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Dieser Podcast hat einen neuen Namen, der den Inhalt besser beschreibt. Ansonsten ändert sich eigentlich nicht viel.
Mir ist ja vor ein paar Monaten aufgefallen, dass es nicht nur hier und da Rassismus gibt, sondern dass wir in einer Gesellschaft leben, die – trotz aller Fortschritte – Rassismus noch fest eingebaut hat. Herzlich willkommen, werden einige sagen, schön, dass dir das auch mal auffällt. Aber das hängt natürlich auch damit zusammen, dass ich mir in meinem Leben ganz viele Fragen nie stellen musste, die für andere Menschen Alltag sind. Und dass das eigentlich das größte Privileg ist, las ich in „Exit Racism“ von Tupoka Ogette, kann ich nur empfehlen. (Ich habe zum Beispiel nie das Problem, dass ich meinen Nachnamen bewusst falsch schreiben muss, damit er in einem Podcast-Titel nicht kaputt geht.)
Auf der Suche nach mehr Information über die Wirkung von Sprache und nach mehr Hilfe beim Perspektivwechsel bin ich auf „Sprache und Sein“ gestoßen, das neue Buch von Kübra Gümüsay, sie ist Anfang 30, Autorin, wohnt in Hamburg. Ein sehr persönliches und zum Perspektivwechsel einladendes Buch über Sprache und welche Macht Sprache hat über Biografien, Selbstbilder und Realität ganz Allgemein. Ich habe mich daher mit Kübra mal fernmündlich verbunden.
Die EU ist dabei, die Genfer Flüchtlingskonvention zu entsorgen. Griechenland hat das Asylrecht außer Kraft gesetzt – mit Billigung aus Brüssel. Auf den griechischen Inseln leben 40.000 Geflüchtete unter unwürdigen Bedingungen; ein rechter Mob macht Jagd auf Freiwillige und Journalisten.
Dabei hätte die EU vier Jahre Zeit gehabt, an seinen Außengrenzen in Spanien, Italien und Griechenland eine effiziente Asyl-Bürokratie aufzubauen, die die Anliegen geflüchteter Menschen prüft – schnell, aber nach rechtsstaatlichen Maßstäben.
“Das ist eine absolut lösbare Aufgabe”, sagt Gerald Knaus, der mit seinem Verein European Stability Initiative den EU-Türkei-Deal erfunden hat, eine Vereinbarung, die trotz aller Kritik als Modell dafür gelten kann, wie die EU ihre Grenzen schützen und mit Geflüchteten menschlich umgehen kann.
Heinrich Strößenreuther war Bahn-Manager und Greenpeace-Kampagner. Mit German Zero hat er sein bisher größtes Projekt in Angriff genommen.
Deutschland soll bis 2035 klimaneutral werden, so das Ziel. Dafür hat German Zero alle Maßnahmen zusammengestellt und will die jetzt in ein Gesetz gießen, dass in zwei Jahren den Bundestag passieren soll – mit einer Zweidrittel-Mehrheit. Wie das gehen soll erklärt Strößenreuther im Gespräch mit Philip Banse.
Shownotes
German Zero
Sponsor
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Eigentlich wird Deutschland immer offener und liberaler, sagt der Soziologe Matthias Quent, Autor des Buchs “Deutschland rechts auße – Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können” (Affiliate Link).
Den von vielen empfundenen Rechtsruck beschreibt er als Aufbäumen lange bestehender rechtsradikaler Kräfte und Strömungen gegen diese liberalen Entwicklungen.
Im Gespräch mit Philip Banse erläutert Quent, was die Forschung über AfD-Wähler weiß und wie die Gesellschaft mit Rechtsradikalen in Vereinen und Parlamenten umgehen sollte.
Das Gespräch wurde am 15. Januar 2020 aufgenommen.
Was hat die Welt aus der Finanzkrise gelernt? Was läuft heute noch falsch im Finanzsystem und wie erklärt man Laien das CumEx-Abzock-System?
Um diese und andere Fragen zum aktuellen Banken- und Finanzsystem zu besprechen, hat sich Philip Banse mit Gerhard Schick verabredet.
Gerhard Schick war lange Finanzpolitiker der Grünen im Bundestag, hat den Untersuchungsausschuss “CumEx” angestoßen ist dann aber aus dem Parlament ausgeschieden und hat die “Bürgerbewegung Finanzwende” gegründet, ein Verein, der sich für ein gerechteres, Gemeinwohl orientiertes Finanzsystem einsetzt.
Warum treffen konservative und progressive Menschen unterschiedliche moralische Entscheidungen und was hat das mit ihren Genen und messbaren Gefühlen zu tun?
Im Gespräch mit Philip Banse erklärt Philipp Huebl, Philosoph und Buchautor (“Die aufgeregte Gesellschaft” – Affiliate-Link), wie uralte Emotionen unsere Moral beeinflussen, wie sich Liberale und Konservative unterscheiden und warum wir so einen Rechtsruck beobachten.
Das Gespräch wurde am 3.12.2019 aufgezeichnet.
Sandra Wachter ist Professorin in Oxford und beschäftigt mit maschinengestützen Entscheidungen und ethischen Fragen der “künstlichen Intelligenz”.
Philip Banse spricht mit ihr über Kontrolle maschinengestützter Entscheidungen (wer ist verantwortlich, wenn etwas schief geht?) und das Konzept der “Counterfactual Explanations” (pdf), mit dem maschinelle Entscheidungen nachvollziehbarer werden sollen.
Es kommen auch einige Eurer Fragen zur Sprache, etwa nach Technik-Forschung, die von großen Technik-Firmen mitfinanziert wird.
Was macht Menschen zu Extremisten – sei es islamistischen oder nationalsozialistischen? Wie bringt man sie dazu, auszusteigen und wie kann sinnvolle Prävention aussehen?
Bernd Wagner hat vor 20 Jahren EXIT mitgegründet, eine Initiative, die Menschen hilft, die mit Rechtsextremismus und Islamismus brechen und sich ein neues Leben aufbauen wollen.
Die Bundesregierung scheint das Projekt nicht mehr fördern zu wollen. Ende des Jahres könnte Schluss sein.
Während des Gesprächs mit Philip Banse ruft eine Nazi-Aussteigerin an.
“Die Ungleichheit in Deutschland wächst”, sagt Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), im Gespräch mit Philip Banse.
Der Staat schaffe es immer weniger unterschiedliche Startchancen seiner Bürger auszugleichen und die Einkommensschere gehe immer weiter auf. Sorgen bereite ihm nicht so sehr, dass wenig Menschen sehr viel besitzen, sagt Fratzscher, sondern dass sehr viele Menschen sehr wenig besitzen.
Ungleichheit, Klimawandel, Mieten – kann die soziale Marktwirtschaft diese Probleme lösen? Oder brauchen wir ein neues System, einen digitalen Sozialismus?
Marcel Fratzscher spricht über das Bildungssystem, Steuern, CO2-Preise, ein Grundeinkommen – und erklärt, was Menschen brauchen, um glücklich zu sein. Viel Spaß.
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