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In dieser Folge treffen wir uns erneut mit Jan vom "PsychCast mit Jan". Gemeinsam sprechen wir über ein Thema, das in Klinik, Praxis und Öffentlichkeit zunehmend präsent ist: Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter und ihre Diagnostik.
Die Folge ist auch als Video auf YouTube abrufbar:
Ausgangspunkt ist ein fiktives, aber sehr praxisnahes Fallbeispiel: Eine junge Mathematikstudentin kommt mit der Frage, ob ihre Erschöpfung in sozialen Situationen, ihr Rückzugsbedürfnis, ihre Spezialinteressen und ihre Erfahrungen mit Reizüberflutung Hinweise auf eine Autismus-Spektrum-Störung sein könnten.
Wir sprechen unter anderem über:
Wie häufig Autismus-Diagnostik aktuell in Praxis und Klinik nachgefragt wird
Warum spezialisierte Autismus-Ambulanzen vielerorts kaum noch erreichbar sind
Welche anamnestischen Hinweise bei Autismus besonders relevant sein können
Warum Reizüberflutung, taktile Empfindlichkeiten, Geräusche, Licht und Kleidung wichtige Hinweise sein können
Wie man Blickkontakt diagnostisch einordnet — und warum die Frage nicht lautet: „Gucken Sie in die Augen?“, sondern eher: „Wie kommt dieser Blickkontakt zustande?“
Was Routinen, Vorhersagbarkeit und das Gefühl von „Schiefigkeit“ bei unterbrochenen Abläufen bedeuten können
Warum Spezialinteressen bei Erwachsenen oft sozial akzeptiert und beruflich eingebettet sind
Wie man Sprachpragmatik, bildliche Sprache und Konkretismus sensibel explorieren kann
Wie sich Autismus von ADHS, sozialer Phobie, Zwangsstörung und Depression abgrenzen lässt
Welche Rolle Screening-Fragebögen wie der Autism Quotient oder die Cambridge Behaviour Scale spielen können
Warum der ADOS hilfreich, aber nicht zwingend notwendig für jede Diagnostik ist
Wie man die Diagnose wertschätzend mitteilt — und wie man auch mit einer Nicht-Diagnose gut umgehen kann
Ein wichtiger Gedanke der Folge: Autismus-Diagnostik ist keine reine Testdiagnostik. Sie entsteht aus einer sorgfältigen Anamnese, einer guten klinischen Beobachtung, differenzialdiagnostischer Offenheit und einem wertschätzenden Verständnis neurodivergenten Erlebens.
Wissenschaftliche Autismus-Tests zum selber machen (auf englisch):
Das Diagnostikmaterial vom Berliner Autismus-Netzwerk:
Die 11-Punkte-Liste von A. Riedel:
Neuerer Artikel (2020) zum Thema Autismus-Diagnostik:
Mehr von uns:
Jung und Freudlos: https://juf.podigee.io
PsychCast: https://psychcast.de
In Folge 14 sprachen wir bereits einmal mit der GKP und Stationsleitung Anja Kusserow über Zwang. Eine hörenswerte Folge mit vielen praxisnahen Einblicken in die Zwangsbehandlung: https://juf.podigee.io/14-zwang
🎧 Jung und Freudlos – der Psychiatrie-Podcast
🎄 WissPod Adventskalender 2025
In dieser Sonderfolge von Jung und Freudlos berichten wir vom DGPPN-Kongress 2025 in Berlin und sprechen mit vier führenden Persönlichkeiten der deutschen Psychiatrie über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Fortschritte in Klinik, Forschung und Versorgung.
🧠 Unsere Gäste & Themen
Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Roseneck & wissenschaftlicher Leiter des ambulanten Zentrums in München.
Kinder- und Jugendpsychiater, Spezialist für Medienabhängigkeit und Verhaltenssüchte.
🎧 Bereits bei uns zu hören:
Gaming Disorder – Daniel Illy
Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg.
🎧 Bereits bei uns zu hören:
Schizophrenie – Interview mit Prof. Hasan
Psychiater, Neurowissenschaftler und einer der führenden Expert:innen für Psychopharmakologie.
📚 Für mehr Transparenz
Diese Podcastfolge wurde mit Unterstützung eines Reisekostenzuschusses von Elsevier produziert.
Dies ist keine Kooperation im Sinne von Werbung, und wir stehen inhaltlich unabhängig für alle Aussagen.
In Folge sechs unserer ICD-11-Reihe widmen wir uns einem Thema, das in der öffentlichen Wahrnehmung einen bemerkenswerten Wandel durchlaufen hat: der Autismus-Spektrum-Störung.
Im Zentrum steht die aber auch immer die ICD-11: Warum Unterkategorien wie das frühkindliche Autismus aufgegeben wurden, welche neuen Möglichkeiten die Diagnose eröffnet – etwa die Kombination von Autismus und ADHS – und weshalb manche Veränderungen auch kritisch betrachtet werden können. Dabei geht es nicht nur um Diagnosen, sondern auch um Identität, warum das Prinzip „Jeder Jeck ist anders“ vielleicht auch hier passt und um die Frage, wie die Versorgung besser gelingen kann.
Hr. Prof. Tebartz van Elst macht Mut, sich als BehandlerIn mehr zuzutrauen: Erfahrung sammeln, Sicherheit gewinnen – und nicht nur auf spezialisierte Zentren verweisen.
Unser Experte: Prof. Dr. med. Ludger Tebartz van Elst
Unsere bisherigen Folgen zum Thema:
In Folge fünf unserer ICD-11-Reihe widmen wir uns einem oft übersehenem, aber alltagsnahem Thema: den dissoziativen Störungen.
Unsere Experten: Prof. Dr. Christian Schmahl und PD Dr. Christian Stiglmayr
Unsere Folge zu Dissoziative Symptome und Dissoziation und Dissoziative Identitätsstörung
In unserer Sonderfolge sprechen wir mit den Autorinnen Manon Mannherz, Ismene Ditrich und Christa Koentges zu ihrem neuen Buch “Die Welt autistischer Frauen und Mädchen”. Wir erfahren, was sie motiviert hat, das Buch zu schreiben, und geben spannende Einblicke in den kreativen Prozess dahinter. Wir sprechen über die Schwierigkeit von Mädchen und Frauen eine Diagnose zu bekommen und über die nützlichen und tückischen Seiten des “Maskings”. Und dann werfen wir natürlich noch einen Blick in die Besteckschublade und Manon erklärt uns, warum Löffel ein rares Gut sind.
Hier gehts zum Buch: Die Welt autistischer Frauen und Mädchen
In der vierten Folge unserer ICD-11 Serie wird es komplex, spannend – und dringend nötig: Wir sprechen mit Prof. Dr. Alkomiet Hasan über Schizophrenien und psychotische Störungen. Eine Diagnose, in der Anti-Stigmatisierungs-Arbeit besonders gefragt ist.
Unser Experte: Univ. Prof. Dr. med. Alkomiet Hasan
Unsere Folge zu Psychosen
In der dritten Folge unserer ICD-11 Serie nehmen wir uns die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Traumafolgestörungen vor. Gemeinsam mit unseren Experten Dr. Jörg Angenendt und PD Dr. med. Ulrich Frommberger werfen wir einen genauen Blick auf die klassische und die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Wo wurde vereinfacht und wo neu definiert? Und wie eindeutig lässt sich die komplexe PTBS nun von der Borderline-Störung abgrenzen?
Unsere Experten: Dr. Jörg Angenendt & PD Dr. med. Ulrich Frommberger
Unsere Folge zu Traumatisierung und Traumatherapie mit Dr. Jörg Angenendt
In der zweiten Folge unserer ICD-11 Serie widmen wir uns den Neuerungen im Bereich der Persönlichkeitsstörungen. Gemeinsam mit unserer Expertin erkunden wir den dimensionalen Ansatz und seine Auswirkungen auf Diagnostik und Therapie. Was bedeutet das neue Modell in der Praxis? Welche Folgen hat es für Betroffene? Und wie verändert es unseren Blick auf Persönlichkeitsstörungen? Wir sprechen über das Borderline-Muster, hilfreiche Tools zur Erfassung und die oft klischeebehaftete Wahrnehmung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Eines wird dabei klar: Der neue Ansatz mag anfangs herausfordernd wirken, bietet aber eine wertvolle Chance, Persönlichkeitsstörungen differenzierter zu verstehen und gezielter zu behandeln.
Unsere Expertin: Frau Prof. Dr. med. Sabine C. Herpertz
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