ClassicPodCars - das Oldtimer Magazin

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ClassicPodCars - das Oldtimer Magazin episodes

  • Folge 181 - Corvette C3 (1967-1982)
    Die Corvette C3 – vom Haifisch zum Stachelrochen
    Der Mako-Hai gehört zu den schnellsten Haien überhaupt. Man darf also davon ausgehen, dass der Name für die Konzeptstudie der Corvette C3 von 1965 nicht zufällig gewählt war. Als die neue, dritte Corvette 1967 vorgestellt wird, unterscheidet sich die C3 optisch deutlich von ihrem Vorgänger. Sie ist länger und flacher, allerdings genauso breit. Der Grund ist einfach: Das Chassis wurde kurzerhand von der C2 Stingray übernommen. Das neue Plastikkleid kam vom Designer David Holls, der damit ganz nebenbei das sogenannte Coke-Bottle-Design in die Welt des Automobilbaus transferierte.
    Während ihrer 15-jährigen Bauzeit durchlief die Sportwagonikone verschiedene Phasen: War sie anfänglich noch kompromisslos auf Leistung und sportliches Fahren ausgelegt, verlor sie diese Attribute immer mehr, wegen der Ölkrise aber auch wegen Umweltbestimmungen. Am Ende wurde mehr auf Komfort und weniger auf Leistung gesetzt, was sich insbesondere in der Motorenpalette widerspiegelte.
    Die Corvette hatte lange den Ruf einer Luden-Schaukel. Dieses Image dürfte sie mittlerweile abgelegt, haben und gehört zu den begehrtesten amerikanischen Klassikern der Nachkriegszeit. Das liegt auch an der Schrauberfreundlichkeit, der guten Teilesituation und auch den noch immer moderaten Preisen für eine solche Ikone amerikanischen Automobilbaus.
    Während Frederic gerne ein frühes Modell mit Chromstoßstange und stehender Heckscheibe haben würde, kann Ron sich nicht recht entscheiden. Er findet die spätere Form schöner, allerdings fühlt er sich auch zum 7,4 Liter großen Bigblock-Motor der frühen Variante hingezogen.
    Was das alles mit Bond, Blattfedern und Barbecue zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    44 min
  • Folge 180 - Citroen Xantia (1993-2001)
    Citroen Xantia – Frankreichs Hydropneumatik-Keil
    Als die Xantia 1993 das Licht der Automobil-Welt erblickte, konnte sie seinen Designer nicht verleugnen. Die Keilform war die reine Formsprache des Meisters der Keile: Bertone. Das Auto war für eine Mittelklasselimousine so flach, dass groß gewachsene Fahrer erstmal eine Sitzposition finden mussten, in welchem sie den recht sportlichen Citroen bequem pilotieren konnten. Aber auch das passte irgendwie zur Xantia, erinnerte es doch schon fast an die geduckten Lamborghini, wie die Miura oder den Countach, deren Linie ebenfalls aus dem Hause Bertone stammte.
    Dazu passte das Fahrwerk derXantia, bei welchem die Ingenieure nochmal demonstrieren wollten, welches Potential in der Hydropneumatik schlummerte. Das gelang so gut, dass in der Top-Version Activa Sitze mit versteiften Wangen verbaut werden mussten, denn der Xantia erreichte eine so hohe Kurvengeschwindigkeit, dass man mit mehr als ein G zur Seite gedrückt wurde. Lange Zeit hielt sie den Rekord im sagenumwogenen Elchtest, jenem Ausweichmanöver, das der A-Klasse von Mercedes 1997 spektakulär zum Verhängnis wurde. Noch lange Jahre hielt sich die Xantia auf diesem Gebiet noch vor dem Porsche 996/997 und dem Audi R8.
    Sieht man über das durchaus billig wirkende Interieur hinweg, bekommt man mit der Xantia einen sehr zuverlässigen Klassiker mit einer interessanten Motorenpalette und herausragender Fahrwerkstechnik. Insgesamt ist die Xantia ein ausgereifter Youngtimer, der derzeit preislich noch im absoluten Tief steckt.
    Während Fredo zur Kombiversion „Break“ tendiert, sollte es bei Ron eine Limousine mit dem sämigen Dreiliter-Sechszylinder sein. Was das alles mit einem Lastwagenhersteller, der Anzahl der Speichen im Lenkrad und stickstoffgefüllten Kugeln zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    35 min
  • Folge 179 - Jaguar XK 8 X100 (1996-2005)
    Der Jaguar XK8 – Das Comeback der englischen Raubkatze
    Der Jaguar XK8 war ein großer Wurf – und das musste er auch sein. Jaguar ging es in den 1990er Jahren nicht sonderlich gut und so sollte der XK8 den in die Jahre gekommenen XJS beerben. Dieser Gran Turismo wurde seit 1975 produziert, wirkte langsam etwas angestaubt udn vertkaufte sich schlecht. Jaguar wollte zudem zurück ins Sportwagensegment. So kam 1996 der XK8 auf den Markt, für viele der letzte echte Jaguar, denn zwei Jahre später wurde Jaguar von Ford übernommen. Heute gehört die Marke zum indischen TATA-Konzern.
    Der XK8 stand optisch in der Tradition des legendären E-Types: Lange Schnauze, kurzes Heck, gediegene Leistung. Auch die Verarbeitung des XK8 war gut, der Achtzylinder V-Motor mit vier Litern und später 4,2 Litern Hubraum lieferte die Leistung, die man von einem Jaguar erwartete. Die knapp 300 PS oder in den ab 1998 angebotenen XKR-Version mit Kompressor knapp 400 PS reichten für Beschleunigungswerte von unter sieben respektive unter sechs Sekunden von 0-100km/h. Damit war man zurück in der ersten Liga der Sportwagen. Das zeigte Wirkung und über 90.000 Fahrzeuge wurden verkauft. Sie halfen dem strauchelnden englischen Traditionskonzern wieder auf die Beine. Mehr als die Hälfte der Fahrzeuge gingen über den großen Teich in die USA, was auch damit zu tun hatte, dass der XK8 als Cabrio dort besonders beliebt war.
    Für Freunde werdender Klassiker ist der XK8 und auch der XKR mit Sicherheit sehr interessant. Das Auto gilt als langlebig, besonderes die Motoren sind für hohe Laufleistungen bekannt. Probleme macht das Getriebe der ersten Serie und der Rost. Der wird vor allem bei US-Reimporten zum Thema, denn anders als seine europäischen Pendants wurde bei den US-Fahrzeugen auf Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung weitestgehend verzichtet. Warum? Das bleibt ein Geheimnis der Verantwortlichen.
    Fredo und Ron sind sich einig: das Coupé ist schöner als das Cabrio. Während aber Ron natürlich den leistungsstärkeren XKR bevorzugt, reicht Fredo der etwas zahmer XK8. Was das alles mit Notsitzen, Getriebeöl und CATS zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    33 min
  • Folge 178 - Mercedes SLK R170 (1996-2004)
    Der Mercedes SLK – Retroflitzer mit Kultfaktor
    Noch sind sie günstig zu haben – die Mercedes SLK der Baureihe R170. Dabei ist die erste Serie des erfolgreichen Roadsters absolut alltagstauglich und seit diesem Jahr auch an der Schwelle zum H-Kennzeichen. Im Herbst 1996 erblickten die ersten Exemplare Deutschlands Straßen und das mit durchschlagendem Erfolg. Andere Hersteller waren längst auf den Roadster-Zug aufgesprungen. Neben MX5, MG-F und Porsche Boxster war vor allem der BMW Z3 die natürliche Konkurrenz auf dem deutschen Markt. Mit mehr als 300.000 verkauften Exemplaren war der Mercedes SLK der erfolgreichste.
    Dabei war die Idee gar nicht so neu. Schon 1992 war der SLK im Grunde fertig entwickelt, einzig der damalige Daimler-Chef Dr. Wolfgang Peter kassierte das Konzept und strich es ersatzlos. Erst als Dieter Zetsche in Stuttgart das Ruder übernahm, durfte der SLK als Einsteigermodell für die betuchte SL-Kundschaft an den Start gehen. Technisch war nicht viel neues unter dem spritzigen Blechkleid: die Plattform stammte von der C-Klasse, inklusive der Motorenpalette.
    Preislich sind die frühen SLKs gerade im Tal der Tränen angekommen. Mit der H-Zulassung in Aussicht dürfte jetzt aber der Anstieg der Preise losgehen. Wer also einen schönen Oldtimer-Roadster mit Daily-Driver-Qualitäten haben möchte, sollte möglichst bald zuschlagen – bevor die Preise steigen.
    Frederic und Ron sind sich mal wieder einig: es soll der 230 Kompressor sein, bestenfalls der ersten Serie. Beide finden die AMG-Variante mit 354 PS für den SLK, der kein Sportwagen in reinen Sinne ist, übertrieben.
    Was das alles mit Mauerblümchen, Powerdomes und Flüssigkeiten zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    31 min
  • Folge 177 - Porsche 993 (1994-1998)
    Sportwagenikone Porsche 993 – Der letzte seiner Art
    Hardcore-Fans der Marke Porsche und hier insbesondere des Modells 911 bezeichnen sich als die Gusseisernen. Für sie endet die Geschichte der Sportwagenikone mit der Baureihe 993 – denn das war der letzte Porsche mit einem luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor im Heck. Danach wagte Porsche auch beim 911 den Schritt in die Moderne und verbaute Motoren mit Wasserkühlung. Und tatsächlich ist der 993 nicht nur der letzte luftgekühlte 911, sondern gilt auch als der ausgereifteste aller „echten“ 911er. Zwar teilt er sich viele Elemente mit seinem Vorgänger, der Baureihe 964, allerdings wurde er technisch in vielen Details entscheidend überarbeitet. So gilt der 993 als absolut verlässlich, alltagstauglich und im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch wieder als gut reparier- und wartbar.
    Sein Design spaltet genauso die Gemüter. Die Form wurde geglättet, die Stoßfänger in die Linie integriert. Die Scheinwerfer, oft als „Torpedorohre“ bezeichnet, stehen nicht mehr ganz so senkrecht und auch das Leuchtband im Heck ist jetzt geneigt. Kritiker sehen in der Form einen rundgelutschten Bonbon, Fans bezeichnen das Design als das schönste 911er-Design der gesamten Modellgeschichte.
    Interessant ist, dass der 993 auch als Gebrauchtwagen nie eine preisliche Talsohle durchschritten hat, noch nicht mal als Standardmodell Carrera. Der Grund ist seine Robustheit und eben das er der letzte Luftgekühlte ist. Je mehr Leistung, desto teurer. Spitzenmodelle wie der GT2 erreichen da auch schon mal Sphären von mehreren 100.000 Euro.
    Während Ron einen leistungsstarken Allrad-993 bevorzugen würde und sich sogar für den GT2 gerade wegen seines gigantischen Spoilers erwährmen könnte, mag es Frederic dezenter. Ein schöner Carrera S würde ihm ausreichen. Während Frederic lieber fährt, möchte Ron mit der Porsche-Ikone auch ein bisschen „flexen“.
    Was das alles mit Seinfeld, Größenwahn und Aktienkäufen zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    36 min
  • Folge 176 - Fiat 124 Spider (1966-1985)
    Fiat 124 Spider – Der schöne Italiener
    Der Fiat 124 Spider wurde in der Designschmiede Pininfarina erdacht und traf den Nerv der Zeit: Die Welt war Mitte der 60er Jahre bereit für die offenen Flitzer. Neben Fiat boten Alfa Romeo, Karmann, Triumph, Jaguar und Mercedes flotte Cabrios an und das mit großem Erfolg. Fiat konnte auf Großserientechnik zurückgreifen, die 124-Limousine war damals das erfolgreichste Fahrzeug des italienischen Autobauers. Viel änderte man nicht an der Technik, der Spider erhielt ein neues Blechkleid, ein wenig mehr Hubraum und einen Leichtmetall-Zylinderkopf mit zwei oben liegenden Nockenwellen spendiert. Der Rest wurde in Großserie produziert.
    So konnte der 124 Spider recht günstig produziert, aber zu marktüblichen Preisen verkauft werden, was Fiat damals gutes Geld in die Kasse spülte. In der Spitze hatte der Spider 135 PS, dank eines Roots-Kompressors. Diese Fiat 124 „Volumex“ gehören heute zu den gesuchtesten und damit auch teuersten Exemplaren. Wem auch weniger PS reichen, kann sich verhältnismäßig günstig den Traum vom offenen Oldtimer verwirklichen. Wenn nur der Rost nicht wäre, er lauert beim 124 Spider überall. Und so sind die wirklich guten Exemplare rar geworden, aber man kann sie noch immer finden.
    Ron und Frederic sind sich mal wieder einig: der Volumex soll es sein. Oder gerne auch der Abarth, hier müsste man allerdings das fest verschraubte Hardtop demontieren. Was das alles mit Chevrolet, Lada und T.J. Hooker zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    23 min
  • Folge 175 - Volvo 850 (1991-1996)
    Der Volvo 850 – Schwedens zeitloser Klassiker
    Fast 720.000 Exemplare gingen von dem äußerst robusten Volvo zwishen 1991 und 1996 über die Ladentheke, bzw. durch den Verkaufsraum. Der 850 war der erste Volvo mit quer eingebautem Fünfzylinder-Motor, eine Anordnung, die man sonst eher mit Audi in Verbindung brachte. Auch die Möglichkeit ,den Volvo als Allrad-Variante zu bestellen, erinnert stark an die Quattro-Modelle von Audi. Tatsächlich aber ist alles Volvo-Eigenentwicklung, lediglich der Fünfzylinder -Diesel ist ein beliebter Audi-Motor, der auch in mehreren VW-Transportern seine Verwendung fand. Beliebt ist der Volvo vor Allem deshalb, weil er als unkaputtbar gilt – regelmäßigen Service vorausgesetzt. Rost ist fast ein Fremdwort für den Schweden und auch die Motoren sind für hohe Laufleistungen bekannt. 300.000 Kilometer und auch deutlich mehr sind keine Seltenheit in den Verkaufsportalen. Dabei gilt speziell beim Volvo die Faustregel: Scheckheft-Pflege geht vor Laufleistung – will heißen: lieber ein Exemplar mit vielen Kilometern, das sämtliche Service-Intervalle miterlebt hat, als ein Exemplar mit wenigen Kilometern, dafür aber mangelhafter Historie.
    Richtig zügig unterwegs ist man in den leistungsstarken Sportvarianten T5-R und R: bis zu 250 PS haben diese Boliden und sind für ein solides Unterstatement genau das Richtige – wenn man darauf steht.
    Ron und Frederic sind sich mal wieder einig: es sollte schon einer der PS-starken Volvos sein und dann bitte auch als Kombi. Nur in der Farbe und dem Erscheinungsbild gibt es Dissonanzen: Während Ron gerne im gelben, tiefergelegten Schweden „flexen“ würde steht Frederic auf die Understatement-Variante: schwarz und Serie ist sein Credo.
    Was das alles mit Motorsport, großen Rädern und China zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    34 min
  • Folge 174 - Dodge Charger Mk2 (1968-1970)
    Dodge Charger – Brachiale Power und eine klare Linie
    Der Dodge Charger der zweiten Generation erblickte das Licht der automobilen Welt 1968 und war in seiner kurzen Bauzeit bis 1970 das erfolgreichste Modell aller Charger. Knapp 100.000 Fahrzeuge brachte Dodge an den Kunden. Grund dafür war nicht etwa technische Finesse, denn die suchte man bei dem Muscle-Car vergeblich. Simple Technik steckte unter dem Blech: in aller Regel bekannte, hubraumstarke V8-Motoren und eine Starrachse hinten. Die Motoren hatten aber gewaltig Power: Bis zu 7,2 Liter Hubraum hatten die Boliden und eigneten sich mit ihrer brachialen Leistung hervorragend fürs Geradeausfahren, weniger für kurvenreiche Strecken. Der weitere Grund für den Erfolg der zweiten Charger-Generation war die kompromisslos „cleane“ Linienführung der Karosserie. Eine geduckte Form ohne irgendwelche Schnörkel, vorne ein durchgehender, relativ schmaler Kühlergrill, der auch die Scheinwerfer verdeckte und ein sanft auslaufendes Heck. Diese Skulptur in Blech erinnerte an einen Düsenjet, liefert eine Fokussierung auf das Wesentliche, wie ein Kieselstein, der über Jahrhunderte in der Strömung eines Fluss glatt und in Form geschliffen wurde. Das zeitlos-martialische dieses Dodge muss als ikonisch bezeichnet werden. Tatsächlich setzten ihm Filme und Serien wie Bullitt, The Dukes of Hazzard oder die Fast and Furious-Reihe ein Denkmal.
    Klar, dass der Dodge Charger der zweiten Generation auch heute noch zu den beliebtesten und gesuchtesten Muscle-Car-Oldtimern zählt. Ron und Frederic sind auch hin und weg von dem Sportcoupé, wenngleich sie für die mittlerweile astronomischen Preise eher ein anderes Auto kaufen würden. Während Frederic ein wenig über den Verbrauch mäkelt ,sind Ron solche Nebensächlichkeiten mal wieder völlig egal. Was das alles mit der Konföderierten-Flagge, thermischen Problemen im Stadtverkehr und Jet-Triebwerken zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    33 min
  • Folge 173 - Audi F 103 (1965-1972)
    Der Audi F 103 – Die Geburtsstunde eines Automobil-Giganten
    So unscheinbar der Audi F103 auch daherkommt, so bedeutend war er für den Volkswagenkonzern und seine Tochter, die Audi AG. Ausgangspunkt war der DKW F102, der schon rein optisch seine Ahnenfunktion nicht verleugnen kann. Das Problem des DKW: Er war die letzte in West-Deutschland produzierte Limousine mit Zweitakt-Motor und stand entsprechend wie Blei in den Händlerräumen. Das Schicksal aber hielt für den F 102 einige Wendungen bereit, die ihm ein zweites Dasein sicherten. So spielte der Ingenieur und Motorenentwickler Ludwig Kraus eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hin zum ersten Audi. Kraus kam von Mercedes und hatte dort einen Vielstoffmotor für das Militär entwickelt, der aber nie gebaut wurde. Als dann Mercedes damals Auto-Union kaufte, ging eben jener Ludwig Kraus mit seinem Vielstoffmotor mit dem Code-Namen Mexiko zu Auto-Union und wurde dann kurzerhand mit der Marke an Volkswagen verkauft. Aus dem Vielstoffmotor wurde ein technisch interessanter Viertakter, der keinfach in den nnur wenig modifizierten DKW F 102 gebaut wurde. Noch eine kleine Änderung an den Heckleuchten und -zack- war der Audi F 103 geboren und mit ihm die gleichnamige Firma. Das war 1965. Und da es im Programm des zukünftigen Automobil-Giganten noch kein weiteres Modell gab, hieß der F-103 von nun an auch einfach nur „Audi“.
    Heute ist er ein gesuchter Klassiker, der noch dazu günstig zu haben ist. Das ist insbesondere deshalb verwunderlich, weil gieriger Rostfraß die meisten der fast 400.000 produzierten Autos vernichtet hat.
    Ron und Fredo sind sich ungewöhnlich einig: Sie finden den Audi hübsch und halten die Kombi-Ausführung Variant am begehrenswertesten, am besten als Super 90.
    Was das alles mit dem AMC Gremlin, Klebefolie und August Horch zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    26 min
  • Folge 172 - Audi A8 D2 (1994-2002)
    Der Audi A8 D2 – Der verführerische Widerspruch
    Audi hatte bereits mit dem 200er und mit dem V8 seine Ambitionen in die Oberklasse vorzudringen, klar gemacht. So war der A8 im Grunde von langer Hand geplant und angekündigt. Als es dann Mitte 1994 so weit war und der erste A8 auf die Straße entlassen wurde, hatte Audi eine Luxuslimousine erschaffen, die einen Widerspruch in sich trug: der neue Oberklasse-Bolide war, zumindest mit dem Achtzylinder als Quattro, zu sportlich für einen gediegenen Gleiter. Gleichzeitig war diese Sportlichkeit aber schon immer Audis Markenversprechen: Technische Finesse, qualitativ hochwertige Verarbeitung und Sportlichkeit. All das machte eben auch den Reiz des A8 aus. Hier wurde die Oberklasse nahezu neu interpretiert. Wer Audi A8 fuhr, gehörte nicht zur bräsigen Elite sondern eben zu den dynamischen Machern. So zeigte sich auch Gerhard Schröder gerne im A8 und in der Folge dann auch, zumindest anfänglich, Angela Merkel. Neben der neuen Sportlichkeit gab es aber auch Verwunderung über den neuen Hecht im Fischteich: Wer die kleinen Motoren in der Serienausstattung und nicht als Quattro orderte, bekam einen Fronttriebler. Dieses Novum wurde vielfach belächelt, allerdings grundlos. Auch mit Vorderradantrieb zeigte der A8 ein ausgesucht gutes Handling, nicht zuletzt wegen der technisch aufwendigen Mehrlenker-Einzelradaufhängung, die das Auto sauber in der Spur hält. Später kamen dann der S8 und sogar ein Zwölfzylinder in W-Form dazu.
    Insgesamt verkaufte sich Audis Luxusschlitten bis 2002 runde 100.000 mal, was vor allem darauf zurückgeführt wird, dass die S-Klasse W 140 seinerzeit nicht den Geschmack der Oberschicht traf und der geneigte gutbetuchte Kunde dann lieber zum Audi griff.
    Ron und Frederic sind sich mal wieder einig: wenn A8 dann S8 in Vollausstattung. Während Ron allerdings in einem schwarzen Brummer flexen würde, zieht es Frederic eher zu einem gesetzten Dunkelgrün.
    Was das alles mit dem Film Ronin, Jason Statham und Aluminium zu tun hat – das erfahrt ihr in diesem Podcast.
    34 min

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