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Vor kurzem sind wir umgezogen. In eine sehr schöne Wohnung. Das Allermeiste ist so, wie wir es uns vorgestellt und mit einiger Mühe geplant und umgesetzt haben. Solange es geht, werden wir bestimmt trotzdem gerne in den Urlaub fahren und andere schöne Orte auf dieser Welt genießen – aber auf Dauer tauschen möchte ich nicht mehr.
Man sagt ja, ein erfüllter Wunsch gebiert neue Wünsche. Ich denke dabei an das Märchen vom Fischer und seiner Frau, das diesen Gedanken veranschaulicht. Der Fischer fängt einen Fisch, der ihn bittet, ihn wieder freizulassen – es war ein verwunschener Prinz. Der Fischer macht das und geht zufrieden nach Hause. Seine Frau schickt ihn zurück, damit er sich was wünschen soll. Aber die Wünsche werden immer größer. Er steht am Meer und sagt seinen Spruch: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in de See, mine Fru de Ilsebill will nich so, as ik wol will!" Der alte Mann spürt: Grenzenloses Wünschen ist zerstörerisch. Er tut mir leid. Hätte er doch mit seiner Frau zusammen zufrieden sein können mit dem kleinen Haus, das sie auf den ersten Wunsch hin bekommen hatten.
In Psalm 37,4 – dem heutigen Bibelwort aus den Herrnhuter Losungen – lese ich: „Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.“ – Wird hier mit großen Versprechungen in eine Beziehungskiste gelockt? Ich denke NEIN. David, der Beter dieses Psalms hat in seinem Leben viele Dinge richtig gemacht und ebenso viele verkehrt. Ihm wurden Wunden geschlagen und er hat andere tief verletzt. Er wird als ein Mann nach dem Herzen Gottes charakterisiert. Und das nicht, weil er so perfekt, so fromm, so gläubig war – ich denke, weil er ein Herz für Gott hatte.
Freue dich am HERRN. Habe deine Lust an ihm. Ergötze dich an ihm. So kann der bayrische Theologe und Seelsorger Hermann Bezzel mit Recht sagen: „Christentum ist Freudentum.“
Freude pur. Beziehungen prägen. Gott formt mein Herz. Ja, Beziehung hat Folgen. Er, Gott, legt mir etwas auf das Herz. Ein Anliegen. Wünsche und Bitten verändern sich. Ich muss nicht mehr alles haben. Meine Bitten sind nicht aus der Gier geboren, alles, was irgend geht, haben zu wollen – wie Fischers Frau. „Er, Gott, Jesus Christus, wird dir geben, was dein Herz wünscht.“
Da reifen Herz-zu-Herz-Gebete. Aus der Verbundenheit zu Gott erspüre ich, wofür ich bete – für mich, für andere, für kleine Dinge, für große Welt-Dinge, für praktisch-alltägliches. Wir – meine Frau und ich – danken Gott für die schöne Wohnung, in die wir einziehen durften. Es ist ein Geschenk. Und wir freuen uns an Gott und haben Lust auf die Freundschaft mit IHM. „Christentum ist Freudentum.“
Autor: Karsten Hellwig
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderVor kurzem sind wir umgezogen. In eine sehr schöne Wohnung. Das Allermeiste ist so, wie wir es uns vorgestellt und mit einiger Mühe geplant und umgesetzt haben. Solange es geht, werden wir bestimmt trotzdem gerne in den Urlaub fahren und andere schöne Orte auf dieser Welt genießen – aber auf Dauer tauschen möchte ich nicht mehr.
Man sagt ja, ein erfüllter Wunsch gebiert neue Wünsche. Ich denke dabei an das Märchen vom Fischer und seiner Frau, das diesen Gedanken veranschaulicht. Der Fischer fängt einen Fisch, der ihn bittet, ihn wieder freizulassen – es war ein verwunschener Prinz. Der Fischer macht das und geht zufrieden nach Hause. Seine Frau schickt ihn zurück, damit er sich was wünschen soll. Aber die Wünsche werden immer größer. Er steht am Meer und sagt seinen Spruch: "Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in de See, mine Fru de Ilsebill will nich so, as ik wol will!" Der alte Mann spürt: Grenzenloses Wünschen ist zerstörerisch. Er tut mir leid. Hätte er doch mit seiner Frau zusammen zufrieden sein können mit dem kleinen Haus, das sie auf den ersten Wunsch hin bekommen hatten.
In Psalm 37,4 – dem heutigen Bibelwort aus den Herrnhuter Losungen – lese ich: „Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.“ – Wird hier mit großen Versprechungen in eine Beziehungskiste gelockt? Ich denke NEIN. David, der Beter dieses Psalms hat in seinem Leben viele Dinge richtig gemacht und ebenso viele verkehrt. Ihm wurden Wunden geschlagen und er hat andere tief verletzt. Er wird als ein Mann nach dem Herzen Gottes charakterisiert. Und das nicht, weil er so perfekt, so fromm, so gläubig war – ich denke, weil er ein Herz für Gott hatte.
Freue dich am HERRN. Habe deine Lust an ihm. Ergötze dich an ihm. So kann der bayrische Theologe und Seelsorger Hermann Bezzel mit Recht sagen: „Christentum ist Freudentum.“
Freude pur. Beziehungen prägen. Gott formt mein Herz. Ja, Beziehung hat Folgen. Er, Gott, legt mir etwas auf das Herz. Ein Anliegen. Wünsche und Bitten verändern sich. Ich muss nicht mehr alles haben. Meine Bitten sind nicht aus der Gier geboren, alles, was irgend geht, haben zu wollen – wie Fischers Frau. „Er, Gott, Jesus Christus, wird dir geben, was dein Herz wünscht.“
Da reifen Herz-zu-Herz-Gebete. Aus der Verbundenheit zu Gott erspüre ich, wofür ich bete – für mich, für andere, für kleine Dinge, für große Welt-Dinge, für praktisch-alltägliches. Wir – meine Frau und ich – danken Gott für die schöne Wohnung, in die wir einziehen durften. Es ist ein Geschenk. Und wir freuen uns an Gott und haben Lust auf die Freundschaft mit IHM. „Christentum ist Freudentum.“
Autor: Karsten Hellwig
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

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