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Als es ernst wurde, war er weg. Hatte sich einfach aus dem Staub gemacht. Wollte nicht länger zu seinem Wort stehen. Wollte sich nicht seiner Verantwortung stellen. Dabei hatte er es immer wieder so überzeugend gesagt: „Ich bleibe an deiner Seite! Ich lass dich nicht hängen!“ Doch nun war er weg. Grußlos. Wortlos. Spurlos.
Wer das einmal erlebt hat, kann nicht mehr so leicht vertrauen. Menschen nicht und Gott nicht. Doch von dem heißt es im Psalm 50: „Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht.“ (Psalm 50, 2-3)
Gott bleibt - egal, was passiert. Er geht nicht, er kommt. Eigentlich müsste er gar nicht kommen, er ist ja nie weg. Aber nicht immer sehen wir das, glauben wir das, spüren wir das. Darum erscheint er uns immer wieder als der, der kommt. Und Gott redet - ihm gehen nie die helfenden, erhellenden und heilenden Worte aus. Doch nicht immer hören wir sie. Weil es zu laut ist in uns und um uns herum, weil unser Hörvermögen begrenzt ist und wir es in eine ganz und gar andere Richtung gewendet haben. In einem Lied habe ich das einmal so gesagt:
Ich hörte auf die Stille, doch der Lärm in mir war groß,
Ich hörte auf die Stille, doch ich konnte es nicht,
Aber heute kommt er. Heute redet er. Heute will ich ihn sehen. Heute will ich ihn hören. Denn:
Ich will ihn hören. Selbst dann, wenn mir die Begegnung mit ihm unangenehm ist, weil er mich in meiner Selbstverliebtheit aufschreckt. Selbst dann, wenn ich ihm lieber aus dem Weg gehen würde, weil ich von mir selbst enttäuscht bin. Selbst dann, wenn er zurechtweist, weil das, was ich sage, mit dem, was ich tue, nicht übereinstimmt.
So ist das wohl auch in diesem Psalm zu verstehen. Der Psalm ist vielleicht bei einem prächtigen Tempelgottesdienst gelesen worden. Asaf hat ihn verfasst, ein levitischer Tempelsänger. Er liest den frommen Besuchern hier buchstäblich die Leviten, weil sie zwar nach außen so tun, als wäre alles in bester Ordnung mit ihnen und ihrem Gott, sich aber in ihrer Alltagswirklichkeit wenig um seinen Willen scheren. Außen hui, innen pfui. Es genügt eben nicht, regelmäßig zum Gottesdienst zu kommen, es genügt eben nicht, alle Bekenntnisse der Väter und Mütter lautstark zu vertreten, es genügt eben nicht, beim Singen und Loben fromm die Augen zu verdrehen - euer Leben muss von Gott durchtränkt sein! Euer Alltag. Euer Umgang mit den Menschen! Euer Umgang mit der Schöpfung. Lasst euch neu von seinem Glanz durchleuchten! Lasst eure Herzen und Hände neu von ihm in Beschlag nehmen! Lasst eure Ohren neu hören, was er von euch will!
Mein Lied hat diesen Refrain:
Vater hilf mir schweigen, dass ich höre, wenn Du sprichst!
Ja, bitte rede, Gott. Und mach mich bereit, dir zuzuhören, Du willst ja nichts Böses. Du willst Gutes. Für mich und durch mich. Ich will anders werden als ich bin. Ein Leuchtturm in der Nacht, eine Filiale deines Himmels, ein Stützpunkt deiner Barmherzigkeit. Ich will echt sein. Authentisch. Außen und innen sollen zueinander passen, sollen übereinstimmen. Ich will lieben wie du. Darum komm neu in mir wohnen, in meinen Gedanken und Gefühlen und in allem, was ich heute tue. Liebe die Welt und die Menschen durch mich.
Autor: Jürgen Werth
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By ERF - Der SinnsenderAls es ernst wurde, war er weg. Hatte sich einfach aus dem Staub gemacht. Wollte nicht länger zu seinem Wort stehen. Wollte sich nicht seiner Verantwortung stellen. Dabei hatte er es immer wieder so überzeugend gesagt: „Ich bleibe an deiner Seite! Ich lass dich nicht hängen!“ Doch nun war er weg. Grußlos. Wortlos. Spurlos.
Wer das einmal erlebt hat, kann nicht mehr so leicht vertrauen. Menschen nicht und Gott nicht. Doch von dem heißt es im Psalm 50: „Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht.“ (Psalm 50, 2-3)
Gott bleibt - egal, was passiert. Er geht nicht, er kommt. Eigentlich müsste er gar nicht kommen, er ist ja nie weg. Aber nicht immer sehen wir das, glauben wir das, spüren wir das. Darum erscheint er uns immer wieder als der, der kommt. Und Gott redet - ihm gehen nie die helfenden, erhellenden und heilenden Worte aus. Doch nicht immer hören wir sie. Weil es zu laut ist in uns und um uns herum, weil unser Hörvermögen begrenzt ist und wir es in eine ganz und gar andere Richtung gewendet haben. In einem Lied habe ich das einmal so gesagt:
Ich hörte auf die Stille, doch der Lärm in mir war groß,
Ich hörte auf die Stille, doch ich konnte es nicht,
Aber heute kommt er. Heute redet er. Heute will ich ihn sehen. Heute will ich ihn hören. Denn:
Ich will ihn hören. Selbst dann, wenn mir die Begegnung mit ihm unangenehm ist, weil er mich in meiner Selbstverliebtheit aufschreckt. Selbst dann, wenn ich ihm lieber aus dem Weg gehen würde, weil ich von mir selbst enttäuscht bin. Selbst dann, wenn er zurechtweist, weil das, was ich sage, mit dem, was ich tue, nicht übereinstimmt.
So ist das wohl auch in diesem Psalm zu verstehen. Der Psalm ist vielleicht bei einem prächtigen Tempelgottesdienst gelesen worden. Asaf hat ihn verfasst, ein levitischer Tempelsänger. Er liest den frommen Besuchern hier buchstäblich die Leviten, weil sie zwar nach außen so tun, als wäre alles in bester Ordnung mit ihnen und ihrem Gott, sich aber in ihrer Alltagswirklichkeit wenig um seinen Willen scheren. Außen hui, innen pfui. Es genügt eben nicht, regelmäßig zum Gottesdienst zu kommen, es genügt eben nicht, alle Bekenntnisse der Väter und Mütter lautstark zu vertreten, es genügt eben nicht, beim Singen und Loben fromm die Augen zu verdrehen - euer Leben muss von Gott durchtränkt sein! Euer Alltag. Euer Umgang mit den Menschen! Euer Umgang mit der Schöpfung. Lasst euch neu von seinem Glanz durchleuchten! Lasst eure Herzen und Hände neu von ihm in Beschlag nehmen! Lasst eure Ohren neu hören, was er von euch will!
Mein Lied hat diesen Refrain:
Vater hilf mir schweigen, dass ich höre, wenn Du sprichst!
Ja, bitte rede, Gott. Und mach mich bereit, dir zuzuhören, Du willst ja nichts Böses. Du willst Gutes. Für mich und durch mich. Ich will anders werden als ich bin. Ein Leuchtturm in der Nacht, eine Filiale deines Himmels, ein Stützpunkt deiner Barmherzigkeit. Ich will echt sein. Authentisch. Außen und innen sollen zueinander passen, sollen übereinstimmen. Ich will lieben wie du. Darum komm neu in mir wohnen, in meinen Gedanken und Gefühlen und in allem, was ich heute tue. Liebe die Welt und die Menschen durch mich.
Autor: Jürgen Werth
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