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Alte Pferde brauchen besonders viele Streicheleinheiten, das weiß ich von meiner Tessa. Und doch übersieht man sie oft, weil man sich auf den schönen Ausritt oder das Training mit den jungen, fitten Stallgenossen Konzentriert. Bitte, bitte, nehmt Euch so viel Zeit wie möglich mit Euren alten Vierbeinern und ihr bekommt alles doppelt und dreifach zurück und es macht Spaß zu sehen, wie sehr und wie schnell sich ihr Wohlbefinden steigert.
Dafür braucht es nicht viel, nur etwa zusätzlich zu den Streicheleinheiten ein paar TTouches von Linda Tellington Jones. Wie man sie ausführt, dazu mehr in der aktuellen Podcast-Folge Auf Trab. Zu Gast ist Martin Lasser, Tellington Practitioner 3, der bei alten Pferden vor allem viel um die Ohren touchen würde , weil hier ein wichtiger Meridian um das Ohr läuft der zuständig für Herz-Kreislauf und vor allem auch für die Verdauung ist. Hier haben ältere Pferde ja des Öfteren Probleme, weil sie die Nahrung mit schlechten Zähnen nicht mehr so gut verkleinern können. Mit der Ohrarbeit kann man das Zufüttern von Mash oder Kreislauftropfen unterstützen. Das geht so: Beim Ohransatz macht Martin der Waschbär-Touch mit steileren Fingern mit der Fingerkuppe. Das hilft bei Kolik, Kreislaufbeschwerden oder auch Erschöpfung. Zum Aktivieren macht man die 1 ¼ Touches je Ohr fünf bis zehn Minuten je Ohr. Lässt sich das Pferd am Ohr nicht anfassen, nähert sich Martin über Kopf und Hals vorsichtig den Ohren.
Neben den Touches braucht das Alte Pferd auch geistige Beschäftigung, etwa das Führen durch das Labyrinth und das Stehenbleiben im Labyrinth. Hierzu eine Anleitung:
https://www.youtube.com/watch?v=TbxjrIovKuE
Viel Vergnügen mit dieser wunderbaren AUF TRAB-Podcast-Folge. Und wenn Euch diese gefallen hat, würden meine Welshies und ich uns freuen, wenn Ihr sie weitempfiehlt, liked, bewertet, wo dies möglich ist, abonniert. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
Noch einen Tipp für die kommende Woche: Da findet ab Montag, 13.2. der einwöchige Equidemia Online Sumit statt mit Celina Scogan und Bent Branderup. Hier geht´s zur Gratis-Anmeldung: https://equidemia.com/
#AltePferde #TTouch #Schneeleopard #Fingerkuppen #TTouch-Labyrinth #Ohren #Meridian #Versdauung #Kreislauf #Zähne #LindaTellington #CelinaSkogan #Training #Herz-Kreislauf
Foto: Martin Lasser /Tellington
Bodenarbeit nach der akademischen Reitkunst beginnt da, wo die typische Vertrauens-und Kommunikationsarbeit meist aufhörte, wie man sie von der Bodenarbeit aus den Natural Horsemanship-Lehren kennt, erklärt Celina Skogan, Ostheopatin und lizensierte Bent Branderup-Trainerin im Podcast AUF TRAB. In der klassischen Bodenarbeit ist der Sinn und Zweck der Bodenarbeit, das Pferd auch zu gymnastizieren, Seitengänge und Reitlektionen am Boden zu erarbeiten und weiter zu entwickeln. Es wird auch zwischen Boden- und späterer Folge Handarbeit unterschieden: Bodenarbeit praktiziert man mit einem Halfter oder Kappzaum und einem Zügel ohne Anlehnung. Handarbeit erfolgt mit zwei Zügeln und hier mit Anlehnung. Also Führseil für die Bodenarbeit dient etwa ein Kandarrenzügel oder sonst ein Strick, der sich in der Hand gut anfühlt. Persönlich verwendet Celina gerne ein 3,5 bis vier Meter langes Hanfseil, mit dem sie auch die Longearbeit einbauen kann und das nicht einschneidet. Die akademische Reitkunst verwendet für die Bodenarbeit gerne Holzgerten, die man leicht selber machen kann. Dafür findet man gerade jetzt im Frühjahr frische Triebe von Weiden, Birken, Haselnuss oder Obsthölzer in der Dicke einer klassischen Reitgerte, die man, damit sie gerade werden ein halbes Jahr an einen Besenstil bindet. Warum eigentlich Holzgerten? „Aus Demut dem Pferd gegenüber. Das man sein Temperament so im Griff hat, dass die Holzgerte nicht zerbricht“, sagt Celina. Interessant ist auch die Führposition beim Training: Man geht vor dem Pferd rückwärts, so hat man das Pferd gut im Blick, wie es auf die Körpersprache und die Hilfen reagiert. Und genau hier mcht der Mensch oft einen entscheidenden Fehler: Er versucht eine Hilfe zu geben und vergisst dabei weiterzugehen. Mehr zur Bodenarbeit in der akademischen Reitkunst in der aktuellen AUF TRAB-Folge mit Celina Skogan.
Für alle AUF TRAB-Hörerinnen hat Celina noch ein besonderes Zuckerl: Vom 13.2. bis 17.2.2023 organisiert sie den Equidemia Online Sumit bei dem ihr gratis dabei sein könnt, um Euer Pferd besser zu verstehen, verspricht sie. Anmelden könnt ihr Euch jetzt noch auf www.equidemia.com/summit
Und wenn ihr diesen Gratis-Podcast unterstützen möchtet, dann schenkt AUF TRAB doch bitte Sterne oder Likes, abonniert ihn, empfehlt ihn weiter, aber vor allem bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Die Welshies und Julia Kistner würden sich auch tierisch freuen, wenn ihr noch spätestens Sonntag für AUF TRAB beim Ö3- Podcast Award stimmt. Hier geht´s direkt zur Abstimmung:
https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
Das Bent Branderup Band Akademische Reitkunst – Bodenarbeit ist im Müller Rüschlikon-Verlag erschienen.
#CelinaSkogan #BentBranderup #AkademischeReitkunst #Pferd #Bodenarbeit #Handarbeit #Kappzaum #Seitengänge #Schulterherein #Zirkel #Versammlung #Podcast #AufTrab #Horsemanship #Vertrauen #Kommunikation #Stress #Ausbildung #Kruppherein #Piaffe #Holzgerte #Osteophatie #MüllerRüschlikon #Equidemia #Ö3Podcast-Award
Foto: Akademische Reitkunst / Müller Rüschlikon
Wenn der Tierarzt meint, das Pferd muss etwa nach einer irreparablen Verletzung auf die Koppel, dann sollte ihr noch lange nicht aufgeben, betont die Pferdetrainerin für Equinopathie Gundula Lorenz. Sie ist zu Gast beim Podcast AUF TRAB. Wie beim Menschen kann man beispielsweise versuchen rund um das verletzte Gelenk die Muskeln wieder aufzubauen und es so zu stabilisieren. Generell kommen beim Muskel-Aufbautraining bei Gundula kinesiologische Tapes statt Schmerzmittel zum Einsatz, die sie nach dem Bewegungstraining wieder abnimmt. Ziel der Osteopathie sei es ja, dass das Pferd wieder Freude am Gehen hat. „Bewegung ist Leben und dort wo keine Bewegung ist, ist Stillstand“, betont Gundula. Und um Pferde so wie auch etwa Fußballern die Bewegung schmerzfrei zu ermöglichen, verwendet man elastische Tapes als Stützen. Das sind Baumwollbänder, auf denen Kleber aber keine Salbe und auch kein Medikament angebracht ist. Je nach Klebetechnik kann man verschiedene Dinge erreichen. Was genau, erfährst Du in der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge.
Bevor man ein Tape zielführend setzen kann sei erst eine genaue Analyse wichtig, was dem Pferd fehlt. Hier sollte man idealerweise mit der Tierärztin Rücksprache halten.
In jedem Fall sollte man bei einem dicken Winterfell das Pferd zuvor an den Stellen rasieren, wo getapt wird. Keinesfalls sollte man wegen Druckstellengefahr unterm Sattel tapen. Bei der Bodenarbeit kann man natürlich Tapes an diesen delikaten Stellen wie die Rückenwirbel verwenden. Apropos verwenden: Wärt Ihr so lieb ein klein wenig von Eurer Zeit zu verwenden, um für AUF TRAB beim Ö3Podcastaward zu Voten? Sehr lieb! Hier der Link direkt zur Abstimmung: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
Ansonsten würden wir uns natürlich tierisch freuen, wenn ihr den Podcast auf der Podcast-App Eurer Wahl oder auf YouTube oder Spotify abonniert, bewertet, liked und AUF TRAB weiterempfiehlt. Vor allem aber bleibt AUF TRAB bis zum nächsten Samstag. Eure Welshies, Eure Julia Kistner.
#AufTrab #Tapen #Pferde-Tapes #Schmerzmitttel #GundulaLorenz #Kinesiologie #Equinopathie #Ö3Podcastaward #Tierarzt #Muskeln #Faszien #Pferdetraining #podcast #Bewegung #Sattel #Bodenarbeit
Foto: Gundula Lorenz
Wippen macht dem Pferd und dem Menschen viel Spaß. Es sollte aber sorgfältig vorbereitet werden, da man seinen vierbeinigen Freund auf einen instabilen Untergrund führt, den er nicht gewohnt ist, warnt Pferdetrainerin Karen Golz in der aktuellen Folge AUF TRAB. Hier kann man zum Beispiel mit einer Plane beginnen, anschließend das Pferd auf ein Brett am Boden führen, das anders als der Boden klingt, sich anders anfühlt und auch schon eine kleine Erhöhung darstellt. Bevor man sich auf die Wippe wagt, wäre auch ein Podest eine gute Zwischenstation. Ganz wichtig sei zuerst am Boden das ruhige gerade stehen bleiben vor dem Podest beziehungswiese vor der Wippe zu trainieren und auch das gerade gehen und losgehen zu üben. Ziel ist es später auf der Wippe jeden Schritt und Tritt des Pferdes mit seiner Körpersprache, dem Klicker oder auch mit stimmlichen Signalen steuern zu können. Es ähnelt dem Hängertraining beziehungsweise ist Wippentraining hierfür eine gute Vorbereitung. Wichtig ist vor allem Geduld mitzubringen, auf das Pferd zu schauen, das Prinzip der kleinen Schritte anzuwenden und dem Pferd auch immer zu erlauben, die Wippe wieder zu verlassen. Ebenso sollte das Pferd den persönlichen Raum des Menschen respektieren, bevor es auf die Wippe geht. Karen und Wippenbauerin Nina Steigerwald arbeiten hier ausschließlich mit positiver Verstärkung. Zur positiven Verstärkung mit Klicker-Training interviewe ich Nina übrigens in einer späteren AUF TRAB-Podcastfolge.
Wozu überhaupt Wippen? Schaukeln macht nicht nur Pferd und Besitzer viel Spaß, es gymnastiziert den ganzen Pferdekörper, insbesondere die Rumpfträger und Bauchmuskeln, damit das Pferd den Rücken leichter heben kann und seine Vorderhand mit der Hinterhand besser zu koordinieren lernt. Wippen erhöht auch die Trittsicherheit und Balance des Pferdes und dehnt das Gewebe. Gleichzeitig ist Wippen ein gutes Mentaltraining. Es stärkt das Selbstbewusstsein des Vierbeiners und das Vertrauen zwischen Pferd und Mensch. Apropos Vertrauen: Die Wippe darf weder rutschig sein, noch scharfe Kanten haben und sollte vor allem 500 bis 600 Kilo tragen ohne einzukrachen. Und man sollte die Wippe gerade feststellen können, damit sie gerade am Anfang keinen oder kaum Ausschlag hat.
Eine stabile Wippe kostet ein kleines Vermögen, deutlich mehr als ein Podest. Man sollte trotzdem nicht am falschen Ende sparen, oder aber selbst unter die Heimwerker gehen. Ich habe für meine Welshies beispielsweise statt einem teuren, künstlichen Podest einen auf ca. 40 Zentimeter Höhe abgesägten großen Baumstamm, auf dem ich einen alten rutschfesten Teppich genagelt habe. Eine andere günstige Podestvariante sind auch zwei übereinander genagelte, stabile Europaletten auf die man eine dicke Holzplatte und darauf eine Gummimatte nageln kann. Auch Wippen lassen sich selbst bauen. Hier eine Gratis-Bauanleitung für Pferdewippen von Nina Steigerwald:
https://www.steigerwald-t-shop.de/de/steigerwald-bauanleitung-pferdewippe-diy.html
Wer alles nur keine begeisterte Handwerkerin ist kann sich im Shop von Nina auch fix-und fertige Wippen per Mausklick bestellen. Für alle Online-Wippentraining mit Nina bekommt ihr mit dem Gutscheincode AUF TRAB-23 einen Rabatt von 23 Prozent auf www.steigerwald-t.de
Hier auch noch eine Bitte an Euch: Wenn ihr unseren Gratis-Podcast unterstützen wollt, macht uns die Freude und votet für AUF TRAB beim Ö3-Podcast-Award: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3030108/
Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
#KarenGolz #Pferdewippen #Zirkuslektionen #Podest #gymnastizieren #Hängertraining #Balance #Trittsicherheit #Vertrauen #Klickern #Training #Pferd #Bodenarbeit #Bauchmuskeln #Mentaltraining #Geduld
Foto: #NinaSteigerwald
Celina Skongan, energetische Osteopathin und lizensierte Bent Branderup-Trainerin sieht die natürliche Schiefe ganzheitlich. Es kann ein anatomisches Problem des Pferdes und/oder des Reiters sein, muss es aber nicht. Der Magen des Pferdes liegt auf der linken Seite, daher kann ein Pferd, das rechts sehr hohl ist auch Stress- oder Magenprobleme haben. Gerade Richten findet auch auf der mentalen Ebene statt: Nur ein Pferd, dass sich in der (Reitbahn) Umgebung wohl fühlt, kann fein kommunizieren, sich auf entsprechende Hilfen einlassen. gerade richten hat nichts mit gerade aus reiten zu tun, betont Celina. Gerade richtenbedeutet laut Bent Branderup, das die einzelnen Körperteile des Pferdes so aufeinander ausgerichtet werden, dass die Kraft bestmöglich übertragen wird. Beim Gerade richten geht es nicht zuletzt um den Gesunderhalt des Pferdes, um den Schutz der Sehnen und der Gelenke.
Um sein Pferd gerade zu richten braucht es Seitengänge. „Zirkel sind die Basis für Seitengänge, die Seitengänge Basis für das Gerade richten und Gerade richten die Basis für die Versammlung“, erklärt Celina und noch viel mehr zu diesem spannenden Thema in der aktuelle AUF TRAB-Podcast-Folge und im neuen Band „Gerade richten in der akademischen Reitkunst“, das von Celina, Bent Branderup und anderen lizensierten Trainerinnen neu im Mülller Rüschlikon-Verlag erschienen ist.
Für AUF TRAB-Hörerinnen hat Celina noch ein besonderes Zuckerl: Vom 13.2. bis 17.2.2023 organisiert sie den Equidemia Online Sumit bei dem ihr gratis dabei sein könnt, um Euer Pferd besser zu verstehen, verspricht sie. Anmelden könnt ihr Euch jetzt noch auf www.equidemia.com/summit
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Eure Welshies, Eure Julia Kistner.
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Foto: Astrid Mathilde Andersen
Vielseitigkeit habe sehr viel mit gegenseitigem Vertrauen zu tun, betont Reitmeister und Pferdewirtschaftsmeister Martin Plewa, der als Military-Reiter selbst viele Tuniererfolge erzielte und als Trainer mit dem deutsche Nationalteam 1988 olympisches Gold in Seoul holte. Das Pferd muss sich voll auf den Reiter verlassen können und umgekehrt. Während Dressurvierecke oder Sprungplätze weitgehend standardisiert sind, müssen bei der Vielseitigkeit die Pferde im natürlichen Gelände auch bei einer Prüfung etwas überwinden, was sie vorher noch nie so gesehen haben. Genau das sei an der Vielseitigkeit so faszinierend: ein Pferd so auszubilden, dass es ein absolutes Grundvertrauen entwickelt und dass man sich auch als Reiter auf das Pferd verlassen kann. Pferde sollten dabei nie schlechte Erfahrungen machen, weshalb die Parcourbauer eine sehr große Verantwortung tragen, dass etwa das Wasser nicht zu tief oder der Boden zu uneben ist. Spaß an der Vielseitigkeit mache natürlich auch, dass man reiterlich nicht so eingeengt ist, viele Disziplinen ausüben kann. Martin Plewa rät zur Sattelfestigkeit bzw. Sicherheit jedem Reiter relativ früh auch das Springen zu erlernen und auch in fremde Gelände zu gehen und nicht „nur“ am Sitz auf dem Dressurviereck zu arbeiten. Auch das Pferd liebt die Abwechslung, die die Vielseitigkeit bietet, wobei man jeden Tag eine bestimmte Disziplin trainiert. Da Vielseitigkeit den für ein Fluchttier so wichtigen Atmungsapparat und Bewegungsapparat fördert, würde die Disziplin viel zur Gesunderhaltung des Pferdes beitragen.
Martin Plewa nimmt auch Stellung zu einer der letzten AUF TRAB-Folgen, genau genommen zum Vertikal reiten. Er könne nicht nachvollziehen, dass man eine hohe Kopfhaltung des Pferdes künstlich erzwingt, zumal das Pferd in der Natur eine hohen Kopf-Halshaltung mit Angst verbindet. Wie wolle man da zur verbesserten Losgelassenheit kommen. Der Träger des goldenen Reitabzeichens und des Reiterkreuzes in Gold plädiert dafür den jungen Pferden erst einmal eine Kopf-Halshaltung zu erlauben, in der sie sich am einfachsten ausbalancieren können. Früher nannte man das die Gebrauchshaltung: mit langem Hals nach vorne dehnen, das Pferd keinesfalls durch Zügeleinwirkung abwärts und auch nicht nach oben aus der Balance zu bringen. Was viele Reiter verkehrt machen würden sei, dass sie glauben, man müsse vor dem losreiten oder trainieren erst eine gewisse Kopfhalshaltung erreichen. Damit zäume man das Pferd von hinten auf. Denn die Kopf-Halshaltung ergibt sich aus der reiterlichen Einwirkung und aus dem Gehen des Pferdes. Bei einem starken Trab oder Galopp lasse man auch eine tiefere Kopf-Halshaltung zu. Bei der Versammlung entsteht eine natürliche Aufrichtung, die man ebenfalls zulassen, aber nicht künstlich erzwingen sollte. Martin Plewa versteht nicht, wie man ausgerechnet mit einer hohen Kopf-Halshaltung, die das Pferd in der Natur einnimmt , wenn es Angst hat zur Losgelassenheit kommen möchte. Eine sehr lehrreiche AUF TRAB-Folge, die gehört gehört.
Mehr zur Martin Plewa Akademie - Harmonie von Pferd und Mensch auf http://plewaandhorses.com
Liebe Hypomaniacs bleibt auf Trab bis zum nächsten Samstag.
Eure Welshies, Eure Julia Kistner.
#Vielseitigkeit #MartinPlewa #Pferd #reiten #Galopp #Trab #Kopf-Halshaltung #Vertikalreiten #OlivieraStables #Podcast #AufTrab #Balance #Springen #Dressur #Gelände #Atmung #Bewegung #Zügel #Einwirkung #Abwechslung #Disziplin #Military #Vertrauen #Tunier #Ausbildung #gebisslos #Schlaufzügel #Rennbahn #Losgelassenheit
Foto: Martin Plewa
Man muss nicht jede Reitweise, jede Natural Horse Woman oder jede Reitsportart, Pferdhaltung und Therapie gutheißen. Doch von jedem Gespräch mit einem noch so konträr denkenden Pferdemenschen nimmt man etwas mit. Schließlich will jeder nur das Beste für seinen vierbeinigen Freund und die eine richtige Reitweise und Pferdehaltung gibt es, wenn ihr mich fragt, nicht. Wer aber mit der notwendigen kritischen Distanz den sehr unterschiedlichen AUF TRAB-Podcastgästen zuhört, der findet garantiert in jeder Folge etwas, was ihm in der Beziehung zu seinem Pferd, beim Gesunderhalt seines Tieres, beim reiten, fahren, verladen, bei der Bodenarbeit oder auch bei der Pferdehaltung nützlich sein kann. Mit meinem Podcast-Stammgast Karen Golz unterhalte ich mich über die Meinungen und Methoden der kompetenten wie prominenten AUF TRAB-Gäste, welche ihrer nützlichen Tipps uns persönlich mit unsere Pferde 2022 weitergebracht haben. In dieser Neujahrs-Episode steckt also komprimiertes Wissen vieler Pferdeprofis, viel Stoff für persönliche Neujahrsvorsätze für den harmonischen, pferdegerechten Umgang mit unseren geliebten Vierbeinern. Viel Hörvergnügen und alles Gute für 2023 mit vielen schönen Pferdeerlebnissen wünschen Euch Podcast-Host Julia Kistner und ihre Welshies Tessa, Velvet und Dancer, die sich tierisch freuen, wenn ihr auch 2023 AUF TRAB bleibt.
Die direkten Links zu zitierten, ausgewählten AUF TRAB-Folgen:
Vertikal reiten mit #ChristinaWunderlich https://anchor.fm/auftrab/episodes/Vertikal-reiten-mit-Christina-Wunderlich-e1s1b29/a-a913quj
#WolfgangRust: Gut galoppieren nicht nur auf der Schokoladenseite
https://anchor.fm/auftrab/episodes/Gut-galoppieren-nicht-nur-auf-der-Schokoladenseite-e1ralqv/a-a8udg8i
#UteOchsenbauer: Heilkräuterzucker für Dein Pferd
https://anchor.fm/auftrab/episodes/Heilkruterzuckerl-fr-Dein-Pferd-e1pth7u/a-a8p2hgf
#MartinLasser: Tellington Touch – Dein Pferd sagt danke
https://anchor.fm/auftrab/episodes/Tellington-Touch---Dein-Pferd-sagt-danke-dafr-e1p991l/a-a8mm709
Feine Hilfen: Profitipps von #UtaGräf und #StefanSchneider
https://anchor.fm/auftrab/episodes/Feine-Hilfen-Profitipps-von-Uta-Grf-und-Stefan-Schneider-e1f9fi3/a-a7h9mrv
#AnjaBeran: So klappt die Jungpferdeausbildung
https://anchor.fm/auftrab/episodes/Anja-Beran-So-klappt-die-Jungpferdeausbildung-e1n0psg/a-a8eh8lp
#MikeGeitner: Fit mit zehn blau-gelben Trainingstipps
https://anchor.fm/auftrab/episodes/Mike-Geitner-Fit-mit-zehn-blau-gelben-Trainingstipps-e1o8jo6/a-a8j1hak
#KarenGolz und Ihre Vierer-Expertenteam Kompetenz-Zirkel Pferd findet ihr unter https://www.kompetenzzirkelpferd.com/
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#MichaelaSimon #NinaOllinger #HorstBecker #Pferde #Podcast #AufTrab #Kolik #Vetmed #Penquitt #Butry #SibylleWiemer #AndreaLipp #Vertikal #GrishaLudwig #AndreasHausberger
Dieses Weihnachten könnt ihr ja nicht Euch ein neues Glitzerhalfter schenken, sondern Eurem Pferd eine Stunde Spielzeit und verzichtet für viel Spaß und Spiel auf die Reitstunde. Das Beste ist, der Lernerfolg beim Vierbeiner kann spielerisch sogar größer sein. Was man so spielen kann und welche (Beziehungs)Probleme zwischen Pferd und Mensch sich damit spielerisch lösen lassen erklärt die Pferde-begeisterte Tierärztin Nathalie Penquitt. Nathalie setzt die Philosophie Ihres Vaters Claus Penquitt, Erfinder der Freizeitreiter Akademie in ihrer Bodenarbeit, den Zirkuslektionen und mit ihren Pferdespielen fort. Mit Spielen befasst sich auch diese Auf Trab-Episode. Wie Hütchenspiele oder auch eine Kissenschlacht Vertrauen und Respekt zwischen Mensch und Pferd fördern oder wie man spielerisch auch Dominanz entgegnen kann. „Durch Spielen verbessert man die Lebensqualität des Pferdes und erhöht die Lernfähigkeit. Das Pferd erschrickt sich nicht mehr so schnell vor fremden Gegenständen, auch im Gelände. Spielen hilft gegen Langeweile, verbindet Mensch und Tier. Auch junge und alte Pferde können spielen. Nathalie Penquitt arbeitet dabei mit positiver Verstärkung, das heißt erwünschtes Verhalten wird belohnt mit Lobwort oder Clicker. Mir gefällt in Ihrem Buch vor allem das Hulla-Hoop-Spiel, für das man einen Reifen mit einem Durchmesser von 50 bis 70 cm benötigt. Hier geht es um Geduld und Vertrauen. Hält das Pferden den Kopf ruhig, kann man ihm vorsichtig einen Reifen über den Hals werfen. Nach jedem geglückten Wurf gibt es eine Belohnung . Dabei geht man natürlich behutsam vor. Am Ende kann der Reifen mit Schwung über den Kopf gestreift oder sogar geworfen werden, ohne dass sich das Pferd erschreckt. Der nächste Schritt ist, dass man den Reifen hinhält und das Pferd steckt den Kopf selbständig durch. So lernt man dem Pferd unter anderem sich nicht zu erschrecken, wenn man die Zügel über den Hals wirft oder wenn das Reithalfter oder Halfter das Ohr berührt.
Ich habe übrigens auch einen echten Ballakrobaten im Stall. Mehr verrate ich nicht: Schaut mal beim Instagramm-Kanal AUF TRAB vorbei und amüsiert Euch über den kleinen DANCER: https://www.instagram.com/auftrab
Die Welshies und ich empfehlen Euch: Reinhören und mitspielen! Das Buch "Lernspiele für Pferde" von Dr. Nathalie Penquitt ist im Cadmos Verlag neu erschienen (www.cadamos.de, ISBN 978-3-8404-1534-0). Nathalie erreicht man unter https://penquitt-pferdeschule.de
Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Frohe Weihnachten wünschen Euch Eure Welshies, Eure Julia Kistner. Wir würden uns freuen, wenn Ihr den Podcast AUF TRAB auf der Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube liken und den Kanal abonnieren würdest, damit Du keine Folge mehr verpassen kannst. Und damit noch mehr Pferdefreundinnen auf uns aufmerksam werden.
Foto: Cadmos Verlag
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Penquitt #Lernspiele #CadmosVerlag #Reithalfter #Hulla-Hoop #Pferdekommunikation #Halfter #Strick #Freizeitreiterakademie #Hütchenspiel #AufTrab #podcast #reiten #AufTrab #Kissenschlacht #Clicker
Reiten und der Umgang mit Pferden ist vielseitig. So ist auch diese Podcastfolge das komplette Kontrastprogramm zum vertikal reiten. AUF TRAB zu Gast ist Elisabeth Turpitt. Eine Britin, die mit 20 Pferden in der Britagne lebt und auf gebissloses Reiten schwört. Sie möchte eine Studie erstellen, wie Pferde gebissloses Reiten annehmen und sich dabei entwickeln. Und sich möchte möglichst viele Pferdefreundinnen vom gebisslosen Reiten überzeugen. Der Schlüssel zum Erfolg liege hier in der guten Kommunikation mit seinem Pferd. Wenn Elisabeth sich etwa ihren Pferden nähert, atmet sie erst einmal tief durch, um ihre Herzschlag auf die ruhigere Frequenz der Pferde zu bringen. Weitere Tipps für den harmonischen Umgang mit Pferden und für gebissloses Reiten gibt Elisabeth Turpitt in der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge.
Elisabeth sucht Volunteers, die ihre Pferde in der Bretagne gebisslos reiten. Hierfür verlangt sie nur einen Beitrag für die Verpflegung. Stallarbeit werde nicht gefordet. Wer sich über ihr Studienprojekt mehr informieren möchte findet Sie auf Ihrer Facebook-Gruppe Bitless Horse Training Experience. Ich selbst kenne Elisabeth Turpitt nur von Facebook und vom Podcasten, nicht persönlich und war auch nie bei ihr in der Bretagne. Daher kann ich Ihre Studienarbeit und ihre Einladung in die Bretagne an freiwillige Teilnehmer aus aller Welt nicht beurteilen.
Das Interview ist in Englisch. Wer es gerne in Deutsch übersetzt haben möchte, findet beim YouTube-Kanal „Auf Trab" deutsche Untertitel zum Interview eingeblendet. Ansonsten ist es auch ein gutes Englisch-Training, Elisabeth spricht sehr deutlich. Apropos Training: Anja Beran würde im September nach Schlosshof kommen und hier auch einen Vortag halten. Auch Zuschauer sind erwünscht. Um abzuschätzen ob ein solcher Kurs genügend Teilnehmerinnen finden würde, würde ich Interessenten bitten sich bei mir unter julia @auftrab.eu zu melden. Sie würde auch gerne einen Theorievortrag in größerem Rahmen - mindestens 100 Zuhörer - gerne machen. Wer im Raum Wien hier Interesse hätten diesen Vortrag zu organisieren und auch die Räumlichkeiten hätte, der möge sich bitte auch an mich wenden.
Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag, Eure Welshies, Eure Julia Kistner. Wir würden uns freuen, wenn Ihr den Podcast AUF TRAB auf der Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube liken und den Kanal abonnieren würdest, damit Du keine Folge mehr verpassen kannst. Und damit noch mehr Pferdefreundinnen auf uns aufmerksam werden.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Conemara #ElisabethTurpitt #bitless #gebisslos #Bretagne #Pferdekommunikation #Halfter #Strick #AnjaBeran #Schlosshof #AufTrab #podcast #reiten #Studie #Gratistraining
Foto: Elisabeth Turpitt
Ganz ehrlich: Noch nie habe ich eine Reitschule kennengelernt, die in den sozialen Medien so kontroversiell diskutiert wird. Das hat mich sehr neugierig gemacht, weshalb ich unbedingt vom Schmied und nicht vom Schmiedl wissen wollte, was es mit der Reitlehre des Portugiesen Manuel Jorge de Oliveira auf sich hat, den seine Schülerinnen den Meister nennen und der auch sonst auf Disziplin undHierarchie im Team setzt. In dieser Podcast-Folge von Auf Trab zu Gast ist Christina Wunderlich, Leiterin der Oliveira Stables in Waal in der Nähe von München. Und da die Welt des Reitens bekanntlich eine Welt voller Missverständnisse ist, möchte Christina mit jenen über das vertikale reiten aufräumen. Zum einen sei Vertikal nicht eine Methode. Die Reitweise berücksichtige das jeweilige Exterieur des Pferdes. Auch bei den Oliveira Stables wärmt man das Pferd auf mit Seitengängen und Flexionen an der Hand. Auch vorwärts-abwärts sei nicht generell tabu, gehöre aber in die Reitpausen und nicht in die Arbeit. Versammlung hat eine große Bedeutung, dennoch fehle es nicht an Schwung: Den holt man sich durch Verstärkungen und Übergänge. Auch würde man nicht grundsätzlich die Hände höher halten wie in der klassischen Reitkunst. Man biete nur jungen Pferden Unterstützung bei der Kopfhaltung an. Dabei ziehe man aber nicht den Kopf des Pferdes nach oben, sondern verhindere vielmehr, dass er zu tief getragen wird.
Dass man in den sozialen Medien nicht nur die gelungensten Piaffen zeigt, Reiter auch mal auf dem Boden schauen oder die Pferde nicht immer entspannt wirken sei natürlich: Man will nichts verstecken und nicht vortäuschen, dass Reiten immer funktioniert und eine gemähte Wiese ist. Ich empfehle Euch, hört Euch den Podcast an und macht Euch selbst ein Bild und nehmt Euch wie bei jeder AUF TRAB-Episode das mit, was für Euch und Eure Vierbeiner hilfreich ist.
Mehr über Vertikal reiten und die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten der Oliveira Stables findet ihr auf https://manueljorgedeoliveira.com/
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Foto: Oliveira Stables/Christina Wunderlich
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