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November 2010 in Graz. In einem Laufhaus wird eine Sexarbeiterin lebensgefährlich verletzt. Schnell steht fest, wer der Täter ist. Der als "Waldmensch" bekannte Mann war eigentlich im Gefängnis, befand sich aber im gelockerten Vollzug. Kurz nach seiner Flucht ins steirisch-niederösterreichische Grenzgebiet gibt es auch dort Mordalarm.
15. April 1944: Peter S. ist erst 17 Jahre alt, als er einer Bekannten seiner Mutter auflauert sie wegen ein bisschen Geld brutal ermordet. Wenige Monate später wird der Jugendliche enthauptet. Er ist einer der jüngsten Menschen, die in Österreich aufgrund eines Gerichtsurteils hingerichtet wurden.
Mit Claudia Beer-Odebrecht und David Knes
In dieser Folge besprochene Themen:
Die Wilderer vom Hochobir und das Geständnis am Sterbebett (S15E2);
Die tödlichen Autofallen von Franz und Heinrich Petz (S25E6);
"Mir san quitt" – Der letzte Tod durch den Strang (Franz Löcker, der letzte in der Steiermark zum Tode Verurteilte) S1E7
Leutschach 2002. Alarmiert von einem vagen Funkspruch, halten zwei Gendarmen Nachschau in einem Supermarkt. Als die beiden parallel durch zwei Gänge gehen, fällt ein Schuss.
Die besprochenen anderen Folgen über Morde an Gendarmen:
Vom Betrugsverdacht zum Doppelmord (S2E13)
15 Schüsse in Bad Aussee: Die Wunden spürt man bis heute (S10E5)
Hier findet ihr Informationen zum Buch "Gendarmenmorde in der Steiermark seit 1880" von Hans Breitegger.
1. Februar 1951 in der Oststeiermark. Mit schweren Verbrühungen und vor Schmerzen brüllend stürmt eine Bäuerin aus dem Haus. Kurz bevor sie stirbt, nennt sie noch den Namen ihrer Schwägerin.
Mit Hans Breitegger und David Knes
Junge Männer liefern sich eine biergeschwängerte Verfolgungsjagd samt Straßensperre. Eine Frau legt in einem Selbstbedienungsladen das Kuvert eines RSa-Briefs statt Geld in die Kassa. Und ein älterer Fahrgast verspürt im Bus ein intimes Bedürfnis – und geht diesem vor den Augen anderer Fahrgäste nach. Am Bezirksgericht gibt es nichts, was es nicht gibt. Nicole Stranzl hat diesmal einige besonders kuriose Fälle aus Weiz mitgebracht.
In dieser Ausgabe besprochene Themen:
Eine Woche nach seinem plötzlichen Verschwinden taucht ein Steirer bei der Polizei auf und behauptet, entführt worden zu sein. Was der Mann nicht sagt: Er hat buchstäblich eine Leiche im Keller.
Mit Hans Breitegger und David Knes
Im November 1938 versetzen die Brüder Franz und Heinrich Petz die Obersteiermark in Angst und Schrecken. Der 20-Jährige und sein erst 13 Jahre alter Bruder errichten mit gefällten Bäumen Straßensperren, um Autofahrer zu überfallen. Angeblich wollen sie eine Geisel nehmen, Lösegeld erpressen und sich damit in die Südsee absetzen. Doch stattdessen eskaliert die Gewalt. Der Fall und sein späteres Nachspiel fordern insgesamt sechs Todesopfer.
Doch der Fall ist mehr als eine spektakuläre Mordserie. Die NS-Führung nutzt die Taten, um Sondergerichte zu stärken, Verfahren zu beschleunigen und die getöteten SA-Männer zu Propagandahelden zu machen. Der strafunmündige Heinrich kommt zunächst in eine Erziehungsanstalt, später in das KZ Sachsenhausen, wo er 1939 von SS-Männern erschossen wird. In dieser Folge sprechen wir über die Brüder Petz, ihre Verbrechen und die politische Instrumentalisierung des Falls durch das NS-Regime.
Zu Gast bei „delikt“-Host David Knes ist der Historiker Martin Moll. Er lehrt an der Universität Graz, ist Mitglied der Historischen Landeskommission für Steiermark und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Fachartikel.
Hier finden Sie den besprochenen Artikel zum Download (2,9 MB): „Autobanditen: Der mörderische Kriminalfall der Brüder Petz im Kontext des NS-Regimes 1938/39“ von Martin Moll, erschienen in der Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Band 115, 2024.
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