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Wenn der Laptop geklaut wird, ist das ärgerlich. Er ist weg. Besonders unangnehm ist aber auch, dass der Dieb die persönliche Fotosammlung durchklicken und sogar die heruntergeladenen privaten E-Mails lesen kann.
Aber nicht nur das – E-Mails werden beim Versand wie Postkarten behandelt. Neugierige Mitarbeiter und vor allem auch die Ermittlungsbehörden können in Zukunft dank der anstehenden Vorratsdatenspeicherung noch einfacher auf unsere privaten Daten zugreifen.
Auch ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellte jüngst klar: E-Mails unterliegen nur beim Transport dem Briefgeheimnis. Sind sie einmal zugestellt, geniessen sie diesen rechtlichen Schutz nicht mehr.
Chaosradio möchte euch Tipps geben, wie ihr eure Daten vor neugierigen Blicken schützen könnt, E-Mails in Briefumschläge steckt und welche Daten in Zukunft unter besonderer staatlicher Aufsicht stehen.
Der Verlust an Freiheit und Privatsphäre durch die Terrorgesetzgebung und Überwachungswahnsinn in den letzten Jahren wird zunehmend spürbar. Die Politik dreht frei und setzt zunehmend auf Verbote, Repression, Einschränkung von Meinungs- und Bewegungsfreiheit. Und dies weltweit.
Als die Hacker in den 80er Jahren begannen, ihre Ideale zu verfolgen, sahen sie sich selbst als Kräfte, die diesem schon damals absehbaren Trend entgegenstanden. Heute scheint der Kampf verloren. Oder wurde nur eine Schlacht nicht gewonnen und die Zukunft sieht nicht so bedrohlich aus, wie es scheint.
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Musik:
Hinter dem unhandlichen Namen Informationsfreiheitsgesetz (IFG) verbirgt sich eine Möglichkeit für Bürger, Dokumente und Informationen von Behörden zu erfragen. Damit soll die Verwaltung transparenter werden, Korruption vorgebeugt werden und ein neues Denken in den Amtsstuben etabliert werden. Nicht mehr ist alles geheim und der Bürger ein Bittsteller, sondern alle Informationen sind grundsätzlich erstmal öffentlich, solange es keine guten Gründe dagegen gibt.
Seit dem 1.1.2006 kann man bei den Bundesbehörden Dokumente und Information anfordern. In Berlin und einigen anderen Bundesländern geht das sogar schon seit Jahren – nur weiß fast niemand davon. Das wollen wir mit dem Chaosradio ändern. Und diskutieren, ob damit das Ungleichgewicht zwischen ‚Gläserner Bürger‘ und ‚Maschinenlesbare Regierung‘ ausgeglichen werden kann.
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Als Chaosradio vor genau 10 Jahren zu funken begann nahm auch die technologische Entwicklung spürbar an Fahrt auf. Während Microsoft mit Windows 95 den Weg zur Monokultur bereitete nahm das Internet die multikulturellen Netzkulturkämpfe auf. Die Machtverhältnisse in der neuen, digitalen Welt sind aber noch lange nicht abschließend verteilt.
Parallel dazu hat sich auch die Hackergesellschaft weiterentwickelt. 1995 noch hin- und hergerissen zwischen der Angst, seinen Spielplatz weggenommen zu bekommen, und den Chancen der Öffnung des bis dahin unbekannten Mediums finden sich 10 Jahre später viele Thesen von einst als Produkt im Regal des Einzelhändlers wieder. So ganz nebenbei ändert die Omnipräsenz des Netzes die globalkulturelle Entwicklung und das Kommunikationsverhalten einer ganzen Generation quasi über Nacht.
Chaosradio blickt zurück auf 10 Jahre Technikkulturgeschichte und auch auf seine eigene und die der Hacker im besonderen. Anhand von Meilensteinen der letzten Jahre wollen wir dabei auch Anspruch und Wirklichkeit vergleichen und auch die eigenen Vorhersagen auf den Prüfstand stellen. Wir möchten auch mit Euch in einen Dialog treten über die das Pro und Kontra dieser Entwicklungen, die natürlich Chancen und Risiken auf sich vereinigen und daher auch in der nächsten Dekade einer kritischen Überprüfung standhalten müssen.
Playlist:
Der iPod ist seit Jahren in aller Munde und was noch wichtiger ist: in aller Ohren. Die gelungene Reduktion auf das Wesentliche hat in nur vier Jahren so einiges revolutioniert: vom Verhältnis der Musikindustrie zum Digitalverkauf ihrer „Ware“ im besonderen bis zu den Hörgewohnheiten der Leute im allgemeinen.
Die in letzter Zeit ebenfalls überaus erfolgreichen Weblogs setzen nun zum Sprung auf das kleine Weiße an. Eine eigentlich minimale technische Ergänzung des Datenschleuder-Formats „RSS“ erlaubt die automatische Bespielung des Abspielgerätes mit audiovisuellen Inhalten auf Abonnement-Basis. Der Begriff „Podcasting“ bringt es auf den Punkt: heute sendet man nicht mehr an Antennen, sondern an portable Musikgeräte.
Der Empfang erfolgt nicht länger in Echtzeit sondern zeitversetzt. Man hört, wenn man will und nicht mehr, wenn man es angeboten bekommt. Podcasting hat dem Streaming bereits den Rang abgelaufen, da es für den Empfänger deutlich flexibler zu handhaben ist und daher seinen Hör- und Sehgewohnheiten entgegenkommt. Und nun bekommen auch UKW und die Fernsehfrequenzen ernsthafte Konkonkurrenz.
Binnen kürzester Zeit entwickelte sich Podcasting von einer simplen Idee zu einem globalen Trend und angeheizt durch die Ergänzung mit Video mausert es sich zu einem praktikablen und attraktiven Modell zur Distribution von Bild und Ton mit Zukunft. Unabhängige Nachrichtenquellen, gestern noch nur mit Mühe im Datensalat ortbar werden jetzt bequem über Verzeichnisse wie Indypodder, dem iTunes Music Store oder den Yahoo Podcasts Directory zum kostenlosen Abonnement angeboten.
Chaosradio erklärt die geschichtlichen Abläufe, die technischen Hintergründe und gibt einen Überblick über die aktuelle Podcastszene. Wir diskutieren mit Machern und Hörern und geben auch konkrete Hinweise und Empfehlungen für den Aufbau eines eigenen privaten Sendestudios. Podcaster und andere Hörer sind eingeladen, vorab aufgenommene Audio-Kommentare per E-Mail einzusenden, damit wir sie in die Sendung einbauen können.
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