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Ein Standpunkt von Spok.
Man sieht den Elefant vor lauter Elefanten nicht - oder:
Wer führt aktuell die USA?
In Abwandlung des bekannten Sprichworts über den Wald, der vor lauter Baumgewimmel bekanntlich leicht übersehen wird, müssen wir uns auch angesichts der historisch einmaligen Situation in den USA vor einer Präsidentenwahl verwundert die Augen reiben.
Offenbar ist der Fokus der Öffentlichkeit so derart leicht zu verwirren, dass selbst Hardcore-Parteianhänger über beide Seiten des Parteigrabens hinweg nicht mehr so richtig realisieren, was gerade alles passiert ist. Man hat den Eindruck, die olympische Eröffnungsfarce und die woken Grabenkämpfe über die Durchsetzung von femininer Gerechtigkeit durch Männer, die im Boxring vor der Weltöffentlichkeit Frauen verprügeln, reichen mittlerweile als Honigtopf, um jegliche kollektive Volksempörung zu konzentrieren, die eigentlich auf völlig anderen Ereignissen liegen sollte.
... hier weiterlesen: https://apolut.net/man-sieht-den-elefant-vor-lauter-elefanten-nicht-von-spok
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Russlands entscheidende Rolle - Teil I
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Im Oktober findet der BRICS-Gipfel in Kasan, der Hauptstadt der autonomen russischen Republik Tatarstan statt. Über 90 Staaten haben sich als Mitglieder, Anwärter oder als Beobachter angesagt. Da dürften einige Fragen angebracht sein, z.B.: Woher kommt BRICS? Welche treibenden Kräfte standen dahinter. Warum hat BRICS eine solche Anziehungskraft nicht nur auf die Länder des Globalen Südens, sondern auch auf einige europäische Länder?
Die BRICS-Vereinigung, besteht aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Sie hat sich als bedeutende geopolitische Kraft etabliert und spiegelt die globalen Verschiebungen in der Korrelation der Kräfte in Wirtschaft, Militär und Politik wider.
Im Zentrum von BRICS steht Russland, dessen strategische Vision und diplomatischen Initiativen entscheidend zur Gründung und kontinuierlichen Entwicklung der Gruppe beigetragen haben. Seit ihrer Entstehung ist Russland der Motor von BRICS. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Agenda und der Ziele der BRICS-Gruppe, die sich inzwischen zu einem mächtigen wirtschaftlichen und politischen Gegenpol zur US-diktierten „Internationalen Regelbasierten Ordnung“ und der westlich dominierten globalen Institutionen entwickelt hat.
Alle Quellen weisen darauf hin, dass die Ursprünge von BRICS auf eine Initiative der russischen Führung aus dem Jahr 2006 zurückgehen. In diesem Jahr fand am 20. September das erste BRICS-Ministertreffen auf Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Rande einer Sitzung der UN-Generalversammlung in New York statt. In Vorbereitung auf das Treffen hatte Putin vorgeschlagen, eine Koalition aufstrebender Volkswirtschaften zu schaffen, um die multilaterale Zusammenarbeit zu fördern und eine Plattform für Länder außerhalb der traditionellen westlichen Einflusssphäre zu bieten. An dem ersten informellen Gründungstreffen in New York nahmen die Außenminister Russlands, Brasiliens und Chinas sowie der indische Verteidigungsminister teil. Sie alle bekundeten ihr Interesse an einer Ausweitung der multilateralen Zusammenarbeit...
... hier weiterlesen: https://apolut.net/entstehung-und-entwicklung-von-brics-teil-1-von-rainer-rupp
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Bildquelle: Dilok Klaisataporn / shutterstock
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Ein Standpunkt vonMichael Meyen.
Die Ostdeutschen Birk Meinhardt und Steffen Mau sind beide auf den Gipfel gekommen und blicken trotzdem auf zwei ganz unterschiedliche Welten.
Ossi ist nicht gleich Ossi, selbst dann nicht, wenn Alter und Lebenswege ähnlich sind. Was führt dazu, dass der eine die Lieder der Macht singt, während der andere überall Fragezeichen sieht? Warum macht der eine mit und läuft dabei sogar voran, während der andere aussteigt und dafür seine materielle Existenz riskiert? Ostdeutsche müssen seit der Grenzöffnung permanent Rechenschaft ablegen über ihr Leben, vor sich selbst, vor Freunden und Kollegen, auf der großen Bühne. Der Soziologe Steffen Mau und Birk Meinhardt, Journalist und Schriftsteller, waren erwachsen, als es mit der DDR zu Ende ging, haben Karriere gemacht und heute trotzdem eine Mauer zwischen sich, wenn es um Vergangenheit und Gegenwart geht. Ein Beitrag zum Ost-und-West-Spezial .
... hier weiterlesen: https://apolut.net/abkehr-versus-eingliederung-von-michael-meyen
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Ein Kommentar von Norbert Häring.
Die indonesische Hauptstadt geht langsam unter, weil sich der instabile Untergrund absenkt. Aus Anlass einer ersten offiziellen Zeremonie in der geplanten neuen Hauptstadt, gab es dieser Tage in vielen Medien Berichte darüber. Diese zeigen, wie umfassend die deutschen Redaktionen darauf getrimmt worden sind, jedes Problem, das mit Wetter oder Wasser zu tun hat, dem Klimawandel zuzuschreiben, selbst wenn sie wissen, dass es Unfug ist. <1>
Weil man die ARD auch einmal loben muss: Tagesschau.de bringt einen der wenigen Berichte <2>, die ohne den ansonsten obligatorischen Verweis auf die Folgen des Klimawandels auskommen. Hier heißt es kurz und knapp zum Grund des Versinkens: „Ursache für die Probleme ist vor allem das exzessive Abpumpen von Grundwasser.“ In der 20 Uhr Tagesschau im Fernsehen war am 17.8. ebenfalls nicht von Klimawandel die Rede. Und auch im ZDF wurde solide berichtet <3>. Dort hieß es korrekt, in geringem Maße trage auch der Anstieg des Meeresspiegels zum Problem bei.
... hier weiterlesen: https://apolut.net/warum-jakarta-untergeht-und-der-deutsche-wissenschaftsjournalismus-gleich-mit-von-norbert-haering
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Deutschland und die Unabhängigkeit von Russland
Direkt nach dem Beginn des aktuellen Ukraine-Krieges stand die wichtigste Maßnahme der deutschen Politik fest: Unabhängigkeit von russischem Gas. Seitdem hält sich der Unsinn in der Öffentlichkeit, es könne so etwas wie Unabhängigkeit überhaupt geben.
Ein Standpunkt von Tom J. Wellbrock.
Verzichtet Deutschland seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine auf russisches Gas? Selbstverständlich nicht, das Gas kommt, auf Umwegen und teurer als notwendig gewesen wäre, aber es kommt. Insofern ist das ganze Gerede, man habe sich unabhängig von Russlands Gas gemacht, vollkommener Blödsinn. Aber eben Blödsinn, der – dank des liebevollen Zusammenspiels von Politik und Medien – unter die Bevölkerung gebracht wird. Allein die Tatsache, dass die Erzählung der deutschen Unabhängigkeit von russischem Gas funktioniert, macht das Trauerspiel deutlich.
Selbst der Mainstream widerspricht nur noch saft- und kraftlos, wenn jemand sagt, dass Deutschland US-Interessen folge. Es ist einfach zu offensichtlich, dass den USA jedes Mittel recht ist, um ihr eigenes Ding durchzuziehen. Es ist schlicht zu eindeutig, dass das erste Ziel der USA das Treiben eines Keils zwischen Deutschland und Russland ist. Bemerkenswert dagegen ist die Reaktion der deutschen Politik (und ihrer hinterher hechelnden Medien). Gut, dass Politik Schaden vom deutschen Volke abwenden und stattdessen den Wohlstand mehren soll, ist natürlich Folklore, die auf Straßenfesten zum Jubiläum der Berliner S-Bahn oder ähnlich nutzlosen Anlässen gesungen werden kann. Dass aber die Zerstörung einer ganzen Gesellschaft so tänzerisch aufgeführt wird, kann doch überraschen.
Auf der anderen Seite reicht wohl die Vorstellung einer dicken, saftigen Karotte vor den sabbernden Mündern der Habecks & Co., um deren Verhalten zu erklären. Die dicken Fische der ausführenden deutschen US-Außenpolitik werden nach ihren politischen Karrieren auf weichen Sesseln in Aufsichtsräten, Thinktanks und sonstigen Unternehmen oder NGOs sitzen. Man kann davon ausgehen, dass auch daher keine wirkliche Angst vor der nächsten Bundestagswahl existiert. Der Job ist ja erledigt, eine Wiederwahl nicht notwendig.
Die Nähe zwischen deutschen Politdarstellern und US-amerikanischen Entscheidern ist eklatant, und in diesem Zusammenhang ist es nur noch tragisch-komisch, wenn allen Ernstes von Unabhängigkeit gesprochen wird.
Unabhängigkeit? Gibt's nicht!
Unabhängigkeit ist immer gut, steht in einer Reihe mit Demokratie, Freiheit und Solidarität. So positiv konnotierte Begriffe braucht es, um den Menschen ein Bild zu vermitteln, das es zwar nicht gibt, sich aber irgendwie richtig anfühlt. Der Punkt ist aber, dass Unabhängigkeit nicht existiert, nirgends auf der Welt. Vermutlich ist Russland das einzige Land, das am nächsten dran ist an der Autonomie und somit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Dennoch strebt das größte Land der Welt nicht auf Biegen und Brechen die Selbstversorgung an, sondern handelt auf der ganzen Welt mit allen Ländern, die das wollen...
... hier weiterlesen: https://apolut.net/maerchenstunde-der-propaganda-von-tom-j-wellbrock
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Bildquelle: DesignRage / shutterstock
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Ukrainischer Angriff auf Kursk
Gibt es Risse im chinesisch-russischen Verhältnis?
Die chinesische Reaktion auf den ukrainischen Angriff auf Kursk zeigt einen möglichen Riss im chinesisch-russischen Verhältnis, auf die ein lesenswerter russischer Artikel hingewiesen hat.
Ein Standpunkt von Thomas Röper.
Offiziell sprechen Moskau und Peking davon, dass ihre Beziehungen ein nie dagewesenes Niveau erreicht hätten. Und das stimmt sicherlich auch, aber man darf nie den ausgesprochen wichtigen Satz des großen Egon Bahr vergessen, den er 2013 in einer Rede vor Schülern in Heidelberg gesagt hat:
„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
Das gilt auch für Russland und China, denn auch diese beiden Staaten haben Interessen, die nicht immer identisch sind. Das kann man im Nahen Osten sehen, wo beide Länder um Einfluss buhlen, allerdings aus unterschiedlichen Motiven: Russland will eine enge Zusammenarbeit mit den arabischen Ölförderländern, um den Ölpreis möglichst stabil und auf einem nicht zu niedrigem Niveau zu halten. China will einen niedrigen Ölpreis und sichere Öllieferanten. Daher gibt es im Nahen Osten durchaus eine Konkurrenz zwischen Russland und China. Einig sind sich beide Länder nur darin, dass die USA die Region verlassen sollten, aber danach hört die Einigkeit wohl auch schon auf.
Ich arbeite derzeit an einer Recherche über Afrika, wo Russland und China ebenfalls das gemeinsame Interesse haben, den Westen aus der Region zu verdrängen, aber danach hört die Einigkeit auch dort wieder auf. China will billige und zuverlässige Rohstofflieferungen aus Afrika, Russland will den Afrikanern mit seiner Erfahrung beim Abbau der Rohstoffe helfen, also haben Russland und China auch hier wieder unterschiedliche Interessen, der eine aus der Sicht des Käufers und der andere aus Sicht des Verkäufers.
Russland und China wurden von den USA, die beide Länder zu Feinden erklärt haben und mit Sanktionen und anderen Methoden bekämpfen, regelrecht in ihre heute so engen Beziehungen gezwungen. Aber das bedeutet nicht, dass sie „Freunde“ sind, weil es in der Geopolitik – siehe Egon Bahr – immer nur „um die Interessen von Staaten“ geht.
In Russland ist ein sehr interessanter Artikel erschienen, der aufzeigt, wie die unterschiedlichen Interessen zwischen Moskau und Peking sich im Ukraine-Konflikt zeigen. Das ist natürlich nicht das, was das offizielle Moskau und Peking verkünden. Daher habe ich, um zu zeigen, wie breit das Meinungsspektrum in Russland ist, diesen Artikel übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
In Kursk hat eine „Sicherungsoperation“ des amerikanischen Rückzugs aus der Ukraine begonnen: Chinas schlaues Spiel.
... hier weiterlesen: https://apolut.net/risse-im-chinesisch-russischen-verhaeltnis-von-thomas-roeper
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Ein Standpunkt von Roberto J. De Lapuente.
Aufgehetzt von der „Critical Race Theorie“, betrachten sich auch wohlhabende dunkelhäutige Menschen oft als Opfer sozial benachteiligter Weißer.
Die Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres geringen Einkommens ist in der öffentlichen Debatte oft kein Thema. Dabei betrifft das Thema mehr Menschen und führt oft zu schmerzlicheren Erfahrungen als alle anderen Formen der Diskriminierung. Wer dunkelhäutig ist, wird nur manchmal von besonders dumpfen Zeitgenossen herabgewürdigt; wer arm ist, spürt seine Ausgrenzung dagegen täglich auf Schritt und Tritt. Der Kampf gegen Rassismus weist keinerlei Verständnis für die soziale Frage auf — im Gegenteil: Er vermischt sich oft mit offenem Klassismus. So werden Angehörige der „weißen“ Mehrheitsgesellschaft nicht selten dazu angehalten, wegen ihrer Verstrickung in „strukturellen Rassismus“ nur noch in gebückter Haltung durchs Leben zu gehen. Sie sollen „People of Color“ selbst dann bedauern, wenn diese sozial bessergestellt sind. Genau diese Annahme aber ist blanker Rassismus: die Suggestion nämlich, Menschen seien allein aufgrund ihrer Hautfarbe verschiedene Pflichten oder Schuldanteile zugewiesen. Den Autor regte ein persönliches Erlebnis zu diesen Betrachtungen an.
... hier weiterlesen: https://apolut.net/die-pflicht-zum-schlechten-gewissen-von-roberto-j-de-lapuente
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Der Name der Stadt Kursk war des öfteren verbunden mit bedeutenden Ereignissen in der russischen Geschichte. Nun hat die ukrainische Armee dort die Grenze überschritten. Im Westen findet Selenskij dafür Zuspruch. Aber viele rätseln auch über seine Motive und Erfolgsaussichten.
Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.
Neue Hoffnung
Am 8. August meldeten die Nachrichtenagenturen, dass ukrainische Einheiten bei Kursk die russische Grenze überschritten und Landstriche mit mehreren Ortschaften erobert haben, darunter die Kleinstadt Sudscha. Bis zuletzt war die Rede von einem Gebiet in der Größe von etwa tausend Quadratkilometern. Angesichts der gewaltigen Ausdehnungen Russlands ist das unbedeutend. Wesentlich größer ist die propagandistische Reichweite dieser Meldung. Erstmals seit über 80 Jahren stehen fremde Truppen in Russland.
Nachdem westliche Medien in der letzten Zeit immer häufiger eingestehen mussten, dass ihre hochtrabenden Träume nach dem Beginn des Krieges nicht Wirklichkeit geworden waren und die Ukraine den Krieg zu verlieren drohe, sprudelten manche nun wieder über vor Zuversicht. Der britische Telegraph trumpfte auf,
„mit dieser Aktion wurde im Krieg gegen Putin der Spieß umgedreht“(1).
De Volkskrant aus Amsterdam meinte sogar,
„wenn die Drohungen selbst nach dem Vordringen auf russisches Territorium nicht wahr werden, erscheinen Putins rote Linien erneut als Bluff“(2).
Gibt also keinen Grund mehr zur Zurückhaltung gegenüber Russland? Jedenfalls scheint der Übermut der Warschauer Gazeta Wybrocza noch weiter zu gehen. Sie stellt fest, dass all die Angst vor einer Ausweitung des Krieges, die besonders Deutschland von der Lieferung der Taurus-Marschflugkörper abgehalten hatte, durch den ukrainischen Vormarsch auf russisches Gebiet sich als unbegründet erwiesen habe. Die atomare Abschreckung Russlands sieht sie als Papiertiger an. Denn die
„Drohungen des Kremls sind irgendwie verstummt“ (3).
Was sie als Beweis für Moskaus Zahnlosigkeit anzusehen scheint, macht sie tollkühn: „Denn wenn es so einfach war, in russisches Gebiet hinter der Front einzudringen, wie gut bewacht ist dann zum Beispiel (die russische Enklave) Kaliningrad an der Grenze zur NATO?“ (4). Für sie ist nach den Ereignissen von Kursk klar, dass man vor Russlands Drohungen keine Angst haben sollte und sich vielleicht sogar noch etwas mehr herausnehmen könnte. Träumt man allen Ernstes davon, dass man sich ohne Konsequenzen die russische Enklave einverleiben könnte, nur weil Russland an seiner Grenze Schwäche zeigte?...
... hier weiterlesen: https://apolut.net/kursker-botschaften-von-ruediger-rauls
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Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse
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Bildquelle: Nitiphonphat / shutterstock
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Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.
Viele Menschen werden sich fragen, warum Israel in Gaza einen Völkermord durchführt, und in der Westbank immer intensiver eine ethnische Säuberung, ohne dass die Gesellschaft als Ganzes gegen die rechtsextremistische Regierung auf die Barrikaden geht. Die Demonstrationen, die man in Israel sah, waren nicht gegen die Palästina-Politik, sondern gegen die Innenpolitik gerichtet gewesen, durch welche die Regierung die letzten Reste von Gewaltenteilung beseitigen will, bzw. gegen die Geiselpolitik. Tatsächlich ist die Antwort leider einfach. Die Politik und ihre Haltung zum Palästina-Konflikt ist ein Spiegel der zionistischen Gesellschaft. Abby Martin hatte in einer Dokumentation schon vor Jahren darauf hingewiesen (1). Auch David Sheen hatte gewarnt. Er hielt am 28. November 2018 an der Universität Charles in Prag, Tschechische Republik, eine Vorlesung mit dem Thema »Israels Parlament verstehen« (2). Darin erklärt er schon vor 6 Jahren die Entwicklung der Gesellschaft und auch der politischen Parteien und wie es zu der Befürwortung eines rechtsextremen Apartheidsystems kam. Hier ein Transkript der übersetzten Vorlesung:
„Vielen Dank für Ihr Kommen, und für das Interesse an dem Ort der Welt, von dem ich komme. Ich möchte, dass sie bekannt werden, damit Sie es besser verstehen. Es ist nicht einfach, aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen sprechen wir über Parteipolitik in der dutzende von Parteien im Wettbewerb bei Parlamentswahlen in Israel stehen. Von denen eine zweistellige Anzahl dann ins Parlament einzieht. Zehn oder mehr Parteien sitzen in der Knesset.
Wie soll jemand, der von außerhalb kommt, und die Sprache nicht versteht, wie soll der verstehen, was tatsächlich vorgeht? Deshalb will ich es für sie erklären. Eine Art, wie wir die Parteipolitik verstehen können, ist, indem wir die Parteien aufteilen in die Kategorien: Liberale Parteien, nationalistische Parteien, religiöse Parteien. Das sind die Parteien, die mehr oder weniger die jüdischen Bürger repräsentieren. Aber natürlich gibt es auch palästinensische Bürger Israels. zwanzig bis 25 Prozent der Bevölkerung. Und auch bei denen könne wir eine gleiche Einteilung vornehmen, in Liberale, Nationalisten, Religiöse...
... hier weiterlesen: https://apolut.net/warum-tut-israel-das-von-jochen-mitschka
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Bildquelle: Elyasaf Jehuda/ shutterstock
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Der Dollar und die US-Vormachtstellung
Die Entdollarisierung, die im weltweiten Finanzmarkt stattfindet, wird in westlichen Medien kaum thematisiert. Außerhalb des Westens wird hingegen darauf gehofft, denn eine Welt ohne den Dollar als Leitwährung, wird als Weg zur finanziellen Freiheit und zum wirklichen Ende des Kolonialismus angesehen.
Ein Standpunkt von Thomas Röper.
Die chinesische Asia-Times fällt mir immer wieder durch sehr interessante Artikel über die internationale Politik und Wirtschaft auf. Nun hat die Zeitung einen Artikel veröffentlicht, in dem die These belegt wird, dass der Versuch der USA, die Welt mit dem Dollar zu erpressen und zu sanktionieren, gescheitert ist, weil die Russland-Sanktionen nicht wirken und in der Folge viele Länder des Globalen Südens sich vom Dollar als Handels- und Reservewährung abwenden.
Das Problem, über das westliche Medien nicht berichten, wird in den USA sehr wohl gesehen. In den US-Kongress wurde gerade erst ein Gesetz eingebracht, das weltweit alle Finanzinstitute sanktionieren soll, die andere Abrechnungssysteme als das vom Dollar dominierte SWIFT benutzen. In Washington versteht man, dass die Macht der USA auf der Macht des Dollar basiert.
Die USA sind es seit fast 200 Jahren gewöhnt, anderen Ländern ihren Willen mit Gewalt aufzuzwingen. Aufgrund der Tatsache, dass die USA kaum noch über eine wirkliche Realwirtschaft verfügen, hat China die USA längst als größter Handelspartner der meisten Länder verdrängt. Wenn Washington diese Länder zwingen sollte, sich zwischen China und den USA zu entscheiden, dürften viele sich für ihren wichtigsten Handelspartner China entscheiden, was man in Washington wohl gar nicht versteht.
Da ich den Artikel der Asia-Times mit seinen Details und Belegen so interessant finde, habe ich ihn übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Die Entdollarisierung als Weg zur globalen finanziellen Freiheit
Die US-amerikanische Nutzung des Dollars als Waffe geht nach hinten los, da die BRICS-Staaten und andere Entwicklungsländer den auf dem Dollar basierenden Handel und die Dollar-Bestände immer schneller aufgeben.
Wirtschafts- und Finanzsanktionen gehen oft nach hinten los. Das bemerkenswerteste Beispiel ist die Nutzung des Dollars als Waffe gegen Russland. Die Maßnahme hat eine weltweite Bewegung zur Entdollarisierung ausgelöst, die das Gegenteil der strategischen Absicht dieser Strafmaßnahme ist...
... hier weiterlesen: https://apolut.net/die-entdollarisierung-als-weg-zur-globalen-finanziellen-freiheit-von-thomas-roeper
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Dieser Beitrag erschien zuerst am 13. August 2024 bei anti-spiegel.ru
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Bildquelle: Artem Oleshko/ shutterstock
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