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Klaus-Peter Beer begegnet Richard L. und Dieter M. in der Nacht auf den 7. September 1995 zufällig in einer Kneipe in Amberg. Als die beiden stadtbekannten Neonazis mitbekommen, dass Beer homosexuell ist, schlagen sie ihn im Stadtgraben brutal zusammen und treten immer wieder mit ihren Springerstiefeln auf seinen Kopf ein. Anschließend werfen sie den bewusstlosen Mann in die Vils, wo er ertrinkt. Klaus-Peter Beer wurde 49 Jahre alt. Er stirbt, weil seine Homosexualität nicht in das Weltbild der beiden Täter passte.
Während die Polizei öffentlich noch nach einem der bekannten Täter fahndet, lässt sich die extreme Rechte in Amberg davon offenbar nicht beeindrucken, wie Polizei- und Presseberichten der Zeit zu entnehmen ist. Nur wenige Wochen nach der Tat ziehen Neonazis im Oktober durch die Stadt, grölen rechtsextreme Parolen, zeigen Hitlergrüße und bedrohen Passanten mit Waffen. Bei der Festnahme durch die Polizei eskalieren die Neonazis die Situation erneut, dabei sollen sich auch Schüsse aus einer Gaspistole gelöst haben.
In der ersten Folge der neuen Crime-Daheim-Miniserie, die bereits am 18. September erschienen ist, beschäftigt sich das Gerichtsteam mit dem Leben, dem Tod und der juristischen Aufarbeitung des Falls. In der zweiteren Folgen wird die extreme Rechte in der Oberpfalz in den 90er-Jahren bis heute beleuchtet und welche Rolle die Täter darin innehatten.
Inhaltswarnung: Tötungsdelikt, Homophobie, Rechte Gewalt
Kontakt: Für Feedback oder Fallhinweise schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected]. Folgen Sie uns für alle weiteren Updates auf Instagram unter crimedaheim_podcast. Alle Artikel zur den Folgen finden Sie unter: https://www.onetz.de/themen/crime-daheim-podcast.
Der Zufall beendet das Leben von Klaus-Peter Beer – und zwei Männer, die ihn im September 1995 töten, weil er aufgrund seiner Homosexualität nicht in deren Weltbild passte, wie es im späteren Urteil heißen wird. Der Zufall aber ist es, der diese drei Personen am 6. September 1995 in einer Amberger Musikkneipe zusammenführt. Bis dahin kennen sie sich nicht, sind sich noch nie zuvor begegnet. Klaus-Peter Beer ist gerade auf Heimatbesuch. Der gebürtige Amberger lebt schon seit seinem 26. Lebensjahr nicht mehr hier. Die bedrückende Enge der Kleinstadt treibt ihn früh weit weg, in die weltoffenere Metropole Frankfurt am Main. Doch wegen seiner Familie kehrt Klaus-Peter Beer immer wieder zurück, so auch im September 1995.
Am 11. September wird eine zunächst unbekannte männliche Leiche aus der Vils geborgen. Schnell wird klar, dass der Mann gewaltsam zu Tode gekommen ist. Von seiner Identifizierung als der 49-jährige Klaus-Peter Beer bis hin zu dem zweiten Urteil gegen die beiden Täter vergehen zweieinhalb Jahre – und damit endet der Fall noch lange nicht. In der ersten Folge der neuen Crime-Daheim-Miniserie beschäftigt sich das Gerichtsteam mit dem Leben, dem Tod und der juristischen Aufarbeitung des Falls. In zwei weiteren Folgen wird die extreme Rechte in der Oberpfalz in den 90er-Jahren bis heute beleuchtet, welche Rolle die Täter darin innehatten und wieso der Weg zum Gedenken an Klaus-Peter Beer gerade in seiner Heimatstadt ein langer und steiniger war.
Inhaltswarnung: Tötungsdelikt, Homophobie, Rechte Gewalt
Kontakt: Für Feedback oder Fallhinweise schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected]. Folgen Sie uns für alle weiteren Updates auf Instagram unter crimedaheim_podcast. Alle Artikel zur den Folgen finden Sie unter: https://www.onetz.de/themen/crime-daheim-podcast.
Rund 220 Euro sind es derzeit, die als Rundfunkbeitrag pro Jahr fällig sind. Im Internet lockt ein Angebot Menschen, die mit den Gebühren unzufrieden sind. Es wirkt einfach: aufhören zu zahlen und beim Verwaltungsgericht klagen. Einige sind sich ihrer Sache sicher und folgen der Anleitung für rund 55 Euro. Doch dann kommt die Enttäuschung. „Ich habe meine Lektion auf die harte Tour gelernt“, schreibt ein Nutzer auf der Bewertungsplattform Trustpilot. Zurück bleiben Ärger, Zeitaufwand und Kosten – teilweise von über 1000 Euro.
Zunächst scheint das Angebot Käufer zu finden. Verdeutlicht wird das auch durch eine Klagewelle am Verwaltungsgericht in Regensburg in den Jahren 2024 und 2025 – die überwiegend auf eine standardisierte Klageschrift zurückzuführen ist, die im Internet verkauft wird. Doch keine der Klagen war bisher erfolgreich. In der neuen Folge „Short Crimes“ beschäftigt sich das Gerichtsteam von Oberpfalz-Medien mit der Klagewelle an den Verwaltungsgerichten, was dahintersteckt und wie die Erfolgsaussichten sind.
Zum Format: Im Gegensatz zu den regulären Folgen im Podcast „Crime Daheim“ geht es in den Short-Crimes nicht vorrangig um Mord und Totschlag. Hier sprechen die Redakteure über skurrile und spannende Episoden aus dem Gerichtsalltag. Es geht um alltägliche Delikte, kleine Vergehen, manchmal auch humorvolle Episoden oder einfach darum, etwas über die Justiz zu lernen.
Kontakt: Für Feedback oder Fallhinweise schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected]. Folgen Sie uns für alle weiteren Updates auf Instagram unter crimedaheim_podcast. Alle Artikel zur den Folgen finden Sie unter: https://www.onetz.de/themen/crime-daheim-podcast.
Der Marktplatz liegt still unter dem dunklen Augusthimmel. Es ist eine laue Sommernacht im Jahr 1918. Die Häuser reihen sich schwarz und verschlossen aneinander. Kein Wagen rollt mehr über das Pflaster, kein Gespräch hängt in der Luft. Nur aus den Fenstern des Wirtshauses fällt noch Licht auf die Straße. Da löst sich aus der Dunkelheit eine Gestalt. Sie bleibt einen Augenblick mitten auf dem Marktplatz stehen, reglos, den Blick auf ein erleuchtetes Fenster im ersten Stock eines Hauses gerichtet. Dahinter ist ein Mann zu sehen. Ein Polizist. Er trägt noch seine Uniform.
Der Lauf eines Gewehrs hebt sich. Ein Schuss zerreißt die Stille. Glas splittert. Im Haus hinter dem Fenster bricht der Polizist zusammen. Für einen Moment ist wieder alles still, als würde der ganze Ort den Atem anhalten. Dann verschwindet der Schütze in der Nacht. Zurück bleibt nur der grelle Lichtschein im Fenster – und die Frage: Wer hatte schon gewusst, dass dieser Schuss fallen würde?
Mit diesem historischen Mordfall, der 1920 vor dem Landgericht Amberg verhandelt wurde, beschäftigt sich die aktuelle Folge des Podcasts „Crime Daheim“. Im Jahr 1918 wird im Landkreis Kelheim ein Polizist durch ein Fenster seiner Wohnung erschossen. Schnell ist klar, wer den Mann getötet hat. Doch die Ermittlungen ergeben auch, dass der Täter womöglich nicht allein gehandelt hat. Wer wusste von dem Plan, den Nachtwachtmeister zu töten, und wer hat als Erstes den Gedanken an einen Mord aufgebracht?
Inhaltswarnung: Mord, Tötungsdelikt mit Schusswaffe
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Quelle: Staatsarchiv Amberg, Landgericht Amberg, Schwurgerichtsakten 2935
„Guten Tag, Polizei, einmal den Führerschein und die Fahrzeugpapiere bitte.“ Häufig beginnen Verkehrskontrollen mit diesem Satz. Tagtäglich kontrollieren Polizei und Zoll auf den Autobahnen, unter anderem auch, um gegen Drogenschmuggel und Geldwäsche vorzugehen. So auch bei einer Kontrolle im Raum Schwandorf. Dort entdeckte eine Polizistin in der Unterwäsche einer Frau knapp 10.000 Euro. Das Geld durfte die Beifahrerin am Ende nicht behalten – obwohl ihr keine Straftat nachgewiesen werden konnte.
Die Frau konnte eine legale Herkunft des Geldes während eines Einziehungsverfahrens vor Gericht im Jahr 2023 nicht plausibel und nachvollziehbar darlegen. Einen weitaus höheren Betrag fanden Beamte der Grenzpolizei Waidhaus im Juni 2026 im Kofferraum eines Autos. Ein 33-Jähriger transportiere in einem schwarzen Mercedes 850.000 Euro von Tschechien in den Landkreis Neustadt/WN. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Weiden wegen des Verdachts auf Geldwäsche – auch in diesem Fall kam es zur „selbstständigen Einziehung“ des Geldes durch die Ermittlungsbehörden.
Das Gerichtsteam von Oberpfalz-Medien beschäftigt sich in der neuen Folge von „Short Crimes“ rund um das Thema Einziehungsverfahren. Im Mittelpunkt steht der skurrile Fall aus dem Raum Schwandorf und weitere Bargeldfunde in Bayern.
Zum Format: Im Gegensatz zu den regulären Folgen im Podcast „Crime Daheim“ geht es in den Short-Crimes nicht vorrangig um Mord und Totschlag. Hier sprechen die Redakteure über skurrile und spannende Episoden aus dem Gerichtsalltag. Es geht um alltägliche Delikte, kleine Vergehen, manchmal auch humorvolle Episoden oder einfach darum, etwas über die Justiz zu lernen.
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Es sollte ein schöner Abend in einem Restaurant in Weiden werden, doch am Ende ist ein Mann tot. Sieben weitere Menschen sind teilweise lebensbedrohlich verletzt, bis heute kämpfen sie mit den körperlichen und psychischen Folgen. Ermittler vermuten einen fehlgeschlagenen Drogenschmuggel und verhaften einen Mann im niederländischen Arnheim. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind schwerwiegend: Er soll in einer kriminellen Bande organisiert gewesen sein, die flüssiges MDMA in Champagnerflaschen gefüllt hat, um die Drogen international zu schmuggeln. Eine dieser Flaschen landete versehentlich in dem Restaurant in der Oberpfalz.
Etwa vier Jahre nach dem tödlichen Abend beginnt im Dezember 2025 in Weiden die Gerichtsverhandlung gegen den Niederländer. Nach 21 Verhandlungstagen innerhalb von fünf Monaten mit 40 Zeugen und drei Sachverständigen ist Ende April das Urteil gefallen: Freispruch für den Angeklagten. Doch Gewinner gibt es in diesem Fall nicht.
In der neuen Folge des True-Crime-Podcasts „Crime Daheim“ beschäftigt sich das Gerichtsteam von Oberpfalz-Medien mit dem sogenannten Champagner-Fall. Bereits zum Prozessbeginn im Dezember haben die Journalistinnen und Journalisten in einer Folge über den Fall gesprochen, mit Fokus auf den tödlichen Abend in Weiden und den Verlauf der Ermittlungen. In der neuen Folge dreht sich nun alles um den Prozess vor dem Landgericht, die Beweismittel, das Urteil und die mögliche Revision.
Inhaltswarnung: Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung, Drogenherstellung
Berichterstattung zum Prozess: Aktuelle Nachrichten zum Thema Champagner-Prozess | Onetz
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Es sollte ein schöner Abend in einem Restaurant in Weiden werden, doch am Ende ist ein Mann tot. Sieben weitere Menschen sind teilweise lebensbedrohlich verletzt, bis heute kämpfen sie mit den körperlichen und psychischen Folgen. Ermittler vermuten einen fehlgeschlagenen Drogenschmuggel und verhaften einen Mann im niederländischen Arnheim. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind schwerwiegend: Er soll in einer kriminellen Bande organisiert gewesen sein, die flüssiges MDMA in Champagnerflaschen gefüllt hat, um die Drogen international zu schmuggeln. Eine dieser Flaschen landete versehentlich in dem Restaurant in der Oberpfalz.
Etwa vier Jahre nach dem tödlichen Abend beginnt im Dezember 2025 in Weiden die Gerichtsverhandlung gegen den Niederländer. Nach 21 Verhandlungstagen innerhalb von fünf Monaten mit 40 Zeugen und drei Sachverständigen ist Ende April das Urteil gefallen: Freispruch für den Angeklagten. Doch Gewinner gibt es in diesem Fall nicht.
In der neuen Folge des True-Crime-Podcasts „Crime Daheim“ beschäftigt sich das Gerichtsteam von Oberpfalz-Medien mit dem sogenannten Champagner-Fall. Bereits zum Prozessbeginn im Dezember haben die Journalistinnen und Journalisten in einer Folge über den Fall gesprochen, mit Fokus auf den tödlichen Abend in Weiden und den Verlauf der Ermittlungen. In der neuen Folge dreht sich nun alles um den Prozess vor dem Landgericht, die Beweismittel, das Urteil und die mögliche Revision.
Inhaltswarnung: Vorwurf der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung, Drogenherstellung
Berichterstattung zum Prozess: Aktuelle Nachrichten zum Thema Champagner-Prozess | Onetz
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Ein Linienbus wartet am Busbahnhof in Weiden auf Fahrgäste. Mehrere Menschen sitzen bereits auf ihren Plätzen, als die Situation zwischen dem Busfahrer und einem weiteren Mann eskaliert. Eine Person, die sich weit hinten im Bus befindet, filmt die Szene. Eine Scheibe zerbricht klirrend. „Komm jetzt raus!“, schreit der Mann den Busfahrer an und prügelt auf ihn ein. Er hört erst mit der Attacke auf, als er von einem anderen Mann aus dem Bus gezerrt wird.
Dieser Vorfall hat sich bereits Anfang April zugetragen. Nur wenige Stunden später wird das Video in sozialen Medien im Internet verbreitet. Für die Menschen, die darunter kommentieren, scheint die Situation eindeutig zu sein. Manche kritisieren mangelnde Zivilcourage, andere schreiben rassistische Kommentare. Wenige Tage nach der Prügelattacke schildert die Polizei jedoch, dass es sich bei dem gezeigten Ausschnitt im Video nicht um den gesamten Ablauf des Vorfalls handeln soll – denn die Polizei ermittelt nicht nur gegen den 19-Jährigen, sondern auch gegen den 36-jährigen Busfahrer. Das Gerichtsteam von Oberpfalz-Medien beschäftigt sich in der neuen Folge von „Short Crimes“ mit diesem Fall von Gewalt in einem öffentlichen Verkehrsmittel und all seinen Facetten – beispielsweise auch mit den Folgen solcher Videos im Internet und mit Zivilcourage.
Inhaltswarnung: Gewalt, körperliche Auseinandersetzung
Zum Format: Im Gegensatz zu den regulären Folgen im Podcast „Crime Daheim“ geht es in den Short-Crimes nicht vorrangig um Mord und Totschlag. Hier sprechen die Redakteure über skurrile und spannende Episoden aus dem Gerichtsalltag. Es geht um alltägliche Delikte, kleine Vergehen, manchmal auch humorvolle Episoden oder einfach darum, etwas über die Justiz zu lernen.
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Es ist ein kalter Wintermorgen im Februar 1934. In einem kleinen Dorf im Landkreis Straubing steht eine unscheinbare Einsiedlerklause direkt neben der Kirche. Ein Ort der Stille, des Gebets und der Abgeschiedenheit. Doch an diesem Tag wird diese Beschaulichkeit jäh durchbrochen.
Ein Spaziergänger bemerkt, dass starker Rauch aus dem Fenster der Sakristei dringt. Sofort schlägt er im Dorf Alarm. Die Bewohner eilen herbei, um den Brand zu löschen. Doch die Türen des Gotteshauses sind fest verschlossen. Den Schlüssel verwahrt der Mesner der kleinen Kirche, ein Eremit, der zusammen mit einem weiteren in der Klause neben der Kirche wohnt. Auf das eindringliche Hämmern gegen die Haustür rührt sich jedoch nichts. Mit vereinten Kräften brechen einige der Männer schließlich die Tür zur Klause auf. Zunächst scheint es, als wäre diese verlassen. Doch auf dem Weg durchs Haus bietet sich den Männern in einem der Schlafzimmer ein schreckliches Bild: Einer der Eremiten liegt in seinem Bett – erschlagen in seinem eigenen Blut.
In der neuen Folge des Podcasts „Crime Daheim“ spricht die Moderatorin Steffi Kraus über den Fall Michael Fischer. Der Mann, der viele Jahre seines Lebens als Eremit und Mönch lebte, wird im Jahr 1934 zum Täter. Die Hintergründe und Zusammenhänge zwischen den beiden Taten – der Brandstiftung und dem Mord an seinem Mitbruder – sowie sein eigenes möglicherweise tragisches Ende zehn Jahre nach der Tat werden in der aktuellen Folge beleuchtet.
Inhaltswarnung: Mord, Tötungsdelikt mit scharfer Waffe, Blut, Verletzungen
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Quellen:
https://www.hkv-badabbach.de/wp-content/uploads/go-x/u/b8923258-7185-4be9-b701-8fbb232fc469/36-2010-Heimatheft-Einsiedelei-Frauenbruendl-Wallfahrtsort-mit-Heilquelle-komprimiert.pdf
https://www.dbk-shop.de/media/files_public/82e63164eca77bad051a225bdc63dcf0/DBK_5313.pdf
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zeit-fuer-bayern/selig-allein-eremiten-und-einsiedler-in-bayern-100.html
http://www.orden-online.de/news/2008/04/18/eremiten-heute-interview-mit-einer-eremitin/
https://www.domradio.de/glossar/eremitin
Es ist dunkel und riecht modrig in dem kleinen Kästchen. Sie kann sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen und liegt eingerollt zwischen Urin und Kot. Wenn sie nicht in Gefangenschaft wäre, würde sie sich gerade anmutig durch einen Tropenwald schlängeln. Doch im Fichtelgebirge ist ihr das nicht vergönnt. Hier lebt sie in einem Haus – eingesperrt in einer beengten Schublade. 53 weitere Artgenossen erleiden das gleiche Schicksal. Und jedes Mal, wenn der Mensch die Schübe öffnet, fühlt es sich für die hilflosen Lebewesen an wie ein Erdbeben.
Im Jahr 2023 entdecken Polizisten bei einer Razzia bei einem Schlangenzüchter im Landkreis Wunsiedel 54 Königspythons, die in Schubladen eingesperrt sind. Die Behörden beschlagnahmen die Schlangen, doch der Mann will den Strafbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nicht akzeptieren. Der Fall beschäftigt die Gerichte mehrere Jahre – und nimmt ein ungewöhnliches Ende.
Inhaltswarnung: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
Zum Format: Im Gegensatz zu den regulären Folgen im Podcast „Crime Daheim“ geht es in den Short-Crimes nicht vorrangig um Mord und Totschlag. Hier sprechen die Redakteure über skurrile und spannende Episoden aus dem Gerichtsalltag. Es geht um alltägliche Delikte, kleine Vergehen, manchmal auch humorvolle Episoden oder einfach darum, etwas über die Justiz zu lernen.
Kontakt: Für Feedback oder Fallhinweise schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected]. Folgen Sie uns für alle weiteren Updates auf Instagram unter crimedaheim_podcast. Alle Artikel zur den Folgen finden Sie unter: https://www.onetz.de/themen/crime-daheim-podcast.
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