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Schon schwer genug Giftpflanzen auf der Weide zu erkennen, noch schwieriger wird´s bei Heu und ganz schwierig bei Heucobs. Bei in Kraftfutter verarbeiteten Gräsern braucht es schon einer chemischer Untersuchung, die nicht überall angeboten werden.Bei der Vetmeduni Wien kann man jedenfalls sein Heu einschicken. Aus den Proben und aus eingelieferten vergifteten Pferden weiß Dr. Sonja Berger, Interne Medizin der Vetmeduni Wien, dass die Zahl der Vergiftungen zunimmt. In unseren Breitengraden vermehrt sich sehr stark die gigtige Graukresse, das Jakobskraut oder der Goldhafer .
Herbstzeitlose sind ein ernstzunehmender Klassiker. Da nutzt es auch nicht die langstiligen, vertrockneten braunen Pflanzen, die unsere Pferdchen hoffentlich liegenlassen aus dem Heu zu klauben, denn auch die Kapseln und Samen sind hochgiftig. Sonja Berger: „Ich würde ein solches Heu dem Lieferanten zurückgegeben, der es laut Lebensmittelgesetz auch gar nicht verkaufen darf! Ein Giftpflanzen-Register führt die Uni Zürich, das man googlen kann. Auch in Wikipedia und mit Gratis-Pflanzenerkennnungs-Apps könne man sich auf die Suche nach Giftpflanzen im Futtermittel begeben. Die Symptome sind leider vielfältig: „So kann selbst Husten von Herbzeitlosen im Heu stammen", meint Sonja Berger. Bis hin zu Vergiftungen führt etwa viel Erde im Heu . Es geht hier gar nicht so sehr um den Staub, sondern um das Eisen, das in der Erde enthalten ist. Giftpflanzen gibt es leider vermehrt im Bioheu, da hier die Artenvielfalt höher ist, auch mehr Giftpflanzen wachsen und Pferde es durch die Domestizierung verlernt hätten, Giftpflanzen zu erkennen. Ein spannender Podcast, der gehört gehört!
Viel Hörvergnügen bei der inzwischen 260. ten Podcastfolge AUF TRAB wünschen Julia Kistner und ihre Welshies, die ihr sehr gerne unterstützen könnt, indem ihr den Podcast liked, kommentiert, abonniert oder ihn weiterempfehlt.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Giftpflanzen #Vergiftungen #Vedmed #Heu #Heucobs #Futter #Pferedsymposium #podcast #Haltung Foto: Dr. Sonja Berger
Die Österreichische Reitkunst und deren Zentrum, die Spanische Hofreitschule Wien ist meiner Meinung nach zu schön, um hässliche Schlagzeilen zu produzieren. Der Meinung ist auch Germanist und Philosoph Dr. Werner Poscharnigg, dessen Standardwerk „Meilensteine österreichischerReitkunst“ in mehrere Sprachen übersetzt wurde.
Abgesehen davon, dass die österreichische Reitkultur ein Weltkulturerbe ist, militärisch geprägt und über Jahrhunderte in Wien bewahrt wurde zeichne die Reitweise in der Spanischen Hofreitschule vor allem „die Pferdeschonung, Methodik und der überragende Sitz der Reiterinnen aus. Dies ist die Grundlage für Langlebigkeit undGesundheit der Pferde.“
Nach einer ganzen Buchserie über Dinge, die die österreichische Reitkunst auszeichnen, präsentiert Dr. Werner Poscharnigg am Freitag, 17. Oktober um 17 Uhr, in derReisnerstraße 40, 1030 Wien jetzt ein neue Werk mit einem sehr kritisch klingende Buchtitel: „Spanische Hofreitschule: Spannungen, Machtspiele, Intrigen.“
Was seit etwa der Jahrtausendwende schief laufe, zu Konflikten, Qualitätsverlust und hohen finanziellen Defiziten geführt habe erzählt das engagierte Mitglied des Verein„Freunde der Spanischen Hofreitschule“ in der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge.
Prickelndes Hörvergnügen wünschen Julia und Ihre Welshies,
die ihr sehr gerne unterstützen könnt, indem ihr den Podcast liked, kommentiert, abonniert oder ihn weiterempfehlt.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Hofreitschule #SRS #Wien #Reitkunst #Dressur #Weltkulturerbe #podcast #reiten
Foto: Dr. Werner @Poscharnigg
Die Lösung für Husten und Stoffwechselprobleme?
Unglaublich aber wahr. Klaus Hart von K&K-Heuhandel liefertHeu aus der Bretagne quer durch Europa, auch nach Deutschland, der Schweiz und Europa. Auslöser für seinen weitgefächerten Heuhandel war die schlechteHeuqualität 2017 (ähnlich wie 2024): viel Regen, Schimmel, hustende Pferde trotz behandelter Sportverletzungen. Die Suche nach schimmelfreiem Futter für sein Reha-StartUp für Sportverletzungen bei Bochum führte ihn in die Bretagne – zu salzhaltigen Wiesen („Marine-Heu“), wo er sich jetzt auch noch in eine Entstaubungsanlage hingestellt hat und sein HD-gepressten Ballen palettenweise von Spanienbis in den DACH-Raum verschickt.
Das große Problem beim Heu sei: Man hat die Wahl zwischen Zucker und Schimmel, der auch für die Besitzer gefährlich ist. Düngung kann Schimmel verringern, erhöht aber oft denZuckergehalt. Technische Trocknung liefert optisch schönes, aber „sonnenarmes“ Heu (weniger Vitamine/Biss). Zentrales Thema ist die Restfeuchte: Laut Gast entsteht Lagerschimmel ab rund zehn Prozent. Viele heimische Bestände würden jedoch mit zwölf bis 15 Prozent eingelagert – das riecht man zunächst kaum, Probleme zeigen sich oft erst im Winterlager.
Der Zucker- bzw. Fruktangehalt hängen davon ab, inwieweit das Wetter die Pflanze stresst: Pflanzen reagieren Dauerregen oder extreme Trockenheit mit höheren Fruktanwerten. Übliche Bereiche lägen laut AUF TRAB-Gast bei 2,5 bis drei Prozent, in sehr trockenen Frühjahren wurden teils sieben bis acht Prozent gemessen. Das kann für empfindliche Pferde mit Stoffwechselproblemen oder Hufrehe gesundheitsgefährdendsein.
Und was kostet so sein Marine-Heu aus der Bretagne? Rund 390 Euro je Tonne frei Hof im Raum Wien. In Deutschland sei der Preis tendenziell günstiger, in der Schweiz teurer wegen dem Zoll. Bei regelmäßiger Fütterung (bei nicht gemeinsamer Lagerung mit anderem Heu) habe man weniger Husten festgestellt und sogar bis zu 20 Prozent weniger Heuverbrauch, weil die Pferde nur so viel fressen, wie sie Nährstoffe und Mineralien brauchen und davon sei viel in seinem Heu drin.
Mit dem Promocode „Auf Trab“ gibt’s fünf Prozent Rabattauf die erste Lieferung im Oktober 2025. Hinweis: Gesundheits- und Fütterungsaussagen sind die Ansichten des Gastes – bitte individuelle Situation mit Eurer Tierärztin oder mit einem Heu-Test, z.B. bei der Vetmed-Uni Wien, abklären.
Mehr zum Marine-Heu und warum sich meine Welsh Cobs nicht gerade darauf gestürzt haben erfährst du in dieser Podcastfolge und auf der Webseite von kk-heuhandel.de
Viel Hörvergnügen wünschen Julia und ihre Heu-Feinspitze,
die ihr sehr gerne unterstützen könnt, indem ihr den Podcast liked, kommentiert, abonniert oder ihn weiterempfehlt.
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#Pferde #Heu #Schimmel #Zucker #Stoffwechsel #Bretagne #Mineralien #podcast #reiten
Foto: Klaus Hart
„Der Takt ist die Urmutter des Schwungs“,
betont Tierarzt und Trainier Dr. Gerd Heuschmann, dass Schwung beim Reiten nichts mit reiner Geschwindigkeit zu tun hat. Das Tempomisst nur, wie schnell sich das Pferd bewegt. Schwung hingegen beschreibt die elastische, raumgreifende Bewegung aus einem losgelassenen Rücken.Echter Schwung entstehe nur auf Basis der klassischen Ausbildungsskala: Takt → Losgelassenheit → Anlehnung → Schwung → Geraderichten → Versammlung. Erst wenndas Pferd im Gleichgewicht ist und den Hals „fallen lassen“ kann, entwickelt es die nötige Hankenbeugung für ausdrucksstarke Bewegung. den Rücken des Pferdesund schaffen die Basis für echte Durchlässigkeit.Oft sehe man im Turniersport den sogenannten „Show-Trab“: spektakulär vorschwingende Vorderbeine, aber ein verspannter Rücken und wenig Raumgriff.Das sei kein Schwung, sondern ein festgehaltener Bewegungsablauf, der dem Pferd gesundheitlich schade.„Richtiger Schwung zeigt sich in verlängerten, schwebenden Tritten mit ruhigem Tempo und harmonischem Takt – ein Bild von Kraft, Eleganz und Losgelassenheit. So bleibt das Pferd gesund, leistungsbereit und bewegt sich im Sinne derklassischen Reitkunst“, vermittelt Tierarzt Gerd Heuschmann in der aktuellen AUF TRAB Podcastfolge wieder einmal geballtes, ganzheitliches Pferdewissen und Reitkunst.
Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner und ihre Welshies, die ihr sehr gerne unterstützen könnt, indem ihr den Podcast liked, kommentiert, abonniert oder ihn weiterempfehlt.
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#Pferde #Kadenz #Schwung #Durchlässigkeit #Takt #Geschwindigkeit #reiten #podcast #klassische_Reitkunst #Dressur #Steinbrecht
Foto: Gerd Heuschmann
„Lerne viel über die gute und schlechte Seite von Dir und Deinem Pferd."
„Letztendlich gibt's drei verschiedene Sachen. Entweder Schulter herein, da ist das Pferd gebogen und läuft aus der Biegung raus in Richtung der äußeren Schulter. Beim Travers und beim Ronvers läuft es in die Biegung rein, also läuft in Richtung der inneren Schulter und beim Schenkelweichen sollte es in sich gerade sein“, erklärt die mobile Trainerin Sibylle Wiemer.
Als Vorübung sollten natürlich die Übergänge „Schritt-Halt“ und „Halt- rückwärts“ gut funktionieren aber dann würde Sibylle mit Schulter herein beginnen, „und das nicht erst aufeinem fortgeschrittenen Niveau. Das ist eine perfekte Übung für die Gymnastizierung des Pferdes und auch um sein eigenes Können abzurufen und wie das Pferd die Hilfen annimmt.“ Weil die Aufgabe so komplex sei - „jede Hand und jedes Bein hat eine andere Aufgabe, der Kopf soll irgendwo hinschauen, das Gewicht sich verlagern und der Oberkörper drehen“ – sei es wichtig, die Übung zu zerlegen und schrittweise zuerlernen: Punkt Eins, die Hinterhand soll am Hufschlag bleiben deshalb übt mandas Ganze erst einmal im Stehen. Die Hinterhand soll auf dem Hufschlag bleiben.Dann soll die Schulter ein bis zwei Schritte mit dem äußeren Schenkel weit vorne am Gurt zur Unterstützung nach innen bewegt werden, etwa 30 bis 45 Grad. Die Kopf-Hals-Position bleibt in sich gerade, der Kopf wird also nicht mit dem inneren Zügel nach innen gezogen.
„Und dann haben wir relativ schnell ganz spannende Sachen. Es geht bei dem einen ganz leicht, nur dann nicht wieder zurück. Dann bleibt das Pferd mit der Hinterhand nicht stehen, sondern mit der Vorhand und dreht die Hinterhand. In dem Fall sollte man die Hand wechseln und oh Wunder, hier ist es genau umgekehrt: Die Schulter kommt nicht herein, aber heraus gehtes einfach. Damit hat der Reiter schon eine sehr wertvolle Information über sein Pferd. Auf welcher Schulter hängt das Pferd oder welche Schulter belastet das Pferd mehr als mehr als die andere. Er bekommt aber auch Informationen übersich selber, in welche Richtung ihm etwas leichter fällt und dass er in die andere Richtung sich verdreht oder versucht, nicht mit der Gewichtsverlagerung, sondern versucht durch die Schulter zur Seite zu lehnen das Pferd in eine Richtung zu manövrieren.“
Man muss also immer erst die Schulter hereinholen, bevor man seitwärts gehen kann. Wem die Übung schwer fällt, dem sei auch erlaubt, dabei ein paar Schritte rückwärts zu geht oder man beginnt überhaupt mit Konterschulterherein. Dafür geht man auf den zweiten Hufschlag und stellt die Pferdschult nach außen. „Das Pferd hat dabei nämlich in der Regel eine Bande oder ein Zaun vor der Nase und kann nicht nach vorne stürmen.“ Auch kann man Schulterherein am Boden üben.
Dies und vielmehr erklärt Sibylle Wiemer in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB und in Ihrem Praxisratgeber „Lektionen für die Reitstunde“, erschienen im Kosmos-Verlag.
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia und die Welshies, die ihr sehr gerne unterstützen könnt, indem ihr den Podcast liked, kommentiert, abonniert oder ihn weiterempfehlt.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Hufschlagfiguren #Schulterherein #Durchlässigkeit #Travers #Ronvers #reiten #podcast #Bodenarbeit #Dressur
Foto: Sibylle Wiemer
Ab und zu nachblättern in den FN-Bänden lohnt sich!
Man glaubt gar nicht, was für viele praktische Tipps in den Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN stecken. Davon hat mich Anne Best-Rehberger, Pferde- und Reittrainerin und selbst M-Dressur-Reiterin überzeugt.
Und dabei haben wir gemeinsam überhaupt erst einmal Band 1 durchgeblättert. Der beginnt mit den Hufschlagfiguren. „Sie sind deshalb so wichtig, weil sie die Durchlässigkeit des Pferdes überprüfen und fördern“, erklärt Anne, „ob mein Pferd meine Hilfen erkennt und annimmt. Dementsprechend dosiere ich meine vorwärtstreibenden oder verhaltenen Hilfen. Die Durchlässigkeit dient wiederum zur Gymnastisierung des Pferdes. So kann das Pferd seine Muskulatur aufbauen kann und wir können sie übertreten.“
Annes Lieblings-Hufschlagfigur sind Schlangenlinien durch die ganze Bahn in drei oder auch vier Bögen, weil man sie mit vielem kombinieren kann, etwas mit kleineren Zirkeln, mit Schulter herein etc. - alles, was das Pferd geschmeidiger macht.
In der aktuellen Podcast-Folge geht sie mit mir einzelne Hufschlagfiguren durch, aber auch Losgelassenheit und Anlehnungen. Mich persönlich hat sie vor allem daran erinnert, dass man alle Lektionen auch ohne Sattel nur mit dem Pad reiten kann, um regelmäßig seinen Sitz zu schulen und die Hilfen feiner zu dosieren.
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia und die Welshies.
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#Pferde #Hufschlagfiguren #Anlehnung #Durchlässigkeit #Tunier #reiten #podcast #reiten #Dressur
Foto: Anne Best-Rehberger
Feine Verbindung zwischen Mensch und Pferd und höhere Motivation mit dem richtigen Energiniveau
„Ich sehe Energie so, dass Energie uns umgibt. Energieüberall ist, sie nicht immer sichtbar ist, aber wir sie doch spüren und fühlen können. Man kommt zum Beispiel in einen Raum mit zwei weiteren Menschen und die beiden Menschen haben sich gestritten. Man merkt, da ist dicke Luft. Man spürt es, ohne zu wissen, was passiert ist. Man weiß den Grund für den Streit nicht, aber man nimmt das auf. Das ist für mich quasi die Energie, die wir spüren können. Und beim Pferd oder anderen Säugetieren ist das ganz genauso, nur vielleicht noch sensibler, weil die Reize, die Wahrnehmungen, die Schwingungen, die in der Luft liegen noch subtiler aufgenommen werden können.“ So erklärt es Marvin Vroomen, Ausbildner der klassischen naturorientierten Dressur, die sich auch an den alten Meistern von Steinbrecht bis Gueriniere orientiert: „Man bildet das Pferd nach seinen Stärken aus und trainiert das, was das Pferd natürlich kann.“
Und um hier die Kommunikation zum Pferd zu verfeinern, macht er sich die Energie und das Energieumfeld zu Nutze.
Das allerbeste wäre, wenn ich mein Energielevel bereits unterKontrolle habe, bevor ich den Stall betrete, weil das Pferd alles wahrnimmt. Vor allem müsse man seinem Pferd in der ohnehin knappen Zeit, die man mit ihm verbringt die volle Aufmerksamkeit schenken. Schrittreiten mit dem Handy in der Hand oder Telefonieren beim Putzen sind für ihn No-Gos.
Wenn man auf die Energie achtet wird auch beim Reiten dieVerbindung feiner, meint Marvin. Das beginnt schon mit der energetischen Körperpflege. Abgeleitet von der chinesischenMedizin (TCM) und Akupunkt-Meridian-Massage (AMM) empfiehlt er mit sanftem Druck entlang der Meridiane von vorne nach hinten zu bürsten und dabei auf die Pferdeaugen zu achten, ob das Pferd genüsslich zwinkert oder die Augen schließt.
Du brauchst mehr Energie oder bist voll damit ? Dann empfehle ich Dir diese AUF TRAB-Podcast-Folge mit Marvin Vroomen und auch sein Buch „Das Spiel mit der Energie“, erschienen im Kosmos-Verlag.
Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia Kistner und Ihre Welshies.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Energie #TCM #Vertrauen #reiten #AAM #Tierwohl #podcast #reiten #klassische_Dressur #Kosmos
Foto: Marvin Vroomen @tactofino
Working Equitation als perfektes Basis-Training
Egal ob Dressur-, Western- oder Working Equitation: Die Grundausbildung ist die Gleiche, nur die Trainingsschwerpunkte sind unterschiedlich gelagert, betont Trainer, Tierarzt und Working Equitation-Profireiter @StefanSchneider. Wichtig sei, dem Pferd Abwechslung zu bieten und genau deshalb ist diese Reitweise für alle Pferderassen und Reiterinnen so beliebt: „Es macht nicht nur sehr viel Spaß, es macht das Pferd auch wendig, gelassen, gehorsam und schafft vor allem Vertrauen.“
Wie man in die Welt des Working Equitation eintaucht, das erklärt Horseman Stefan Schneider in der aktuelle Podcastfolge AUF TRAB: „Wie bei jeder Ausbildung gilt auch hier, keine Übung ist anfangs zu leicht. Und erst wenn die einfachen Übungen sitzen, beispielsweise dicht vor einer einzelnen Stange am Boden anhalten zu können, dann drüber zu reiten und schließlich mit der Stange zwischen Vorder- und Hinterhufen stehen zu bleiben, erst dann erhöhe ich den Schwierigkeitsgrad.“
Der Profi-Reiter in dieser Disziplin verrät im AUF TRAB-Podcast gleich eine Handvoll Tipps. Einer, der mich besonders fasziniert und den ich auch schon ausprobiert habe möchte ich euch schon spoilern: wie man zügig auf ein Gatter zureitet und vorher zum stoppen kommt, ohne dem Pferd dabei im Maul zu ziehen: „Das habe ich von Jean-Claude Dysli gelernt, dem Altmeister der Western Reitweise. Statt wie die meisten Westernreiter sich kurz vor dem Stopp fest in den Sattel zu setzen, sitzt man dicht am Sattel beim hin galoppieren zum Gatter. Zirka zehn Meter vor dem Tor will ich das Pferd möglichst nicht stören. Die Hand, die leichte Verbindung zum Pferdemaul ist nur da, damit das Pferd schön durchs Genick ist. Weniger ist mehr. Dann signalisiere ich dem Pferd, dass eszurückkommt, indem ich in den halbleichten Sitz gehe. Das heißt, ich steuere das mit dem Sitz, gehe so ein bisschen nach vorne und gehe quasi wie vor einem Sprung in den leichten Sitz. Dann weiß das Pferd, aha, zurück. Die Pferde reagieren da super drauf, wenn man es ihnen so konsequent lernt.“
Rituale sind für Pferde überhaupt leichter verständlich:„Damit das Pferd weiß, dass wir beispielsweise im Gelände stehen bleiben möchten lege ich meine linke zügelführendeFaust vor den Sattel und drücke dem Pferd so bisschen mit meiner Hand auf die Mitte des Halses als kleinen Impuls oder kleine Akkupressur und das Pferd weiß, aha, Stillstand. Das wirkt wie eine Handbremse, nur sanfter.“
Ich garantiere Euch, ihr lernt in dieser Folge nicht nur viel, sondern habt damit viel Hörvergnügen.
Eure Julia Kistner und Ihre Welshies.
Mehr zu Stefan Schneider auf gutrothenkircherhof.de
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#Pferde #Working_Equitation #Training #Vertrauen #reiten #Bodenarbeit #Tierwohl #podcast
Foto: Stefan Schneider
Sie lebt mit ihren Pferden in Costa Rica, ist Deutsche,Spiegel-Bestsellerin und spricht mit Tieren – tot oder lebendig: Tierkommunikatorin Catherin Seib, @Pferde-VerstehenDe.
Catherin ist überzeugt, dass es dafür keine besondere Begabung braucht, sondern jeder mit jedem Tier kommunizieren kann, man ist nur nicht darin geübt.
Im Prinzip sei es ganz simpel, man müsse sich nur ein bisschen erden und und an das Tier denken, mit dem man kommunizieren möchte und schon gehe Dein Dialog los. Das passiere im Kopf und alle Sinneseindrücke - ob Geräusche, Gerüche Geschmäcker -, die ich mir vorstellen kann auch kommuniziert werden können. Da Menschen gewohnt sind Informationen in Worte zu verpacken, würden auch die Pferde mit ihr in Sätzen sprechen.
Es gäbe nicht die Fragen an sein Pferd, mit denen man unbedingt beginnen müsse. Vielmehr sollte man das fragen, was einem wirklich am Herzen liegt. Und dabei in Lösungen und nicht in Problemen zu denken. Das Gespräch mit Deinem Pferd könne beispielsweise beginnen mit „Was brauchst Du um glücklicher, angstfreier, gelöster, gesünder zu sein?“ Man müsse für sein Pferd da sein, alles machen, dass es ihm gut tut und es so glücklich machen.
Um ehrlich zu sein, tue ich mir schwer mit Tierkommunikation. Was nicht heißt, dass ich deshalb keine gute Verbindung zu meinen Welshies habe. Sie teilen mir meist unmissverständlich mit, was sie wollen. Selbst meine alte, introvertierte Mutterstute Tessa. Ich muss Tessa nur genauer beobachten bzw. mehr beachten als Velvet und Dancer.
Ich persönlich brauche für den Austausch mit meinen Welshies Blick- und Körper-Kontakt. Wer es hingegen mit Telepathie versuchen möchte, dem empfehle ich diese AUF TRAB-Podcastfolge mit Catherin Seib sowie zur Vertiefung ihre Tierkommunikations-Bücher „Wahre Freundschaft mit Pferden“, „Gespräche mit Deinem Pferd“ und „Der Raum dazwischen – Tierkommunikation als Wegweiser“, erschienen im Kosmos-Verlag.
Viel Hörvergnügen wünschen Julia und ihre Welshies
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Tierkommunikation #Telepathie #Herz #Harmonie #Tierwohl #podcast
Foto: Catherin Seib.
Von der Methodik her ist es egal , was für einen Pferdetypusman trainiert. Ob triebige oder spannige Pferde – es fehlt häufig an Körperbewusstsein und damit an Selbstbewusstsein, meint Mike Geitner, Begründer der blau-gelben Dualaktivierung. Selbstbewusste Pferde machen in der Regel nicht viel Schwierigkeiten, so Mike, „bei ängstlichen Pferden mangelt es an Selbstbewusstsein. Oft, weil die Pferde nicht gut ausbalanciert und koordiniert sind und damit Angst haben, nicht fluchtfähig zu sein.“
Deshalb sei es eine uralte Geschichte, dass man die Pferde –nach der viel zitierten Skala der Ausbildung - erst einmal ausbalanciert und gerade richtet.
Mehr Balance und Bemuskelung erzielt man durchs Reiten von Hufschlagfiguren, die Mike mit seinen blau-gelbenBanden und Pelonen einfahc „nur“ visualisiert, eine gute Orientierungshilfe für Pferd und Reiter.
Über konkrete Übungen spricht er in der aktuellen AUF TRAB- Podcastfolge – da darf die von ihm favorisierte Achterschleife um zwei Pelonen in den Hufschlag-Ecken nicht fehlen.
Viel Hörvergnügen wünschen Julia und ihre Welshies.
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auch die nächsten 250 AUF TRAB-Podcastfolgen eure Aufmerksamkeit schenkt, uns weiterempfiehlt, liked und abonniert.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Balance #Koordination #Pausen #reiten #Bahnen #Pelonen #Hufschlagfiguren #Tiergesundheit #podcast
Foto: JK
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