
Sign up to save your podcasts
Or


In dieser Folge von „BZ am Ohr“ erklären die Tübinger Forscher einen Teil des Wahlerfolgs der AfD. Ein starker Männeranteil, größere Entfernungen zur Bushaltestelle oder ein hoher Anteil Arbeitsloser gehen mit guten Zweitstimmen-Ergebnissen für die in Teilen rechtsextreme Partei einher. Auf der Gegenseite beeinflussen eine hohe Einwohnerdichte oder gesteigerte Kaufkraft die AfD-Ergebnisse negativ. Die Wissenschaftler betonen allerdings, nicht auf einen typischen Fehlschluss hereinzufallen. Man dürfe nicht davon ausgehen, dass Arbeitslose mit höherer Wahrscheinlichkeit die AfD wählen.
Es gehe eher um ein Gefühl des Abgehängtseins, das sich in maroder Infrastruktur oder einer hohen Arbeitslosenquote widerspiegele, das Parteien wie der AfD in die Karten spielen. Die Tübinger Forscher untersuchen Gemeinden und keine einzelnen Menschen. Im Podcast geht es deswegen auch um die Grenzen ihrer Erkenntnisse, was es noch bräuchte – und wie politische Entscheidungsträger dem AfD-Erfolg entgegenwirken könnten.
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Für viele Menschen in Südbaden ist die Fasnet der Höhepunkt des Jahres. Auch jetzt geht’s in Freiburg und Umgebung wieder rund – zum Schmutzige Dunschtig stürmen die Narren die Rathäuser, überall gibt’s Hemdglunki-Umzüge, Zunftabende und Partys. Für diese Podcastfolge waren zwei solcher Narren bei im BZ-Studio: Raphaela Lerner und Uwe Stasch von der Breisgauer Narrenzunft.
Warum sie die Zunft als zweite Familie sehen, wie wichtig Tradition an Fasnacht ist und wie man die fünf Tage bis zum Rosenmontag auch mit wenig Schlaf übersteht – darüber haben sie mit BZ-Redakteurin Lisa Petrich in dieser Folge gesprochen. Außerdem geht’s darum wie sich Fasnacht über die letzten Jahrzehnte verändert hat.
Rosenmontagsumzug 2025 in Freiburg: Hier geht's zum Livestream der Badischen Zeitung
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
In dieser Folge von „BZ am Ohr“ sprechen BZ-Politikchef Dietmar Ostermann und Politikwissenschaftler Uwe Wagschal über den Bundestagswahlkampf, die Spitzenkandidaten und ihre wichtigsten Themen. Hat sich die SPD mit ihrem Kandidaten Olaf Scholz verzockt? Welche Partei hat Antworten auf die drängendsten Fragen? Und was muss eine neue Regierung leisten, um diese Herausforderungen zu meistern?
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Besser Leben mit Long Covid? Daran arbeitet Internist und Sportmediziner Johannes Kirsten am Uniklinikum Ulm, wo - wie in Freiburg - gerade an einem App-basierten Trainingsprogramm für Betroffene geforscht wird. Was kann die App? Dazu mehr in dieser Podcastfolge.
Extreme Müdigkeit, Schmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Erschöpfung: Long Covid, Post Covid und das chronische Fatigue-Syndrom ME/CFS machen Betroffenen das Leben schwer, machen Arbeit und Sozialleben unmöglich oder schränken die Lebensqualität in schweren Fällen auf ein Minimum ein. Die Unikliniken in Freiburg, Ulm, Tübingen und Heidelberg untersuchen derzeit die Wirksamkeit einer bestimmten App für Betroffene. Durch ein App-basiertes Trainingsprogramm sollen Patientinnen und Patienten sich körperlich betätigen, ohne über ihre individuelle Grenze zu gehen. Oberstes Ziel dabei: Lebensqualität. So spielt auch das psychische Wohlbefinden der Betroffenen eine führende Rolle, "ohne Patientinnen und Patienten in eine Art psychologische Ecke zu stellen und zu behaupten, es gäbe keine organische Ursache", sagt Johannes Kirsten. Er ist Internist, Sport- und Notfallmediziner am Uniklinikum Ulm und leitet das App-Projekt. Erstes Feedback von TesterInnen am Uniklinikum Ulm gibt es bereits. Was noch immer fehlt: Eine klare Ursache für Post und Long Covid. Klar ist: Auch im zweiten Jahr nach ihrer Erkrankung haben sich zwei Drittel der Betroffenen kaum erholt - das ist ein Ergebnis der EPILOC-Studie (Epidemiologie von Long Covid) der Unikliniken im Land.
Im Podcast erklärt Johannes Kirsten, für wen sich ein solches App-basiertes Training eignet, was er sich für nachfolgende Forschung wünscht und warum das eigene Körpergefühl das wichtigste Kriterium bleibt, wenn sich die Frage stellt: Trainieren trotz Erschöpfung?
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Als Teil eines internationalen Teams hat Klaus Hoffmann zweieinhalb Jahre lang in der Ukraine ermittelt. Der Oberstaatsanwalt aus Freiburg war seit dem Frühjahr 2022, also seit kurz nach der russischen Invasion, für Ermittlungen im Land. Dort hat er mit Kollegen aus der EU und den USA versucht, Kriegsverbrechen aufzudecken und zu dokumentieren, um Beweise für spätere Strafverfahren zusammenzutragen und die ukrainischen Behörden bei der Aufklärung zu unterstützen. So zum Beispiel in der Stadt Butscha, in der Hunderte Zivilisten von den russischen Invasoren getötet worden waren.
Diese Arbeit kennt Hoffmann, denn er war auch schon in den 90er-Jahren während des Jugoslawien-Kriegs als Ermittler im Einsatz und hat als Staatsanwalt am UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien gearbeitet. Seit Herbst ist er wieder zurück und leitet eine Abteilung der Staatsanwaltschaft in Freiburg.
In dieser Folge von BZ am Ohr spricht Hoffmann über seine Zeit in der Ukraine, die dokumentierten Kriegsverbrechen, über die Ermittlungsarbeit in einem Kriegsgebiet und die Schwierigkeiten, Täter für Kriegsverbrechen zu überführen oder sogar zu verurteilen.
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Michael Haußmann ist Wahlleiter in Freiburg und Vize-Chef des Amts für Bürgerservice und Informationsverarbeitung - und 24 Tage vor der Wahl natürlich ziemlich am wirbeln, damit bei der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar alles klappt. Besonders die Briefwahl war für ihn und sein Team eine Herausforderung, denn für diese bleibt nur zwei Wochen Zeit - das ist nur knapp zu schaffen.
Im Interview verrät er weitere Knackpunkte in der Wahlvorbereitung, wie sich die Wahlen in den letzten 25 Jahren aus seiner Sicht verändert haben - und wann der Zeitpunkt gekommen ist, dass er und sein Team sich abends ein Bier aufmachen. Wann und wie wählt eigentlich ein Wahlleiter und warum beobachtet er in seiner Freizeit ausgerechnet andere Wahlen auf der ganzen Welt? BZ-Redakteurin Gina Kutkat hat Haußmann ins Podcast-Studio eingeladen und mit ihm über die anstehenden Bundestagswahlen gesprochen.
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Ein Test sorgt an den Grundschulen in Baden-Württemberg seit ein paar Monaten für viel Wirbel. „Kompass 4“ heißt dieser Test, der von der schwarz-grünen Landesregierung eingeführt wurde und der den Zustrom auf das bald neunjährige Gymnasium begrenzen soll. Konnten bisher die Eltern entscheiden, welche Schullaufbahn ihr Kind nach der vierten Klasse einschlagen soll, sollen nun Lehrer und Kompass 4 hinzukommen.
Das Problem: Bei einer Stichprobe im November 2024 erreichten nur sechs Prozent der Viertklässler im Matheteil Gymnasiumniveau. Auch Sebastian Kölsch aus Freiburg findet den Test zu schwer. Er ist zweifacher Vater und Vorsitzender des Landeselternbeirats. Kölsch erklärt im Gespräch mit BZ-Redakteurin Stephanie Streif, warum er von Anfang an gegen eine verbindliche Grundschulempfehlung war, dass er den Test für unausgereift hält und zumindest für dieses Schuljahr von der Politik verlangt, den Test auszusetzen.
Anzeige: 2 Jahre lesen, nur 1 Jahr bezahlen - Wir schenken Ihnen 1 Jahr BZ-Digital Basis! Weitere Infos unter www.mehr.bz/geschenkt
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Die Lücke, die sich im Sommer auf der Trainerposition des SC Freiburg geöffnet hat, hätte größer kaum sein können. Nach rund zwölfeinhalb Jahren als Cheftrainer hat Christian Streich im Mai aufgehört. Sein Nachfolger wurde Julian Schuster, früher Spieler und Kapitän unter Streich. Aber auch: vorher keine Erfahrung als Cheftrainer einer Profimannschaft. Deshalb gab es natürlich ein paar Fragezeichen vor der Saison: Wie geht es ohne Christian Streich weiter? Ist der noch unerfahrene Schuster der richtige Nachfolger? Kann er die Lücke füllen, die Streich nach mehr als zwölfeinhalb Jahren hinterlässt?
Mit einem guten Saisonstart konnten Schuster und seine Mannschaft diese Fragen schnell beiseiteschieben. Entscheidend, das sagt Schuster selbst, war der Auftaktsieg am ersten Spieltag gegen den VfB Stuttgart. Der 3:1-Erfolg sei ein Schlüsselmoment gewesen, der gezeigt habe, dass es funktionieren kann. Und dann hat der SC Freiburg in dieser Saison quasi so weitergemacht wie vorher. Der Sport-Club steht jetzt, nach 17 Spielen in der Bundesliga, auf Platz 8 und hat 27 Punkte – das sind zwei Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison beziehungsweise vier Punkte weniger als in der vorletzten Saison.
Doch was hat sich unter Schuster verändert? Was läuft schon richtig gut und wo gibt‘s noch Verbesserungspotenzial? Und war diese konstante Entwicklung vor der Saison absehbar? Darüber spricht BZ-Sportchef René Kübler in dieser Folge von „BZ am Ohr“. Er ordnet die Leistungen des SC in der ersten Hälfte der Saison ein und zieht ein erstes, positives Fazit nach der ersten Hinrunde unter Schuster.
Anzeige: 2 Jahre lesen, nur 1 Jahr bezahlen - Wir schenken Ihnen 1 Jahr BZ-Digital Basis!
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Neymar, Karim Benzema, Sadio Mané und natürlich Christiano Ronaldo. Alle diese Fußballstars wechselten für viel Geld in saudi-arabische Pro League. Auch Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate stecken viele Mittel in die Entwicklung des Fußballs. Nicht gerade zur Begeisterung vieler Fans in Europa. Die Weltmeisterschaft in Katar war von großer Kritik begleitet, die deutsche Nationalmannschaft machte eher mit politischen Statements als mit sportlicher Leistung von sich reden. Und jetzt hat die FIFA wieder eine Weltmeisterschaft an ein Land auf der Arabischen Halbinsel vergeben. 2034 findet die WM in Saudi-Arabien statt. Doch wie steht es abseits der großen Stars und Turniere um den arabischen Fußball. Einer, der es wissen muss ist Mike Gbajie. Vom Lahrer Landesligisten FV Langenwinkel wechselte er in die zweite Liga der Vereinigten Arabischen Emirate zum Gulf United FC in Dubai. In dieser Episode "BZ am Ohr" erzählt er, wie es ist, plötzlich mit Sportlern auf dem Platz zu stehen, die man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt, was das Training bei 40 Grad mit dem Körper macht und wie so ein Transfer ans andere Welt überhaupt zustande kommt.
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
Der SC Freiburg, der regimekritische Arbeiterverein aus dem Stühlinger – diese Erzählung hat sich lange gehalten. Doch mittlerweile ist klar, sie ist eine Legende. Ein Mythos, der irgendwann in der jungen Bundesrepublik entstanden ist. Denn so wie fast alle anderen bürgerlich geprägten Fußballvereine ließ sich auch der SC Freiburg im Mai 1933 bereitwillig von den Nazis gleichschalten.
Auch wenn bei weitem nicht der gesamte Verein nationalsozialistisch geprägt war, einige Mitglieder, das ist heute klar, profitierten vom NS-Regime, waren Parteimitglieder, oder sogar in der SS. So wie der Stürmer Hans Baumgart. In den 1920er-Jahren noch gefeierter Torjäger beim SC, während des Zweiten Weltkriegs Kriegsverbrecher. In einem KZ-Außenlager auf Usedom ordnete er das Todesurteil für zwei französische Lagerinsassen an.
Baumgarts Taten waren im Verein bekannt. Trotzdem wurde er in den 1950er-Jahren wieder im Verein aufgenommen, nachdem er aus der Haft entlassen worden war. Ignorieren, unter den Teppich kehren, totschweigen – so ging der Verein in den ersten Nachkriegsjahrzehnten mit der NS-Vergangenheit um.
Was genau in den Jahren 1933 bis 1945 im Verein passiert ist, das haben die beiden Historiker Robert Neisen und Andreas Lehmann im Auftrag des SC Freiburg recherchiert. Ende 2024 haben sie mit ihrer Studie „Spielball der Ideologie? Der SC Freiburg in der Zeit des Naitonalsozialmus“ einen umfassenden Überblick über den Sport-Club und das Verhalten des Vereins und einiger seiner Mitglieder vorgelegt.
In dieser Folge des Podcast „BZ am Ohr“ erzählen die beiden Autoren, auf welche Quellen sie sich stützen, wie der Legende des regimekritischen Vereins entstanden ist – und wie einzelne Mitglieder im Widerstand waren, während andere sich an enteignetem jüdischem Eigentum bereicherten. Sie räumen mit lange bestehenden Mythen auf und erklären, wie der Umgang des Sport-Clubs im Kontext anderer deutscher Fußballvereine eingeordnet werden kann.
Alle wichtigen News aus Südbaden gibt's hier: www.badische-zeitung.de
From the publisher's feed

107 Listeners

224 Listeners

104 Listeners

41 Listeners

184 Listeners

54 Listeners

232 Listeners

60 Listeners

82 Listeners

46 Listeners

71 Listeners

329 Listeners

29 Listeners

7 Listeners

8 Listeners