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Niemand kann vollständig darauf verzichten, manchmal um Hilfe zu bitten. Je nach den eigenen Erfahrungen fällt das dem einen leichter, dem anderen schwerer. Oft hindert mich der eigene Stolz daran, meine Hilfsbedürftigkeit zuzugeben. Als Schwerbehinderter habe ich zunehmend gelernt, damit zu leben, nicht mehr alles allein zu können.
Meine Ehefrau ist meine große Stütze, manchmal auch, wenn sie grade da sind, meine Söhne, und es gibt auch Situationen, in denen ich auf Hilfe völlig Fremder angewiesen bin. Glücklicherweise sind in unserer Gesellschaft doch noch viele Menschen hilfsbereit.
David setzt im 38. Psalms andere Prioritäten, wenn er bittet:
Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!
Diese Bitte ist der Schlusssatz einer Klage, die sich von vornherein an Gott wendet. David bekennt seine Schuld vor Gott und bereut seine Fehler. Seine schwere Krankheit, die auch seine Freunde ihn meiden lassen, erkennt er als Antwort Gottes auf sein Verhalten.
David ist bis ins Mark getroffen, er ist verletzt an Leib und Seele, er ist am Boden zerstört. Blind, taub, stumm ist er vor Verzweiflung und in Ohnmacht gefangen. Er erlebt Ausgrenzung.
David weiß, dass der, der ihm sein Elend zugemutet hat, auch der Einzige ist, der die Situation wenden kann. Und so wendet er sich an Gott und hält an der Hoffnung auf seine Hilfe fest. Am Schluss steht das Bekenntnis: Herr, du meine Hilfe!
Auch ich darf so beten: „Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!“
Das ist die gute Nachricht, die neue Bewegung in meine verfahrene Situation bringt. Ich bleibe nicht stecken in meiner Verzweiflung und Ohnmacht. Trotz all meiner Schuld erlebe ich die liebende Vergebung, ja, habe sogar an ihr teil, in dem sie auch anderen Menschen nahebringe.
Es gibt Situationen in meinem Leben, da kann nur Gott retten. Und wenn ich das wirklich begreife, ist mir schon geholfen. Das hört sich so einfach an. Und ich denke, dass ist es auch. Wenn ich am Boden liege oder mich ausgeliefert fühle, weiß ich auf einmal: Jetzt kann mich nur noch Gott retten.
Und das kann überall geschehen, in einem Krankenbett wie in einem einsamen Wohnzimmer oder auf der Parkbank, mitten im Trubel geschäftigen Lebens wie in einer stillen Kirche.
Überall kann es passieren, dass jemand wirklich begreift: „Nur Gott kann mich retten“. Und wer dann aufgibt, sich wie der Freiherr von Münchhausen selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen zu wollen, wer bereit ist, die Hilfe Gottes anzunehmen und nicht mehr glaubt, sie sich selbst verdienen zu müssen, der wird die Hilfe Gottes erleben.
Sprechen Sie es mir in Ruhe einmal nach:
Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!
Autor: Pfarrer Reinhard Arnold
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Niemand kann vollständig darauf verzichten, manchmal um Hilfe zu bitten. Je nach den eigenen Erfahrungen fällt das dem einen leichter, dem anderen schwerer. Oft hindert mich der eigene Stolz daran, meine Hilfsbedürftigkeit zuzugeben. Als Schwerbehinderter habe ich zunehmend gelernt, damit zu leben, nicht mehr alles allein zu können.
Meine Ehefrau ist meine große Stütze, manchmal auch, wenn sie grade da sind, meine Söhne, und es gibt auch Situationen, in denen ich auf Hilfe völlig Fremder angewiesen bin. Glücklicherweise sind in unserer Gesellschaft doch noch viele Menschen hilfsbereit.
David setzt im 38. Psalms andere Prioritäten, wenn er bittet:
Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!
Diese Bitte ist der Schlusssatz einer Klage, die sich von vornherein an Gott wendet. David bekennt seine Schuld vor Gott und bereut seine Fehler. Seine schwere Krankheit, die auch seine Freunde ihn meiden lassen, erkennt er als Antwort Gottes auf sein Verhalten.
David ist bis ins Mark getroffen, er ist verletzt an Leib und Seele, er ist am Boden zerstört. Blind, taub, stumm ist er vor Verzweiflung und in Ohnmacht gefangen. Er erlebt Ausgrenzung.
David weiß, dass der, der ihm sein Elend zugemutet hat, auch der Einzige ist, der die Situation wenden kann. Und so wendet er sich an Gott und hält an der Hoffnung auf seine Hilfe fest. Am Schluss steht das Bekenntnis: Herr, du meine Hilfe!
Auch ich darf so beten: „Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!“
Das ist die gute Nachricht, die neue Bewegung in meine verfahrene Situation bringt. Ich bleibe nicht stecken in meiner Verzweiflung und Ohnmacht. Trotz all meiner Schuld erlebe ich die liebende Vergebung, ja, habe sogar an ihr teil, in dem sie auch anderen Menschen nahebringe.
Es gibt Situationen in meinem Leben, da kann nur Gott retten. Und wenn ich das wirklich begreife, ist mir schon geholfen. Das hört sich so einfach an. Und ich denke, dass ist es auch. Wenn ich am Boden liege oder mich ausgeliefert fühle, weiß ich auf einmal: Jetzt kann mich nur noch Gott retten.
Und das kann überall geschehen, in einem Krankenbett wie in einem einsamen Wohnzimmer oder auf der Parkbank, mitten im Trubel geschäftigen Lebens wie in einer stillen Kirche.
Überall kann es passieren, dass jemand wirklich begreift: „Nur Gott kann mich retten“. Und wer dann aufgibt, sich wie der Freiherr von Münchhausen selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen zu wollen, wer bereit ist, die Hilfe Gottes anzunehmen und nicht mehr glaubt, sie sich selbst verdienen zu müssen, der wird die Hilfe Gottes erleben.
Sprechen Sie es mir in Ruhe einmal nach:
Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!
Autor: Pfarrer Reinhard Arnold
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