apolut Podcast Archive - apolut.net

apolut Podcast Archive - apolut.net

Download on the App Store

apolut Podcast Archive - apolut.net episodes

  • Die USA müssen Bilanz ziehen und Europa sollte aufhören, zu träumen! | Von Wolfgang Effenberger
    Ein Kommentar von Wolfgang Effenberger.
    Angesichts der katastrophalen militärischen Lage in der Ukraine, des Finanz-Desasters im US-Kongress und der brutalen Vorgänge im Gaza-Streifen tönte Anfang Dezember 2023 US-Admiral Christopher Grady, stellvertretender Vorsitzender der "Joint Chiefs of Staff", während einer Diskussion bei der in Washington ansässigen Denkfabrik "Atlantic Council", vollmundig: „Wir können das alles gleichzeitig tun: die Ukraine, Israel und Taiwan unterstützen.“(1)
    Zur Bekräftigung dieses Paukenschlages zitierte Grady seinen Vorgesetzten, Verteidigungsminister Lloyd Austin: „Wir müssen in der Lage sein, gleichzeitig zu laufen und Kaugummi zu kauen.“(2)
    Marineminister Carlos Del Toro hatte noch Anfang 2023 Sorge darüber geäußert, dass es eine "Herausforderung" sein könnte, die Truppen der USA und der Ukraine mit Waffen auszustatten, wenn die Verteidigungsindustrie nicht in der Lage ist, eine angemessene Produktion von Ausrüstung und Waffen aufrechtzuerhalten. Diese Aussage wurde später dahingehend korrigiert, dass er doch davon ausgehe, dass die Industrie mit der Produktion Schritt halten werde. Die derzeitige US-Militärelite scheint sich von der Realität immer mehr zu entfernen: Ist dieses vollmundige Imponiergehabe Wunschdenken oder bereits das „Rauschen im Blätterwald“?
    Zwei widersprüchliche Artikel in der US-Militärzeitschrift „Stars and Stripes“
    Während der Diskussion im Atlantic Council sprach Grady auch andere Themen an, mit denen das Militär derzeit konfrontiert ist - etwa die Zunahme der Angriffe auf die US-Streitkräfte im Nahen Osten und das Versäumnis des Kongresses, die Finanzierung für das Jahr 2024 zu verabschieden. Wenn die Gesetzgeber keine neuen Mittel bewilligen würde, gehe dem Pentagon am 2. Februar das Geld aus. Also doch nur partieller Realitätsverlust?
    Weiter sprach Grady die von Präsident Joe Biden beantragten zusätzlichen Mittel in Höhe von rund 105 Milliarden Dollar an, mit denen die Hilfe für die Ukraine und für Israel fortgesetzt und wichtige Investitionen in die Verteidigungsindustrie getätigt werden könnten.
    „Unsere Präsenz, zusammen mit unseren internationalen Verbündeten und Partnern, wird sehr wichtig sein“, sagte Grady.  Der Nahe Osten sei ein gefährlicher Ort.(3) Da wird man dem General uneingeschränkt zustimmen müssen. Dabei verwies er auf die seit Mitte Oktober 2023 erfolgten mindestens 76 separaten Angriffe auf amerikanische Stützpunkte im Irak und in Syrien. Bei keinem der Angriffe wurden Angehörige der US-Streitkräfte ernsthaft verletzt, aber das Pentagon ließ verlauten, dass sie alle mit Unterstützung und manchmal auch mit finanzieller Förderung durch die iranische Regierung durchgeführt wurden. Hier sollten alle roten Alarmlämpchen aufleuchten.
    Der Iran - seit der Revolution von 1979 ein rotes Tuch für die USA - steht seit dem Terroranschlag von 2001 auf der „Schwarzen Liste“ der CIA. Bereits am 20. September 2001 hatte US-General Wesley Clark im Pentagon durch Zufall erfahren, dass in den nächsten fünf Jahren sieben Länder militärisch angegriffen werden sollten: Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und der Iran.(4) 2014 (Win in a Complex World 2020-2040) und 2022 (Nationale Sicherheitsstrategie) wurde der Iran neben Nordkorea, Russland und China in den US-Strategiepapieren erwähnt. Das US-Militär soll in diesen beiden Dekaden die von diesen Ländern ausgehende Bedrohung "abbauen".
    Wer einen Krieg entfesseln will und in einer Demokratie dafür Rückendeckung sucht, braucht einen guten Grund für den Waffengang. Oder eine - so wie z.B. 1964 - gute Lüge. Der damalige US-Präsident Lyndon B. Johnson konnte im August 1964 den Kongress nur mit einem Argument überzeugen: Angriff auf amerikanische Streitkräfte. So patrouillierten amerikanische Kriegsschiffe im Golf von Tonkin vor der Küste Nordvietnams. Nach damaliger Version der US-Regierung griffen in der Nacht vom 2. auf den 3.
    29 min
  • Die Russen kommen! Von Rüdiger Rauls
    Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.
    An der Front in der Ukraine kommen die Russen, denn die ukrainische Armee weicht immer weiter zurück. Der politische Westen rechnet beim Fall der Ukraine damit, dass der Russe kommt, um weitere NATO-Länder anzugreifen. Für den Rest der Welt außerhalb des politischen Westens kommen die Russen als politische oder wirtschaftliche Partner, als Investoren oder als Vermittler in Konflikten.
    Ein Ruf wie Donnerhall
    Dieser Satz beinhaltet verschiedene Aussagen. Generationen von Deutschen fuhr der Schrecken in die Glieder bei dem Ruf: „Die Russen kommen!“ Dieser Aufschrei des Entsetzens kam aber nur, wenn deutsche Invasoren von russischem Gebiet vertrieben wurden, nachdem sie das Land bis nach Moskau verwüstet und seine Menschen getötet hatten. Wäre der Deutsche zu Hause geblieben, wäre der Russe auch nicht gekommen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Deutsche das nie hatte sehen wollen oder können. Vermutlich ist er zu sehr verblendet durch ein wirres Weltbild, das ihm über Generationen in den Frühstückbrei gerührt worden war.
    Im Moment stehen die Russen noch in der Ostukraine. Aber entgegen allen Voraussagen der sogenannten Experten, steht er nicht mehr sondern setzt sich langsam in Bewegung Richtung Dnjepr. Der Gegenoffensive, die den Ukrainern die strategische Wende bringen sollte, hat er standgehalten. Auch die westlichen Waffenlieferungen hatten ihm nicht viel anhaben können.
    Ähnlich erging es den Sanktionen, die nach Sicht der Vertreterinnen feministischer Politik die russische Wirtschaft ruinieren (Baerbock) sollten. Aber auf welche Tatsachen stützt von der Leyen, Baerbocks Schwester im feministischen Geiste, die Behauptung: "Die Sanktionen fressen sich Woche für Woche tiefer in die russische Wirtschaft" (1)? Von welchem Realitätssinn zeugt die Weissagung: "Russlands Staatsbankrott ist nur eine Frage der Zeit" (2)?
    Alles vollmundige und voreilige Äußerungen, getrieben von Wunschdenken und ohne Bezug zu den wirklichen Verhältnissen. Im Triumph von der Leyens: „die russische Wirtschaft ist in Fetzen, sage ich, in Fetzen“ (3) drückt sich abgrundtiefe Gehässigkeit aus, die anscheinend schon allzu lange darauf hatte warten müssen, endlich von der Kette gelassen zu werden.
    Der blinde Glaube an die eigene Propaganda und westliche Überlegenheit scheint grenzenlos und macht zudem zügellos. Aber wieder einmal haben russische Bodenständigkeit und Besonnenheit deutschen Hochmut besiegt. Die deutschen Führungskräfte scheinen nicht dazu zu lernen, und nun zittern sie wieder davor, dass die Russen kommen könnten, näher an deutsches Kernland.
    Nach fast zwei Jahren Krieg ist die strategische Wende nicht eingetreten. Die immer häufiger beschworene Pattsituation an der Front stellt sich zunehmend als das verzweifelte Klammern an einen letzten Rest Hoffnung heraus, mit großen Worten die Tatsachen verschleiern zu können. Was aussah wie ein Patt, war die beharrliche Vorbereitung auf die Verstärkung des militärischen Drucks.
    Dieser scheint nun zu wirken. Immer häufiger teilen nun auch westliche Meinungsmacher ihrem Publikum mit, dass die Front der Ukrainer zunehmend unter dem Mangel an Munition und Soldaten bröckelt. Aber sie schwächelt auch unter der nachlassenden Unterstützung der sogenannten Freunde im politischen Westen. Der Rückhalt Selenskyjs im eigenen Volk schwindet, die Geschlossenheit der ukrainischen Führungskräfte zerfällt.
    Der Erfolg hat viele Väter, sagt man, aber dem Misserfolg muss einer zum Fraß vorgeworfen werden.
    13 min
  • Bundesbankpräsident Joachim Nagel und die institutionelle Korruption | Von Norbert Häring
    Ein Kommentar von Norbert Häring.
    Die Group of Thirty (G30) ist ein anrüchiges Washingtoner Gremium, in dem etwas über 30 Vertreter von wichtigen Zentralbanken und von internationalen Finanzkonzernen hinter verschlossenen Türen kungeln. Die Gruppe hat am Freitag die Aufnahme von Bundesbankpräsident Joachim Nagel bekannt gegeben. Die Bundesbank hängt das aus gutem Grund nicht an die große Glocke und hat auf eine Pressemitteilung verzichtet. Denn Nagels Mitgliedschaft ist ein Skandal. In der G30 springt einen die institutionelle Korruption im Finanz- und Zentralbankwesen geradezu an. <1>
    Institutionelle Korruption bezeichnet systematische oder strategische Einflussnahme auf eine Institution und deren Vertreter von außen, die dazu führt, dass diese ihre eigentliche Aufgabe nicht effektiv wahrnehmen. In diesem Fall geht es um systematisch Einflussnahme der Finanzbranche auf führende Zentralbankvertreter, die dazu führt, dass es für diese sozial, finanziell oder karrieremäßig von Vorteil ist, Spezialinteressen im privaten Sektor zu bedienen. Kriminelles bestechliches Verhalten ist damit in der Regel nicht verbunden, denn es gibt dabei meist keinen direkten Austausch von Vergünstigungen und Bezahlung.
    Die Europäische Ombudsfrau Emily O’Reilly und die Europäische Zentralbank (EZB) haben sich gegen Ende der Amtszeit des letzten EZB-Präsidenten, Mario Draghi, einen längeren Schlagabtausch wegen Draghis G30-Mitgliedschaft geliefert. O’Reilly forderte Draghi auf, seine Mitgliedschaft ruhen zu lassen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Als etwa in den USA Janet Yellen in den Vorstand der US-Notenbank in Washington berufen wurde, schrieb sie <2> dem Ethik-Beauftragten der Notenbank, dass sie zur Vermeidung von Interessenkonflikten ihre Mitgliedschaft in den G30 beenden werde. Das ist dort Standard, aus gutem Grund.
    Denn die von der Rockefeller Foundation ins Leben gerufene informelle Institution ähnelt einer Lobbygruppe für die internationale Großfinanz. Dort ist die Drehtür zwischen Notenbanken und Großfinanz so sichtbar wie kaum irgendwo. Die Gruppe wird dominiert von ehemaligen Notenbankern, die danach Millionensaläre bei Goldman Sachs und Co. einstreichen, und ehemaligen Spitzenmanagern der Finanzbranche, gern Goldman Sachs, die zu Notenbanken gewechselt sind.
    Der frühere Bundesbankchef Axel Weber, der danach von 2012 bis 2022 Verwaltungsratschef der Schweizer Großbank UBS war, ist ein Beispiel von sehr vielen. Gemeinsam erarbeiten die Mitglieder in öffentlich-privaten G30-Arbeitsgruppen Berichte, in denen sie den Zentralbanken und Regierungen Empfehlungen geben, wie diese ihre Arbeit machen sollen. Etwa, dass sie in der Rentenpolitik auf Kapitaldeckung und Privatisierung setzen sollen.
    Oder dass sie die Banken nicht zu streng beaufsichtigen, sondern sich darauf verlassen sollen, dass diese schon selber darauf achten, dass Regeln eingehalten werden und ethisch gehandelt wird.
    Ganz aktuell hat die Truppe unter Anleitung von Weber einen Bericht <3> veröffentlicht, in dem sie den Zentralbanken rät, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Bei der Vorstellung der Mitglieder der Arbeitsgruppe wird Weber als ehemaliger Bundesbankpräsident vorgestellt, obwohl das elf Jahre her ist und er in den letzten zehn Jahren bei der UBS ein hohes Vielfaches von dem verdient hat, was er als Bundesbankpräsident verdient hatte. Bei anderen Mitgliedern, die die Drehtür durchlaufen haben, wird die Vorstellung ebenso einseitig gehandhabt. Offenbar ist man sich schon bewusst, dass es nicht allzu gut aussieht, wenn die Großfinanz den Zentralbanken sagt, wie sie ihre Arbeit tun sollen.
    Weber spricht in seinem Vorwort zum Bericht ganz offe...
    9 min
  • EU-Lieferkettengesetz trifft E-Auto-Hersteller hart | Von Peter Haisenko


    Ein Standpunkt von Peter Haisenko. (Betreiber des Portals anderweltonline.com)
    Seit geraumer Zeit wird angeblich das Ziel verfolgt, Ausbeutung durch Niedriglöhne und Kinderarbeit zu beenden. Ohne jeden Erfolg. Jetzt haben sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten auf ein Lieferkettengesetz geeinigt, das Abhilfe schaffen soll. Damit werden aber ausgerechnet die Hersteller von E-Autos große Probleme bekommen.
    Große Unternehmen sollen zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie etwa von Kinder- oder Zwangsarbeit außerhalb der EU profitieren, ist in den Mitteilungen des Europaparlaments zu erfahren. Größere Unternehmen müssen zudem einen Plan erstellen, der sicherstellt, dass ihr Geschäftsmodell und ihre Strategie mit dem Pariser Abkommen zum Klimawandel vereinbar sind. Wie von der EU nicht anders zu erwarten, wird sogar bestimmt, was „große Unternehmen“ sind.: Mehr als 500 Beschäftigte und mindestens 150 Millionen Umsatz. Weitere Details finden Sie hier:
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/eu-lieferkettengesetz-menschenrechte-100.html
    Der faire Handel und seine Umsetzung soll wieder einmal auf die Privatwirtschaft abgewälzt werden. Die beschäftigt aber Heerscharen von Juristen, die mit Sicherheit genügend Schlupflöcher finden werden, die diese EU-Initiative zu einer Farce werden lassen. Warum also beschließt die EU nicht ein Gesetz, das diese Dinge knallhart regelt mit der zugehörigen Strafbewehrung? Es bräuchte nicht einmal ein Gesetz. Eine einfache EU-Verordnung würde ausreichen und die könnte binnen weniger Wochen wirksam werden. Sie könnte wie die Modelle aussehen, die jetzt schon Einfuhrverbote für verschiedene Importe regeln. Sie könnte in einem einzigen Satz formuliert werden: In die EU darf nichts eingeführt werden, ohne den Nachweis, dass in der gesamten Lieferkette ein Mindestlohn von mehr als einem Euro pro Stunde bezahlt wird und Kinderarbeit ausgeschlossen ist. So einfach, wenn man es denn wirklich wollte.
    Viele Paragraphen bieten viele Schlupflöcher
    Diese einfache Verordnung hätte den Vorteil, dass es keine Schlupflöcher gibt, an denen sich Juristen abarbeiten und viel Geld verdienen könnten. Allein dieser Umstand wird verhindern, dass jemals eine so einfache und wirksame Verordnung formuliert werden wird. Die gesamte Lieferkette ist ebenso einfach zu definieren, obwohl sie eigentlich für sich selbsterklärend ist. Es beginnt mit dem Lohn für den Arbeiter, der Waren oder Agrargüter herstellt, geht weiter über alle Transportarbeiter inklusive der Schiffsbesatzungen und hört bei den Löhnen in den Kontoren nicht auf. So einfach. Allerdings bin ich der Meinung, dass dieser Mindestlohn mehr als einen Euro betragen sollte. Er sollte sich an den Mindestlöhnen orientieren, die es im Wertewesten schon gibt. Mit welchem Recht kann man Menschen außerhalb Europas mit einem Bruchteil dessen abfinden, wofür in Europa niemand auch nur einen Finger rühren würde? Lesen Sie dazu, was ich schon 2006 etwas humoristisch ausgeführt habe:
    https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-vor-2013/kinderarbeit-ist-ein-luxusproblem/
    Doch zurück zu den Auswirkungen des EU-Lieferkettengesetzes für die E-Auto-Hersteller. Wie allgemein bekannt ist, benötigen die Kobalt. Ohne Kobalt-Lithium-Dioxide gibt es keine wiederaufladbaren Batterien und Akkus; die gesamte moderne Elektronik hängt davon ab. Die Hälfte des geförderten Kobalts der Welt kommt aus der Demokratischen Republik Kongo, dem ärmsten Land der Welt. Weiterhin ist bekannt, dass die Förderung im Kongo unter unmenschlichen Bedingungen stattfind...
    10 min
  • US Börsen: Wird alles immer besser? | Von Christian Kreiß
    Neue Höchstkurse an den US-Börsen
    Ein Kommentar von Christian Kreiß.
    Mitte Dezember erreichten der Dow-Jones[1]- und der Nasdaq 100[2]- Aktienindex neue historische Höchststände. Auch die Aktien im DAX sind seit letzter Woche so teuer wie noch nie.[3] Statt einen „perfect storm“, ein Szenario für einen perfekten Börsen- und Wirtschaftsabsturz anzuzeigen, stehen alle Zeichen auf „clear skies“ oder „plain sailing“ in den USA: Die Inflationsrate sinkt, die langfristigen Zinsen gehen im Gleichklang zurück. Die Arbeitslosigkeit steigt kaum, die Wirtschaft wächst stabil trotz der enormen Zinsanhebungen der Notenbank in den letzten zwei Jahren. Kurz: Alle Signale deuten auf einen neuen Höhenflug der US-Aktienmärkte. Also alles gut? Aktien gut, alles gut? Wird alles immer besser? Geht es den Menschen immer besser? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt eher das Gegenteil.
    Rekordhohe Obdachlosigkeit in den USA
    Praktisch zeitgleich mit den Nachrichten über neue Rekordkurse bei Aktien wurde über einen neuen Rekordwert an Obdachlosen in den USA berichtet.[4] Laut Wall Street Journal gab es 2022 den größten Zuwachs an Obdachlosigkeit seit Beginn der Aufzeichnungen 2007. Die Zahl der homeless people stieg demnach 2022 um 12% auf den neuen Rekord von 653.000 Menschen. Das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Stuttgart oder Düsseldorf.[5] Die offiziellen Zahlen gelten nach allgemeiner Einschätzung als zu niedrig. Die sehr hohen Unternehmensgewinne[6], die sich in rekordhohen Aktienkursen niederschlagen, scheinen nicht allen Einwohnern in den USA zu Gute zu kommen.
    Junge Familien können sich so schlecht Immobilien leisten wie noch nie in der jüngeren US-Geschichte
    Ebenfalls fast zeitgleich mit den neuen Aktienkursrekorden wurde im Wall Street Journal berichtet, dass es in der jüngeren Geschichte der USA noch nie so schwer war, sich ein Eigenheim zu leisten.[7] Die Hauspreise seien so stark gestiegen und die Zinsen so hoch, dass derzeit deutlich weniger Erstkäufer, etwa 33% statt wie in der Vergangenheit 38%, sich die eigenen vier Wände leisten könnten. Das Durchschnittsalter der Erstkäufer sei deutlich gestiegen. Also auch bei jungen Familien, die sich nach einem Eigenheim sehnen, scheint der Aktienboom nicht anzukommen, im Gegenteil.
    Höchste Selbstmordrate in den USA seit 1941
    Ende November berichtete das Wall Street Journal unter dem Titel „US-Selbstmorde erreichten letztes Jahr neuen Höchststand“, dass sich 2022 beinahe 50.000 Menschen in den USA das Leben genommen hätten.[8] Das entspreche der höchsten Selbstmordquote seit 1941. Als Hauptgründe werden zu wenig Beschäftigte im Sozialbereich, leichter Zugang zu Drogen und die weitverbreiteten Schusswaffen genannt. Ein Psychologe wird mit den Worten zitiert: „Es gab einen Bruch in unserer Wirtschafts- und Sozialfabrik.“[9] Wie verzweifelt müssen Menschen sein, die sich selbst töten? Also auch bei dieser tragischen Menschengruppe scheinen die Börsenrekorde nicht anzukommen.
    Neuer Rekord bei Drogentoten in den USA
    Im Mai berichtete das Wall Street Journal, dass es 2022 in den USA einen neuen Rekord an Drogentoten gegeben habe. 2022 betrug demnach die Zahl mit knapp 110.000 Drogentoten so viele wie noch nie. Zum Vergleich: Im Vietnamkrieg starben 58.220 US-Soldaten.[10] Damit hat sich die Zahl der Drogentoten in den USA seit 2015 mehr als verdoppelt.[11] Im gleichen Zeitraum (von 2015 bis 2022) haben sich auch die Aktienkurse des S&P 500 in etwa verdoppelt.[12] Aktiengewinne schei...
    13 min
  • Das ewige Leben | Von Roland Rottenfußer


    Transhumanisten sehen den Tod des menschlichen Körpers als technisch lösbares Problem an — spirituelle Lehrer halten Unsterblichkeit schon lange für möglich.



    Ein Standpunkt von Roland Rottenfußer.




    „Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe“, soll Jesus gesagt haben. Gemeint ist aber wohl ein Leben in einem neu erschaffenen Körper auf einer „neuen Erde“. Andere Religionen verkünden die „Seelenwanderung“, also die Unsterblichkeit unseres individuellen Bewusstseins, nicht des physischen Körpers. Was unsere reale physische Hülle betrifft, so sind deren Zukunftsaussichten durchweg düster — speziell, wenn man die Zeit erster jugendlicher Frische schon eine Zeit lang hinter sich hat. 80, 90 Jahre sind uns zugeteilt, wenn wir nicht gerade die Queen Mum oder Henry Kissinger sind. So manchem auch weniger. Die Folgen sind ein gewisser Zeitdruck, die Melancholie der Vergänglichkeit, hektische Betriebsamkeit zum Zweck der Verdrängung. Die Fantasie des Menschen hat viel geleistet beim Versuch, den Tod wenigstens in der Vorstellung auszutricksen. Vom Vampirroman bis zum Jenseits-Channeling gibt es genügend kurzweiligen Lesestoff. Hier sind wir assoziativ schon bei Ray Kurzweil und anderen Transhumanisten angelangt, die die Möglichkeit menschlicher Unsterblichkeit schon ab 2030 ansetzen. Da könnten die meisten von uns dem Tod noch mal von der Schippe springen. Aber wird dies eine Option für alle Menschen sein — oder doch nur wieder für die „Eliten“? Und ist es überhaupt wünschenswert, nicht zu sterben? So mancher Visionär scheint sich die Konsequenzen eines solchen Szenarios nicht sorgfältig überlegt zu haben.






    „Ich lebe seit viereinhalb Jahrhunderten, und ich kann nicht sterben“, sagte Connor McLeod. „Naja, wir haben alle unsere Probleme“, erwiderte seine Gefährtin Brenda. Im Fantasy-Epos „Highlander“, einem Film von Russell Mulcahy aus dem Jahr 1986, kann der von Christopher Lambert dargestellte Protagonist nicht sterben. Nicht einmal, wenn er bei Schwertkämpfen auf eine Weise verwundet wird, die für jeden anderen tödlich wäre. Eine spannende und etwas rätselhafte Handlung. Was aber ist an diesem „Nicht-sterben-Können“ ein „Problem“? Wäre es nicht vielmehr eine Gnade — das, was sich alle Menschen wünschen: Unsterblichkeit? Ist nicht vielmehr unsere Sterblichkeit das Problem, der Terror des unausweichlichen Verfalls unseres Körpers, der Druck der begrenzten Zeit, die absehbaren, schmerzlichen Abschiede und die Ungewissheit des „Wohin”?
    Lange bevor „Transhumanismus“ als Begriff bekannt geworden ist, beschäftigten sich Science-fiction-Autoren und Drehbuch-Schreiber visionär mit dem Thema. Den intelligentesten mir bekannten Beitrag zum Thema schrieb und inszenierte der deutsche Filmemacher Rainer Erler 1976 mit „Unsterblichkeit“ — einem Beitrag der Reihe „Das Blaue Palais“, in der ein Forscherteam an grenzwissenschaftlichen Themen arbeitet. Gut recherchierte wissenschaftliche Ansätze wurden visionär weitergedacht und mit einer Thrillerhandlung verknüpft. Man muss allerdings ein Alter erreicht haben, das der Unsterblichkeit schon ziemlich nahe kommt, um sich an die Erstausstrahlung dieser großartigen Sendereihe noch zu erinnern. Diese bestach nicht zuletzt auch durch ihre philosophische Tiefe. Im Anfangsmonolog skizziert der Leiter der Forschungseinrichtung die Ausgangslage:
    Der vermeidbare Tod
    „Uns Menschen erscheint der Tod unausweichlich. Schicksalhaft, aber auch unmenschlich. Denn jede Stunde, in der wir leben, bringt uns neue Erfahrungen und Erkenntnisse. Aber die letzte macht alles zunichte. Sterben ist etwas Absurdes. Altern und Sterben scheinen in unseren Lebensfaden einprogrammiert zu sein, um das Leben als Ganzes zu erhalten.
    Die Lebensbedingungen auf unserem Planeten haben sich in Millionen Jahren laufend verändert.
    31 min
  • Im Dienste der USA gegen China | Von Thomas Röper
    Die EU bereitet sich auf einen Wirtschaftskrieg mit China vor
    In Brüssel und Berlin gibt es Hardliner, die einen totalen Handelskrieg mit China planen. Dabei geht Ideologie und Vasallentreue gegenüber den USA vor Vernunft und dem Wohlstand der Menschen in Europa.
    Ein Kommentar von Thomas Röper.


    Objektiv gesehen gibt es kaum Interessenskonflikte zwischen der EU und China, wie ich hier aufgezeigt habe. Die EU und China haben viele gemeinsame Interessen, denn China ist für die EU der größte Handelspartner und Firmen aus der EU verdienen viel Geld, indem sie Waren an China verkaufen oder in China produzieren. Und chinesische Waren sind auch aus der EU nicht mehr wegzudenken. Eigentlich müssten die EU und China also gegen Sanktionen sein, die dem eigenen und gegenseitigen Handel und der Wirtschaft beider Seiten schaden.
    Leiden für die Interessen der USA
    Dass es zwischen Handelspartnern auch Streit gibt, wenn es zum Beispiel um die Frage der Subventionierung bestimmter Wirtschaftszweige geht, was einer Seite einen unfairen Vorteil gegenüber der anderen Seite verschafft, ist klar. Aber über diese Dinge kann man reden und das Beispiel der USA und der wirtschaftlichen Streitpunkte, die es zwischen Brüssel und Washington immer wieder wegen Subventionen oder Schutzzöllen gibt, waren nie ein Grund dafür, den Streit politisch zu eskalieren. Warum also sollte das bei China ein Grund sein?
    Der Grund ist, dass die USA in China einen Rivalen sehen, der ihrem Wunsch, die Welt zu dominieren – in den USA ist die Rede von der „worldwide dominance“, also der Weltherrschaft der USA – im Wege steht. Das ist jedoch ein Problem der USA, nicht der EU. Trotzdem opfert sich die EU zum eigenen Schaden für die Interessen der USA.
    Dass die EU sich der anti-chinesischen Politik der USA angeschlossen hat, obwohl diese objektiv gesehen nicht im Interesse der EU liegt, zeigt einmal mehr, dass die EU ein Vasall der USA ist. Das ist nicht meine Behauptung, das ist auch keine „russische Propaganda“, das hat der stramm transatlantisch ausgerichtete EU-Thinktank European Council on Foreign Relations im April 2023 so formuliert, wie Sie hier nachlesen können.
    Die offen anti-chinesische Politik der EU ist längst Mainstream geworden, obwohl sie noch vor wenigen Jahren sehr umstritten war. Es sei an die heftige Kritik aus Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten erinnert, als US-Präsident Trump die USA auf Konfrontationskurs gegen China gebracht hat. Diese Kritik ist in Europa fast sofort verstummt, als Joe Biden diese Politik von Trump übernommen und sogar noch massiv verschärft hat. Mehr noch: Die EU und ihre Mitgliedsstaaten haben sich dieser Politik, die sie eben noch heftig kritisiert haben, sofort angeschlossen. Für die anti-chinesische Politik gibt es in Berlin und Brüssel viele Lobbyisten, unter denen Mitglieder der Grünen übrigens besonders hervorstechen.
    Der totale Wirtschaftskrieg
    In letzter Zeit stimmen die Medien die westliche Öffentlichkeit auf einen offenen Wirtschaftskrieg gegen China ein, der genauso ein totaler Handelskrieg werden dürfte, wie der gegen Russland. Am 14. Dezember hat der Spiegel unter der Überschrift „»Decoupling«-Folgen – Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen zu China wäre wohl verkraftbar“ über eine sehr abenteuerliche 
    9 min
  • Bakterien-DNA im Pfizer-Impfstoff: MDR berichtet, Labore wagen nicht zu untersuchen | Von Norbert Häring
    Ein Standpunkt von Norbert Häring.
    Ehre, wem Ehre gebührt. Mit dem MDR hat ausgerechnet ein öffentlich-rechtlicher Sender gewagt, eine 11-minütige Dokumentation über mutmaßliche DNA-Verunreinigungen im Pfizer-Impfstoff zu drehen und zu zeigen. Skandal ist fast schon ein zu harmloses Wort für das, was der Sender zusammengetragen hat. <1>
    Im Zentrum der Doku <2> steht ein privates Labor in Magdeburg, das im Auftrag einer Privatperson in fünf Proben des Biontech-Pfizer-Impfstoffs jeweils DNA-Fragmente in einem hohen Vielfachen des zulässigen Grenzwerts gefunden und damit entsprechende Berichte aus den USA bestätigt hat.
    Dazu, wie gefährlich das ist, werden Experten befragt. Wenige wollten antworten. Die meisten beruhigen eher, aber einige sparen nicht mit Kritik an den Zulassungs- und Aufsichtsbehörden, weil sie das Thema beschweigen und nicht nachprüfen.
    Der seit langem besonders virulente <3> mRNA-Impfpropagandist Emanuel Wyler vom staatlichen Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin stellt sich mit seiner Stellungnahme endgültig ins wissenschaftsferne Abseits. Er beschuldigt jeden, der nicht „richtigerweise darauf vertraut, dass das Paul-Ehrlich-Institut als zuständige Behörde die Prüfarbeit korrekt erledigt“, dass es ihm nicht um die Sache geht, sondern darum, Impfungen grundsätzlich in Zweifel zu ziehen oder mit dem Thema Corona Stimmung zu machen. Wyler muss in Anbetracht der seit Monaten andauernden Diskussion wissen, dass das Paul-Ehrlich-Institut bereits mehrfach angegeben hat, die Impfstoffe gar nicht selbst auf DNA-Reste zu prüfen, sondern sich auf Kontrollen der Hersteller zu verlassen.

    Anmerkung der Redaktion
    Bakterien-DNA in Impfstoffen: Regierung weiß nichts, will auch nichts wissen und allenfalls untersuchen, um zu widerlegen
    Seit Monaten häufen sich die Berichte um Fragmente von Bakterien-DNA in den Impfstoffen von Pfizer und Moderna, die im Verdacht stehen, die Gefahr von Krebserkrankungen zu erhöhen. Die Regierung hat nun auf bemerkenswert hartleibige Weise auf eine Anfrage geantwortet. Sie wisse nichts Genaues, wolle es auch nicht so genau wissen. Bei einer nachgeordneten Behörde ziehe man aber Begutachtungen der Impfstoffe in Betracht, um „die Behauptungen zu widerlegen“. <4>

    Das gibt das PEI auch gegenüber dem  MDR an. Das Bundesgesundheitsministerium entblödet sich nicht, die Richtigkeit der Laborergebnisse aus Magdeburg in Zweifel zu ziehen, mit dem irrelevanten Hinweis, dass manche der fünf untersuchten Chargen abgelaufen gewesen seien. Die offensichtlich angezeigt Maßnahme, das PEI zur eigenständigen Prüfung anzuhalten oder, wenn nötig, zu ermächtigen, will man nicht ergreifen.
    Besonders schockierend ist der Schluss der Sendung. Da erfährt man, dass der Sender von allen 20 universitären und freien Laboren, die er mit einer Prüfung von Impfstoffchargen auf DNA-Reste beauftragen wollte, ein Absage bekommen hat. Offenbar ist die Furcht vor staatlichen Sanktionen, wenn man mit einer Sabotage des Narrativs von den sicheren Impfstoffen in Verbindung gebracht wird, so groß, dass niemand sich traut, etwas zu tun, wozu kein Mut nötig sein dürfte. Wenn das so stimmt, wie der MDR es darstellt, dann sind wir inzwischen in einem Regime, das sich in Sachen Freiheitsrechte bedenklich in Richtung der früheren DDR bewegt.
    Dass die mutmaßliche Furcht der Labore berechtigt ist, lässt sich schwer bezweifeln. Entweder ihre Träger sind als Geldempfänger auf das Wohlwollen des Staates angewiesen, oder sie sind auf einen guten Leumund angewiesen,
    6 min
  • General Aguto, der neue Oberkommandant der Ukraine | Von Hermann Ploppa
    Ein Kommentar von Hermann Ploppa.
    General Aguto, der neue Oberkommandant der Ukraine
    Der ukrainische Präsident Wolodomir Selenski bekommt nach der verunglückten Sommeroffensive noch eine letzte Chance. Er muss allerdings zulassen, dass die Amerikaner ab sofort selber die ukrainischen Streitkräfte befehligen.
    Ich hatte ja in meiner letzten Tagesdosis vor vier Wochen gefragt, wann der ukrainische Präsident Selenski gestürzt wird <1>. Gründe gibt es genug für die Vereinigten Staaten von Amerika, Selenski durch einen anderen Satrapen zu ersetzen. Die Sommeroffensive gegen die russischen Streitkräfte auf ukrainischem Boden ist kläglich gescheitert. Jetzt ist sogar Russland wieder in der Offensive. Da Selenski sich zudem immer mehr auf eine ultra-korrupte Clique von Oligarchen stützt und keine Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse der gewöhnlichen Menschen im Lande, ist er auch kaum noch als Integrationsfaktor zu gebrauchen. Es soll schon vorgekommen sein, dass ukrainische Frontsoldaten auf Fotos von Selenski schießen.
    Doch die Amerikaner geben Selenski großzügig noch eine letzte Chance. So wurde er jetzt in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden zitiert <2>. Außerhalb von Wiesbaden befindet sich eine exterritoriale amerikanische Besatzungszone. Hier gilt kein deutsches Recht, und weder deutsche Polizei noch deutsches Militär haben hier Zugang. Aber in dieser US-Enklave befindet sich die Security Assistance Group Ukraine, kurz: SAGU <3>. Inmitten Deutschlands werden die forschesten und professionellsten Elitesoldaten der Ukraine für den Fronteinsatz gegen die Russen gedrillt. Der Chef dieser Ausbildungseinheit ist der Drei-Sterne-General Antonio Aguto. Aguto und der NATO-Oberbefehlshaber und gleichzeitige Oberkommandierende der US-Streitkräfte, Christopher Cavioli erwarteten ihren Befehlsempfänger Selenski. Selenski weiß schon Bescheid. General Antonio Aguto wird ab sofort dauerhaft nach Kiew abkommandiert, um vor Ort das Oberkommando der ukrainischen Streitkräfte zu übernehmen <4>. Offiziell ist Aguto nur „Militärberater“. Aber allen ist klar, dass Aguto dem offiziell installierten Oberkommandierenden der ukrainischen Streitkräfte Oleksandr Syrskyi Weisungen erteilen wird. Das ist nun auch wieder eine Analogie zum Vietnamkrieg vor sechzig Jahren. Auch dort übernahmen US-Militärs zunehmend selber das Kommando über die südvietnamesischen Streitkräfte. Was aber auch nichts geholfen hat <5>.
    Wahrscheinlich sind die meisten ukrainischen Generäle heilfroh über ihren neuen Boss. Denn ukrainischen Generäle hatten schon lange die Fäuste geballt angesichts der mondsüchtigen Entscheidungen und Befehle ihres Präsidenten Selenski, der in militärischen Fragen ein absoluter Amateur ist. Der legendäre General Saluschnyi hatte in einem Interview im englischen Wirtschaftsblatt The Economist die strategischen Alleingänge Selenskis in aller Öffentlichkeit hart kritisiert <6>. Er gab dabei auch nur wieder, was amerikanische Militärs dem ukrainischen Staatschef immer wieder vorwerfen. Die Amerikaner hatten verlangt, dass sich die ukrainische Sommeroffensive allein auf die ...
    12 min
  • Herr Hofreiter, Verhandlung ist die einzig vernünftige Lösung des Ukrainekonflikts! | Von Uwe Froschauer
    Ein Standpunkt von Uwe Froschauer.
    Wenn Sie sich mit Geschichte beschäftigen würden, wüssten Sie und andere Kriegstreiber das. Ihre „Politik der Demonstration der Stärke“ ist aus meiner Sicht eine „Politik kleiner Lichter“!
    Der Grünen-Politiker Anton Hofreiter rief Anfang Dezember 2023 – angesichts des massiven Einbruchs der Ukraine-Hilfen um 87 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Kriegsausbruch – zur sofortigen Ausweitung der Unterstützung auf.


    „Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern müssen wir schnell und umfangreich die Waffensysteme bei der Rüstungsindustrie bestellen, die wir und die Ukraine brauchen, um uns zu verteidigen.“

    sagte Hofreiter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „…schnell und umfangreich die Waffensysteme bei der Rüstungsindustrie bestellen, die wir und die Ukraine brauchen …“
    „Keine Waffen und Rüstungsgüter in Kriegsgebiete“ hieß es vor der letzten Bundestagswahl auf euren grünen, blendenden Wahlplakaten, und jetzt „rettet ihr Menschenleben“ mit euren Waffenlieferungen? Was seid ihr doch verlogen!
    Wenn ihr in eurer unglaublichen Arroganz, in eurem pervertierten Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit, in eurer grenzenlosen Dummheit, in eurer beschämenden USA-Unterwürfigkeit schon Krieg forcieren müsst, dann schickt zuerst eure Kinder oder Enkel an die Front. Sie sterben dann für eine „gute Sache“!
    „… um uns zu verteidigen.“
    Wen meinen Sie mit „uns“, Herr Hofreiter, Deutschland, Europa, den Westen? Wann hat Russland jemals einen Angriffskrieg gegen den Westen angezettelt? Wann haben die Russen jemals Deutschland angegriffen? Deutschland hat unter Hitler Russland angegriffen. Russland ist im Gegenzug als Mitglied der alliierten Mächte nach Deutschland vorgerückt, um den Krieg zu beenden. Russland hatte bei dieser von Deutschland ausgelösten Aggression 24 Millionen Tote – 9,75 Millionen Soldaten und 14,25 Millionen zivile Opfer – zu beklagen. Andere Schätzungen gehen von noch höheren Zahlen aus.
    Auch in den letzten drei Jahrzehnten hat sich nicht Russland als großer Aggressor erwiesen, sondern die NATO bzw. die USA. Menschen wie Sie vergessen schnell, und ballen in – von den USA gesteuerten – Deutschland wieder mal ihre Fäuste.
    Die Russen haben uns immer die Hand gereicht, und waren stets an einer Freundschaft mit Europa und insbesondere mit Deutschland interessiert. Einer geballten Faust wie der ihren kann man nicht die offene Hand reichen, Herr Hofreiter! Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg, haben die Russen sich wieder mit uns versöhnt. Die Russen sind nach dem Mauerfall abgerückt, die Amis sind geblieben. „Bedankt“ für die durch Gorbatschow ermöglichte Wiedervereinigung hat sich die NATO – und damit auch Deutschland – mit einer ständigen Osterweiterung des „Verteidigungsbündnisses“. Die Versprechen, dass das nie passieren würde („…not an inch…“) wurden nicht eingehalten. Trotzdem blieb Russland bis 2022 ruhig.
    Jetzt ist auch noch Finnland der NATO beigetreten, und Schweden kommt aller Voraussicht nach dazu. Damit erweitert sich die direkte Grenze der NATO zu Russland erheblich. Fragt sich, wann die US-Amerikaner auch dort ihre Atomwaffen aufstellen werden. Was glaubt ihr Kurzsichtigen, wie lange Russland sich diese Provokation noch ansehen kann und wird? Was glaubt ihr würde passieren, wenn Kanada, Mexiko und Kuba die Vereinigten Staaten von Amerika einzingeln und mit Atomwaffen bedrohen würden? Die Amis würden sich das keine Sekunde gefallen lassen – und das zu Recht! Russland wird dieses Sicherheitsstreben jedoch nicht zugebilligt, und als Invasor etikettiert, der grundlos die Ukraine überfallen hat. So eure durch und durch lächerliche Argumentation! Nicht, wer den ersten Schritt getätigt hat, ist der Aggressor, sondern der, der ihn dazu genötigt hat. Die USA. Aber ihr Kriegstreiber und eure sich prostituierenden Medien seid leider auf diesem Auge blind – oder auch nicht,
    23 min

About apolut Podcast Archive - apolut.net

From the publisher's feed

das denk' ich auch