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Die Lange Rote vom Freiburger Münstermarkt gehört für viele genauso zu Freiburg wie das Münster selbst. Vor 75 Jahren hat der Opa von Jan Meier sie erfunden. Im Podcast blickt er zurück - und erzählt, warum er jeden Tag aufs Neue Lust auf Münsterwurst hat.
Wie sich die Münsterwurst seither entwickelt hat, warum sie damals genauso viel gekostet hat wie ein Friseurbesuch und wie man bei heute insgesamt fünf Wurstständen auf dem Münstermarkt überleben kann: Das erzählt Jan Meier in dieser Podcastfolge - auf badisch.
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Schüchternheit, zu hohe Ansprüche oder steht die berufliche Karriere an erster Stelle? Was auch immer der Grund dafür sein mag: Viele Menschen in Deutschland sind Singles. 35 Prozent – also knapp jeder Dritte – laut einer Umfrage der Online-Partnervermittlung Elite-Partner. Im Alter von 18 bis 29 Jahren ist sogar fast jeder Zweite alleinstehend.
Aber braucht es überhaupt einen Partner oder eine Partnerin, um glücklich zu sein, sich komplett zu fühlen? Annika Gley berät die Menschen, die bislang erfolglos auf die Suche nach ihrer besseren Hälfte gegangen sind. Die Paartherapeutin und Diplom-Pädagogin hat sich zur Singleberaterin ausbilden lassen.
Sie sagt, die Bedeutung einer Beziehung habe sich im Laufe der Zeit gewandelt. Es gehe nicht mehr um Versorgungssicherheit – ökonomische Gründe stünden nicht mehr im Vordergrund. Und noch etwas hat sich verändert: Single-Sein ist nicht mehr so negativ behaftet, sondern entwickelt sich zum gesellschaftlich legitimierten Lebensentwurf.
Trotzdem berichten die Klientinnen und Klienten von Annika Gley noch davon, dass sie von außen suggeriert bekämen, sie müssten doch unglücklich sein, so ganz ohne Partnerschaft. „Single-sein ist keine Zwischenphase, in der man einfach darauf wartet, dass der nächste Partner oder die nächste Partnerin kommt“, sagt Gley. Viele, die zu ihr, kämen, müssten das erst einmal verstehen.
In dieser Folge von „BZ am Ohr“ spricht die Singelberaterin Annika Gley über Tinder-Nachhilfe, wie man die kalte Jahreszeit als Alleinstehender durchhält und ob Frauen die glücklicheren Singles sind.
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Vor einigen Jahren noch Neuland, heute für die meisten eine Selbstverständlichkeit – Die Ausbreitung des Internets ging mit vielen Versprechungen einher: Eine vernetzte Gesellschaft, den freien Austausch von Informationen, eine Welt die zusammenwächst. All das hat das Internet geliefert. Dazu kamen aber auch anonymer Hass und Hetze, Desinformation und Algorithmen mit Suchtgefahr. Mittlerweile lässt sich im Internet auch viel Geld verdienen. Nicht nur für Einzelhändler oder unterbezahlte Lieferanten eine große Herausforderung. Es ist einfach so bequem: Zwei Klicks und man kann sich fast alles, was man sich wünscht, bis an die Haustür liefern lassen. Auch den neuen Handyvertrag oder den Sommerurlaub kann man sich ganz gemütlich von der Couch aus buchen. Mehr als 85 Milliarden Euro hat der Internethandel im vergangenen Jahr in Deutschland umgesetzt: Tendenz: steigend. Und wo viel Geld verdient wird, da wittern meistens auch Betrüger ihre Chancen. Über Fakeshops und andere Fallstricke beim E-Commerce spricht in dieser Folge Oliver Buttler. Er ist Abteilungsleiter für Telekommunikation, Internet und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und schreibt als Gastautor für die Badische Zeitung über Verbraucherthemen. Im Gespräch erklärt er, worauf man beim Geschenkeshopping im Internet achten sollte, warum ein Einkauf bei Amazon nicht immer ein Einkauf bei Amazon ist und wie man am günstigsten seinen nächsten Urlaub bucht.
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Bewegung entsteht im Gehirn – das will sich der Ansatz des neurozentrierten Trainings oder des Neuroathletik-Trainings zunutze machen. Dabei handelt es sich um noch recht neuartige Trainingsmethoden, die sich um das Zusammenspiel von Sinnesorganen, Gehirn, Nervensystem und Bewegungsapparat drehen. Grundsätzlich geht es darum, die sportliche Leistung mit Hilfe des Gehirns zu steigern, Bewegungen zu optimieren und Schmerzen zu lindern. Dabei wird mit Hilfe von Reizen versucht, das Gehirn so zu stimulieren, dass zum Beispiel bestimmte Muskeln anders aktiviert werden.
Aber was genau ist Neuro-Training eigentlich? Und wie funktioniert das? Diese und weitere Fragen beantwortet Natalie Mrachacz-Kersting in der neuen Folge von „BZ am Ohr“. Mrachacz-Kersting ist Professorin für Neurowissenschaften in Sport und Bewegung am Institut für Sport und Sportwissenschaft an der Uni Freiburg. Im Podcast spricht sie über die Rolle der Neuro-Athletik im Spitzensport, darüber wie mit Neuro-Training das periphere Sehen oder Reflexe verbessert werden können und über die Anwendungsmöglichkeiten außerhalb des Profisports. Denn die Neurowissenschaftlerin sagt, Neuro-Training, das ist auch etwas für jedermann.
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Es ist der Abend des 23. Dezember 2023, ein Tag vor Heiligabend. Der 38-jährige Mahdi B. lebt allein in einer abgelegenen Geflüchtetenunterkunft in Rickenbach, einem kleinen Dorf im Südschwarzwald. Nicht weit entfernt will Patrick E. aus Maulburg mit Freunden und Familie die Feiertage in einem Ferienhaus verbringen. Obwohl sich Mahdi B. und Patrick E. nie zuvor begegnet sind, kommt es an diesem Abend zu einem Streit auf der Straße. Danach folgt der 58-jährige E. mit einer scharfen Pistole Mahdi B. in dessen Wohnung und tötet ihn mit einem Kopfschuss. Später schafft er die Leiche weg, nach ein paar Tagen zerstückelt er Mahdi B. mit einer Machete in seinem Schrebergarten und wirft die Leichenteile anschließend bei Breisach in den Rhein. Mitte November wird Patrick E. wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt.
Nach dem Prozess bleiben viele Fragen offen. Wie konnte eine Begegnung so eskalieren? Warum folgte Patrick E. Mahdi B. nach Hause? Warum hatte E. eine illegale Waffe dabei? Wieso hat er Mahdi B. getötet? Auf all diese Fragen wurden im Prozess vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen keine Antworten gefunden.
Vieles am Fall Mahdi B. ist ungewöhnlich: der Deal, eine offenbar ziemlich misslungene Kommunikation mit der Opferfamilie, die Hinweise auf eine möglicherweise rechtsradikale Gesinnung des Täters. Wie kam es zu dem Urteil? Wer war Mahdi B.? Und welche Rolle spielte bei all dem seine Identität? Darüber sprechen in dieser Folge von „BZ am Ohr“ die beiden BZ-Redakteure Frank Zimmermann und Jonas Günther. Beide sind erfahrene Gerichtsreporter und haben den Fall in den vergangenen Monaten für die Badische Zeitung begleitet. Im Podcast versuchen sie, die Tat zu rekonstruieren, zeichnen den Verlauf des Prozesses nach und ordnen ihn juristisch ein.
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Baran Kok aus Emmendingen erzählt in dieser Podcastfolge eine sehr persönliche Geschichte: Er ist schwul, hat aber lange versucht, das zu verstecken – weil er Angst vor der Reaktion seiner Eltern hatte. Baran kommt aus einer kurdischen Familie, Homosexualität ist bei ihnen ein Tabuthema. Als er sich dann doch traut, sich zu outen, können ihm seine Eltern nicht das Verständnis entgegenbringen, das er braucht. Sie denken, er könnte sich noch ändern.
Als er 21 Jahre alt ist, packt er seine Sachen und verschwindet nach Berlin. Kurz danach fängt er an, Musik zu machen – erst als DJ, seit kurzem auch mit eigenen Songs. Im Herbst war der inzwischen 25-Jährige als Begleitung der Sängerin Domiziana seit langer Zeit wieder in der alten Heimat – und zwar auf der Bühne beim Heroes Festival in Freiburg. Dort hat er erstmals öffentlich über seine Vergangenheit gesprochen.
Wie das Publikum darauf reagiert hat, wie er mit Hass im Netz und der Ablehnung seiner eigenen Familie umgeht – das erzählt er in dieser Podcastfolge.
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In diesen Tagen endet die Weltklimakonferenz in Aserbaidschan. Egal, was im Abschlusspapier stehen wird, klar ist schon jetzt: Das öffentliche Interesse am Klima war schonmal größer. Die Regierungschefs vieler wichtiger Industrienationen wie den USA, China, Indien oder auch Deutschland sind gar nicht erst angereist. Es ist noch nicht so lange her, da hat der Protest für eine bessere Klimapolitik hunderttausende Menschen in Deutschland auf die Straße gebracht. Vielleicht liegt das daran, dass Klima- und Umweltschutz oft mit Kosten und Einschränkungen in Verbindung gebracht, von denen man in so krisenhaften Zeiten wie unseren, lieber nichts hören möchte. Steffen Erath sagt dagegen: Nachhaltigkeit kann auch Spaß machen – und Rendite bringen. Er ist zuständig für Nachhaltigkeit und Innovation beim Sanitärtechnikunternehmen Hans Grohe. Außerdem hat er vor Kurzem ein Buch veröffentlicht: „Planet Centered Innovation“: Nachhaltigkeit als Innovationstreiber. Im Interview erzählt er wie er trotz Rückschlägen optimistisch bleibt, und was der kleine Prinz mit EU-Nachhaltigkeitsrichtlinien zu tun hat.
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Die Geschichte zählt zu den spektakulärsten des Schwarzwalds. Sie beginnt am Morgen des 17. April in einer Freiburger Jugendherberge mit einem Lehrer und einem absurden Plan: 21 Kilometer Strecke, über 1000 Höhenmeter. Dass es geschneit hat in den vergangenen Tagen und weiter schneien soll? Ignoriert der Lehrer und wandert los, mit kurzer Hose und einer ungenauen Karte. Der Tag wird zur Tragödie: Am Ende sind fünf Schüler tot, erfroren in einem Schneesturm am Schauinsland – und hätte nicht die Kirchenglocke einigen völlig entkräfteten Schülern den Weg hinab nach Hofsgrund gewiesen, wo sie die Bewohner verständigen konnten, das Ganze wäre noch viel schlimmer ausgegangen. Wie aber kann es sein, dass die Geschichte dieser Rettungsaktion bald verdrängt wurde von einer Propagandalüge der Nazis?
Der Freiburger Historiker Bernd Hainmüller hat einen beträchtlichen Teil seines Lebens in die Aufklärung des Engländer-Unglücks gesteckt, hat Archive durchforstet und mit zahlreichen Nachfahren der überlebenden Schüler gesprochen. Noch immer sind Fragen offen, einen großen Teil des historischen Rätsels aber konnte er lösen. In der aktuellen Folge von „BZ am Ohr“ spricht er ausführlich darüber und rückt den verhängnisvollen Tag in seinen historischen Kontext kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs.
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Diese Frau liebt Abenteuer: Brigid Wefelnberg ist Extremläuferin. In ihrer Freizeit macht sie bei Ultramarathons auf der ganzen Welt mit, läuft hunderte Kilometer durch Wüsten und Gebirge. Bei ihrem letzten Lauf ging’s 400 Kilometer durch die Wüste Gobi in China, doch Wefelnberg kennt auch deutlich größere Distanzen: Ihr längster Lauf – inzwischen hat sie mehr als 200 davon absolviert – war eine 1200 Kilometer lange Strecke durch die Sahara Mauretaniens. Knapp 16 Tage war sie dafür unterwegs, nur für Schlafen und Essen hat sie Pausen eingelegt.
Die US-Amerikanerin ist 1988 von Washington in den Schwarzwald ausgewandert. Jetzt wohnt sie in Löffingen und arbeitet bei einer IT-Firma in Freiburg. Vor jedem ihrer Läufe sammelt sie Spenden für soziale Hilfsprojekte vor Ort – diesmal kamen etwa 2000 Euro Spenden für eine tibetische Schule zusammen.
Wer bei solchen Läufen mitmacht, muss seine Grenzen kennen. Wefelnberg sagt in dieser Podcastfolge, sie kenne ihre. Was hingegen noch ganz normal sei: Halluzinationen während des Laufens. „Man ist dann einfach total kaputt“, sagt sie. In der Gobi-Wüste hat sie – so erzählt sie es – beispielsweise halluziniert, dass drei Chinesen vor ihr laufen würden. Allerdings: in Schwarzwald-Tracht, mit Bollenhut auf dem Kopf.
Was ihr härtester und gefährlichster Lauf war, wieso sie davon einfach nicht genug bekommt und warum sie in der Wüste immer ein Stück Parmesankäse im Rucksack hat, das erzählt sie in dieser Podcastfolge.
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Kasi und Antonius sind beide Anfang 20, vor ein paar Jahren fürs Studium nach Freiburg gezogen und mittlerweile erfolgreiche Indie-Pop-Künstler. Mit ihrer Musik treffen sie gerade ziemlich genau den Ton ihrer Generation. In ihren Songs geht’s um Liebe, Herzschmerz, Feiern – Lebensgefühl eben. Warum das so gut funktioniert, wie es ist, auf WG-Partys erkannt zu werden, und wie es sich anfühlt in einem großen Nightliner über die Eschholzstraße zu fahren, auf der sie normalerweise mit dem Fahrrad unterwegs sind, darüber sprechen Kasi und Antonius im BZ-Podcast. Das Gespräch fand in einem Konferenzraum im E-Werk am Nachmittag vor ihrem Konzert in Freiburg statt.
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