. Was macht Gewalt mit denen, an denen sie ausgeübt wird. Nehmen wir den Schläger, der ein Opfer zusammenschlägt. Was passiert beim Opfer?
    Zunächst passiert beim Opfer in der Regel das Auslösen von Angst vor der Realität, die ihm der Schläger aufzwingt. Das ist das Erste, was Gewalt anrichtet. Dann schlägt der Schläger zu und trifft sein Opfer. Es schmerzt ungeheuerlich und weitere Schläge treffen das Gesicht, den Bauch und weitere Teile des Opfers. Das Opfer sackt zu Boden, doch auch dort hören die Schläge nicht auf. Jetzt tritt der Schläger in das Gesicht des Opfers, in seinen Bauch und seinen Hals. Das Opfer schmeckt sein eigenes Blut und hat Knochen knacken gehört, auch am Schädel. Da das Opfer sich nicht mehr wehrt und sich nicht mehr bewegt, lässt der Schläger mit seinen Schlägen nach, vergisst aber nicht, auf das Opfer zum Abschluss zu urinieren. Der Schläger wertet sich über die von ihm erteilte Ohnmacht über das Opfer auf, fühlt sich mächtig und bedeutsam über seine Taten am Opfer.
    26 min
  • Der Gaza-Krieg und die Rolle des WEF | Von Ernst Wolff
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.
    Nach einem vorübergehenden Abflauen der Kämpfe im Gazastreifen ist der Krieg der israelischen Regierung gegen die Hamas am 4. Dezember wieder mit voller Härte entbrannt. Unter dem Vorwand, die terroristische Bedrohung ein für alle Mal auszumerzen, nimmt die israelische Armee auch diesmal keine Rücksicht auf die palästinensische Zivilbevölkerung.
    Jedem unvoreingenommenen Beobachter ist mittlerweile klar, dass es sich nicht mehr um Verteidigung, sondern um gezielte Vernichtung handelt – eine Vernichtung, bei der tausende unschuldige Opfer, darunter zahllose Kinder, billigend in Kauf genommen werden.
    Warum? Was und vor allem wer steckt hinter dieser monströsen Unmenschlichkeit?
    Licht ins Dunkel bringen könnten einige Vorgänge im Hintergrund, die der breiten Öffentlichkeit von den Mainstreammedien weitgehend vorenthalten werden, die aber möglicherweise auch für die zukünftige Entwicklung des Konfliktes entscheidend sind.
    Erdgasfunde vor Gaza
    Wie ja inzwischen weitgehend bekannt ist, befinden sich etwa 20 Seemeilen vor der Küste des Gazastreifens Erdgas- und Erdölvorkommen im Werte von etwa 500 Mrd. US-Dollar. Deren Erlös würde eigentlich den Palästinensern zustehen, wird ihnen aber entgegen internationalem Recht von Israel seit gut 20 Jahren vorenthalten.
    Gleichzeitig betreibt Israel jedoch selbst Erdöl- und Erdgasförderung, und zwar an 9 verschiedenen Feldern im Mittelmeer und ist damit seit 2017 von einem Erdgas-Importeur zu einem Erdgas-Exporteur geworden.
    Das allein ist schon eine schreiende Ungerechtigkeit und vor allem eine Verhöhnung der Menschen im Gazastreifen, wo mehr als die Hälfte der Einwohner in Armut lebt und 80 Prozent der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
    Warum das so ist und was sich hinter dieser menschenverachtenden Agenda verbirgt, das enthüllen zumindest teilweise folgende in den vergangenen Wochen zutage getretene Hintergründe:
    Eines der israelischen Gasfelder ist das vom US-Großkonzern Chevron betriebene Tamar. Dessen Exporte über die East Mediterranean Gas Pipeline wurden wenige Tage nach dem Terror-Anschlag vom 7. Oktober vorübergehend eingestellt.
    Daraufhin hat Chevron beantragt, Gas über die Arabische Gaspipeline zu exportieren, die eine weitere israelische Offshore-Plattform, Leviathan, sowohl mit Jordanien als auch mit Ägypten verbindet.
    Die Allianzen im Hintergrund
    Hier sollte man hellhörig werden, denn hier zeigt sich deutlich, dass im Kriegsfall Allianzen bestehen, von denen die Öffentlichkeit so gut wie nichts erfährt, und das aus gutem Grund: Sie soll nämlich nichts davon wissen, wer im Hintergrund vom Krieg profitiert.
    Sehen wir uns die Beteiligten also einmal genauer an: Ägypten und Israel haben in der Vergangenheit mehrere Kriege gegeneinander geführt und gelten ganz sicher nicht als befreundete Nationen. Und Jordaniens Königin Rania hat in den vergangenen Wochen mehrmals über ihren Instagram-Account ihre Solidarität mit den Palästinensern und ihre Ablehnung der israelischen Kriegspolitik bekundet.
    Dieser öffentlichen Darstellung aber widerspricht eine Verbindung der Akteure, die so gut wie nirgendwo erwähnt wird. Sowohl der israelische Ministerpräsident Netanjahu als auch Ägyptens Staatschef General Al Sisi werden nämlich beide vom World Economic Forum als Contributors, also als Beitragende zu deren Agenda, geführt. Und Königin Rania von Jordanien ist nicht nur Beitragende, sondern sitzt seit mehreren Jahren sogar im Vorstand des WEF.
    Aber das ist noch lange nicht alles. Das Unternehmen Chevron zählt mit einem 2022 erwirtschafteten Umsatz von ca. einer Viertelbillion Dollar nicht nur zu den weltweit größten Ölkonzernen, sondern ist als einer von etwa 120 strategischen Partnern engstens mit dem WEF verbunden.
    Und auch damit noch nicht genug: Hauptaktionär von Chevron ist neben dem eigenen Aktionär Vanguard niemand anders als d...
    8 min
  • Zum 75. Jahrestag der Verkündung der Menschenrechte – eine Kritik | Von Thomas Fiedler
    Ein Standpunkt von Thomas Fiedler.
    Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1), die am 10.12.1948 von den Vereinten Nationen in Paris verkündet wurde, gilt bis heute als der Goldstandard für Gerechtigkeit und Freiheit unter den Menschen und Völkern.


    Jedoch war eine maßgebliche Gruppe der Vordenker und Gründer der Vereinten Nationen Anhänger der Eugenik.
    Jedoch war der zweite Weltkrieg im Prinzip eine Maßnahme zu Neuverteilung der Macht auf diesem Planeten, durchgeführt von und zu Gunsten der Initiatoren der Gründung der UNO, den USA unter Roosevelt und Großbritanniens unter Churchill.
    Jedoch genießen die Mitarbeiter der Sonderorganisationen der Vereinten Nationen bei der Ausübung ihrer Funktionen weitreichende Immunität gegen Strafverfolgung (2).

    Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen und wirft viele Fragen über die wirklichen Motive hinter der Gründung der Vereinten Nationen und dem Verfassen der Menschenrechte auf. Deshalb soll in diesem Artikel die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte kritisch betrachtet werden.
    Dem aufmerksamen Beobachter fällt zunächst auf, dass diese Erklärung induktiv formuliert ist, anstelle deduktiv. Induktiv bedeutet, dass hier in einem Rechte-losen Raum Rechte deklariert werden. Mit jedem neu formulierten Recht erweitert sich dann der Raum der Rechte, die durch die Gesamtheit der Deklaration gewährt werden soll. Dies steht im krassen Gegensatz zum deduktiv formulierten Gesetzessystem, welches von einem Raum der absoluten und vollständigen Freiheit ausgeht und diesen dann durch Gesetze beschränkt. Ähnlich verhält es sich mit dem zentralen Axiom des natürlichen Rechts, das den Raum der absoluten Freiheit so einschränkt:


    “Deine Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit eines anderen beeinträchtigt.” Aus diesem Axiom ließen sich dann all die komplexen Regeln und Gesetze menschlichen Zusammenlebens ableiten.

    Das Problem bei der induktiven Formulierung von Rechten besteht darin, dass sie nur dann nicht unnötig die Freiheiten des Individuums beschränkt, wenn die Vollständigkeit aller in diesem Zusammenhang formulierten Aussagen bewiesen werden kann. Dies ist aber an sich unmöglich, weshalb es Interpretationen den Raum gibt, die davon ausgehen, dass nicht explizit genannte Rechte nicht anerkannt werden müssen. Ein Beispiel dafür ist Connor K. Kianpour, Professor an der University of Colorado, der in seiner Veröffentlichung “The kids aren’t alright - Expanding the role of the state in parenting” argumentiert, dass es kein explizites Recht der Eltern auf die Erziehung ihres Nachwuchses gibt, dass die Rechte des Kindes durch Unfähigkeit der Eltern eingeschränkt würden und deshalb der Staat eine regulierende Rolle zu übernehmen hätte. (3) Dieses Beispiel zeigt das ganze Dilemma des induktiv formulierten Rechtsraums.
    Jeden Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im einzelnen zu analysieren, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, weshalb hier nur auf besonders problematische Passagen eingegangen werden soll. Dieser Artikel betrachtet auch nicht die Frage, inwiefern die Menschenrechte weltweit eingehalten oder gebrochen werden, sondern betrachtet diese auf einer philosophischen Ebene.
    Artikel 2 und Artikel 29 Absatz 3
    Artikel 2 lautet: “Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen,
    20 min

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das denk' ich auch