AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

By Karl Urban und Franziska KonitzerScienceNatural SciencesEarth SciencesAstronomy
Download on the App Store

AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie episodes

  • Das schönste Gestein der Welt verrät, wie die Alpen entstanden

    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

    Die Alpen sind ein Hochgebirge, dessen höchster Gipfel über 4800 Meter misst. Die Berge der Alpen gehören zu den ersten überhaupt, die Geologen durchstreift haben, die sie vermessen haben und vor allem: die versucht haben, zu verstehen, wie sie entstanden sind. Doch dafür brauchten sie lange – erst die Plattentektonik lieferte den Schlüssel zur Lösung des Rätsels. Diese Theorie selbst wurde aber nicht in den Bergen entdeckt, sondern in den Ozeanen. Eine große Frage blieb am Ende immer noch offen: Wie konnten die Alpen überhaupt ihre majestätischen Höhen erreichen?

    In dieser Folge erzählt Karl seine dritte und vorerst letzte Alpengeschichte. Es ist die Geschichte eines einzelnen Gesteines, das dabei geholfen hat, die Frage des Höhenwachstums der Alpen zu klären. Dabei handelt es sich um ein herausragend hübsches Gestein. Es schillert und schimmert silbrig, es ist mal leuchtend grün, mal strahlend gelb oder weinrot. Für manche ist es gar das schönste Gestein der Welt. Für ein Gestein von Rang hat es auch einen klingenden Namen: Saussurit-Smaragtit-Allalin-Metagabbro, oder kurz: Allalin-Gabbro.

    Der Allalin-Gabbro ist ein Gestein der Walliser Alpen in der Schweiz, wo er fast ausnahmslos auf einem einzigen Berg vorkommt: dem Allalinhorn. Es ist ein besonderes Gestein, denn es entstand vor der Hebung der Alpen – als sich das Material, was sich heute so prächtig in die Höhen reckt, noch tief im Erdinneren steckte. Als Gabbro entstammt es einer Gesteinsgruppe, die eigentlich in der Tiefe der ozeanischen Erdkruste aus erstarrtem Magma entsteht. Doch dieser Gabbro wurde danach in die Gebirgsbildung eingewoben, indem er mal in die Tiefe gezogen, mal nach oben gerissen wurde. Dabei stieg zunächst der Druck und die Temperatur, was das Gestein veränderte: In ihm enthaltene Minerale reagierten zu anderen Mineralen. In der Geologie werden solche Prozesse als Metamorphose bezeichnet, wodurch schließlich aus dem grauen, unscheinbaren Gabbro ein bunter Metagabbro wurde – der von manchen auch als das schönste Gestein der Welt bezeichnet wird.

    In dieser Schönheit steckt – tief verborgen – nicht nur die Information darüber, welchen Weg der Allalin-Gabbro im Laufe der Jahrmillionen genommen hat, sondern in welcher Tiefe sich die Alpendecken übereinander geschoben haben – und wie sie danach in (zumindest für Geologen) schwindelerregendem Tempo ans Licht gelangten.

    Verlosung

    Wir verlosen das Buch „Das schönste Gestein der Welt – der Allalin-Gabbro aus den Walliser Hochalpen“ von Jürg Meyer. Schreibt uns dafür bis zum 3. Juni 2026 an [email protected]:

    Was ist für euch das schönste Gestein der Welt – und warum?

    Die schönste Antwort gewinnt! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mehr bei AstroGeo
    • Folge 28: Die Alpen
    • Folge 76: Subduktion: Das tiefe Geheimnis des Blauen Planeten
    • Folge 133: Drunter über drüber: Das Rätsel der verdrehten Alpen
    • Folge 135: Alpine Ahnungen: Beweist das Gebirge die Plattentektonik?
    • Folge 136: AstroGeoPlänkel: Verdrehte Alpen und verschwindende Sterne
    • Weiterführende Links
      • Paläokarten: Europa und die Welt zur Kreidezeit
      • WP: Alpen
      • WP: Allalinhorn
      • WP: Gestein
      • WP: Mineral
      • WP: Gabbro
      • WP: Granat
      • WP: Metamorphose
      • WP: Archimedisches Prinzip
      • Webseite: Jürg Meyer
      • Quellen
        • Buch: Jürg Meyer: Das schönste Gestein der Welt – der Allalin-Gabbro aus den Walliser Hochalpen, Haupt-Verlag (2026)
        • Buch: Jürg Meyer: Wie Berge entstehen und vergehen – in 30 Etappen durch die Alpengeologie, Haupt-Verlag (2025)
        • Episodenbild: Shutterstock / Teguh Wage P – ein gewöhnlicher Gabbro im Dünnschliff durchs Polarisationsmikroskop

          1 hr 25 min
        • Ein Blick ins Alien-Teleskop: Gibt es Leben auf der Erde?

          Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

          Bislang wissen wir nur von einem Planeten in unserer Galaxie sicher, dass es dort Leben gibt: unsere eigene Erde, die seit Milliarden von Jahren von den unterschiedlichsten Lebewesen bewohnt wird. Von Einzellern, die Kohlenstoff statt Sauerstoff atmen, über Pflanzen die sich nicht vom Fleck rühren können bis hin zu neugierigen Menschen ist so Einiges dabei. Auf unserem Leben wimmelt es geradezu vor Leben.

          Ob das auf anderen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems auch so ist, wissen wir nicht. Was wir auch nicht wissen: Wie könnte Leben dort überhaupt aussehen? Ähnlich wie auf der Erde, mit Einzellern, Pflanzen und Zweibeinern? Dann ist die grundlegende Frage, wie irdische Forscherinnen und Forscher nach etwas suchen können, von dem sie noch nicht einmal wissen, wie es aussieht und welche Spuren es hinterlässt.

          Was wäre, wenn sich genau diese Frage in diesem Moment ein solches außerirdisches Lebewesen auch stellen sollte? Mal angenommen, es gäbe sie, die Aliens – nicht unendlich weit weg, sondern irgendwo ums kosmische Eck in unserer Milchstraße. Vielleicht sind sie genauso neugierig wie wir. Vielleicht blicken auch sie in ihren Nachthimmel, stellen astronomische Beobachtungen an und finden tatsächlich einen Gesteinsplaneten, der als dritter Planet einen nicht besonders großen Stern umkreist – unsere Erde.

          In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts dreht Franzi den Spieß bei der Suche nach außerirdischem Leben um: Wie könnten außerirdische Lebensformen herausfinden, dass die Erde ein bewohnter Planet ist? Zunächst müssten sie den Planeten überhaupt finden. Das irdische Leben hat seine Spuren hinterlassen, es gibt Biosignaturen und sogar Technosignaturen, die auf intelligentes Leben und einen gewissen technologischen Entwicklungsstand schließen lassen. Was also könnten Aliens überhaupt beobachten, um die folgende Frage zu beantworten: Gibt es Leben auf der Erde?

          Weiterhören bei AstroGeo
          • Folge 43: Es sind nie Aliens – oder?
          • Folge 88: Biosignatur auf Ozeanwelt K2-18 – lebt da was?
          • Folge 96: Späher von fernen Sternen: Was verbirgt Oumuamua?
          • Weiterführende Links
            • WP: Exoplanet
            • WP: Transitmethode
            • WP: Biosignatur
            • WP: SETI
            • WP: Technosignatur
            • WP: Arecibo-Botschaft
            • Quellen
              • Fachartikel: Earth Detecting Earth: At What Distance Could Earth’s Constellation of Technosignatures Be Detected with Present-day Technology? (2025)
              • Fachartikel: Past, present and future stars that can see Earth as a transiting exoplanet (2021)
              • Fachartikel: The Detectability of Earth’s Biosignatures Across Time (2018)
              • Episodenbild: NASA

                1 hr 17 min
              • AstroGeoPlänkel: Verdrehte Alpen und verschwindende Sterne

                Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                In dieser Folge widmen sich Franzi und Karl dem Feedback zu den letzten drei Geschichten im AstroGeo Podcast. Zunächst freuen sie sich über zwei Nachrichten, die zeigen, wie der Podcast das Interesse für die Geologie und die Astronomie weckt: Geologie-Fans finden über den Podcast Zugang zu den Sternen, während Astronomie-Begeisterte die Erde für sich entdecken.

                Ein großes Thema ist die geplante AstroGeo-Exkursion (Franzi sagt: „Der Wandertag!“) ins Nördlinger Ries im Oktober 2026. Die Nachfrage war deutlich höher als die Zahl verfügbarer Plätze, weswegen einige Hörerinnen und Hörer enttäuscht waren – , aber auch Vorfreude und Unterstützung wurde geäußert. Der Plan ist, Teile der Exkursion des Wandertags aufzunehmen und als Sonderfolge zu veröffentlichen.

                Zur ersten Alpen-Folge über falsch herum gelagerten Gesteinsdecken gibt es Korrekturen und Ergänzungen, etwa zu sprachlichen Details (Schweizerdeutsch) und geologischen Erklärungen (Faltenbildung, Sediment- vs. Plutonische Tiefengesteine). Karl geht auch auf Missverständnisse ein und kündigt eine dritte, abschließende Folge zur Gebirgsbildung an. Da es für nicht-Expertinnen und -Experten schwierig sein kann, sich ein überschobenes Deckengebirge vorzustellen – denn das sind die Alpen – haben sich Franzi und Karl auch über Feedback in Form von methodischen Vorschlägen gefreut. Dazu gehören bessere Visualisierungen mit farbigen Handtüchern für die Idee einer liegenden Falte (von Albert Heim bis 1906 anstelle von überschobenen Decken propagiert):

                Das rote Tuch steht für die primär unten liegende ältere Gesteinseinheit, und das blaue für die darüber abgelagerte jüngere.
                Hier kann man leicht bei der Bildung einer liegenden Falte erkennen (propagiert von Albert Heim), dass dann im unteren Schenkel der Falte die Abfolge umgekehrt wurde.
                Hier kann man leicht bei der Bildung einer liegenden Falte erkennen (propagiert von Albert Heim), dass dann im unteren Schenkel der Falte die Abfolge umgekehrt wurde.
                Die reale Deckenüberschiebung lässt sich ebenfalls leicht nachstellen: Das ältere (rote) Gestein wurde hier über die jüngere Schicht (blau) geschoben).

                Zur Supernova-Folge loben viele die Verständlichkeit und den Humor. In ihrem inhaltlichen Feedback diskutieren Hörer jene „fehlgeschlagenen“, oder auch „gescheiterten“ Supernovae, bei denen Sterne direkt zu Schwarzen Löchern kollabieren, ohne vorher eine spektakuläre Explosion abzuliefern. Außerdem gab es Post von einem Hörer, der von seiner ganz eigenen „gescheiterte“ Supernova berichtet hat: die Supernova SN 1987A in der Nachbargalaxie der Großen Magellanschen Wolke.

                Zuguterletzt geht’s noch um um die Social-Media-Kanäle des AstroGeo-Podcasts: Hier ist Mastodon der einzige. Karl erklärt, wie Mastodon funktioniert – und frei zugänglich reinschauen kann man hier.

                Episodenbild: Keith Miller, Caltech/IPAC – SELab / CC-BY-SA 4.0 ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_FC35-0002-082 / K. Urban

                Weiterhören bei AstroGeo
                • Folge 133: Drunter über drüber – das Rätsel der verdrehten Alpen
                • Folge 134: Explosion abgesagt – kann eine Supernova ausfallen?
                • Folge 135: Alpine Ahnungen – beweist das Gebirge die Plattentektonik?
                • Weiterführende Links
                  • AstroGeo-Exkursion ins Nördlinger Ries 2026
                  • WP: Geosynklinale
                  • WP: Plutonische Gesteine
                  • WP: Supernova SN 1987A
                  • WP: Henri Becquerel
                  • Mastodon: Auswahl verfügbarer Server
                  • Mastodon: Starterpack Astronomy in Germany
                  • Mastodon: Starterpack Geologie und Erdwissenschaften
                  • 1 hr
                  • Alpine Ahnungen: Beweist das Gebirge die Plattentektonik?

                    Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                    Im Herbst 1948 steigen zwei Männer auf einen Berg in den schottischen Highlands. Der eine ist Schweizer und hat gerade seine Doktorarbeit geschrieben. Der andere ist angesehener Geologie-Professor aus Kanada. Am Gipfel kommt es zu einem geschichtsträchtigen Dialog. Denn der junge Schweizer fragt seinen älteren Begleiter: Könnte an dieser einen Idee nicht doch etwas dran sein – nämlich, dass sich Kontinente auf der Erde bewegen? Die Antwort ist eindeutig: Der kanadische Professor lacht herzlich und sagt, all das sei nur Fantasie und physikalisch unmöglich.

                    In dieser Folge erzählt Karl von einer merkwürdigen Zeit in der Geschichte der Geowissenschaften. Schon im Jahr 1912 hatte Alfred Wegener seine Idee der Kontinentaldrift vorgestellt. Doch obwohl bald viele Forscher aus Europa mit der Idee der wandernden Kontinente sympathisierten, waren es in den 1960er Jahren Geologïnnen aus Nordamerika, die die moderne Theorie der Plattentektonik entwickelten. Darunter war nicht zuletzt auch jener Professor aus Kanada, der über die Idee der Kontinentalverschiebung zunächst nur herzlich gelacht hatte.

                    Eigentlich hatten die Alpengeologen bereits alle Zutaten zusammen: Etwa der Österreicher Otto Ampferer, der noch vor Alfred Wegener einen physikalischen Prozess skizziert, den er Unterströmung nennt und der erklären kann, warum sich die starren Gesteine der Erdkruste seitlich bewegen können. Ampferer ist es auch, der später das Prinzip der Subduktionszonen erdenkt, bei der feste Krustenplatten übereinander gleiten. Er hat selbst selbst das Prinzip der mittelozeanischen Rücken beschrieben, bei der sich die Erde entlang langer Spalten am Meeresgrund weitet und so neue Erdkruste entsteht.

                    Warum die Plattentektonik in den 1960er Jahren schließlich von Forscherinnen und Forschern in den USA zu einer vollwertigen Theorie weiterentwickelt wird? Das liegt an neuen physischen Beweisen aus der Tiefsee – und vielleicht an der überschaubaren Marine der Alpenländer.

                    Mehr bei AstroGeo
                    • Folge 28: Die Alpen
                    • Folge 68: Wie Marie Tharp die Geologie revolutionierte
                    • Folge 76: Subduktion: Das tiefe Geheimnis des Blauen Planeten
                    • Folge 133: Drunter über drüber: Das Rätsel der verdrehten Alpen
                    • Weiterführende Links
                      • WP: Alpen
                      • WP: John Tuzo Wilson
                      • WP: Wilson-Zyklus
                      • WP: Rudolf Trümpy
                      • WP: Plattentektonik
                      • WP: Moritz Anton Kappeler
                      • WP: Rippel
                      • WP: Aktualismus
                      • WP: Kontraktionstheorie
                      • WP: Palinspastik
                      • WP: Otto Ampferer
                      • WP: Unterströmungstheorie
                      • WP: Subduktion
                      • WP: Alfred Wegener
                      • Blog: Geschichte der Geologie von David Bressan
                      • Webseite: Jürg Meyer
                      • Quellen
                        • Fachartikel: Rudolf Trümpy: Why plate tectonics was not invented in the Alps, International Journal of Earth Sciences (2001)
                        • Fachartikel: Rudolf Trümpy: Trying to understand Alpine sediments—before 1950, Earth-Science Reviews (2003)
                        • Fachartikel: Giorgio Vittorio Dal Piaz: The Italian Alps: a journey across two centuries of Alpine geology, Journal of the Virtual Explorer (2010)
                        • Fachbuch: Dominik Letsch & Thomas Buckingham: Starre Felsen und wankende Gewissheiten: Anatomie einer 200-jährigen tektonischen Kontroverse, Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Glarus, Band XXIV (2025)
                        • Buch: Jürg Meyer: Wie Berge entstehen und vergehen – in 30 Etappen durch die Alpengeologie, Haupt-Verlag (2025) – wegen vieler Bilder empfehlen wir die Druckfassung
                        • 1 hr 10 min
                        • Explosion abgesagt: Kann eine Supernova ausfallen?

                          Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                          Während Sterne wie unsere Sonne ihre Entwicklung recht unspektakulär als Weiße Zwerge beenden, erwartet massereichere Sterne ein weitaus spannenderes Schicksal: Sie enden als Neutronensterne oder gar als Schwarze Löcher. Doch bevor es soweit ist, explodieren sie als Supernova – und hier findet das eigentliche Spektakel statt: Für kurze Zeit können diese Sterne so hell leuchten wie ihre gesamte restliche Heimatgalaxie. Explodiert eine solche Supernova in der Milchstraße, könnte sie sogar hell genug aufleuchten, um mit bloßem Auge am Tageshimmel sichtbar zu sein.

                          Irgendwann wird es auch für den Stern Beteigeuze so weit sein: Bislang kennen und schätzen wir ihn als Schulterstern des prominenten Wintersternbilds Orion. Er ist einer der hellsten Sterne am gesamten Himmel. Beteigeuze ist schon kein „normaler“ Stern mehr, sondern ein Roter Überriese – ein Stern, der seine Entwicklung schon bald beenden wird und von dem sich Forschende sicher sind, dass er in den nächsten paar Millionen Jahren als Supernova explodieren wird.

                          Aber was wäre, wenn Beteigeuze am Ende seiner Entwicklung nicht explodieren würde – sondern einfach so, heimlich, still und leise, vom Himmel verschwinden würde? Wenn er also nicht erst als Supernova explodiert, sondern einfach direkt zu einem Schwarzen Loch kollabiert?

                          In dieser Folge erzählt Franzi von potenziell gescheiterten Supernovae. Bislang ist unklar, ob es solche „Un-Novae“ überhaupt gibt – Supernova-Explosionen, die aus irgendeinem Grund ausfallen. Es gibt einige Indizien, die dafür sprechen, dass es solche gescheiterten Supernovae geben könnte. Doch wie sucht man nach etwas, das sich dadurch auszeichnet, das es nicht stattfindet? Die Suche ist eine astronomische Fleißarbeit – doch kürzlich verkündeten Forscherinnen und Forscher, das ihnen genau das gelungen sei: In der Andromedagalaxie soll ein Himmelskörper mit der Bezeichnung M31-2024-DS1 direkt zum Schwarzen Loch kollabiert sein – ohne als Supernova zu explodieren.

                          Weiterhören bei AstroGeo
                          • Folge 43: Wann explodiert endlich die nächste Supernova?
                          • Folge 117: Sterneninseln auf Kollisionskurs: Wann trifft die Andromeda-Galaxie die Milchstraße?
                          • Folge 123: Weiße Zwerge – die Rettung vor dem Schwarzen Loch?
                          • Weiterführende Links
                            • Alle Infos zur AstroGeo-Exkursion 2026
                            • WP: Supernova
                            • WP: Andromedagalaxie (M31)
                            • WP: Un-Nova
                            • WP: Neutrino
                            • WP: Beteigeuze
                            • WP: Veränderlicher Stern
                            • WP: Roter Überriese
                            • WP: Gelber Riese
                            • Quellen
                              • Fachartikel: Gone without a bang: an archival HST survey for disappearing massive stars (2015)
                              • Fachartikel: The search for failed supernovae with the Large Binocular Telescope: first candidates (2015)
                              • Fachartikel: The fate of the failed supernova candidate M31-2014-DS1 (2026)
                              • Fachartikel: Disappearance of a massive star in the Andromeda Galaxy due to formation of a black hole (2026)
                              • Fachartikel: Fading into Darkness: A Weak Mass Ejection and Low-Efficiency Fallback Accompanying Black Hole Formation in M31-2014-DS1 (2026)
                              • Fachartikel: The failed failed-supernova scenario of M31-2014-DS1 (2026)
                              • Episodenbild: Künstlerische Ansicht / Keith Miller, Caltech/IPAC – SELab

                                1 hr 37 min
                              • Drunter über drüber: Das Rätsel der verdrehten Alpen

                                Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                Im 18. Jahrhundert galten die Alpen vielen als schrecklich und ihre Überquerung als Qual, die man, wenn überhaupt, schnell hinter sich brachte. Selbst auf die frühen Geologen wirkten die hohen Berge und ihre Gesteine gleichermaßen unangenehm und unübersichtlich. Was bedeuteten die geschichteten, gestapelten und gefalteten Gesteine? Wie waren sie in ihre heutige Lage gelangt? Wieso ist dort ein solches Gebirge entstanden?

                                Karl beginnt eine mehrteilige Reise durch die Geschichte der Alpenforschung. In dieser ersten Folge geht es um eine natürliche Arena, die heute Tektonikarena Sardona heißt. Sie liegt zwischen den Schweizer Kantonen Glarus und Graubünden und ist mittlerweile weltberühmt. Es ist eine Gegend, die Forschern schon vor über 200 Jahren aufgefallen war. Denn dort gibt es etwas, das in der Natur eigentlich unmöglich zu sein schien: Alte Gesteine liegen auf neuen. Der Berg steht quasi verkehrt herum – und das verlangte eine Erklärung.

                                Die Arena mitten in den Alpen ist etwas Besonderes, denn hier offenbart sich der geologische Bauplan des Gebirges. Bis dieser Plan entschlüsselt werden konnte, mussten die Forscher die Berge über ein Jahrhundert lang durchstreifen, ihre Messungen in Karten eintragen und die ermittelten Daten dann zum großen Ganzen zusammenfügen. Dabei mussten sie auch Hürden überwinden. Denn nicht nur das Gestein hat seine Eigenheiten, sondern auch das Ego der beteiligten Forscher, was die Lösung des Rätsels über Jahrzehnte zurückhielt.

                                Erst im Jahr 1903 einigte man sich – und es ergab sich zum ersten Mal ein schlüssiges Bild: Demnach wurden Gesteine nicht nur verformt oder gefaltet. Vor allem wurden sie in sogenannten Decken übereinander geschoben. Die Architektur der Alpen und vieler anderer Gebirge war verstanden – und auch die Schichtenfolge im Osten der Schweiz erhielt ihren heutigen Namen und ihren Weltruhm: die Glarner Hauptüberschiebung. Eine maßstäbliche Kopie findet sich heute im Museum of Natural History in New York. Seit 2008 gehört die Bergkette zum Weltnaturerbe der UNESCO.

                                Mehr bei AstroGeo
                                • Folge 28: Die Alpen
                                • Folge 83: Das Dolomitproblem: Wie das große Rätsel gelöst wurde
                                • Weiterführende Links
                                  • WP: Segnespass
                                  • WP: Alpen
                                  • WP: Johann Jakob Scheuchzer
                                  • WP: Neptunismus
                                  • WP: Abraham Gottlob Werner
                                  • WP: Tschingelhörner
                                  • WP: Martinsloch
                                  • WP: Leopold von Buch
                                  • WP: Bernhard Studer
                                  • WP: Tektonik
                                  • WP: Stratigrafie
                                  • WP: Albert Heim
                                  • WP: Falte (Geologie)
                                  • WP: Überschiebung
                                  • WP: Glarner Hauptüberschiebung
                                  • Webseite: Jürg Meyer
                                  • Quellen
                                    • Fachbuch: Dominik Letsch & Thomas Buckingham: Starre Felsen und wankende Gewissheiten: Anatomie einer 200-jährigen tektonischen Kontroverse, Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Glarus, Band XXIV (2025)
                                    • Buch: Jim Ring: How the English Made the Alps, Faber and Faber Ltd (2012)
                                    • Buch: Jürg Meyer: Wie Berge entstehen und vergehen – in 30 Etappen durch die Alpengeologie, Haupt-Verlag (2025) – wegen vieler Bilder empfehlen wir die Druckfassung
                                    • Episodenbild: CC-BY-SA 4.0 ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_FC35-0002-082

                                      1 hr 8 min
                                    • AstroGeoPlänkel: Methusalem-Sterne und Mond-Geburt

                                      Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                      In dieser Folge widmen sich Franzi und Karl dem Feedback zu den letzten beiden Geschichten im AstroGeo Podcast. Besonders gefallen hat ihnen die E-Mail einer Hörerin, deren Fantasie so sehr angeregt wurde, dass sie sich nun als Teil „eines unwahrscheinlich kleinen und zufälligen Teil eines riesigen und unfassbaren Zusammenhangs“ sieht. Herzlich willkommen in der Welt von AstroGeo!

                                      Karl spricht über die korrekte Terminologie rund um Meteoroiden, Meteore, Meteoriten und Boliden. Das ist nämlich ein wenig mühsam: Ein Meteoroid ist ein kleinerer Gesteins- oder Eisbrocken auf einer Sonnenumlaufbahn. Tritt er in die Erdatmosphäre ein, wird er zum Meteor – gerne auch Sternschnuppe genannt. Und schaffen es Bruchstücke bis zur Erdoberfläche, heißen sie schließlich Meteoriten. Auch geht es nochmal darum, auf welchen Größenskalen die Ausdehnung des Universums stattfindet – ob nur jenseits von Galaxien oder auch auf dem Maßstab von Sternen, Planeten oder Atomen.

                                      Dann geht es zurück in der Zeit, zu den ersten Sternen im Universum. Sie sind irgendwo da draußen, aber gefunden hat sie noch niemand. Franzi taucht dafür in die Prozesse ab, bei denen Sterne neue Elemente erbrüten: die Kernfusion von masseärmeren zu -reicheren Elementen. Genau jene massereicheren Elemente, von Astronominnen und Astronomen auch unter dem Sammelbegriff „Metalle“ abgehakt, sollte es nämlich in den sogenannten Sternen der Population III überhaupt nicht geben.

                                      Zur Entstehung des Mondes gab es eine lebhafte Diskussion. Es ging erst einmal um den Befund selbst: Wie sicher ist es, dass ein marsgroßer Planet namens Theia mit der Protoerde zusammenstieß? Es geht um mögliche Szenarien für die Zeit danach, zum Beispiel, dass sich erst zwei Monde gebildet haben, die schließlich auch zusammenstießen und den heutigen Erdmond formten.

                                      Karl erklärt auch die Europium-Anomalie, die als wichtiges Argument für den großen Einschlag gilt: Über den Gehalt des Seltenen Erd-Elements in den Mond-Hochländern und den vulkanischen Mare-Ebenen lässt sich belegen, dass der Mond schon vor der Bildung der großen Einschlagbecken über einen globalen Magmaozean verfügt haben muss.

                                      Abschließend gibt es allgemeines Feedback zur Nutzung des Podcasts (nicht nur, aber auch zum Einschlafen), zu Wissen und Unwissen bei astrophysikalischern Modellen voller Dunkler Materie und Dunkler Energie sowie zum Einsatz KI-generierter Transkripte bei AstroGeo.

                                      Weiterhören bei AstroGeo
                                      • Folge 129: AstroGeoPlänkel: Marsluft, kosmisches Ende und Luftzerplatzer
                                      • Folge 130: Als im Universum die Lichter angingen: Wo sind die ersten Sterne?
                                      • Folge 131: Theias großer Einschlag: wie der Mond entstanden ist
                                      • Weiterführende Links
                                        • WP: Meteorit
                                        • WP: Meteor
                                        • WP: Meteoroid
                                        • WP: Population (Astronomie)
                                        • WP: Metallizität
                                        • WP: Hauptreihe
                                        • WP: Chandrasekhar-Grenze
                                        • WP: Europium-Anomalie
                                        • Kommentar von Klaus Kassner: Szenario für Mondrotation
                                        • Episodenbild: ESO/M. Kornmesser / CC-BY-SA 3.0 Rolf Hempel / Wikimedia Commons

                                          1 hr 6 min
                                        • Theias großer Einschlag: wie der Mond entstanden ist

                                          Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                          Im Juni 1986 erlebten Planetenforscher einen Heureka-Moment. Denn sie waren zum ersten Mal einig, wie die Erde zu ihrem ungebührlich großen Mond gekommen ist. Diese Erklärung gilt bis heute als das wahrscheinlichste Szenario: Kurz nach der Entstehung der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren stieß ein marsgroßer Planet mit der Protoerde zusammen. Aus dem verdampften Gestein, das dabei ins All geschleudert wurde, bildete sich wenig später der Mond.

                                          Karl erzählt in dieser Folge, wie es zu diesem Heureka-Moment kam – denn nur wenige Jahre zuvor war die Forschungswelt noch hochgradig zerstritten, was die Entstehung des Mondes anging. Mindestens eine Handvoll Hypothesen war im Rennen. Man diskutierte, ob der Mond sich von der Erde durch allzu große Fliehkraft abgespalten hatte oder ob er friedlich an der Seite der Erde aus dem Urnebel gewachsen war. Andere glaubten an ein eingefangenes Objekt aus der kosmischen Nachbarschaft – oder sogar an eine natürliche, nukleare Explosion tief im Erdinneren nahe dem Erdkern.

                                          Schon in den 1940er Jahren war dem kanadischen Geologen Reginald Daly aufgefallen, dass die mittlere Dichte des Mondes recht genau der Dichte des Erdmantels entspricht. Aber erst die astronautischen Mondlandungen des Apollo-Programms und die Proben verschiedener Raumsonden brachten ab 1969 Gewissheit: Erdmantel und Mond müssen aus dem gleichen Urmaterial entstanden sein. Gleichzeitig besitzt der Mond nur einen winzigen Eisenkern. Alles zusammen wirkte wie ein Sieb für die diversen Modelle der Mondentstehung. Übrig blieb am Ende nur der große Einschlag.

                                          Trotz der klaren Hinweise bleiben bis heute einige Fragen offen. Zum Beispiel ist weiter unklar, warum zwar der Fingerabdruck der Sauerstoff-Isotope in Erdmantel und Mond sehr gut übereinstimmen – immerhin das häufigste Element von Erde und Mond – aber einige Spurenstoffe teilweise radikal abweichen. Dazu gehört der Anteil von Eisen und anderen Metallen, aber auch von flüchtigen Stoffe wie Wasser oder Kohlendioxid. Herausfordernd für die heutige Forschung ist vor allem das Wachstum des Mondes direkt nach dem großen Einschlag, bei dem es ziemlich heiß hergegangen sein muss.

                                          Mehr bei AstroGeo
                                          • Folge 78: Kernenergie vor 2 Milliarden Jahren: Der Atomreaktor Oklo
                                          • Folge 51: Die verlorenen Mondspiegel
                                          • Folge 42: Das wertvollste Material der Welt
                                          • Weiterführende Links
                                            • WP: Entstehung des Mondes
                                            • WP: George Darwin
                                            • WP: Basalt
                                            • WP: Innerer Aufbau des Mondes
                                            • WP: Reginald Daly
                                            • WP: Giant-impact hypothesis (englisch)
                                            • WP: Theia (Protoplanet)
                                            • WP: Synestia (englisch)
                                            • Quellen
                                              • Fachartikel: Daly: Origin of the Moon and Its Topography, Proceedings of the American Philosophical Society, (1946)
                                              • Fachartikel: Cameron & Ward: The Origin of the Moon, Lunar and Planetary Science (1976)
                                              • New York Times: Moon’s Creation now Attributed to Giant Crash (1986)
                                              • Fachartikel: Lock et al.: The Origin of the Moon Within a Terrestrial Synestia, Journal of Geophysical Research – Planets (2018)
                                              • Fachartikel: Yuan et al.: Moon-forming impactor as a source of Earth’s basal mantle anomalies, Nature (2023)
                                              • Fachartikel: Sossi, Nakajima & Khan: Composition, Structure and Origin of the Moon, ArXiv/Preprint (2024)
                                              • Episodenbild: CC-BY-SA 3.0 Rolf Hempel / Wikimedia Commons

                                                1 hr 12 min
                                              • Als im Universum die Lichter angingen: Wo sind die ersten Sterne?

                                                Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                                Nicht viele Sterne können von sich behaupten, beinahe unser Verständnis vom Universum kaputt gemacht zu haben – aber ein Stern mit der Bezeichnung HD 140283 hätte es fast geschafft: Im Jahr 2000 schätzten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sein Alter auf 16 Milliarden Jahre. Und damit wäre dieser so unscheinbare Stern älter als das Universum selbst Er liegt in rund 190 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Waage und ist von der Erde aus zwar nicht mit dem bloßen Auge, aber doch immerhin schon mit einem Fernglas sichtbar. Seinen Spitznamen als „Methusalem-Stern“ hat er sich damit mehr als verdient.

                                                In den darauffolgenden Jahren korrigierten neue Messungen und Studien dieses Alter glücklicherweise nach unten. Inzwischen gilt HD 140283 zwar immer noch als alt, aber nicht mehr als älter als das Universum selbst. Trotz seines stolzen Alters ist eines wissenschaftlich sicher: Der Methusalem-Stern ist keiner von den allerersten Sternen, die es in unserem Universum je gegeben hat – doch auf die haben sie es abgesehen.

                                                Forschende bezeichnen jene ersten Sterne im Universum auch als Sterne der Population III. Es sind die Sterne, die nach dem Urknall als erstes Licht ins Dunkel brachten. Damals, vor Milliarden von Jahren, gab es im Universum vor allem Wasserstoff und Helium. Erst die ersten Sterne haben jene massereicheren Elemente hergestellt, die wir heute kennen und schätzen – und ohne die es uns nicht geben würde: Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, und noch schwerere Elemente bis hin zum Eisen.

                                                Somit ist zwar vollkommen klar, dass es diese ersten Sterne gegeben haben muss. Und doch haben Forschende noch nie einen solchen Stern beobachtet, trotz Jahrzehnten der intensiven Suche.

                                                In dieser Folge erzählt Franzi von dieser Suche nach den Sternen der Population III, die Licht ins Universum gebracht haben – eine Suche, für die Forschende versuchen, mit dem James Webb-Weltraumteleskop so weit in die Vergangenheit zu blicken wie möglich. Aber auch unsere eigene Milchstraße bleibt ein möglicher Fundort für die wahren Methusalem-Sterne.

                                                Weiterhören bei AstroGeo
                                                • Folge 65: Blaue Riesensterne: Nimm Zwei!
                                                • Folge 98: Das Erbe des Urknalls: Wie die Materie in unser Universum kam
                                                • Weiterführende Links
                                                  • WP: Stern
                                                  • WP: Sonne
                                                  • WP: Population (Astronomie)
                                                  • WP: HD 140283 (Stern)
                                                  • WP: HE 1523−0901 (Stern)
                                                  • WP: Metallizität
                                                  • WP: Metalle
                                                  • WP: Rotverschiebung
                                                  • WP: Hauptreihe
                                                  • Spektrum.de: Trügt das Licht des ältesten Sterns? (Artikel von Franzi)
                                                  • Spektrum.de: Startete das Universum früher durch als gedacht? (Artikel von Franzi)
                                                  • WP: MoM-z14
                                                  • WP: James-Webb-Weltraumteleskop
                                                  • WP: Earendel
                                                  • WP: Kugelsternhaufen
                                                  • WP: Gammablitz
                                                  • WP: HI-Linie
                                                  • Quellen
                                                    • Fachartikel: The First Stars: Formation, Properties, and Impact (2023)
                                                    • Fachartikel: Asteroseismic investigation of HD 140283: The Methuselah star (2025)
                                                    • Fachartikel: Determination of the mass distribution of the first stars from the 21-cm signal (2025)
                                                    • Fachartikel: Metal-polluted Population III Galaxies and How to Find Them (2025)
                                                    • Fachartikel: Evidence for PopIII-like stellar populations in the most luminous Lyman-α emitters at the epoch of re-ionisation: spectroscopic confirmation (2015)
                                                    • Fachartikel: No evidence for Population III stars or a direct collapse black hole in the z = 6.6 Lyman α emitter ‘CR7’ (2017)
                                                    • Fachartikel: On the Probability of the Extremely Lensed z = 6.2 Earendel Source Being a Population III Star (2022)
                                                    • Fachartikel: Discovery of an [Fe/H] ∼−4.8 Star in Gaia XP Spectra (2025)
                                                    • Episodenbild: ESO/M. Kornmesser (künstlerische Ansicht)

                                                      1 hr 24 min
                                                    • AstroGeoPlänkel: Marsluft, kosmisches Ende und Luftzerplatzer

                                                      Für AstroGeo recherchieren wir regelmäßig eine ganze Geschichte. Nur wenn du uns finanziell unterstützt, bleibt der Podcast weiter kostenfrei. Danke!

                                                      In dieser Folge widmen sich Franzi und Karl dem Feedback zu den letzten Geschichten im AstroGeo Podcast. Besonders gefallen hat ihnen eine E-Mail von einer österreichischen Alm, mit Milchstraße, Satelliten und kindlichem Staunen über das „Mittendrinsein“ im Weltall.

                                                      Franzi und Karl gehen der Frage nach, warum eine Astronautin am Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs für weit entfernte Beobachter so wirkt, als sei sie eingefroren. Außerdem geht es um Singularitäten, Gravitation und der Frage, was wir wirklich „sehen“, wenn wir Bilder von Schwarzen Löchern betrachten.

                                                      Auch zu unserem Nachbarplaneten Mars gab es Fragen: zu seiner dünnen Atmosphäre und ihrer chemischen Zusammensetzung, zu realen und hypothetischen Fluggeräten, sowie zu historischen Irrtümern. Und dann wäre da auch noch die künftige Besiedlung des Roten Planeten durch Menschen: Karl zweifelt am vermeintlich wirtschaftlichen Geschäftsmodell von SpaceX, das derzeit bereits diverse dramatische Folgen auf das Gemeinwohl auf der Erde hat. Es geht aber nicht nur um die fehlende Nachhaltigkeit von kommerziellen Unternehmen: Karl erzählt vom Buch „A City on Mars“, das von der menschlichen Fortpflanzung jenseits der Erde handelt, die bis heute zahlreiche biologische und damit auch ethische Fragen aufwirft.

                                                      Schließlich gibt es Fragen zum Ende – genauer gesagt zu Franzis Folge über das Ende des Universums. Es geht um den Big Rip, den Big Crunch, den Big Freeze oder ob der Urknall eigentlich durch die uns bekannten Naturgesetze ausgelöst wurde. Wir sprechen auch darüber, ob im AstroGeo Podcast abseitige wissenschaftliche Hypothesen vorgestellt werden sollten, wo Franzi und Karl ihre Rolle als Journalisten sehen – und wo nicht.

                                                      Quelle: @fee

                                                      Karl beantwortet auch eure Fragen zu Sodom und Gomorra und dem vermeintlichen Luftzerplatzer eines Meteoriten in der Bronzezeit: Hörende erzählen vom real existierenden Peer Review oder ihren Erfahrungen mit Bibeltexten.

                                                      Weiterhören bei AstroGeo
                                                      • Folge 120: Raumzeit-Riss: Wie Karl Schwarzschild auf Schwarze Löcher stieß
                                                      • Folge 123: Weiße Zwerge – die Rettung vor dem Schwarzen Loch?
                                                      • Folge 124: Cygnus X-1: Wie findet man ein Schwarzes Loch?
                                                      • Folge 126: Von Marskanälen zum Wolkenatlas: Dünne Luft auf dem Mars
                                                      • Folge 127: Aus und vorbei: Das Universum und sein Ende
                                                      • Folge 128: Bröckelnde Beweise: Was hat Sodom und Gomorra zerstört?
                                                      • Weiterführende Links
                                                        • Kommentar Klaus Kassner zu AG124 Wie findet man ein Schwarzes Loch?
                                                        • WP: Lettere (Galileo)/VIII/c (italienisch)
                                                        • BR: Warum ist das Universum so? Eine physikalische Sinnsuche, von Franzi
                                                        • Arte: Geburt des Christentums (YouTube-Link)
                                                        • WP: A City on Mars (Buch)
                                                        • T3N: Nasa schlägt Alarm: Wie Starlink und Co. die Weltraumforschung sabotieren
                                                        • Episodenbild: Public Domain: John Martin (1852); ESO; NASA/JPL-Caltech/MSSS/Simeon Schmauß

                                                          1 hr 25 min

                                                        About AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

                                                        From the publisher's feed

                                                        Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert –…

                                                        More shows like AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie

                                                        Radiowissen by Bayerischer Rundfunk

                                                        Radiowissen

                                                        108 Listeners

                                                        IQ - Wissenschaft und Forschung by Bayerischer Rundfunk

                                                        IQ - Wissenschaft und Forschung

                                                        50 Listeners

                                                        Welt der Physik | Podcast by Welt der Physik

                                                        Welt der Physik | Podcast

                                                        10 Listeners

                                                        Raumzeit by Metaebene Personal Media - Tim Pritlove

                                                        Raumzeit

                                                        11 Listeners

                                                        Sternengeschichten by Florian Freistetter

                                                        Sternengeschichten

                                                        45 Listeners

                                                        Geschichten aus der Geschichte by Richard Hemmer und Daniel Meßner

                                                        Geschichten aus der Geschichte

                                                        183 Listeners

                                                        Wissenschaft im Brennpunkt by Deutschlandfunk

                                                        Wissenschaft im Brennpunkt

                                                        19 Listeners

                                                        Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova by Deutschlandfunk Nova

                                                        Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

                                                        103 Listeners

                                                        Forschung aktuell by Deutschlandfunk

                                                        Forschung aktuell

                                                        13 Listeners

                                                        Spektrum-Podcast by detektor.fm – Das Podcast-Radio

                                                        Spektrum-Podcast

                                                        15 Listeners

                                                        Das Universum by Florian Freistetter, Ruth Grützbauch, Evi Pech

                                                        Das Universum

                                                        11 Listeners

                                                        Alles Geschichte - Der History-Podcast by ARD

                                                        Alles Geschichte - Der History-Podcast

                                                        65 Listeners

                                                        Terra X History - Der Podcast by ZDF - Terra X

                                                        Terra X History - Der Podcast

                                                        7 Listeners

                                                        Raum & Zeit by Tim Vollert & Maximilian Bensinger

                                                        Raum & Zeit

                                                        2 Listeners

                                                        Geschichten aus der Mathematik by detektor.fm – Das Podcast-Radio

                                                        Geschichten aus der Mathematik

                                                        2 Listeners