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  • Foreign Affairs – Barometer für künftige US-Politik | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Ein Barometer für die geplanten geopolitischen „Weichenstellungen“ einer überschaubaren US-Elite  - vor allem auch, wenn es um die Frage Krieg oder Frieden geht - ist der "Council on Foreign Relations" (CFR)(1) - übersetzt: der Rat für auswärtige Beziehungen, eine private US-amerikanische Denkfabrik mit Fokus auf außenpolitische Themen und mit Sitzen in New York City und Washington. Die Gesellschaft wurde 1921 in New York vom damaligen wichtigsten außenpolitischen Berater von Präsident Woodrow Wilson (1913-1921), Edward M. House, allgemein nur bekannt als Colonel House, gegründet (der Rang war ihm ehrenhalber verliehen worden).(2) House zur Seite standen die deutschstämmigen Bankiers Paul M. Warburg, Otto Hermann Kahn, Amerikas einflussreichster Journalist, Walter Lippmann(3), sowie New Yorker Unternehmer, Bankiers und hochrangige Politiker.(4)
    Der CFR ist eng verwoben mit der britischen Denkfabrik "Chatham House" und dem Kuratorium "Carnegie Endowment for International Peace". Sie gehören zu den vier weltweit einflussreichsten privaten Think Tanks.(5) Ihnen wird eine herausragende Funktion im Formulierungsprozess außenpolitischer Strategien zugesprochen. Als Sprachrohr dient die Hauspostille "Foreign Affairs", eine zweimonatlich erscheinende Fachzeitschrift auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen. Hauptsitz ist seit April 1945 das ehemalige Wohnhaus des Standard-Oil-Direktors Harold Irving Pratt im New Yorker Stadtteil Manhattan.(6) Außenstellen befinden sich in Washington, London und Tokio.
    In Anbetracht der Tiefen- und Weitenwirkung dieser elitären Einrichtungen sollten den Publikationen Gewicht beigemessen werden. Vor allem kann man über die ausgewählten Autoren gezielte Inhalte kommunizieren und damit auch die geopolitische Ausrichtung dieser Denkfabriken erkennen. Bewusste Desinformation ist dabei nicht auszuschließen.
    Das Jahr 2023 begann mit kriegstreiberischen Beiträgen u.a. vom Neokonservativen Robert Kagan und diese Stoßrichtung setzte sich in der ersten Ausgabe / 2024 fort.
    Die selbstzweifelnde Supermacht
    Fareed Zakaria, Moderator bei CNN und Autor des in Kürze erscheinenden Buches "Age of Revolutions: Progress and Backlash From 1600 to the Present", durfte mit seinem 10-seitigen Artikel "The Self-Doubting Superpower - America Shouldn’t Give Up on the World It Made" (Die selbstzweifelnde Supermacht - Amerika sollte die Welt, die sie geschaffen hat, nicht aufgeben) den Auftakt machen.(7)
    Allein der Untertitel offenbart die Denkrichtung des Autors und damit die angestrebten geopolitischen Ziele.
    Ausgehend von der Tatsache, dass laut einer langjährigen Gallup-Umfrage der Anteil der Amerikaner, die mit der Entwicklung der Dinge "zufrieden" sind, derzeit nur bei 20 Prozent liegt, versucht Fareed Zakaria in seiner ermüdenden Lektion Patriotismus, Sendungsbewusstsein und Kriegsbegeisterung zu beleben. So begrüßt er viele der die Aushöhlung der Vereinigten Staaten korrigierenden Maßnahmen der Regierung Biden. Er bezweifelt jedoch die Logik, dass die Industrie und die Bevölkerung durch Zölle, Subventionen und andere Arten der Unterstützung geschützt und unterstützt werden müssen. Derzeit hätten die Vereinigten Staaten die höchsten Zölle auf Einfuhren seit dem Smoot-Hawley Act von 1930. Washingtons Wirtschaftspolitik sei zunehmend defensiv ausgerichtet, um ein Land zu schützen, das in den letzten Jahrzehnten vermeintlich den Kürzeren gezogen hat. Im Vergleich zu ihren wichtigsten Konkurrenten und Rivalen befänden sich die Vereinigten Staaten nach wie vor in einer überragenden Position.
    Sie seien immer noch die Nummer eins - auch wenn viele Länder auf der ganzen Welt an Stärke und Selbstvertrauen gewonnen hätten und sich den amerikanischen Weisungen nicht mehr willfährig fügen würden. Einige von ihnen würden aktiv versuchen, die dominante Position der Vereinigten Staaten und die um sie herum aufgebaute Ordnung in F...
    30 min
  • Lava, Erdriss und Bauernprotest. Gegen den Trend zum Irrationalen. | Von Rob Kenius
    Ein Standpunkt von Rob Kenius.
    Die Erderwärmung wird nicht aufgehalten. Kriege werden nicht verhindert, sondern angeheizt. Die Umverteilung nach oben wird nicht gestoppt, sie wird von den Regierenden gefördert. Deutschland ist Trendsetter und hat sich in der Zeitenwende auf den Weg zur Militärmacht begeben.
    Das alles ist nach dem gesunden Menschenverstand und in den Augen der erdverbundenen Bauern aus der Landwirtschaft im höchsten Maße irrational, aber es läuft wie geschmiert. Der Trend in die Selbstzerstörung wird mit Geld, Energie und viel Propaganda in den Medien vorangetrieben.
    Bei Umfragen gibt es knappe Mehrheiten und bei Wahlen siegen Populisten, die sich über die Folgen ihrer Parolen keine Gedanken machen. Die Ampelkoalition, dirigiert von Olaf Scholz, Habeck und Lindner ist längst nicht so harmlos und neutral wie eine Verkehrsampel, sie ist ein energischer Wegweiser, eine Richtungsanzeige, im Sinne der Trends, die in den Abgrund führen.
    Olaf Scholz zeigt kein politisches Profil, dafür aber um so mehr Finanzaktivität, und das nicht erst seit er Kanzler ist. Seine Finanzpolitik ist systemkonform, aber das System der Hochfinanz ist im höchsten Maße instabil und schädlich für alle, die nicht davon profitieren. Es kann und darf mit der Finanzentwicklung so nicht weitergehen. Olaf Scholz aber beschleunigt den Trend.
    Ein deutliches Symbol ist der Elb-Tower oder Scholz-Tower in Hamburg, der jetzt zur Bauruine zu werden droht. Das hängt damit zusammen, dass Herr Scholz die Finanzierung einem der windigsten Finanzakrobaten Europas, namentlich René Benko, überlassen hat. Wer sich mit solchen Leuten bindend einlässt, ist mit ziemlicher Sicherheit vom gleichen Schlag. Der Tower symbolisiert nicht die Stärke Hamburgs, sondern den Größenwahn der Finanzwelt und der Politik.
    Herr Schulden-Scholz macht nicht nur Schulden am laufenden Band, er ist im Schuldenrausch und protzt auch gerne mit seinen Finanzaktionen im Stil der größten Milliardäre. Joe Biden ist bestimmt beeindruckt vom Milliarden-Wumms, denn für hundert Milliarden müsste er den Kongress oder die Notenbank fragen.
    Scholz entscheidet über das Parlament hinweg. Das ist so ähnlich wie in der Drogenszene. Wer am meisten reinzieht, reindrückt und sich in den Kopf jagt, und wer am besten weiß, wie man an Stoff kommt, der ist unangefochten der King.
    Olaf Scholz weiß, wie man das große Geld beschafft. Damit kann er die Genossinnen und Genossen in der SPD beeindrucken. Uns aber kann er damit nicht beeindrucken, denn wir wissen ebenfalls, wie Geld heute entsteht und es soll hier noch einmal kurz erklärt werden, so dass Grüne und Sozialdemokraten es auch verstehen und damit sie dem offiziellen Vertreter des Neoliberalismus, Herrn Lindner, Kontra geben können.
    Geld wird durch Schulden generiert. Dazu gehören zwei Teilnehmerinnen am Deal: Eine Bank und jemand, der die Schulden übernimmt. Die Bank vergibt den Kredit dabei nicht aus ihrem vorhandenen Vermögen, sondern sie macht eine Gutschrift auf ein Konto, die nicht durch Rücklagen gedeckt sein muss. Damit wird die Geldmenge um den Betrag der Gutschrift erhöht. Das ist dann aber echtes Geld; die Summe steht zur freien Verfügung und ist von anderem Geld nicht zu unterscheiden.
    So werden Geld- und Schuldenmenge mit dem Kredit gleichzeitig erhöht. Erhöhung der Geldmenge ist an erster Stelle ein Vorteil für die Finanzwelt; denn Geld ist ihr Betriebsstoff und zusätzlich fließen Zinsen in Richtung der Geldbesitzer. Außerdem wird durch Erhöhen der Geldmenge Inflation angereizt.
    Bei dieser Verschuldung und Generierung von Buchgeld ist Sicherheit bedeutend. Denn das System bricht zusammen, sobald Unsicherheit im Kopf einer Zahl von Kontoinhabern entsteht und diese Leute Auszahlung ihrer Guthaben verlangen. Das führt direkt zur Bankenpleite, was sehr oft schon geschehen ist. (Pleitebanken werden, wenn sie groß genug sind, in Deutschland mit Steuermitteln gerettet.
    12 min
  • Der MDR und die Sorgfaltspflicht | Von Norbert Häring
    Ein Kommentar von Norbert Häring.
    Der ARD-Sender MDR brach aus dem öffentlich-rechtlichen Schweigekartell aus und zeigte eine Sendung über DNA-Verunreinigung von Impfstoffen. Wenig später wurde die Sendung „vorläufig“ aus der Mediathek gelöscht, weil man nicht genug Informationen gehabt habe, wie das untersucht worden sei, dann endgültig gelöscht, weil gegen journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen worden sei. Ein Streifzug durch das, was der MDR in Sachen Impfung bisher veröffentlicht hat, zeigt, wie wenig Probleme der Sender in Wahrheit mit der Verkündung unsicherer Informationen hat, solange diese den Behörden genehm sind. <1>
    Worin die Verletzung der Sorgfaltspflicht durch seine Umschau-Redakteure lag, erklärt der Sender ungewöhnlicherweise nicht. Das ist umso ungewöhnlicher, als bekannt wurde <2>, dass der ursprüngliche Sendetermin verschoben worden war, um Rückfragen, mutmaßlich von den höheren Rängen des Senders, zu klären.
    Ausführlicher als die wortkarge offizielle Löschungsbegründung des Senders war die Kritik der MDR-Kolumne „Altpapier“ an den Kollegen, die die Sendung produziert haben. Weil diese ganz offen eingeräumt hatten, dass sie nicht wissen, ob die Laboranalyse der zitierten Professorin korrekt ist und noch unklar sei, ob die DNA-Fragmente Schaden anrichten, donnerte der Kolumnist <3>:


    „Wenn ihr nicht wisst, ob die Behauptungen, die ihr verbreitet, stichhaltig sind, und wenn ihr nicht wisst, ob sie dann, wenn sie stichhaltig wären, auch relevant wären, dann solltet ihr diese Behauptungen gar nicht erst verbreiten, vor allem nicht, wenn es um Leben und Tod geht.“

    Kurz danach war der Beitrag gelöscht.
    In einem anderen Fall von behördenkritischer MDR-Berichterstattung, über den ich hier kürzlich <4> berichtet habe, wurde 2022 ein Beitrag zwei Tage nach Erscheinen „wegen inhaltlicher Kritik“ von nicht genannter Seite massiv umgeschrieben und entschärft, ohne die Änderungen transparent zu machen. Zudem wurde der Artikel mit einem falschen, offenbar willkürlich gesetzten Datum versehen.
    Das habe ich zum Maßstab genommen, und geschaut, wie der MDR in Sachen Corona-Impfung („Leben oder Tod“) in der Vergangenheit mit unsicheren wissenschaftlichen Erkenntnissen umgegangen ist, deren Korrektheit und Relevanz seine Redakteure nicht beurteilen konnten, und wie der Sender mit Beiträgen umging, bei denen Missachtungen der Sorgfaltspflicht offenkundig waren oder später wurden.
    Um es vorwegzunehmen: wenn auf brüchigster Datenbasis oder auf Basis von Einzelaussagen gesundheitliche Gefahren von Impfungen verharmlost oder ganz weggewischt wurden, die sich später als real und schwerwiegend herausstellten, war das für den MDR nie ein Anlass für Löschung und selten für Korrektur. Nur wenn über Gefahren durch die Impfung berichtet wird, von denen die Behörden noch nicht offiziell eingeräumt haben, dass sie vorhanden und schwerwiegend sind, wird wegen Unsicherheit und nicht auszuschließender Fehler vorsorglich zensiert und gelöscht.
    Hier ein paar Beispiele, die ich mit Leserunterstützung zusammengetragen habe:
    Superimmunität
    Im Oktober 2021 verkündete der MDR <5> aufgrund der Ergebnisse einer Mäusestudie, dass sich die Immunitätswirkung von Vektorimpfstoffen deutlich steigern lasse, wenn man die Wirkstoffkonzentration drastisch reduziert. Ein alternativer Weg zur „Superimmunität“ sei die Kombination aus zuerst Astra-Zeneca und dann...
    15 min
  • Auf allen Ebenen | Von Felix Feistel
    Ein Standpunkt von Felix Feistel.
    Schaut man sich die Mainstreammedien an und verfolgt ihre Berichterstattung, dann ist die Welt beherrscht von Chaos. Eine Pandemie bricht aus, und überrollt uns alle ohne Vorankündigung. Maßnahmen müssen her. Drei Jahre später verzeichnet das Land eine deutliche Übersterblichkeit. Allgemeines Kopfkratzen. Der böse Putin fällt über die Ukraine her, unprovoziert gar noch. Er ist eben ein Diktator mit Großmachtfantasien. Krieg in Syrien, Krieg in Libyen, Krieg in Gaza, und auch der Kosovo-Konflikt flammt plötzlich wieder auf. Auf einmal scheinen all die Krisen und Konflikte vom Himmel zu fallen. Dann ist da die Inflation, ist da Armut, die sogar noch steigt, sind da plötzlich an allen Ecken Nazis, die, Gott bewahre, gegen die Regierung auf die Straße gehen. Wo kommen die nur plötzlich alle her, und warum sind sie so wütend?
    Den Zuschauern von Mainstreammedien muss sich die Welt als unbegreifliche Abfolge von Ereignissen darstellen, die scheinbar zufällig vom Himmel fallen, ohne irgend eine innere Logik, ohne irgendeinen Zusammenhang. Das liegt daran, dass diese Medien einzig und allein auf der Symptomebene berichten. Man kann sich das vorstellen wie eine Krankheit. Eine Krankheit bringt verschiedene Symptome hervor, beispielsweise Kopfschmerzen, Fieber, Husten. Diese Symptome sind aber nicht die Krankheit. Die Krankheit liegt ihnen nur zugrunde. Die Medien verwenden nun sehr viel Zeit darauf, allein über die Symptome zu berichten. Oh nein, hier Fieber, oh je, wo kommen nur diese Kopfschmerzen her? Und jetzt auch noch Husten, es ist alles verloren. So machen die Medien das mit gesellschaftlichen Phänomenen. Da gibt es dann Krieg hier, Wirtschaftskrise dort, „Pandemie“, Übersterblichkeit, Armut für viele, Reichtum für wenige, und nichts hat mit nichts etwas zu tun.
    Wechselt man jetzt jedoch auf eine höhere Ebene, so ergeben sich klare Zusammenhänge und die Welt wird verständlich. Diese höhere Ebene könnte man als die politisch-ökonomische Sphäre bezeichnen. Dabei kann man diese beiden Teile durchaus gemeinsam betrachten, da die Ökonomie heutzutage so mit der Politik verschmolzen ist, dass die Politik nichts als der Handlanger der Ökonomie ist. Denn in der westlichen Welt regiert eine Oligarchen- und Konzernmafia in einem Korporatistischen System, das immer weniger noch die Fassade der Demokratie aufrechterhält. Dabei sind Demokratie und Faschismus, denn das ist das andere Wort für Korporatismus, zwei Seiten derselben Medaille. So beschrieb es einst der bulgarische Intellektuelle und Kommunist Georgi Dimitroff. Ihm zufolge tarnt sich der Faschismus in ruhigen Zeiten als Demokratie, und suggeriert damit eine friedliche Gesellschaft, in der die Menschen partizipieren können. In Zeiten der Krise jedoch legt dieser Faschismus die demokratische Maske ab und regiert mit Zwang und Totalitarismus, zwingt den Menschen seine Logik auf, um das kollabierende System aufrechtzuerhalten und zu transformieren.
    Betrachtet man nun also die Welt von der politisch-ökonomischen Sphäre aus, ergibt alles einen Sinn. Denn dann sieht man nicht nur das korporatistische System, versteht nicht nur, dass es Armut in der Welt geben muss, wenn es Reichtum gibt, versteht nicht nur, dass die Reichsten der Reichen das korporatistische System beherrschen und es nutzen, um noch reicher zu werden und ihre Macht weiter auszubauen, dass Politik im Grunde nur ein Mittel der korporatistischen Elite ist, ihren Willen durchzusetzen. Man versteht dann auch, aus welchem Grund Politiker ständig Entscheidungen entgegen der Interessen einer Mehrheit der Bevölkerung treffen, man versteht, warum die Menschen immer weiter verarmen, und wogegen sie demonstrieren. Das liegt nämlich nicht daran, dass sie plötzlich alle Nazis sind, sondern schlicht und ergreifend daran, dass sie systematisch in die Armut und Abhängigkeit getrieben werden, und dagegen aufbegehren.
    Betrachtet man die Welt von dieser Ebene,
    33 min
  • Bauern in Wut | Von Rüdiger Rauls
    Ein Kommentar von Rüdiger Rauls.
    Bauern sind unter normalen Umständen keine Aufrührer. Die Politik treibt sie zum Protest. Schon zur Zeit der Bauernkriege sorgten die großen Herren selbst dafür, dass ihnen der kleine Mann zum Feind wurde. Damals ging es um den Zehnten und Frondienste. Heute bedrohen bürokratische Auflagen und die Streichung von Steuervergünstigungen die Lebensgrundlagen der Landwirte und nicht nur ihre.
    Der Bauern Not
    Die Herren (und Damen) in Berlin müssen es schon arg getrieben haben, dass am 18. Dezember vergangenen Jahres Tausende von Bauern die Hauptverkehrsadern der Hauptstadt dicht machten. „Laut Veranstalter sollen an der Demonstration am Brandenburger Tor etwa 8.000 bis 10.000 Menschen teilgenommen haben, mehr als 3.000 Traktoren waren in Berlin unterwegs.“(1)
    Seit das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil vom 15. November 2023 die Berliner Praxis der Geldverschiebung zwischen den Sondervermögen für gesetzwidrig erklärt hat, blinkt die Berliner Ampel im andauernden Warnmodus. Siebzehn Milliarden müssen noch für den Haushalt 2024 zusammengekratzt werden. Woher nehmen und nicht stehlen?
    Das heißt: Alle Ausgaben kommen auf den Prüfstand. Alle? Nein, die Ausgaben für die Rüstung und auch jene für den Krieg in der Ukraine werden nicht zusammengestrichen, wohl aber die Ausgaben für die eigene Bevölkerung. Diese scheint den Regierenden in Berlin nicht so wichtig zu sein wie der Wunsch, Russland in die Knie zu zwingen, und die Vorstellung, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen muss.
    Um dem Ziel eines soliden Haushalts für 2024 näher zu kommen, wurden von einem Tag auf den anderen zugesagte staatliche Zuschüsse gestrichen. Besonders hart aber geht man bei der diesmaligen Runde der Haushaltskonsolidierung die Landwirte an. Ihre Landmaschinen, die bisher steuerfrei waren, sollen der Kraftfahrzeugsteuer unterworfen werden. Die bisherige Befreiung war damit begründet worden, dass diese Fahrzeuge in erster Linie abseits der Straßen eingesetzt werden und diese deshalb so gut wie nicht abnutzen. Hat sich daran etwas geändert?
    Gleichzeitig mit dieser neuen Steuer soll den Landwirten obendrein auch noch die steuerliche Ermäßigung auf Diesel gestrichen werden. Das belastet die bäuerlichen Betriebe mit 21,5 Cent pro Liter Diesel, was einen durchschnittlichen Einkommensverlust von 4.000 Euro pro Betrieb bedeutet. Zusätzlich wird ab dem Jahreswechsel auch die Kohlenstoffdioxid(CO2)-Abgabe um fünfzig Prozent von dreißig auf fünfundvierzig Euro pro Tonne CO2 erhöht. Ursprünglich waren nur vierzig Euro geplant.
    Diese CO2-Abgabe betrifft aber nicht nur die Bauern. Sie wirkt sich für alle an den Zapfsäulen aus und wird die Treibstoffpreise noch stärker ansteigen lassen. Besonders betroffen davon sind die Spediteure, denen die Regierung ohnehin schon mit neuen  Mautverordnungen tief in die Taschen greift, soweit sie mit Verbrennerfahrzeugen unterwegs sind. Das geschehe zum Schutz der Umwelt; aber was sollen sie anderes machen, gibt es doch keine Lastwagen mit Elektroantrieb.
    Der Bauern Wut
    Kaum  waren diese Beschlüsse der Ampel veröffentlicht, ist den Bauern der Kragen geplatzt. Sozusagen über Nacht haben sie ihren Protest auf die Beine gestellt und zum Rollen gebracht. Die Regierung schien überrascht und von der prompten Reaktion überrumpelt. Sie hatte anscheinend nicht damit gerechnet, dass eine gut organisierte Berufsgruppe wie die Bauern schneller handlungsfähig ist, als man das im politischen Berlin gewohnt zu sein scheint. Jedenfalls waren im Nu Tausende von Bauern mit ihren Traktoren vor dem Brandenburger Tor.
    Die Regierung hatte sich weggeduckt. Allein der zuständige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir hatte in den sauren Apfel beißen müssen und die Regierung vor den Landwirten vertreten müssen. Willkommen war er nicht und dementsprechend verunsichert und wenig überzeugend wirkte er. Özdemir gab sich selbst  empört über diese Beschlüsse...
    12 min
  • Der Covidbetrug wird langsam für alle sichtbar | Von Uwe Froschauer
    Ein Standpunkt von Uwe Froschauer.
    Werte Leserinnen und Leser,
    in eliteinstruierten und regierungsnarrativ-stützenden Mainstreammedien wird über den immer offensichtlicher werdenden weltweiten Covidbetrug kaum berichtet. Dieser Beitrag soll einen Überblick über essenzielle Ereignisse und Aktionen der letzten Monate bezüglich der Aufdeckung des Covidbetrugs und dessen Aufarbeitung verschaffen. Das Wesentliche dieser Begebenheiten wird – mit Verzicht auf Tiefe – dargestellt. Für die Möglichkeit einer tiefergehenden Betrachtung des jeweiligen Ereignisses werden Links zu den jeweiligen Themenkreisen beigefügt.
    COVID-19-Impfstoffchargen und Sterblichkeitsraten
    Wer die Öffentlichkeit über die Wahrheit rund um das Thema Corona informiert, muss damit rechnen, diskriminiert, etikettiert, verfolgt, verhaftet oder auch schon mal „entsorgt“ zu werden.
    Das neuseeländische Format „Vigiliant Fox“ veröffentlichte Anfang Dezember 2023 einen Beitrag über einen mutigen Mann, der alarmierende Daten über COVID-19-Impfstoffchargen offenlegte.
    Der Statistiker Barry Young, ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums untersuchte Zusammenhänge zwischen bestimmten COVID-19-Impfstoffchargen und Sterblichkeitsraten. Hier seine schockierenden Ergebnisse:
    Chargen-ID 1: Gesamtzahl der Geimpften 711, Anzahl der Todesfälle 152, 21,38 % Tote
    Chargen-ID 8: Gesamtzahl der Geimpften 221, Anzahl der Todesfälle 38, 17,19 % Tote
    Chargen-ID 3: Gesamtzahl der Geimpften 310, Anzahl der Todesfälle 48, 15,48 % Tote
    Chargen-ID 4: Gesamtzahl der Geimpften 364, Anzahl der Todesfälle 37, 10,16 % Tote
    Chargen-ID 6: Gesamtzahl der Geimpften 1006, Anzahl der Todesfälle 101, 10,04 % Tote
    Chargen-ID 2: Gesamtzahl der Geimpften 1018, Anzahl der Todesfälle 98, 9,63 % Tote
    Chargen-ID 7: Gesamtzahl der Geimpften 38, Anzahl der Todesfälle 3, 7,89 % Tote
    Chargen-ID 72: Gesamtzahl der Geimpften 5882, Anzahl der Todesfälle 278, 4,73 % Tote
    Chargen-ID 62: Gesamtzahl der Geimpften 18173, Anzahl der Todesfälle 831, 4,57 % Tote
    Chargen-ID 71: Gesamtzahl der Geimpften 11019, Anzahl der Todesfälle 498, 4,52 % Tote
    Die zugrunde liegende Sterblichkeitsrate in Neuseeland dürfte nur 0,75 % betragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass all diese Todesfälle zufällig passieren, liegt also bei etwa 100 Milliarden zu 1, sagte Young.
    „Statistisch gesehen sagen wir also, dass es keine Chance gibt, dass dieser Impfstoff nicht tödlich ist“, verdeutlichte Young.
    Weil der 56-jährige Statistiker zum Whistleblower wurde, verhafteten ihn die neuseeländischen Behörden, und klagten ihn an „wegen Zugriffs auf ein Computersystem zu unlauteren Zwecken“.
    Wenn man die Wahrheit über die Tötung von Menschen durchsickern lässt, ist das also „unlauter“! Auf der Anklagebank müssten im Sinne der 1948 verabschiedeten Menschenrechte eben diese Ankläger sitzen, und nicht Menschen wie Barry Young, Julian Assange oder Edward Snowden, die in späteren Geschichtsbüchern wahrscheinlich als Helden – wie beispielsweise die Geschwister Scholl – gefeiert werden. Aber gegenwärtig werden sie erst einmal von den elitehörigen Politikern und den sich prostituierenden Medien platt gemacht.
    Mies, mieser geht’s nicht! Gesellschaft, quo vadis?
    Der Analyst Steve Kirsch meinte zu Barry Young und seinen Ergebnissen: „Die Daten sind echt; deshalb verhaften sie Barry. Er ist ein Held, weil er die Wahrheit ans Licht bringt.“
    Mehr zu diesem Fall unter: https://vigilantnews.com/post/nz-whistleblower-arrested-for-exposing-the-truth-heres-what-they-didnt-want-you-to-see/
    Verunreinigungen mit Fremd-DNA in Impfstoffen
    Am 12. Dezember 23 berichtete das Format „Umschau“ des Senders MDR über Verunreinigungen in den Impfstoffen.
    28 min
  • MDR löscht Beitrag zu verunreinigtem Impfstoff und gibt eine Nichtbegründung | Von Norbert Häring
    Ein Kommentar von Norbert Häring.
    Der MDR hat gegenüber der Epoch-Times begründet, warum die Sendung zu mit Bakterien-DNA verunreinigten Pfizer-Impfstoffproben dauerhaft gelöscht bleiben soll. Epoch Times hat außerdem von einem im Beitrag zitierten Wissenschaftler Interessantes zum Hergang erfahren.
    Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat gegenüber der Epoch Times (nicht) begründet <1>, warum ein am 12.12. ausgestrahlter Beitrag seiner Umschau-Redaktion, der zur Überprüfung von „Fragen und Anregungen“ zunächst „vorläufig“ aus der Mediathek genommen worden war, nun dauerhaft auf den offiziellen Kanälen unzugänglich bleiben soll. Der Sender schrieb betont nichtssagend:


    „Der MDR hat am 12.12.2023 um 20.15 Uhr in der Sendung ‚Umschau‘ einen Beitrag zu Corona-Impfstoffen ausgestrahlt. Aufgrund sorgfältiger interner Prüfung steht fest: Dabei wurden unsere publizistischen Sorgfaltskriterien nicht eingehalten. Der Beitrag wurde am 17.12.2023 depubliziert.“

    Der Sender gibt keinerlei Hinweise, wo die angeblichen Fehler liegen sollen. Damit enthebt er sich jeder Nachweispflicht und lässt sich alle Argumentationsstränge offen, die sich irgendwann noch ergeben könnten. Vielleicht stellt sich ja irgendeine im Beitrag zitierte Aussage erst irgendwann später als falsch heraus. Dann kann man das zur Begründung der Löschung anführen. Und man weiß ja nicht, wie sich das mit den Verunreinigungen weiterentwickelt. Also lieber nicht festlegen, um nachher nicht noch saudümmer dazustehen als ohnehin schon.
    Aus einem Gespräch von Epoch Times mit dem im MDR-Beitrag zitierten Biologen Jürgen O. Kirchner geht hervor, dass der Beitrag den Verantwortlichen des Senders keinesfalls durchgerutscht ist und er sorgfältig geprüft wurde. Es habe einen früheren Sendetermin gegeben, sagt Kirchner. Aus einer (...) unwidersprochenen Datumsnennung in einer Fage von Epoch Times an den Sender lässt sich schließen, dass das der 24. Oktober gewesen sein dürfte. Den Sendetermin habe der MDR verschoben, um „weitere Nachforschungen“ anzustellen. Wer genau diese anstellte, bzw. in Auftrag gab, sagt Kirchner nicht. Nur dass es ein längeres Hin und Her von Fragen und Antworten gab.
    So wie der MDR hier agiert, handelt niemand, der aus eigener Überzeugung handelt. So handelt man, wenn man unter starkem Druck etwas tut, was man eigentlich nicht vertreten kann und will, zum Beispiel einen eigenen Beitrag verschwinden zu lassen.
    Am 29. Januar findet voraussichtlich die nächste Sitzung <2> des staatsfernen MDR-Rundfunkrats statt. Dort sitzen unter anderem Vertreter der drei Landesregierungen des Sendegebiets und viele Abgeordnete der Impfzwang-Parteien und richten über Programmbeschwerden. Hätte man den Beitrag nicht vorauseilend gehorsam „depubliziert“, wäre er vermutlich dort zerpflückt worden. Die Sitzung ist öffentlich. Jemand sollte hingehen und berichten – über diesen Blog oder andernorts – ob und wie man dort diesen ungeheuerlichen Fall von Zensur und Einschüchterung von öffentlich-rechtlichen Journalisten verhandelt.
    Fazit
    Die Sendung war ein großer Erfolg. Ansehen kann man sie sich auf Youtube <3>, wo sie immer wieder hochgeladen wird, trotz der Löschung durch den Sender. Der Titel ist „Corona-Impfstoff in der Kritik – Was ist dran?“. Oder frei auf X (ex-Twitter) <4>. Die Sendung hat eine aufsehenerregende Zensuraktion provoziert, die das ungerechtfertigte Vertrauen in die politische Unabhängigkeit de...
    5 min
  • Wahnsinn | Von Rüdiger Lenz
    Ein Standpunkt von Rüdiger Lenz.
    Das Jahr neigt sich dem Ende. Große Teile der Gesellschaft und allem voran die Politik, verstecken sich vor den Realitäten, die sie bei ihren Riesenschritten für die Zukunft konstruieren. Der Mensch konstruiert sich seine Realitäten, Wirklichkeiten und sogar Wahrheiten und erschafft so seine Welt.
    Die erfundene Wirklichkeit, oder wie wirklich ist die Wirklichkeit, solche Bücher und Anleitung zum Unglücklichsein (alle drei Bücher von Paul Watzlawick) waren in den 1980er Jahren Bestseller. Der Konstruktivismus hatte Hochkonjunktur und es setzte sich in den Wissenschaften das Weltbild des Konstruktivismus durch. Namen wie Heinz von Foerster, Paul Watzlawick oder Niklas Luhmann und Ernst von Glasersfeld, kennen heute nur wenige. Der Mensch ist ein Konstrukteur seines zerebralen Inhalts, das er Denken und Wirken nennt.
    In unserer Zeit ist dieser Konstrukteur entlarvt. Weder Zufall noch Notwendigkeit beherrschen das gesellschaftliche und politische Geschehen. Seine Konstruktionen sind überdeutlich sichtbar. Heute, in der Zeitenwende, in der Weltereignisse konstruiert werden, damit die Herde einem vorgezeichneten, konstruierten Weg folgt, als hätte sich die Gesellschaft selbst dazu entschieden, fällt dies immer mehr Menschen auf. Wer nicht mitgeht, erkennt zumeist diese Konstruktionen. Die Plandemie war eine Konstruktion, der anthropogene Klimawandel ebenfalls.
    Jede Theorie ist eine Konstruktion und nicht so etwas wie die einzige Wahrheit. Einsteins Theorien sind bis heute keine Wahrheiten, sondern konstruierte Theorien. Das gilt für die Evolutionstheorie und die Quantentheorie. Die irrsinnigsten Theorien konstruieren Ökonomen. Geld an sich ist eine Konstruktion. Alle Konstruktionen sind für einen philosophischen Psychologen Illusionen. Am deutlichsten fallen sie einem Traumapsychologen auf. Illusionen können zu Wahnvorstellungen und Wahnideen werden, zu Wahnnarrativen und Wahnweltbildern. Krieg ist eine von vielen Wahnweltbilder.
    Wahnsinnige Politiker sind in der BRD zum Standard geworden. Die politische Normalität erzeugt Wahnideen am laufenden Band. Man weiß gar nicht mehr, wo man anfangen soll und wo man aufhören kann. Im Grunde ist es doch einfach. Man muss sich nicht mehr darin wälzen, was sie heute, gestern oder morgen verzapfen. Es reicht einem irgendwann, zu wissen, dass sie damit nicht aufhören. Wahnideen fallen immer nur dann auf, wenn einige Wenige ihnen verfallen sind. Wenn die Lage umkippt und die Masse selbst diese Wahnideen verteidigt, dann kann diese Wahnkultur nur von der dadurch geborenen Dekadenz bezwungen werden.
    Eine herabsinkende und an sich selbst verfallene Gesellschaft wird implodieren und explodieren. Die Frage ist nur, welche Kraft zuerst und welche zuletzt kommt. Erkennt ein Mensch solche Zustände, so glaubt er zunächst, dass man es durch eine andere und bessere Politik lösen könnte. Dies glaubt er dann lange Zeit und wenn er dabei nicht aufpasst, verfällt er der Hoffnung an eine bessere Welt. Im Grunde ist dies nur ein Zwischenschritt in seiner Bewusstseinsentwicklung. Historisch betrachtet könnte man feststellen, dass den Menschen dieser Bewusstseinszustand ihr Liebster ist.
    Denker einer besseren Welt sprießen oft wie Pilze aus dem Boden der Hoffnung. Doch die meisten solcher Denker misstrauen ihrem Denken dabei nicht, Sie halten sich mit aller Kraft an ihrer Idee von einer besseren Welt fest. Alles Mögliche wird im Humus der Hoffnung angepflanzt und mit irrsinnigen Gedankengängen gedüngt. Egal ob das Durchdachte zur Realität passt oder nicht. Von einer einmal festzementierten Konstruktion will so gut wie niemand von selbst Abschied nehmen. Das schaffen nur die Mutigsten.
    Das sind dann die Dekonstrukteure der eigenen Ideen, die Falsifizierer. Neulich erst sprach ich mit einem Falsifizierer. Die Wahnsinnigen nennen ihn einen Verschwörungsunternehmer. Die Wahnsinnigen sehen nicht ihren Wahnsinn.
    10 min
  • Der humanitäre Zynismus der “Westlichen Wertegemeinschaft” | Von Rainer Rupp
    Ein Kommentar von Rainer Rupp.
    Der Titel meiner Tagesdosis vom 17. November lautete „Kleinere Bomben auf Gaza, eine humanitäre US-Initiative“. Dieser Titel beruht auf einer realen, aber gescheiterten diplomatischen Intervention der Biden-Regierung beim rechts-extremistischen, israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu. Dabei ging es Washington nicht etwa darum, eine Waffenruhe durchzusetzen. Vielmehr sollte die negative Wirkung der schrecklichen Videos auf die Weltöffentlichkeit abgeschwächt werden, die massenhafte Tötung von Kindern jeden Alters und deren Mütter zeigen, die Opfer der von den USA an Israel gelieferten Bomben werden.
    Mit anderen Worten, das Killen Unschuldiger durch die Israelis konnte weiter gehen, aber die Optik des schrecklichen Vorgehend der zionistischen Killer sollte für die Weltöffentlichkeit weniger gut erkennbar sein. Der Titel der Tagesdosis sollte den ganzen Irrsinn des absurden „humanitären“ Zynismus reflektieren, den der kollektive Westen, angeführt von den USA und unter Beteiligung der deutschen Bundesregierung, uns Tag für Tag als infernale Schmierenkomödie vorspielt.
    Was in Gaza geschieht, erinnerte bereits vor sechs Wochen stark an das Muster des Ablaufs der „Nakba“ von 1948. Das war die erste, mit großer Grausamkeit und Menschenverachtung durchgeführte Vertreibung der Palästinenser aus ihren, Häusern, aus ihren Dörfern, aus ihrer Heimat. Damals überfielen die zionistischen Killer frühmorgens die noch schlafenden Einwohner in etlichen palästinensischen Dörfern. Männer, Frauen und Kinder wurden oft grausam gefoltert, bevor sie auf nicht weniger schreckliche Weise qualvoll ermordet wurden.
    Die Nachricht von den Massenmorden und der Tötung allen Lebens in den überfallenen palästinensischen Dörfern verbreitete sich in Windeseile und erzeugte Furcht und Schrecken in ganz Palästina. Das brachte den von den zionistischen Schreibtischtätern gewünschten Effekt: 700.000 Menschen flohen aus ihren Dörfern, ganze Landstriche wurden menschenleer und die nachrückenden Juden konnten konfliktlos in die Häuser der geflohenen Palästinenser einziehen und die Felder und Gärten in Besitz nehmen, denn sie wussten, die Eigentümer würden nie wieder zurückkehren können. Daher stammt womöglich die zionistische Mär von der jüdischen Inbesitznahme der Region; nämlich „die Juden, ein Volk ohne Land hat ein Land ohne Volk in Besitz genommen“.
    Von den an der Nakba beteiligten zionistischen Mörder leben noch etliche. Die Mörder mussten sich nie verstecken, denn von den Unterstützern der aktuellen Netanjahu-Regierung werden sie als Helden gefeiert. Das wurde nach dem Hamas-Angriffs vom 7. Oktober besonders deutlich. So wurde z.B. ein über 90 Jahre alter Killer „pro forma“ zum Militär einberufen, um die jungen israelischen Soldaten zu motivieren und ihnen von seinen Heldentaten zu erzählen, z.B. wie er in einem der überfallen palästinensischen Dörfern die Menschen ähnliche Tiere, diese Kreaturen der Finsternis ins Jenseits befördert hat. Auch Netanjahus „Verteidigungsminister“ Galant hatte in einer Rede seine Soldaten darauf eingeschworen, die „menschlich aussehenden Tiere in Gaza zu töten“.
    Den zionistischen Rassisten und religiösen Gewaltextremisten, die die derzeitige rechtsradikale Regierung in Israel gewählt haben, dient die Nakba seit 1948 unverändert als Blaupause für die „richtige“ Behandlung der Palästinenser. Denn ohne deren Eliminierung oder Vertreibung ist die Wiederherstellung Israels in den Grenzen des historischen jüdischen Königreichs von vor 2.000 Jahren nicht möglich.
    Inzwischen reden führende Leute der Netanjahu-Regierung ganz unverhohlen von einer zweiten Nakba. Sie wollen die Gunst der Stunde nutzen, nicht nur um ganz Gaza „Palästinenser rein“ zu machen, sondern auch das Westjordanland von israelischen und christlichen Palästinensern zu säubern. Ein überzeugter zionistisch-religiöser Gewaltextremist empfindet dabei keine menschliche Regung,
    12 min
  • Israel gewinnt im Völkermord | Von Jochen Mitschka
    Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
    Ich hatte bereits des Öfteren die Strategie der Hamas erklärt, und sie mit dem Befreiungskampf Gandhis in Indien verglichen. Die zynische Kalkulation der Erzeugung eigener Opfer ging in Indien auf, könnte demnächst auch in Palästina Erfolg haben. Ich hatte bereits berichtet, wie eine große Zahl der israelischen Opfer den eigenen Kräften auf Grund der Hannibal Direktive zum Opfer fielen(1), was aber lange durch die Medien verschleiert wurde. Auch hatte ich erklärt, wie Fälschungen die Hamas zeitweilig versuchten als „Babys bratende Terroristen“ darzustellen, was aber langsam, zumindest von den englischsprachigen Medien, entkernt wird (2). Aber die Erschießung von drei israelischen Geiseln, die mit nackten Oberkörpern, einer weißen Fahne und in Unterwäsche sowie hebräisch um Hilfe rufend mit mehreren Schüssen getötet wurden, weil sie die israelischen Soldaten für Palästinenser hielten, hat nun auch innerhalb Israels zum Hinterfragen der Politik der rechtsextremen, rassistischsten bisherigen Regierungen geführt. Trotzdem trotzen Twitter Verwender den Fakten und behaupten, „es gibt keinen Völkermord“. Widerlegen wir das.
    Kritische Israelis
    In der israelischen Zeitung Haaretz, welche erstaunlicherweise immer wieder durch kritische Beiträge auffällt, welche anderen Medien nicht erlaubt sind, und in Deutschland sich Medien niemals getrauen, veröffentlichte der vermutlich bekannteste israelische Journalist Gideon Levy einen interessanten Artikel(3).
    Levy beginnt damit zu berichten, dass ein Vorstand der israelischen Menschenrechtsgruppe Breaking the Silence über Twitter erklärte: „Schauen Sie nicht weg. Ein CNN-Korrespondent ist in den südlichen Gazastreifen eingedrungen und hat ein 'Fenster in die Hölle' von Gaza geöffnet." (4) Es folgt die Beschreibung der Reaktion von Caspit, der in seinen eigenen Augen ein gemäßigter und anständiger Mensch sei, und antwortete:


    "Warum sollten wir hinschauen? Sie haben sich ihre Hölle redlich verdient; ich habe kein bisschen Mitleid". 

    Levy antwortet darauf, dass achttausend Kinder also selbst schuld an ihrem Tod seien; 20.000 Menschen seien verantwortlich dafür, dass sie getötet wurden; 2 Millionen Menschen hätten ihre eigene Entwurzelung verursacht. So spreche der Reiche immer über den Armen, der Erfolgreiche über den Benachteiligten, der Gesunde über den Behinderten, der Starke über den Schwachen, der Aschkenasier über den Mizrachi-Juden: Sie seien selbst schuld an ihrer Opferrolle, erklärt Levy. Mehr aus seinem Artikel in Anhang (28)
    Dann sagt der Autor, man könne ja die Frage der Schuld und Verantwortung beiseite lassen – diese lägen ja alle bei der Hamas, nicht bei Israel, dessen Soldaten und Piloten in Gaza wild und ungezügelt agierten – Israelis hätten nichts damit zu tun, die Hauptsache sei, dass sie keine Schuld für irgendetwas davon empfinden.
    Aber dann stellte er fest, dass man schon ein unglaubliches Maß an Stumpfsinn, Grausamkeit und sogar Barbarei an den Tag legen muss, um nicht zumindest ein wenig Mitgefühl für die Kinder zu empfinden, die in den Krankenhäusern sterben, für einen Vater, der um die Leiche seines Kindes weint, für einen Säugling, der vom Staub eines zerbombten Hauses bedeckt ist und vergeblich nach jemandem auf der Welt sucht, für Menschen, die seit zwei Monaten in Terror, Verzweiflung und ohne etwas in ihrem Leben zu sehen, für die Hungernden, Kranken, Behinderten und Besitzlosen im Gazastreifen.
    Selbst Empathie, so Levy weiter, sei in den Augen von Caspit und Konsorten verboten, damit sich nicht ein gefährlicher, verbotener Gedanke einschleiche: dass es Menschen sind, die in Gaza leben. Damit werde eine gefährliche Grenze überschritten, auf die Gedanken folgen können, die den Israelis fremd sind, wenn es um die Frage gehe, wie weit man für eine gerechte Sache gehen darf.
    Levy meint, dass es Dinge gebe,
    22 min

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das denk' ich auch