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Kolumnist Harald Martenstein, einst Mitglied der DKP, will heute nicht mehr links sein. Er wirft den Linken woken Meinungsdruck vor. Der SPDler Michael Roth kritisiert linke Identitätspolitik ebenfalls – auch in seiner Partei. Dafür erlebte er dort Ausgrenzung. Trotzdem bleibt er.
Warum bleibt der eine, warum geht der andere? Wann hört man auf, links zu sein? Martenstein und Roth diskutieren LIVE in der KÖNIG GALERIE auch, was überhaupt linke Werte sein sollen. Zu seinen kommunistischen Zeiten hätte Martenstein den Sozialdemokraten Roth nämlich „Sozialfaschist" genannt.
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Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens
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Roderich Kiesewetter hat den Ukraine-Krieg kommen sehen. Während andere beschwichtigten, sagte der CDU-Politiker öffentlich: Im Februar 2022 greift Russland an. Er hatte Recht. Heute warnt er erneut — in den nächsten zwei Jahren könne Russland ein NATO-Land angreifen.
Kiesewetters These ist, dass Russland uns längst testet: Mit Brandanschlägen, Sabotage und Drohnenüberflügen. Die Antwort könne nur Wehrhaftigkeit sein.
In der CDU kam seine Haltung zunächst nicht gut an – auch Kanzler Merz scheint ihn loswerden zu wollen. Kiesewetter wurde aus dem parlamentarischen Kontrollgremium entfernt.
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Historiker Peter Hoeres erforscht die Geschichte von „Links“ und „Rechts“ – und warnt vor der moralischen Aufladung dieser Begriffe. Für ihn ist die Parole vom „Kampf gegen Rechts“ nicht Teil eines Kampfes für Demokratie. Bereits die Nazis hätten diesen “Kampf gegen Rechts” geführt.
Hoeres hält dennoch am klassischen Spektrum fest: Links und Rechts seien keine Relikte, sondern notwendige Gegensätze, die politische Vielfalt erst ermöglichen. Ein Gespräch über die Geschichte von Rechts und Links, Polarisierung und was passiert, wenn politische Verortung Kulturkampf wird.
LIVE-PODCAST mit Michael Roth und Harald Martenstein: https://www.koeniggalerie.com/collections/events/products/based-live-podcast
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Harald Martenstein war in der DKP, dann 20 Jahre “Zeit”-Kolumnist, heute bei “BILD”. Mit der Linken hat er bewusst gebrochen.
Michael Roth ist seit 39 Jahren in der SPD, saß lange im Bundestag. Heute fühlt er sich in der eigenen Fraktion wie „im Kühlschrank" – aber bleibt.
Warum geht der eine, warum bleibt der andere? Hat Martenstein sein Denken geändert – oder die Linke? Steht er heute rechts? Und Roth: Warum hält er einer Partei die Treue, in der er fremdelt? Wann verlässt man seine politische Heimat, wann kämpft man um sie?
Hier gibt's Tickets: https://www.koeniggalerie.com/collections/events/products/based-live-podcast
Was passiert, wenn man Ulf Poschardt, „Welt"-Herausgeber und „Shitbürgertum"-Autor, bei der „taz" vor ein linkes Publikum setzt? Ein Ort, zu dem er eigentlich alle Brücken abreißen wollte. Das haben wir am Wochenende beim taz Lab 2026 herausgefunden.
Aus der eigenen Blase rauszugehen, hält Poschardt für eine Pflicht. Die „taz" sei großartig, wenn sie Unerwartetes tue. Das passiert in seinen Augen aber immer weniger. Sein Ziel: vier Fünftel dessen, was dort verhandelt wird, kaputt machen. Ein Gespräch über „Brückenbau” und was nach der Zerstörung kommen soll.
LIVE-PODCAST mit Harald Martenstein: https://www.koeniggalerie.com/collections/events/products/based-live-podcast
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Heute an den Mikros: Dominik Steffens, Benjamin Scherp und Jan Feddersen
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Foto: Stefanie Loos, taz
Eine Transfrau, die die Progress‑ Flagge hasst? Comedienne Marlene Bellissimo, alias Avelo, macht Witze über das Trans- und Queersein. Außerdem vertritt sie in der Szene unpopuläre Meinungen. Dafür steht sie in der Kritik. Ihr ist das egal – sie sagt: “I’m fine being problematic.”
Zurzeit geht ein Disput mit der US-Amerikanerin und ihrem Fitnessstudio viral: Als sie sich diesem gegenüber als Trans outete, warf es sie raus. Ist das Frauenschutz oder Transphobie?
Ein Gespräch über Humor, den Sinn von “FLINTA” und warum Deutschland Avelo zufolge eine “laute Transe” braucht.
LIVE-PODCAST mit Harald Martenstein: https://www.koeniggalerie.com/collections/events/products/based-live-podcast
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Julian Reichelt sieht sich als “Stimme der Mehrheit” gegen eine linke Medienmacht. Mit seiner rechten Plattform “Nius” will er den Journalismus zurückerobern – und Politik medial vorbereiten. Was für ihn Vernunft ist, nennen Kritiker Populismus oder “Hass und Hetze”.
Reichelt glaubt Deutschland auf dem Weg in die Selbstzerstörung, getrieben von Ideologie und Kollektivismus.
Ein Gespräch über alternative Medien, journalistische Standards und die Frage, ob man Journalist oder Aktivist ist, wenn sich eine journalistische Marke als eine Bewegung bezeichnet.
Auch in diesem Jahr könnt ihr uns ein paar Mal in Person sehen. Der erste Termin ist mit Ulf Poschardt am 25. April beim "taz"-Lab. Die Tickets findet ihr hier: https://taz.de/taz-lab/tickets/!v=5db114a5-5a56-4ea2-81ab-f4c2c3a38750/
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Frohe Ostern! Wir genießen die Feiertage mit unseren Liebsten und gehen es deshalb etwas ruhiger an – von daher gibt es diese Woche den Reupload unserer LIVE-Aufnahme mit Jan Fleischhauer aus dem September 2025. Gute Unterhaltung!
30 Jahre hat Jan Fleischhauer beim Spiegel geschrieben — als einziger, der offen zugab, FDP zu wählen. Erst galt er als exzentrisch, dann als verrückt. Heute nennt er sich selbst reaktionär.
Fleischhauer sieht Deutschland gespalten: Nicht zwischen links und rechts, sondern zwischen einer Mehrheit, die sich ohnmächtig fühlt, und einer schrumpfenden Elite, die bestimmt, wie gedacht werden soll. Die Linke habe verlernt zu streiten — und merke es nicht einmal.
Warum er "Nius" absagte, obwohl sie ihn wollten. Warum ihn Charlie Kirk fasziniert. Und warum der NDR nach dem Fall Julia Ruhs die falsche Lektion zieht.
Auch in diesem Jahr könnt ihr uns ein paar Mal in Person sehen. Der erste Termin ist mit Ulf Poschardt am 25. April beim "taz"-Lab. Die Tickets findet ihr hier: https://taz.de/taz-lab/tickets/!v=5db114a5-5a56-4ea2-81ab-f4c2c3a38750/
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Foto: Superbass
Christian Ulmen nannte sich selbst den Prototypen des feministischen Mannes. Jenni Zylka sagt: Wer einem das extra sagen muss, dem glaubt sie nicht. Die Berlinale-Kuratorin sieht im Fall Fernandes kein neues Phänomen, sondern ein altes Muster. Es geht nie um Sexualität. Es geht um Macht.
Was Täter weltweit eint, ist das Geschlecht. Nur Männer haben die Wahl, so Zylka. Aber Männerhass? Totaler Blödsinn, sagt sie, kontraproduktiv.
Zentral in der Debatte ist auch die Unschuldsvermutung. Für Zylka ist klar: Dem Rechtsstaat müssen wir vertrauen – trotz Solidarität mit Opfern.
Zum Buch von Jenni Zylka: https://amzn.eu/d/05Ei1n47
*Korrektur: In Neukölln ist ein türkisch-kurdisches Mädchen von mehreren arabischen Jugendlichen vergewaltigt worden. Das haben wir falsch erzählt. Die Details könnt ihr hier nachlesen: https://www.tagesspiegel.de/berlin/mutmassliche-vergewaltigung-in-neukollner-jugendklub-das-dokument-das-vertuschung-und-rucksichtnahme-auf-verdachtige-belegt-15396549.html
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Fahndungsplakate in Berlin. Mordaufrufe in sozialen Medien. Sargmontagen. Die Täter? Kamen von links. Nicholas Potter schreibt für die “taz”, bezeichnet sich selbst als links – und wurde nach einem Besuch im Kibbuz Be'eri zur Zielscheibe einer koordinierten Hasskampagne.
Potter warnt vor einer “neuen autoritären Linken”, die antisemitisch ist, Gewalt legitimiert, sich progressiv gibt, aber Terror und Diktaturen pusht.
Was ist aus einer Linken geworden, die einst Aufklärung, Solidarität und Pressefreiheit wollte. Was bedeutet ihr Schwinden für Deutschland?
Zum Buch von Nicholas Potter: https://amzn.eu/d/0isJQfnP
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