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Seit 1994 versorgt das Global Positioning System (GPS) die Welt mit der notwendigen Infrastruktur zur Ortung von Schiffen, Flugzeugen und Personen. Der Bedarf war riesig und nur in zehn Jahren entwickelte sich das GPS-System zur Basis militärischer Operationen wie ziviler Verkehrsnavigation.
Seit ein paar Jahren sinken die Preise für die Technik spürbar und parallel entstehen zahlreiche Geo-Dienste, über die jedermann via Internet Zugriff auf umfangreiches Kartenmaterial und Infrastrukturinformationen über alle Regionen bereitstellt. Eine Geo-Industrie entdeckt im Stundentakt neue Anwendungsfelder und versorgt den Markt mit immer günstiger Hardware zum Ermitteln der Position. Dienste wie Google Earth erlauben zudem die Visualisierung des Planeten in 3D und lassen wiederum ganz neue Spielchen erahnen. Geocaching wird zum Volkssport und die Liveübertragung raumbezogener Aktivitäten aller Art im Internet hat begonnen.
Chaosradio stellt Technik, Infrastruktur, Protokolle und Anwendungen im Geospace vor und wagt wie gewohnt auch einen Blick in die nahe Zukunft. Dort stellen neue Entwicklungen wie das europäische System Galileo und die bevorstehende Integration von Positions-Empfängern und Mobiltelefonen neue Fragen. Neben dem unendlich beschleunigten Spieltrieb bringen die neuen Dienste und Produkte auch neue Bedrohungen für die Privatsphäre mit sich.
Musik:
Unter dem Begriff der „Gesundheitskarte“ steht der Bundesrepublik Deutschland eine umfangreiche Digitalisierung des Gesundheitswesens an, die von Politik und Wirtschaft in blindem Aktionismus vorangetrieben wird. Allerdings sind die technischen Grundlagen unzureichend und die langfristigen sozialen Auswirkungen erheblich.
Chaosradio stellt die Planungen und den Stand der Entwicklung vor und zeigt, warum diese Entwicklung unbedingt gestoppt gehört.
Software zu entwickeln kann viel Spass machen. Solange man alleine arbeitet und nur eigene Ziele verfolgt ist es in der Regel auch einfach, weil man seine eigene Vorgaben macht und nach Lust und Laune voranschreitet. Größere Projekte erfordern aber in der Regel die Mitarbeitet mehrerer und die Koordination wird mit dem Wachstum eines Projektes immer schwieriger.
Schon in geschlossenen Entwicklungsteams ist es nötig, die interne Kommunikation am Laufen zu halten, damit nicht aneinander vorbei programmiert wird. Aber die Abstimmung und Dokumentation kostet auch Zeit, die dann beim Hacken fehlt. Agile Softwareentwicklung und Extreme Programming versprechen hier, Abhilfe zu schaffen und sind an vielen Stellen sinnvoll. In Open Source Projekten kommen weitere Faktoren hinzu. Motivation, Abstimmung und gemeinsame Zielsetzung sind hier noch aufwändiger und erfordern einfühlsame Projektleiter, eine effektive Nutzung von Werkzeugen und eine gemeinsame Mission.
Doch auch die Wahl der Waffen ist knifflig. Welche Programmiersprachen und Werkzeuge unterstützen die gemeinsame Programmierarbeit? Welche Hilfsmittel zur Dokumentation und Versionskontrolle sind sinnvoll? Welche Maßnahmen sollten getroffen werden, um die notwendige Infrastruktur am Laufen zu halten und wie geht man mit Zugriffsrechten, Sicherheit und Vertrauen um?
Chaosradio versucht im Gespräch die verschiedenen Aspekte und Herausforderungen aufzuspüren und praktische Erfahrungen aus dem Alltag der Softwareentwicklung zu schildern.
Musik:
Der Streit um die Übertragungsrechte für die Bundesliga und die zunehmende Internet-Nutzung hat den Fernsehmarkt in Deutschland kräftig aufgewirbelt. Komplizierte Medienregulierung und die trägen Fernsehzuschauer haben jahrelang für einen unbeweglichen Status Quo gesorgt.
Den alteingesessenen Sendern bläst nun ein kräftiger Gegenwind ins Gesicht: Das Internet ist eine ernsthafte Konkurrenz für den Medienkonsum geworden, Festplattenrekorder durchkreuzen das Konzept der Werbepause und neue Geschäftsmodelle entstehen.
Welche Rolle spielen Fernsehsender in der Zukunft? Brauchen wir überhaupt noch das klassische Fernsehen? Und wie wird es finanziert werden?
Chaosradio beleuchtet die aktuellen Entwicklungen im Fernsehmarkt von technischer Seite (IPTV, „Handy-TV“, Verschlüsselung, … ) und möchte mit euch diskutieren, wie ihr in Zukunft fernsehen wollt.
In den letzten zehn Jahren seit Bekanntwerden des World Wide Web ist viel geschehen und viele Neuerungen kamen schleichend, so dass die ganze Tragweite der Veränderungen lange nicht gesehen wurden. Der Begriff „Web 2.0“ versucht diesem Phänomen einen Namen zu geben und die Änderungen vermittelbar zu machen. Doch was genau darf man sich unter diesem Begriff vorstellen?
Die eine grundlegende Veränderung ist technischer Natur. Die dem Web zugrundeliegenden Technologien haben nach langer Zeit des Missbrauchs und der Vielfalt einen brauchbaren Mehrwert erreicht, von dem man vor einigen Jahren nur träumen durfte. Auch ist die uneingeschränkte Vorherrschaft des Internet Explorers durchbrochen, so dass andere Firmen und Organisationen wieder an Einfluss gewonnen haben.
Die viel tiefgreifendere Änderung findet aber auf sozialer Ebene statt. Das Internet ist zum einem Alltagsgegenstand geworden und der Webbrowser ist einer Vielzahl von Menschen mittlerweile so vertraut wie eine Telefonzelle. Dies führt zu einer innigeren und spielerischeren Nutzung der Dienste, auf den die Anbieter entsprechend reagieren.
Chaosradio zeigt auf, welche Entwicklungen zum Web 2.0 geführt haben und welche Technologien und Dienste sich unter diesem Buzzword vereinigt haben. Das neue Web schafft neue Möglichkeiten aber schafft auch neue Stolperfallen, über die man sich bewusst sein sollte.
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