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DU010 - Auf der Spur des “Killerasteroiden”
Das Universum trifft den Chaos-Gott
In Folge 10 geht es um Alles! Nämlich um die Frage, ob der Asteroid Apophis auf der Erde einschlagen wird. Spoiler: Eher nicht ;) Aber trotzdem ist die Geschichte seiner Entdeckung und seiner Erforschung enorm interessant weswegen Florian genau diese Geschichte heute erzählt. Es gibt nämlich auch neue Beobachtungsdaten und die zeigen, dass man bei Asteroiden auch auf “nicht-gravitative Kräfte” aufpassen muss. Außerdem beantworten wir Fragen zu Asteroideneinschlägen aus der Hörerschaft. Aber nicht nur; auf Fragen zu weißen Zwergen und schwarzen Löcher finden ihre Antwort.
Einleitung: Non-governmental-astronomers
Bevor wir zur eigentlichen Geschichte der Woche kommen diskutieren wir noch kurz über die Amateurastronomie. Beziehungsweise darüber, ob man nicht besser “Hobby-Astronomie” dazu sagen sollte. Oder irgendwas anderes. Auf jeden Fall sind wir uns einig, dass die nicht-hauptberuflichen Astronominnen und Astronomen einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaft leisten können.
Mehr Informationen zu den Themen der Einleitung
Das Astronomietreffen dessen Name Florian in der Sendung vergessen hatte ist das Herzberger Teleskoptreffen und hier gibt es einen Bericht über das Treffen damals
Astro-Geschichte: Die Sonne schiebt Apophis rum
Der Asteroid Apophis ist ein äußerst faszinierender Himmelskörper. Nach seiner Entdeckung sah es einige Zeit lang so aus, als könnte er auf der Erde einschlagen. Das hat sich dann zum Glück für uns geändert. Aber spannend bleibt das Ding trotzdem. Im Jahr 2029 wird der Asteroid in nur 38.000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbei fliegen und als erster Asteroid überhaupt für uns mit freiem Auge sichtbar sein. Ein Einschlag ist da ausgeschlossen. Aber im Jahr 2068 besteht noch eine sehr, sehr geringe Chance auf eine Kollision mit der Erde. Um das genau ausrechnen zu können muss die Bahn des Asteroid aber auch sehr genau berechnet zu werden. Dazu muss man nicht nur wissen wie die Gravitation der anderen Himmelskörper auf den Asteroid wirkt. Sondern auch die “nicht-gravitativen Kräfte”, wie zum Beispiel den “Jarkowski-Effekt”. Der entsteht, wenn ein Asteroid ungleichmäßig von der Sonne aufgewärmt wird und kann einen Himmelskörper durchaus ein wenig von seiner “normalen” Bahn abbringen. Wie stark dieser Effekt bei Apophis ist wurde nun kürzlich gemessen und zwar von David Tholen und Davide Farnocchia (“Detection of Yarkovsky Acceleration of (99942) Apophis”; eine Pressemeldung dazu gibt es auch). 170 Meter pro Jahr ist die Abweichung und mit diesem Wissen kann man jetzt viel genauer rausfinden, wie die Chancen auf eine Kollision im Jahr 2068 stehen. Vermutlich noch schlechter als sie jetzt stehen, was durchaus eine gute Nachricht ist!
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Schon früher hat man sich ausführlich damit beschäftigt wie der Jarkowski-Effekt sich auch Apophis auswirken könnte: "Yarkovsky-driven impact risk analysis for asteroid (99942) Apophis".
Alles über den Jarkowski-Effekt könnt ihr in einem Sternengeschichten-Podcast nachhören. Oder in einem Blog-Artikel von Florian lesen. Hier steht auch noch was.
Wer ganz genau wissen will, wie es mit den aktuellen Kollisionswahrscheinlichkeiten ausschaut, kann in die Sentry-Datenbank der NASA schauen. Der Datenbankeintrag zu Apophis ist hier.
Die Turiner Skala zur Einschätzung des Risikos eines Asteroiden gibt es hier.
Und wer wissen will wie die Wissenschaft mit so einem potenziellen Einschlag umgehen würde, kann dieses Interview anhören, in dem es um eine “Konferenz der Weltretter” geht.
Fragen aus der Hörerschaft
Die erste Frage kommt von Stefan und er will wissen: ”Wie lange waren die Tage vor dem großen Astereoideneinschlag? Gab es durch den Impakt einen Einfluss auf die Kontinentalverschiebungen?” Gute Frage, kurze Antwort: Nicht viel länger als heute und Nein. Es gibt zwar Änderungen der Tageslänge durch solche Ereignisse und wir können das sogar messen. Aber die sind minimal.
Gerrit wollte wissen: ”Was genau muss zusammen kommen, damit ein Asteroid mit einem Planeten kollidiert? Es fliegen doch etliche Asteroiden um die Erde, so ein Einschlag scheint aber vergleichsweise selten zu passieren.” Auch hier ist die Antwort kurz: Wenn Planet und Asteroid zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind, dann kracht es. Aber zum Glück ist das Sonnensystem ein sehr, sehr großer Ort und meistens fliegen die Dinger aneinander vorbei.
Jürgen hatte eine Frage über das Zentrum der Milchstraße: ”Ich habe eine Frage zum supermassereichen Schwarzen Loch Sagittarius A* „im Zentrum“ unser Milchstraße. Ich habe das in Anführungszeichen gesetzt, weil sich meine Frage eigentlich um die Bedeutung dieser Formulierung dreht. Ist Sag A* das Zentrum der Milchstraße oder befindet sich Sag A* einfach nur im Zentrum. Der Unterschied in meinem Verständnis ist, dass „das Zentrum“ tatsächlich das Gravitationszentrum der Milchstraße ist und alles in der Galaxie um dieses Zentrum kreist, wohingegen „im Zentrum“ bedeutet, das Sag A* lediglich Teil des eigentlichen Zentrums ist. Kann ein supermassereiches Schwarzes Loch von 4 Mill. Sonnenmassen das Gravitationszentrum einer Galaxie von >200 Mrd. Sternen und geschätzten 600-800 Mrd. Sonnenmassen sein?” Das ist eine lange Frage und auch die Antwort darauf ist nicht kurz, wird dafür aber sehr kompetent von Ruth gegeben.
Und dann hatte Micha noch eine sehr schöne Frage: ” Kühlt ein Weisser Zwerg im Laufe der Jahrmilliarden irgendwann aus? Wenn dem so ist, was würde einem Astronauten wiederfahren, der sich dem Weissen Zwerg nähert oder gar auf ihm landen würde?” Die Antwort darauf geben Florian und Ruth aus unterschiedlichem Blickwinkel. Aber beide sind sich einig: Der Astronaut wäre auf jeden Fall tot!
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DU009 - Das Geheimnis der dunklen Galaxie
Kommt auf die dunkle Seite!
Zu Beginn der Sendung sind wir ein wenig begeistert über die Weltraummission OSIRIS-REx und den Versuch Material von einem Asteroid zur Erde zu bringen. Danach erzählt Ruth eine Geschichte über “dunkle Galaxien” und ärgert sich über die reißerischen Methoden der publikationsgetriebenen Wissenschaft. Und danach beantworten wir sehr viele Fragen über dunkle Materie.
Einleitung: Die NASA beklaut einen Asteroid
Im Jahr 2016 flog die Raumsonde OSIRIS-REx ins All. Ihr Ziel war der Asteroid Bennu wo sie auch erfolgreich angekommen ist. Dieser Asteroid sollte aber nicht nur aus der Ferne erforscht werden. Vor allem wollte man Material von seiner Oberfläche aufsammeln und zurück zur Erde bringen. Genau dieses Einsammelmanöver fand am 20. Oktober 2020 statt. Dabei konnte man live zusehen, was Ruth getan hat; Florian allerdings nicht.
Mehr Informationen zu den Themen der Einleitung
Ein kurzes Video der “Landung” von OSIRIS-REx kann man hier sehen. Den ganzen Live-Stream der Aktion kann man hier nachschauen.
Astro-Geschichte: Dunkle Galaxien und die reißerischen Methoden der publikations-getriebenen Wissenschaft
“Dragonfly 44” klingt wie etwas aus einem Science-Fiction-Film. Ist aber der Name einer ganz speziellen Galaxie. Einer “Ultra-Diffusen Galaxie” oder, etwas reißerischer, einer “dunklen Galaxie”. Also einer Galaxie, die fast komplett aus dunkler Materie besteht und nur sehr wenige Sterne enthält. Dragonfly 44 ist das beste Beispiel so einer Galaxie: Halb so groß wie die Milchstraße aber mit nur einem Tausendstel der Sterne. Anscheinend besteht Dragonfly 44 zu 99,99 Prozent aus dunkler Materie. Diese Entdeckung wurde 2016 gemacht und auch ganz offiziell veröffentlich. Die Frage die sich nun stellt lautet: Was ist da passiert? Warum hat diese Galaxie so wenig Sterne? Darüber wurde viel geforscht, unter anderem wurde die Röntgen-Strahlung in dieser Gegend untersucht. Aber die Antwort auf diese Frage war überraschend anders, wie Ruth berichtet. Eine neue Studie zeigt: So dunkel ist die dunkle Galaxie gar nicht. Was einen kleinen Rant von Ruth über die reißerischen Methoden der publikationsgetriebenen Wissenschaft nach sich zieht.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Das Dragonfly Telescope kann man hier anschauen. Das von uns diskutierte Prepring Archive “arXiv” ist hier zu finden, Und die Arbeitsgruppe von Pieter Van Dokkum hat hier ihre Homepage.
Fragen aus der Hörerschaft
Heute beantworten wir passende Fragen über Dunkle Materie:
Matthias fragt: ”Kann dunkle Materie verklumpen? Kann DM z.B. Äquivalente zu Planetensystemen bilden? Kann es Schwarze Löcher aus DM geben?”
Nein. Zusammenklumpen ist ein elektromagnetischer Effekt bzw auf sub-atomaren skalen ein Effekt der starken Wechselwirkung. Beides Kräfte die die dunkle Materie nicht betreffen.
Und genau das fragt auch Michael: ”Wäre es aus eurer Sicht wirklich möglich, dass es gar keine dunkle Materie gibt sondern der gravitative Einfluss der nicht sichtbaren Materie durch schwarze Löcher erklärt werden kann?”
Galaktische schwarze Löcher sehen wir in verschiedenen Wellenlängenbereichen, stellare schwarze Löcher gibt es zu wenige; es kämen höchstens noch die “primordialen schwarzen Löchern” in Frage, also schwarze Löcher die direkt beim Urknall entstanden sind. Aber wenn es so viele primordiale Schwarze Löcher gäbe um die dunkle Materie erklären zu können, müsste sich ihre gravitative Auswirkung, also ihre Gravitationslinsenwirkung auf die Sterne im Hintergrund beobachten lassen können. Dieser Mikro-Gravitationslinsen-Effekt wurde in der Tat auch beobachtet, aber nur sehr selten. Das heißt die primordialen schwarzen Löcher tragen weniger als 1% zur dunklen Materie bei. Siehe zum Beispiel hier.
Sancho möchte wissen: ”Woher weiß man, dass es Dunkle Materie gibt und was könnte das sein?”
Es gibt ganz viele Indizien dafür dass es zusätzliche (unsichtbare) Masse im Universum geben muss, die grob gesagt alle mit der Bewegung von Sternen und Galaxien zu tun haben
Jens fragt sich passend dazu: ”Was ist aus den WIMPS und MACHOS eigentlich geworden? Einige Zeit waren die ja als Kandidaten zur Erklärung der dunklen Materie hoch gehandelt. Dann wurde es sehr still darum. Könnt ihr sagen, warum?”
Ruth und Florian sind sich einig: MACHOs sind eindeutig ein veraltetes Konzept und WIMPs wurden auch schon ziemlich in die Ecke gedrängt.
Und zum Abschluss gibt es noch was zu schwarzen Löchern. Die große Frage die alle beschäftigt (zumindest Mathias, Jan, Jörn, Florian, Erich und Uwe) lautet: Wenn das Universum am Anfang so dicht war, warum ist es nicht einfach sofort zu einem Universums-großen schwarzen Loch geworden?
Das liegt an der Expansion. Die Schwarzschild-Lösung gilt in einem statischen und nicht in einem expandierenden Raum. Ein Schwarzes Loch passiert im Raum, es ist nicht etwas das dem ganzen Raum passiert. Oder man interpretiert es anders: Der Urknall war eine Singularität in der Vergangenheit, ein schwarzes Loch ist eine in der Zukunft. Wenn man ehrlich ist muss man aber antworten: Das weiß man alles noch nicht wirklich…
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Florian wird am 31. Oktober 2020 mit den Science Busters in Linz auftreten. Karten dafür [gibt es hier]https://ticket.posthof.at/eventim.webshop/webticket/eventlist?production=3515). Am 1. November 2020 treten die Science Busters in Perchtoldsdorf (bei Wien) auf. Karten dafür gibt es hier . Sofern nicht alles wegen Corona abgesagt wird - schaut also vorher nochmal nach bevor ihr Karten kauft!
Das neue Buch der Science Busters heißt Global Warming Party und ist überall dort erhältlich wo es Bücher (und Hörbücher) gibt.
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Wir haben keine Nobelpreise gewonnen, reden aber darüber. Denn es geht um die Erforschung schwarzer Löcher, was cool ist und deswegen besprochen werden muss. Danach erzählt Florian eine Geschichter über die Suche nach extragalaktischen Planeten. Und wir beantworten Fragen über das was im Zentrum von Galaxien ist, was zwischen Galaxien ist und wie das mit den Sternbildern und Sternzügen funktioniert.
Einleitung:
Weder Florian noch Ruth haben in diesem Jahr einen Nobelpreis gewonnen. Aber es gab einen Preis für das Universum. Nicht für diesen Podcast - aber das zweite Jahr in Folge wurde der Physik-Nobelpreis für astronomische Forschung vergeben. In diesem Jahr für die Erforschung schwarzer Löcher. Was da genau erforscht wurde und warum es dafür einen Nobelpreis gab diskutieren und erklären wir ausführlich. Und machen uns Gedanken darüber, wieso gerade diese spezielle Forschung über schwarze Löcher ausgezeichnet worden ist und andere ignoriert wurde.
Mehr Informationen zu den Themen der Einleitung
Einen Artikel zum Physik-Nobelpreis 2019 für die Entdeckung extrasolarer Planeten könnt ihr hier lesen; es gibt auch Bonusmaterial dazu aus Florians Buch. Die Kosmologie wurde 2019 übrigens auch ausgezeichnet. Und zum Preis von 2020 über schwarze Löcher gibt es auch Lese- und Hörmaterial.
Die Beobachtungstechnik der Interferometrie wird hier ausführlich erklärt und wie man schwarze Löcher beobachten kann ist hier erklärt
Eine Animation der Bewegung der Sterne im Zentrum der Milchstraße gibt es hier zu sehen. Und dieses Video mit einem Zoom ins Herz der Milchstraße ist absolut beeindruckend.
Das erste Bild eines Schwarzen Lochs wurde 2019 gemacht und ist immer noch nobelpreislos.
Astro-Geschichte: Der erste extragalaktische Planet?
Florian erzählt die Geschichte des ersten extragalaktischen Planeten. Es geht um die Entdeckung des ersten Planeten, der einen Stern umkreist der sich in einer anderen Galaxie befindet. Nachlesen kann man das in dem Fachartikel "M51-ULS-1b: The First Candidate for a Planet in an External Galaxy".
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Ob es den extragalaktischen Planeten wirklich gibt, wissen wir noch nicht. Aber auch in der Vergangenheit hat man schon ab und zu vermutet, so etwas entdeckt zu haben. Das könnte ihr zum Beispiel hier nachlesen. Der Planet der aus einer anderen Galaxie zu uns gekommen ist, wurde 2010 entdeckt - hat sich dann aber als nicht-existent herausgestellt
Die Star-Trek-Folge die in der Andromedagalaxie spielt heißt übrigens “By any other name”
Über die Pulsarplaneten könnt ihr euch in Folge 355 des Sternengeschichten-Podcasts informieren.
Über die Suche nach extrasolaren Planeten gibt es hier eine ausführliche Artikelserie.
Fragen aus der Hörerschaft
Heute beantworten wir passende Fragen über schwarze Löcher und Planeten:
Andreas fragt: ”Immer reden alle davon, dass im Zentrum jeder Galaxie ein schwarzes Loch sitzt. So als wäre das eine Selbstverständlichkeit. Warum aber ist das so? Woher weiß man das? Gibt es dafür Belege? Es ist ja wohl schon extrem schwierig, das in unserer eigenen Galaxie zu ‘sehen’.”
Ist es! Aber Ruth erklärt wie es geht und hier steht auch noch mehr dazu
Benjamin fragt:”Ich bin 11 Jahre alt und interessiere mich sehr für die Astronomie. Ich habe gerade den Podcast von dir und der lieben Ruth angehört und habe ein paar Fragen an euch: Gibt es weiße Löcher oder ist das nur eine Theorie? Sind die Sterne (Sonnen) am Nachthimmel sehen kleine Sonnensysteme? Und wie kann man so weit ins Universum sehen und zum Beispiel den ExoplanetenTOI 700 d entdecken? “
Die weißen Löcher verschieben wir auf ne andere Folge, aber die Entdeckungsmethoden erklären wir Benjamin sehr gerne.
Christina fragt:”Gibt es eigentlich Sternenbilder, in denen Planeten dabei sind bzw ist sowas aufgrund der Planetenbewegung überhaupt 'möglich'? Oder bestehen sie wirklich 'nur' aus Sternen?”
Sternbilder bestehen wirklich nur aus Sternen. Bzw. eigentlich nicht, wie wir erklären. Mehr zur Geschichte der Sternbilder gibt es in Folge 212 des wunderbaren Zeitsprung-Podcast. Und vergesst nicht auf den Sternzug!.
Hendrik fragt: ”Was ist zwischen den Galaxien los? Die der Milchstraße nächstgelegene Galaxie ist Andromeda in 2,5 Mio. Lichtjahren Entfernung. Aber was würde ich finden, wenn ich in einem fiktiven Raumschiff von der Erde zur Andromeda-Galaxie warpfliegen würde und z.B. noch 1 Millionen Lichtjahre von der Andromeda-Galaxie entfernt wäre? Gibt es zwischen den Galaxien auch Sterne? Würden mir Planeten begegnen? Ist bekannt ob es Asteroiden gibt, die zwischen den Galaxien unterwegs sind? Welche Strahlung gibt es da wohl? Kurzum: was wissen wir über diesen leeren Raum?”
Da wissen wir einiges drüber - was Ruth auch erklärt.
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Florian wird am 16 und 17. Oktober 2020 mit den Science Busters in Wien auftreten. Karten dafür gibt es hier und hier . Sofern nicht alles wegen Corona abgesagt wird - schaut also vorher nochmal nach bevor ihr Karten kauft!
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DU007 - Extragalaktische Lokalnachrichten und Neues von Milkomeda
Wir schauen ins Bezirksblatt des Universums und finden Neuigkeiten über die Katastrophen der Zukunft
Nach einer kurzen Diskussion darüber wer vor der geringsten Anzahl an Menschen aufgetreten ist, widmen wir uns diesmal dem, was weit weg von uns passiert. Aber dennoch massive Folgen für uns haben wird. Allerdings erst in der Zukunft. Denn Ruth hat sich gefragt: “Was gibt es Neues in unserer Galaxis?” und herausgefunden, dass wir anscheinend viel schwerer sind als bisher angenommen. Nicht durch Corona-Kilos sondern durch genauere Messungen der Masse unserer Milchstraße und auch unserer Nachbargalaxie der Andromeda. Das hat Konsequenzen für die bevorstehende Kollision zwischen Milchstraße und Andromeda! Außerdem beantworten wir diverse Fragen zum Aussehen der Milchstraße, dem Inneren von schwarzen Löchern und Mooonden!
Einleitung:
Dank Corona leidet das Theatergeschäft immer noch. Aber Florian hat zumindest noch Luft nach unten; der absolute Tiefpunkt in Sachen Publikumsbegeisterung ist noch nicht erreicht! Und vielleicht geht es ja bald wieder aufwärts.
Astro-Geschichte: Eine fettere Milchstraße, eine schlankere Andromeda und ihr ungeahnt gigantischer Halo
Ruth hat sich nach Neuigkeiten über die Milchstraße umgesehen und herausgefunden, dass da einiges an Forschung stattgefunden hat, die man nicht ignorieren sollte. Sowohl bei unserer Milchstraße als auch bei der Andromeda-Galaxie konnte die Masse neu und besser bestimmt werden. Damit hat sich das bisherige angenommene Massenverhältnis der beiden Galaxien umgedreht. Ruth erklärt wie man solche Massen überhaupt bestimmt (mit dem Virial-Theorem), was da bei unseren lokalen Galaxien los ist und wieso man mit Beobachtungen der Geschwindigkeiten von Kugelsternhaufen im Halo der Milchstraße mit dem Hubble Weltraumteleskop und dem GAIA Satelliten die Massen von Galaxien bestimmen kann.
Auf jeden Fall ist nun die dynamische Masse der Milchstraße auf ca 1,5 Billionen Sonnenmassen hochgestuft: sie ist also ca eineinhalb mal so schwer wie bisher angenommen. "Evidence for an Intermediate-Mass Milky Way".
Das hat Konsequenzen für die Kollision zwischen den beiden Galaxien die in ein paar Milliarden Jahren stattfinden wird. Denn die hat ja eigentlich schon begonnen und dank der neuen Daten sogar schon in echt. Wir wissen nun, dass sich die ausgedehnten und extrem dünnen Gas-Halos der beiden Galaxien schon überlappen! Der Halo der Andromeda wurde mit Hilfe von entfernten Quasaren “durchleuchtet” und analysiert und dehnt sich bis zu 1,5 Millionen Lichtjahren um die Galaxie aus - wesentlich weiter als bisher angenommen und weit mehr als den halben Weg in Richtung Milchstraße. Nachzulesen entweder im circa 40-seitigen Originalpaper oder wer sich das nicht antun will in einem NASA feature.
“Milkomeda” ist also schon Realität!
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Mehr über den GAIA Satellit gibt es bei der ESA. Eine Animation der (echten!) Gaia Daten 5 Millionen Jahre in die Zukunft kann man hier sehen. Außerdem gibt es noch einen Blog-Artikel über GAIA und Florians Live-Blog zum Start von GAIA. Und dann noch einen Sternengeschichten-Podcast zu Kugelsternhaufen und einen
Fragen aus der Hörerschaft
Eine großartige Frage zu Galaxien kommt von Eva, die schreibt: “Es ist ja schwer von der Erde aus zu erkennen wie unsere Galaxie aussieht, und doch gibt es ja sehr anschauliche Bilder der Milchstraße und wo wir uns darin befinden. Ist so ein Bild der Milchstraße dann sozusagen aktuell, also in Echtzeit? Oder zeigt es das Licht der Sterne so wie es bei uns ankommt, und ist das Bild dadurch durch die Zeit die es bis zu uns braucht ‘verzerrt’?” Damit hat Eva eine sehr schlaue Frage gestellt, die aber in der Realität gar nicht vorkommt, da die “Bilder” der Milchstraße natürlich keine echten Bildern sind. Wir können unsere Galaxie ja nicht von außen fotografieren und das was man sieht, sind künstlerische Darstellungen. Wenn es solche Bilder gäbe, dann hätte Eva allerdings recht: Wenn das Licht von der anderen Seite der Galaxie bei uns ankommt, sind die Sterne, die dieses Licht produziert haben schon wieder ganz woanders.
Ganz ähnlich fragt sich und uns auch Uwe: ”Woher kennen wir die Struktur der Milchstraße? Wir befinden uns doch mittendrin und haben keinen nennenswerten Beobachtungswinkel über der Ebene? Wie konnten wir die Spiralarme auflösen?” Das können wir eben eigentlich gar nicht. Wir können die Spiralstruktur der Milchstraße nicht “sehen”, sondern nur von der Bewegung der Sterne rekonstruieren. Die erste Vermutung der Existenz der Spiralarme kam durch die Beobachtung der Spiralstruktur in den meisten anderen Galaxien auf. Seit 1951 weiß man durch konkrete Daten, dass auch wir Spiralarme haben und dank der Daten des GAIA Satelliten, der die exakte Position, Geschwindigkeit und Helligkeit von weit über 1 Milliarde Sternen in der Milchstraße bestimmt hat wissen wir jetzt wesentlich besser, wie die Milchstraße aussieht.
Und dann schrieb uns auch noch Magdalena: ”Meine Tochter Anne (9, Berufswunsch: Astronautin) würde gerne von Euch wissen: Gibt es auch außerhalb der Galaxien Sterne?”
Ja! Jede Menge. Die meisten Sterne befinden sich zwar in Galaxien (wo sie entstehen), aber manchmal werden durch einen Zusammenstoß zweier Galaxien Sterne aus den Galaxien herausgeschleudert. Die befinden sich dann zwischen den Galaxien, was vor allem in Galaxienhaufen vorkommt, wo sich die einzelnen Galaxien öfter treffen können.
Anne will aber auch noch wissen: ”Wie hell ist es in einem schwarzen Loch?” Knifflige Sache… Eigentlich sollte es dort hell sein, denn Licht kommt zwar rein, aber nicht mehr raus. Aber vielleicht sieht es auch ganz anders aus, denn wer sollte das sehen können? Wer in ein schwarzes Loch fällt, wird das leider nicht überleben. Und eigentlich wissen wir nicht wirklich, was genau in einem schwarzen Loch los ist.
Die dritte Frage von Anne lautet: ”Fällt unser Sonnensystem irgendwann in das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße?” Keine Sorge! Wir sind extrem weit davon entfernt und bewegen uns auf einer Bahn, die es uns nicht erlaubt hineinzufallen. Dass wir durch die Kollision mit Andromeda in die Richtung des schwarzen Lochs geschleudert werden ist zwar nicht unmöglich, aber sehr sehr unwahrscheinlich.
Quickfire-Questions
Ganz schnell haben wir dann noch diese Fragen beantwortet:
Von Alex: ”Warum bestehen Sterne & Planeten nicht aus dem gleichen Material?”
Von Rene: ”Wieviele Generationen von Sternen braucht es um die schwereren Elemente des Periodensystems entstehen zu lassen?”
Von Claus-Peter: ”Warum fliegt die ISS in einer Art "Sinuskurve" um die Erde?”
Ben wundert sich: _”Wo verschwindet ein Meteorit, nachdem er eingeschlagen ist?”
Von Tina: ”Können Monde Monde haben?”
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DU006 - Aliens im 8-dimensionalen kosmischen Heuhafen
Wer braucht schon Aliens?
Diesmal reden Ruth und Florian über das, über das früher oder später immer geredet werden muss, wenn Menschen Fragen zur Astronomie haben. Richtig: In dieser Folge von "Das Universum" geht es um Aliens! Um die Suche nach intelligenten außerirdischen Wesen und die Frage, warum wir trotz aller Bemühungen nix gefunden haben. Das liegt am kosmischen Heuhaufen, der nicht nur enorm groß ist, sondern noch dazu mehr Dimensionen hat als man denken möchte. Deswegen wird am Ende auch noch die Frage beantwortet, was es mit der 4. Dimension (und jeder Menge weiteren Dimensionen) eigentlich auf sich hat.
Einleitung:
Florian erzählt von seinem Besuch im Deutschen Museum in München und dem sehr viel längeren Besuch am gleichen Ort, wo er ein kosmisches Erweckungserlebnis hatte. Quasi zumindest. Außerdem empfiehlt er dringend einen Besuch im Naturhistorischen Museum von Wien um dort die weltweit größte Schausammlung von Meteoriten zu besichtigen. Außerdem gibt es ein neues Buch an dem Florian mitgeschrieben hat: “Global Warming Party: Wie wir uns das Klima schönsaufen können und andere wissenschaftlich überprüfte Anregungen zur Rettung der Menschheit” (*Affiliate Link)
Astro-Geschichte: Keine Aliens im kosmischen Heuhaufent
Florian stellt eine Arbeit australischer ForscherInnen vor, die sich mit der Suche nach außerirdischen Lebewesen beschäftigt: “A SETI Survey of the Vela Region using the Murchison Widefield Array: Orders of Magnitude Expansion in Search Space”. Dort hat man nix gefunden. Was aber nicht überraschend ist und nicht unbedingt heißen muss, dass es keine Aliens zu finden gibt. Denn, wie eine zweite Arbeit ausführlich vorrechnet, haben wir bis jetzt quasi nix von dem untersucht was es potentiell zu untersuchen gibt. Der kosmische Heuhaufen ist viel zu groß, wie man im Artikel “How Much SETI Has Been Done? Finding Needles in the n-dimensional Cosmic Haystack” nachlesen kann.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Der Film “Contact” ist auch heute noch sehenswert, schaut ihn euch an! Die Arecibo-Botschaft die wir 1974 ins All geschickt haben ist bis heute noch unbeantwortet geblieben. Unser Fernsehprogramm können etwaige Aliens glücklicherweise auch nicht empfangen. Zum “Fermi-Paradox könnt ihr euch dieses und dieses Video ansehen oder dieses Buch lesen
Das Buch über Leben und Arbeit von Jill Tarter und die Entwicklung von SETI heißt “Jill Tarter and the Search for Extraterrestrial Intelligence” (Affiliate Link) und geschrieben hat es Sarah Scoles. Lest es, es ist super! Gleiches gilt für die Trisolaris-Trilogie (Affiliate Link) von Cixin Liu die auch mit dem Thema “Wo sind die Aliens?” zu tun hat.
Fragen aus der Hörerschaft
Die passenden Fragen zu dieser Folge kommen diesmal von Myrna. Sie hat uns geschrieben: ”Liebe Ruth, lieber Florian, da wir alle ja davon ausgehen, dass sich das Universum in unendliche Weiten erstreckt, kam bei mir schon früh die Frage auf, was es da draußen noch alles geben kann. Dass es "Aliens" gibt, ist damit doch fast 100%tig sicher, oder? Es kann schließlich nicht sein, dass das ganze restliche Weltall ganz ohne Leben ist.” Das haben wir quasi in der gesamten Folge beantwortet und die Antwort in kurz lautet: Kann sein, kann nicht sein - wir wissen es nicht.
Myrna hatte aber auch noch eine zweite Frage: ”Meine zweite Frage ist, ob ihr euch auch mit Dimensionen beschäftigt habt. Schon lange habe ich über die 4. Dimension nachgedacht und dieser wird ja auch nachgesagt, dass ein menschliches Wesen nicht wirklich verstehen kann, worum es sich handelt. Aber mich interessiert sie trotz allem sehr und ich würde mich freuen, mehr darüber zu erfahren oder verstehen zu können. Liebe Grüße, Myrna”
Das ist ein ziemlich kniffliges Thema, aber wir haben unser bestes getan es zu erklären. Mehr zur Sache mit den Dimensionen könnt ihr in Folge 267 des Sternengeschichten-Podcast lesen ider hier auch direkt hören. Das Buch “Flatland: A romance of many dimensions” ist auch heute noch lesenswert. Und wer Lust hat, einen Tesserakt anzustarren, kann das hier tun.
Und schließlich wollte Michael von uns wissen, was passiert, wenn er zu einem schwarzen Loch wird, was ihr ihm auch beantwortet haben!
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Florian wird am 15. September 2020 mit den Science Busters in Wien auftreten. Karten dafür gibt es hier. Am 21. September 2020 gibt es zwei Shows in Salzburg - Karten gibt es hier und hier. Und am 24. September wird Florian in Paderborn einen Vortrag zum Thema “Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen” halten; im Heinz Nixdorf Forum - der Eintritt ist frei und hier kann man sich anmelden. Am 25. September 2020 gibt es dann nochmal eine Science Busters Show in Passau - Karten gibt es hier. Sofern nicht alles wegen Corona abgesagt wird - schaut also vorher nochmal nach bevor ihr Karten kauft!
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Blog Florian|
DU005 - Das Universum braucht eine Inventur
Einleitung:
Nach einem kurzen Ausflug in einen fremden Podcast - WRINT Folge 1123 - berichtet Ruth von ihrem Besuch bei der Konferenz der International Planetarium Society. Was Florian zum Anlass genommen hat davon zu erzählen, wie er bei einer Konferenz von Planetariumsbetreibern einmal eine Wurst und einen Asteroiden geschenkt bekommen hat.
Mehr Informationen zur Einleitung
Informationen über die Vorträge bei der IPS-Konferenz findet ihr auf der Homepage der Vereinigung; Aufzeichnungen der Vorträge gibt es auf der Facebook-Seite der IPS
Über den Asteroid mit dem Namen “(243073) Freistetter” könnt ihr hier mehr lesen - Wurst aus Drehbach gibt es hier.
Schon wieder Beteigeuze
Nachdem wir in in Folge 3 des Podcasts erklärt haben, warum der Stern Beteigeuze vor ein paar Monaten so viel dunkler geworden ist, müssen wir nun erklären, dass diese Erklärung offensichtlich nicht ausreichend viel erklärt. Weil die Wissenschaft - wie sie halt nun mal ist - immer wieder neue Sachen rausfindet. Verdammt!
Mehr Informationen zum Thema
Eine gute Zusammenfassung der unterschiedlichen Beobachtungsdaten und ihrer Ergebnisse findet ihr hier.
Astro-Geschichte: Ein Riesenstern verschwindet
Ruth erzählt die Geschichte eines Sterns in einer anderen Galaxie der kürzlich einfach so verschwunden ist. Obwohl wir ihn vorher gar nicht gesehen haben. Wieso wir trotzdem rausfinden können, dass er weg ist; wieso er sich einfach so ohne Verabschiedung wohin auch immer verzogen hat und warum die Astronomie seltsamerweise das Wort “Dark Nova” nicht kennt: All das macht eine wirklich coole Forschungsstory aus.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Über den verschwundenen Riesenstern in der Zwerggalaxie PHL 293B informiert die Europäische Südsternwarte in einer Pressemitteilung. Mehr über das wissenschaftliche Instrument mit dem die Beobachtung gemacht worden ist, könnt ihr hier nachlesen. Die originale wissenschaftliche Facharbeit gibt es hier als pdf.
Fragen aus der Hörerschaft
Diesmal wollte Anke etwas von uns wissen. Und zwar nix über das Universum an sich, sondern darüber wie die Menschen arbeiten, die das Universum erforschen: ”Da ihr beide als Astronomen gearbeitet habt, wollte ich gerne wissen, wie die Arbeit in der Astronomie-Forschung so alltäglich abläuft. Ich studiere derzeit Physik am Ende des Bachelorsstudiums und bin mir noch unsicher, in welche Richtung ich gehen mag. Gibt es auch in der Astronomie die Unterscheidung zwischen Experiment und Theorie? Und wenn ja, wie sehen diese beiden Seiten so aus?”
Zum Glück ist Florian Theoretiker und Ruth Beobachterin - weswegen wir diese Frage natürlich vollumfänglich beantworten können. Außerdem erklärt Florian, dass es das Fach der “Laborastronomie” gibt und was man dort so treibt.
Quickfire-Fragen
Christian: ”Stimmt es, das die dunkle Seite des Mondes mehr Krater hat, und man noch nicht wirklich weiß warum?”
Roland: ”Verringert sich die Lebensdauer der Sonne durch Installation von Solarzellen?”
Marius: ”Könnte ein schwarzes Loch nicht auch einfach ein großer Neutronenstern sein dessen Masse ausreicht um Licht "zu fangen?”
Sancho: ”Ab welcher ungefähren Größe eines Asteroiden wird ein Einschlag gefährlich für die Erde?”
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Florian wird am 5. und 6. September 2020 mit den Science Busters in München auftreten. Open Air im Hof des Deutschen Museums. Karten dafür gibt es hier. Am 11 und 12. September 2020 gibt es Shows auch in Basel. Sofern nicht alles wegen Corona abgesagt wird. Ansonsten kann man Karten hier kaufen. Und am 15. September 2020 wird es auch eine Vorstellung in Wien geben.
Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an [email protected] oder schaut auf ihre Homepage: http://publicspace.at
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify. Oder auch im “WRINT Wissenschaft”-Podcast: https://wrint.de/category/wissenschaft/ und bei Spotify
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DU004 - Die Herrin der Ringe
Kronoseismologie und der Anfang des Himmels
Wir fangen mit einem Quiz an der direkt in die Geschichte aus der Astronomie übergeht, die diesmal von Florian erzählt wird. Sie handelt von Saturn. Und der Frage wie man aus der Beobachtung seiner Ringe mehr über das Innere des Planeten herausfinden kann. Was überraschenderweise tatsächlich funktioniert und der Welt das wunderbare Wort “Kronoseismologie” beschert hat! Am Ende beantworten wir dann noch die Frage: “Wo beginnt der Himmel?”.
Einleitung:
Ruth erzählt wie beeindruckend die Beobachtung des Kometen Neowise war. Und Florian muss erklären, warum er das Ding nicht gesehen hat!
Quiz: Wer ist das?
Es gibt einen Quiz! Die Antwort war “Carolyn Porco” und Ruth hat es nicht erraten. Und wer sonst noch nie von Porco gehört hat, sollte das dringend ändern. Zum Beispiel mit ihrem TED-Talk über Saturn. Das Bild “The Day the Earth smiled” gibt es hier. Und die geniale Cassini-Mission ist auch einen Blick wert.
Mehr Informationen zum Thema
Video: Pale Blue Dot von Carl Sagan
Astro-Geschichte: Die Seismologie des Saturn
In der heutigen Geschichte geht es um Saturn. Beziehungsweise um die Ringe des Saturn. Mit denen man herausfinden kann, wie das Innere des Planeten beschaffen ist. Wie Christopher Mankovich in seiner Überblicksarbeit “Saturn's rings as a seismograph to probe Saturn's internal structure” erklärt. Das Innere der Gasriesen erforscht auch die Mission JUNO, die mit Hollywood-tauglichen Trailer und hoffentlich eine Antwort auf die Frage liefert: Haben Gasplaneten einen festen Kern oder nicht?
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Folge des Sternengeschichten-Podcast zu Beteigeuze
Inge Lehman
Folge des Sternengeschichten-Podcast über Helium
Blog-Artikel über Inge Lehmann
Folge des Sternengeschichten-Podcast über den Erdkern
Fragen aus der Hörerschaft
Sabine hat uns folgende Frage geschickt:”Meine Frage kommt von einem befreundeten Kind, die ich auch nicht beantworten konnte. Wir standen beide im Garten und plötzlich sieht mein kleiner Freund noch oben in den Himmel und fragte: „Wo beginnt der Himmel?“ Puh… ich wusste keine Antwort. Beginnt es mit der Atmosphäre am Boden? Oder mit einer bestimmten Anzahl der „Moleküldichte“ pro Kubikmeter? Oder legte irgendwer fest, ab 10.000m vom Erdboden?”
Ruth und ich haben die Frage unterschiedlich interpretiert und auf zwei verschiedene Arten beantwortet. Ruths Antwort war eher visuell-meteorologisch während Florian die Sache astronomisch-aeronautisch beantwortet hat. Am Ende sind aber beide Antworten sehr schön. Finden zumindest wir!
Mehr Informationen zu den Themen der Frage
Folge des Sternengeschichten-Podcast zur Grenze des Alls
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Dass Sommerfest in Wien-Währing am 11. September 2020 wo Ruth mit ihrem Planetarium auftreten hätte sollen, wurde leider abgesagt. Dafür könnt ihr sie am 21. August 2020 beim Abschlussfest des Sommercamps in Rechnitz sehen.
Florian wird am 21. August 2020 mit den Science Busters und einer “Corona Special”-Show in Wien an der Open-Air-Location “Usus am Wasser” zu sehen sein. Informationen und Tickets dazu gibt es hier. Außerdem wird am 26. August 2020 die im März ausgefallene Wien-Premiere der Science-Busters-Show “Global Warming Party” stattfinden. Informationen und Tickets dazu gibt es hier.
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DU003 - Die Dunkelheit von Beteigeuze
Verdunkelte Sterne im Wandel der Zeit
Heute haben wir keine Zeit für einleitendes Geplauder. Denn Ruth hat eine spannende Geschichte über Beteigeuze zu erzählen. Zwischendurch klären wir, ob die Gravitation jetzt drückt oder zieht. Und was dazu führen kann, dass Sterne sich verdunkeln. Nicht nur im mysteriösen Fall von Beteigeuze, sondern auch bei unserer Sonne - wozu uns ein Frage aus der Hörerschaft erreicht hat, die wir selbstverständlich ebenfalls beantwortet haben.
Einleitung:
Einleitendes Geplauder gab es fast gar nicht. Weil Ruths Geschichte so spannend ist, haben wir quasi gleich damit angefangen!
Astro-Geschichte: Die Dunkelheit von Beteigeuze
Ruth erzählt eine Geschichte über einen Stern. Und nachdem Florian erraten hat um welchen Stern es sich handelt, erfahren wir alles über Beteigeuze. Der Stern der prominent im Sternbild Orion zu sehen ist, ist in den letzten Monaten noch prominenter geworden. Weil er unerwartet dunkel geworden ist. Und dann wieder hell. Was es mit der Dunkelheit von Beteigeuze auf sich hat, erklärt Ruth. Und auch, was für die Helligkeitsänderung verantwortlich ist.
Die BBC fasst die Geschichte hier zusammen. Die der Geschichte zugrunde liegende Facharbeit ist auf dem Preprint-Server arXiv zu lesen. Eine Pressemitteilung des James Clerk Maxwell Telescope könnt ihr hier lesen
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
Folge des Sternengeschichten-Podcast zu Beteigeuze
Folge des Sternengeschichten-Podcast über den Kappa-Mechanismus
Fragen aus der Hörerschaft
”Der Mond hat praktisch den gleichen Durchmesser von der Erde aus gesehen wie die Sonne, das sieht man bei Sonnenfinsternissen. Ich kann die Wahrscheinlichkeit nicht berechnen. Dass es Zufall ist, scheint wenig wahrscheinlich” hat Thorsten uns geschrieben. Was zwar keine Frage ist, von uns aber trotzdem beantwortet wird! Spoiler: Nicht alles was wenig wahrscheinlich erscheint, ist in der Realität auch wirklich wenig wahrscheinlich!
Mehr Informationen zu den Themen der Frage
Folge des Sternengeschichten-Podcast zu den Gezeiten
Artikel über die kürzeren Tage in der Frühzeit der Erdgeschichte
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Ruth wird am 11. September 2020 von 15 bis 19 Uhr mit ihrem mobilen Planetarium am Sommerfest Währing in Wien zu sehen und zu besuchen sein.
Florian wird am 21. und am 28. August 2020 mit den Science Busters und einer “Corona Special”-Show in Wien an der Open-Air-Location “Usus am Wasser” zu sehen sein. Informationen und Tickets dazu gibt es hier (21. August) und hier (28. August).
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DU002 - Der interstellare Blick
Das Planetariumsbusiness läuft wieder! Behauptet zumindest Ruth und wir nehmen das als Anlass um ein wenig über Planetarien und die Schwierigkeiten der Vermittlung astronomisches Wissens mit Online-Vorträgen zu reden. Danach erzählt Florian die Geschichte der Raumsonde “New Horizons” und ihres Blicks auf einen anderen Himmel. Am Ende beantworten wir eine Frage aus der Hörerschaft und klären, was “Super-Puffs” sind.
Einleitung:
Ruth kann endlich wieder anfangen, mit ihrem mobilen Planetarium durch die Gegend zu fahren. Was super ist, weil Online-Vorträge zwar nett sind, aber nicht das, was man eigentlich will, wenn man Menschen von Astronomie begeistern möchte. Den Besuch in einem Planetarium können wir jedenfalls beide sehr empfehlen und wenn das nicht klappt, dann probiert zumindest die freie Software Stellarium aus und schaut euch den Himmel auf eurem Computer an.
Astro-Geschichte: Der interstellare Blick
Florian erzählt von der Raumsonde “New Horizons”, die 2006 ins All geflogen ist, 2015 (und nicht 2014 wie in der Folge erwähnt!) den Pluto besucht hat und dann weiter hinaus ins All geflogen ist. So weit, dass der Himmel für die Raumsonde mittlerweile messbar anders aussieht als für uns von der Erde aus. Wissenschaftlich formuliert heißt das: New Horizons kann dank der großen Entfernung zur Erde unter einem ganz anderen Blickwinkel auf die fernen Sterne schauen. Weswegen deren Position leicht verschoben aussieht. Das nennt man “Parallaxe” und daraus lässt sich die Entfernung zu den Sternen berechnen. Das kann man zwar auch ohne New Horizons erledigen - aber es ist trotzdem eine coole Sache, das wir das jetzt auch mit einer fernen Raumsonde tun können. Was die NASA zu diesem Projekt des “interstellaren Blicks” zu sagen habt, könnt ihr hier nachlesen. Auf deutsch gibt es hier einen Artikel zum Thema
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte
In Illinois ist Pluto noch ein Planet
Wer wissen will wo sich New Horizons gerade rumtreibt, kann das hier live anschauen.
Über den Stern 61 Cygni an dem die erste Parallaxe gemessen wurde, kann man in Florians Buch “Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen” nachlesen.
Mehr zu den Methoden der Entfernungsmessung gibt es hier.
Wo die ganzen Raumsonden hinfliegen kann man sich bei der NASA ansehen.
Und Pluto ist kein Planet, egal was irgendwelche Leute sagen!
Fragen aus der Hörerschaft
Was sind Super-Puffs? wollte Jan-Henrik wissen. Was eine super Frage ist, weil es um Exoplaneten geht. Darüber hat Florian anderswo schon sehr viel erzählt. Vor allem haben wir bei anderen Sternen jede Menge Arten von Planeten entdeckt, die es hier in unserem Sonnensystem nicht gibt. Dazu gehören die “Super-Puffs”; Planeten mit extrem geringer Dichte. Wie sie entstanden sind und ob es sie überhaupt gibt, ist noch unklar. Dazu könnt ihr diesen Artikel auf deutsch lesen oder diese wissenschaftliche Facharbeit auf englisch.
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Falls ihr (beziehungsweise eure Kinder) Ruth live sehen wollt, könnt ihr am 7. Juli 2020 nach Waidhofen an der Ybbs kommen und beim Kinder MiniVersum mitmachen.
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Wir haben zu Beginn leider noch ein wenig Tonprobleme gehabt. Wird aber im Lauf der Sendung besser!
**DU001 - Das dunkle Geheimnis der Zwerggalaxien **
Einleitung:
Ruth erzählt von ihrer Arbeit im Science Center Jodrell Bank. Und von ihrem [mobilen Planetarium].
Florian erzählt, dass er [ein Blog schreibt]. Und diverse Bücher geschrieben hat.
Astro-Geschichte: Die schwarzen Löcher der Zwerggalaxien
Ruth erzählt von Gravitationswellen die durch verschmelzende schwarze Löcher ausgelöst werden und stellt eine wissenschaftliche Arbeit vor die den Ursprung dieser schwarzen Löcher untersucht hat: “LIGO/Virgo Sources from Merging Black Holes in Ultradwarf Galaxies” von Christopher Conselice et al (2020).
Eine Zusammenfassung des Artikels auf englisch findet ihr hier.
Mehr Informationen zu den Themen der Geschichte gibt es natürlich auch noch:
Einführung und Messmethoden für Gravitationswellen
Sternengeschichten-Podcast zu Gravitationswellen
Fragen aus der Hörerschaft
"Woraus bestehen Sterne? (Yuna, 10 Jahre)"
Ruth beantwortet die Frage kindgerecht und Florian erklärt, warum sich auch Erwachsene mit diesem Thema beschäftigen sollten. Vor allem, weil die Person die herausgefunden hat aus was Sterne entstehen immer noch viel zu wenigen Menschen bekannt ist: Cecila Payne-Gaposchkin.
Eine kurze Biografie dieser wichtigen Frau gibt es im Sternengeschichten-Podcast zu Cecilia Payne-Gaposchkin.
Über sie gibt es auch ein neues Buch: “What Stars Are Made of: The Life of Cecilia Payne-Gaposchkin” von Donovan Moore (affiliate Link)
**Kontaktiert und trefft uns: **
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