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Der Tesla-Gründer und Tech-Visionär Elon Musk plant eine Fabrik im Raum Berlin, im brandenburgischen Grünheide. Bis zu 10 000 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Noch sind die Pläne vage, die Resonanz aber größtenteils positiv. Zumindest bei den politischen Verantwortlichen. Wirtschaftsminister Altmaier begrüßt die Entscheidung und der brandenburgische Regierungschef Woidke verspricht tatkräftige Unterstützung. Wolfgang Lohbeck, ehemaliger Mitarbeiter bei Greenpeace wirft Musk jedoch vor, nicht die richtige Art der E-Mobilität zu fördern.
Gestern haben die öffentlichen Anhörungen im Amtsenthebungsverfahren gegen Trump begonnen. Hintergrund des Verfahrens ist der Vorwurf, dass Trump die Regierung der Ukraine darum gebeten haben soll, Joe Biden in Misskredit zu bringen. Biden ist ehemaliger Senator der Demokraten und potenzieller Gegner Trumps bei der kommenden Präsidentschaftswahl.
Wie gefährlich das Verfahren für Trump werden könnte, ist fraglich. In erster Instanz, dem Repräsentantenhaus, reicht eine einfache Mehrheit zur Amtsenthebung aus. Die ist wahrscheinlich, da die Demokraten hier die Mehrheit der Sitze inne haben. In der zweiten Kammer, dem Senat, sind allerdings die Republikaner dominant. Hier ist eine Zweidrittelmehrheit nötig um den Präsidenten rechtskräftig des Amtes zu entheben.
Die Türkei schickt IS-Anhänger nach Deutschland, welche unter anderem aus kurdischen Gefängnissen in Nordsyrien geflohen sind. Bei den Ausgewiesenen handelt es sich um Kämpfer und Angehörige mit deutschem Pass. Rund 20 Personen betrifft die Abschiebung nach Deutschland.
„Die Türkei benutzt das natürlich auch als Verhandlungsmasse darüber, wie jetzt mit weiter mit Flüchtlingen umgegangen wird. Ob da jetzt weiter große Hilfsgelder fließen“, erläutert Krautreporter Christian Fahrenbach.
Über die Themen der Woche spricht detektor.fm-Moderatorin Amelie Berboth mit Krautreporter Christian Fahrenbach.
Redaktion: Liam Pape
Unser erster runder Geburtstag. Das feiern wir! Mit euch.
Samstag, 16. November 2019, Leipzig (Täubchenthal)
Mehr Infos zur Veranstaltung und zum Ticketverkauf
Seit das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) rechtskräftig ist, steht es in der Kritik. Ärzte, Psychotherapeuten und Datenschützer sind um die Sicherheit der Patientendaten besorgt. Die sollen nämlich zentral gespeichert werden und, wenn auch pseudonymisiert, der Forschung zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem werden die sensiblen Datensätze über eine sogenannte Telematik-Infrastruktur zwischen Ärzten, Krankenkassen, Apotheken und anderen Stellen des Gesundheitsbereiches ausgetauscht. Abläufe sollen so beschleunigt werden. Das würde letztlich den Patienten zugutekommen.
„Viele Menschen sind bereit, für bestimmte Zwecke ihre Daten bereitzustellen. Das Problem ist: Die Versicherten können das nicht selber entscheiden“, kritisiert Elke Steven von Digitale Gesellschaft e. V.
Da es aber Zweifel an der Sicherheit der Telematik gibt, protestieren Teile der Ärzteschaft und insbesondere Psychotherapeuten gegen diese Neuerung.
Als problematisch sehen Kritiker zunächst einmal die zentrale Speicherung von Patientendaten für Krankenkassen und Forschung. Auf der einen Seite könnte dies von großem Nutzen für die medizinische Wissenschaft sein. Auf der anderen Seite kritisiert der Verein Digitale Gesellschaft in einem offenen Brief, dass das nicht mit den geltenden Regelungen zum Datenschutz übereinstimme: Patientendaten dürften nicht in dieser Form weiterverarbeitet werden.
Kritik an der Telematik kommt maßgeblich von Psychotherapeuten, aber auch von IT-Experten: Die Hardware, welche die Praxen miteinander vernetze, sei nicht sicher vor Hacker-Angriffen. Das bestätigen jüngste Recherchen von NDR und Süddeutsche.
Was im Gesundheitswesen 2.0 mit unseren Daten geschieht, welche Risiken und Lösungen es gibt, darüber spricht detektor.fm-Moderatorin Amelie Berboth mit Elke Steven vom Verein Digitale Gesellschaft.
Redaktion: Dominik Lenze, Liam Pape & Nadja Häse
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„Die Truppe“ solle wieder sichtbar werden, so das erklärte Ziel von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK). Dabei ist die Bundeswehr doch gut zu sehen: auf zahlreichen Werbeplakaten in deutschen Innenstädten, auf Berufsberatungsmessen oder auch in Schulen, wo sie um junge Rekrutinnen und Rekruten werben. Oder auf Youtube, mit der umstrittenen Web-Serie „Die Rekruten“. Diese sollte irgendwo zwischen Video-Tagebuch und Scripted-Reality ein Bild des Soldatenlebens in schönsten Tarnfarben malen.
Zuletzt befeuert die amtierende Verteidigungsministerin mit zwei Vorschlägen die Diskussion um den Stand der Bundeswehr in der Öffentlichkeit: Soldaten und Soldatinnen in Uniform dürfen bald umsonst Zug fahren. Außerdem wünscht sie sich wieder große, öffentliche Gelöbnisse für die Bundeswehr. Ein solches hat bereits zum 64. Geburtstag der Bundeswehr am 12. November vor dem Bundestag in Berlin stattgefunden – zum ersten Mal seit 2013.
„Die Teilnahme am Diskurs ist für den Soldaten, mit seinem Selbstverständnis als Bürger in Uniform, zentral“, so Prof. Martin Löffelholz, Medienwissenschaftler an der TU Ilmenau.
In Sachen Öffentlichkeitsarbeit werden allerdings nicht erst seit AKKs Wunsch nach Sichtbarkeit weder Kosten noch Mühen gescheut: Allein die Produktion der Web-Serie „Die Rekruten“ hat 1,7 Millionen Euro gekostet, weitere 6,2 Millionen sind für die begleitende Werbung hinzugekommen. Mit den jüngsten Enthüllungen über rechtsextreme Netzwerke aus Soldaten und Ex-Soldaten scheint die PR-Offensive des Verteidigungsministeriums also nicht zusammenzuhängen. Denn das Verhältnis zwischen Armee, Medien und Öffentlichkeit ist schon seit dem Ende des Kalten Krieges im Wandel.
detektor.fm-Moderatorin Marie Landes hat darüber mit Martin Löffelholz gesprochen. Er ist Medienwissenschaftler an der TU Ilmenau.
Redaktion: Dominik Lenze
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Um die alten Sachsen ranken sich viele Erzählungen, die aus heutiger Sicht als widerlegt gelten. So sollen die Niedersachsen gegen Karl den Großen oder in der Varusschlacht erbittert gekämpft und zusammengehalten haben. Eine Geschichtsschreibung, die zum Beispiel von den Nationalsozialisten aufgegriffen wurde.
Wie so vieles an der Geschichte der Sachsen ist unklar, woher der Name eigentlich kommt. Für die Römer waren die „Saxones“ ein Ausdruck für Piratengruppen. Ab dem 7. Jahrhundert n. Chr. wurden auch die Bewohner von Niedersachsen und Westfalen „Saxones“ genannt.
In europaweiter Zusammenarbeit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einige Mythen zum Thema entlarvt. Ihre Ergebnisse sind in der Ausstellung „Saxones“ zu sehen, die zurzeit noch in Braunschweig läuft. Dort kann man sehen, dass Niedersachsen und Westfalen keineswegs seit dem frühen Mittelalter Siedlungsgebiete der Gruppe waren. Ganz im Gegenteil, die Sachsen waren nicht besonders in ihrer Heimat verwurzelt. Und die Ausstellung zeigt auch: So etwas wie „die Sachsen“ gab es gar nicht. Vielmehr handelte es sich um einen Zusammenschluss verschiedener Gruppen.
„Die Sachsen mussten ‚werden‘. Es gibt seit dem ersten Auftauchen in geschichtlichen Überlieferungen Berichte über Sachsen an den verschiedensten Stellen in Europa“, erklärt Matthias Hardt.
Der Historiker Matthias Hardt vom Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) hat die Ausstellung wissenschaftlich begleitet. Mit ihm hat detektor.fm-Moderatorin Lara-Lena Gödde über Mythen und eine sinnvolle Quellenarbeit gesprochen.
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Auf der Suche nach aktuellen Beispielen für Kurzprosa auf dem deutschen Buchmarkt muss man oft lange und tief graben. Nur selten veröffentlichen Verlage Erzählungen und andere kurze Geschichten deutscher Autoren. Über Gründe lässt sich nur mutmaßen.
Im Laufe der Zeit hat es immer wieder Hochphasen kürzerer Formen gegeben, wie die Novellen im 20. Jahrhundert oder die Kurzgeschichten von Kafka, Borchert oder Brecht. Dennoch hat die Kurzgeschichte in der deutschen Literaturtradition eine schlechtere Stellung. Während es in Amerika eine durchgängige Tradition der Short Story gibt, ist in Deutschland der Roman zur alles bestimmenden Form geworden.
Natürlich gibt es immer wieder auch Hoffnungsschimmer für die Erzählungen auf dem Literaturmarkt. Zum Beispiel hat Alice Munro, die als Meisterin der Kurzgeschichte gilt, 2013 den Nobelpreis für Literatur bekommen. Ein jüngeres Beispiel ist der durchschlagende Erfolg Kristen Roupenians „Cat Person“, die als obligatorische Kurzgeschichte im Magazin New Yorker erschienen ist. Und auch im deutschen Sprachraum gibt es immer wieder Veröffentlichungen, die sich überraschend gut verkaufen, wie beispielsweise Judith Hermann.
Die Kurzgeschichte, die Erzählung oder andere Formen der Kurzprosa scheinen ihr Zuhause im Dichterwettstreit gefunden zu haben. Der älteste und in der Literaturwelt mit anerkannteste sind wohl die Tage der deutschsprachigen Literatur. Hier können Autoren zwar auch aus unveröffentlichten Romanmanuskripten lesen, aber die in sich geschlossene Geschichte genießt höheres Ansehen.
detektor.fm-Redakteur Thilo Sauer hat sich der Kurzprosa angenommen und berichtet den Seite 37-Moderatoren Franzi Wilhelm und Claudius Nießen, was er erfahren hat.
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Der Länderfinanzausgleich soll in Deutschland für annähernd vergleichbare Wirtschaftsbedingungen sorgen. Deswegen geben die Bundesländer, die viel Geld haben, denen, die weniger haben, ein bisschen was ab. Doch gerade die Geberländer stehen dem Konzept – wohl fast schon naturgemäß – kritisch gegenüber.
Es gibt aber auch objektive Kritikpunkte an der Idee. Zum Beispiel, dass es dadurch weniger Anreize gibt, sich zu verbessern, konkurrenzfähiger zu werden. Denn: Man kriegt ja auch so Geld.
„Wir müssen uns als gleichberechtigte Partner und nicht als Gegner ansehen“, so der Verfassungsjurist Alexander Thiele.
Ab 2020 soll der Länderfinanzausgleich deswegen auch neu strukturiert werden, so wurde es vor einigen Jahren beschlossen. Auf der Website des Freistaates Sachsen steht zum neuen Konzept Folgendes: „Kern der Neuregelung ist die Schaffung eines vereinfachten Ausgleichssystems. Der Länderfinanzausgleich in seiner jetzigen Form sowie der Umsatzsteuervorwegausgleich werden zu einer Ausgleichsstufe zusammengefasst.“
Über die ursprüngliche Idee des Länderfinanzausgleichs sprechen Hajo Schumacher und detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz. Außerdem Thema: die Förderung von Bus und Bahn. Als Verfassungsexperte ist Alexander Thiele zu hören.
Ihr habt Fragen oder Feedback? Dann schreibt uns gerne an grundgesetz[at]detektor.fm
Gemeinsam mit Hajo Schumacher blättern wir uns durch und fragen Verfassungsexperten, was drin steht und was das für unseren Alltag bedeutet.
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Teenie-Komödien gibt es tausende, Coming-of-Age-Filme auch. Die meisten spielen an der Highschool, viele sogar in der berühmt-berüchtigten letzten Nacht. Und trotzdem ist Olivia Wildes „Booksmart“ anders, denn es karrikiert Gender-Normen und Charakter-Klischees auf so clevere Weise, dass man nie sicher sein kann, was als nächstes passiert.
detektor.fm-Filmredakteur Christian Eichler spricht über „Booksmart“ mit Alice Hasters und Maximiliane Häcke. Alice ist Journalistin und hat gerade das Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ geschrieben, das sich sowohl mit ihren persönlichen Rassismuserfahrungen als auch mit strukturellen Problemen beschäftigt. Maxi ist Synchronschauspielerin und hat zum Beispiel Noémie Merlant in „Portrait einer jungen Frau in Flammen“ gesprochen. Seit drei Jahren machen die beiden zusammen den feministischen Podcast „Feuer und Brot“, den man auch live erleben kann.
Jede Woche zankt sich detektor.fm-Filmkritiker Christian Eichler mit Freunden und Kolleginnen über einen aktuellen Film. Dabei ist es egal, ob der im Kino, auf Netflix oder im Fernsehen anläuft. Angedickt wird das Ganze durch ein hintergründiges Interview und einen kurzen Überblick über weitere Kino- und Streaming-Starts.
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