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Atypisch Vs. typisch lokalisierte intracranielle Blutungen
Hallo liebe Zuhörer/innen!
Viele neue Erkenntnisse wünscht euch euer Team von Klinisch Relevant!
Definition typische und atypische intrakranielle Blutung
Typische ICB: Die Blutung tritt an Stellen auf, die für hypertensive Blutungen typisch sind. Typische Stellen sind: Stammganglien (Ncl. lentiformes), Hirnstamm, Kleinhirn. Die graue Substanz dieser Areale wird von Perforatoren versorgt, die einen hohen Blutfluss haben.
Atypische ICB: Blutungen, deren Ursache nicht auf einen Hypertonus zurückzuführen sind. Die alten Studien, auf die diese Einteilung basiert, hatten häufig nur Fallserien mit einer geringen Anzahl von Patienten. Ein großer Anteil der Patienten, die eine atypische Blutung hatten, wiesen dennoch einen Hypertonus auf. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass es für atypische Lokalisationen andere Ursachen (Metastase, Sinusvenenthrombose usw.) als den Hypertonus gibt.
DGN Leitlinie von 2012: Sollte 2020 erneuert werden. Die alte Leitlinie ist jedoch nicht eindeutig formuliert und lässt entsprechend Handlungsspielraum.
Hongkong-Regel: Wenn ein Patient über 45 J. ist, einen Hypertonus hat und die Blutung nicht-lobär (Englische Einteilung der ICBs) ist, bedarf es keiner weiteren Abklärung. Bei jedem Patienten unter 45 J., ohne Hypertonus und mit lobärer Blutung sollte es zu einer weiteren Abklärung kommen. In der Studie wurden junge und ältere Patienten nicht systematisch betrachtet. Hatten nur ein sehr selektives Patientenkollektiv.
Delgado Almandoz et al.(https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20581068/): 3 % der Patienten, die eine niedrige Wahrscheinlichkeit für eine spezielle hypertensive Blutung haben, haben dann doch eine vaskuläre Ursache für die Blutung.
Cochrane-Studie 2016: Detektion von intrazerebralen Blutungen mit CTA und MR-Angiographien. CTA: 95 % Sensitivität, 99 % Spezifität
Was würde man in der DSA sehen, was man in der CTA oder MRA nicht sieht? Weitere Diagnostik bei der atypischen Blutung?
CTA: Statische Aufnahme
In welchen zeitlichen Abständen sollte man Kontrolluntersuchungen machen, um keine Tumore zu übersehen?
Es wird initial die Bildgebung durchgeführt. Je nach Fall wird anschließend nach vier Wochen oder drei Monaten nachuntersucht.
Und zum Schluss:
Vergesst nicht unsere Live-Online Fortbildung zum Thema M. Parkinson mit PD Dr. Lars Wojtecki am 12.05.2021 von 16-17.30 Uhr!!
Tickets gibt es hier:
https://fortbildung.klinisch-relevant.de/s/klinischrelevant/morbus-parkinson-was-ist-klinisch-relevant
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Atypisch Vs. typisch lokalisierte intracranielle Blutungen
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Definition typische und atypische intrakranielle Blutung
Typische ICB: Die Blutung tritt an Stellen auf, die für hypertensive Blutungen typisch sind. Typische Stellen sind: Stammganglien (Ncl. lentiformes), Hirnstamm, Kleinhirn. Die graue Substanz dieser Areale wird von Perforatoren versorgt, die einen hohen Blutfluss haben.
Atypische ICB: Blutungen, deren Ursache nicht auf einen Hypertonus zurückzuführen sind. Die alten Studien, auf die diese Einteilung basiert, hatten häufig nur Fallserien mit einer geringen Anzahl von Patienten. Ein großer Anteil der Patienten, die eine atypische Blutung hatten, wiesen dennoch einen Hypertonus auf. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass es für atypische Lokalisationen andere Ursachen (Metastase, Sinusvenenthrombose usw.) als den Hypertonus gibt.
DGN Leitlinie von 2012: Sollte 2020 erneuert werden. Die alte Leitlinie ist jedoch nicht eindeutig formuliert und lässt entsprechend Handlungsspielraum.
Hongkong-Regel: Wenn ein Patient über 45 J. ist, einen Hypertonus hat und die Blutung nicht-lobär (Englische Einteilung der ICBs) ist, bedarf es keiner weiteren Abklärung. Bei jedem Patienten unter 45 J., ohne Hypertonus und mit lobärer Blutung sollte es zu einer weiteren Abklärung kommen. In der Studie wurden junge und ältere Patienten nicht systematisch betrachtet. Hatten nur ein sehr selektives Patientenkollektiv.
Delgado Almandoz et al.(https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20581068/): 3 % der Patienten, die eine niedrige Wahrscheinlichkeit für eine spezielle hypertensive Blutung haben, haben dann doch eine vaskuläre Ursache für die Blutung.
Cochrane-Studie 2016: Detektion von intrazerebralen Blutungen mit CTA und MR-Angiographien. CTA: 95 % Sensitivität, 99 % Spezifität
Was würde man in der DSA sehen, was man in der CTA oder MRA nicht sieht? Weitere Diagnostik bei der atypischen Blutung?
CTA: Statische Aufnahme
In welchen zeitlichen Abständen sollte man Kontrolluntersuchungen machen, um keine Tumore zu übersehen?
Es wird initial die Bildgebung durchgeführt. Je nach Fall wird anschließend nach vier Wochen oder drei Monaten nachuntersucht.
Und zum Schluss:
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