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Die Tagesschau ist laut Alexander Teske „die wichtigste Nachrichtenmarke des Landes“. In dieser einflussreichen Redaktion hat der Journalist Alexander Teske sechs Jahre lang gearbeitet. Über seine Zeit beim Leitmedium Tagesschau hat Teske jüngst ein Buch mit dem Untertitel „Zwischen Nachrichten und Meinungsmache“ veröffentlicht. Er beschreibt darin unter anderem, welche Themen es aus welchen Gründen in die beliebten Sendeplätze schaffen, wer darüber schlussendlich entscheidet und wo die Tagesschau den proklamierten Qualitätsmerkmalen der Sachlichkeit und Neutralität gerecht wird.
Mit Alexander Teske, der als ehemaliger „Ossi“ eine unterrepräsentierte Minderheit in der Redaktion darstellte, spreche ich außerdem darüber, nach welchen Kriterien sogenannte Experten ausgewählt und mitunter auch gecancelt werden, wie die für einen Journalisten elementare kritische Haltung zu Regierenden durch den wohlbekannten Drehtüreffekt verlorengeht und inwiefern das soziale Milieu der Chefs vom Dienst und anderer Verantwortlicher die Berichterstattung beeinflusst.
Teske weist den von Kritikern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerne vorgetragenen Vorwurf des Staatsfunkes zurück, er zeigt im Gespräch aber auch auf, dass eine direkte Einflussnahme der Politik auf die “Öffis“ nicht unbedingt nötig ist, da zwischen den Chefetagen des Rundfunks und der politischen Elite ohnehin eine gewisse Nähe besteht. Im Interview wird auch deutlich , dass die verantwortlichen Redakteure wie z.B. Teske oftmals Generalisten sind und es an Fachredaktionen fehlt, die zeitaufwendige Recherchen etwa zu Corona-Detailfragen anstellen.
Artikel und Video: https://blog.bastian-barucker.de/tagesschau-inneneinsichten-eines-aussteigers-teske/
Produktionskosten: ca. 1600€
Am 26. September 2022 fand ein bis heute ungeklärter Terroranschlag auf die deutsche Energieversorgung statt, als drei der vier Stränge der Nord-Stream Gas-Pipelines durch eine Sprengung zerstört wurden.
Der damals amtierende US-Präsident Joe Biden hatte im Februar 2022 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz verkündet: „Wenn Russland einmarschiert, das heißt, wenn Panzer oder Truppen erneut die Grenze zur Ukraine überqueren, dann wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.“ Auf die Nachfrage einer Journalistin, wie er das bewerkstelligen wolle, antwortete Biden: “Ich verspreche Ihnen, dass wir dazu in der Lage sein werden.“ Olaf Scholz stand daneben und ließ diese – unter befreundeten Staaten eigentlich ungeheuerliche – Ankündigung unkommentiert.
Drei Jahre nach dieser Aussage ist der Anschlag noch immer nicht aufgeklärt, und der zuständige Generalbundesanwalt kann keine Ermittlungsergebnisse vorlegen. In meinem Gespräch mit dem Journalisten und Autor Florian Warweg geht es um die geopolitische Bedeutung der Pipelines und um die Profiteure der Sprengung. Zu letzteren gehören offensichtlich vor allem die USA, die seither zu dem bedeutendsten LNG-Importeur Europas geworden sind und damit Milliardengewinne einfahren. Laut Warweg hat „erst die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines den Weg frei gemacht, um die EU und insbesondere Deutschland langfristig zu Abnehmern der US-amerikanischen Erdgas-Überschüsse zu machen und den Preis auch langfristig auf einem für US-Frackinggas-Produzenten profitablen Niveau zu halten.“
Auch Polen spielt bei den Anschlägen eine sehr interessante Rolle. Genau einen Tag nach den Anschlägen auf Nord Stream weihte Polen eine eigene, von Norwegen kommende Gas-Pipeline ein.
Das mediale Interesse an der Aufklärung des Terroranschlags ist laut Warweg eher mäßig. Laut Warweg zeigten anfänglich die Partei Die Linke und später BSW und AfD Interesse an einer Aufarbeitung des Terroranschlags.
Artikel und Video: https://blog.bastian-barucker.de/nord-stream-sprengung-warweg/
Vortrag von Florian Warweg: https://www.nachdenkseiten.de/?p=126797
Produktionskosten: ca. 1600 €
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