
Sign up to save your podcasts
Or


Gestern war Valentinstag. Schon vergessen? War es anstrengend? Schön? Oder haben weder Sie jemandem etwas Liebes gesagt oder getan, noch ist Ihnen liebenswerte Freundlichkeit begegnet?
Einmal im Jahr ist doch nicht zu anstrengend, oder? Dabei ist Freundlichkeit und Herzlichkeit als Alltagserfahrung etwa wunderbares und wünschenswertes. Ein aufmunterndes Lächeln, ein Kompliment, eine ehrliche Nachfrage nach dem Befinden, das tut gut. Noch besser wäre es, wenn es die Möglichkeit gäbe, Probleme zwischen uns zu lösen, unausgetragene Konflikte mal beiseitelegen zu können oder gar zu beenden.
Um Entschuldigung bitten? Warum ich? – Der/die andere hat angefangen! Solches Sandkastenverhalten ist schwer abzulegen. Das einzugestehen, fällt oft schwer, egal wie alt ich bin. So kann die Kommunikation in der Familie blockiert sein, können Freundschaften sprachlos werden und zerbrechen. Lassen Sie uns heute mal nicht auf die großen Probleme der Welt und der Gesellschaft schauen, sondern auf uns selbst. Manchmal sind die Probleme nämlich ganz nah. Ich formuliere es persönlich, weil ich Ihnen nicht zu nahetreten will. Könnte es sein, dass i c h selbst das Problem bin? Oder zumindest ein Teil davon?
Manchmal benötige ich dazu einen Anstoß von außen. Den kann mir heute ein Zitat aus einem Brief geben, der vor langer Zeit von einem gewissen Paulus geschrieben worden ist. Seine Aufforderung ist aber bis heute aktuell und kann weiterhelfen. Es geht nämlich nicht nur um den Apell „Bemüht euch, netter zu sein“, sondern er zeigt auch – um es in einem Bild zu sagen - auf die Tür, die offen steht, um hier weiterzukommen.
Es fängt vertraut an. „Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einander…“.
Eine Frau mit Migrationsgeschichte erzählte von einer Erfahrung beim Warten an der Bushaltestelle. Sie war neu in Deutschland, unsicher, auch wegen noch mangelnder Sprachkenntnisse und fehlender Orientierung. Da wurde sie von einer älteren Frau mit einem freundlichen Lächeln angeschaut. Mehr nicht, aber es tat so gut.
Freundlichkeit und Herzlichkeit, also zugewandt sein? Das ist schon eine Herausforderung. Und dann noch vergeben? Nicht nur als eine – anstrengende – Einzelinitiative, sondern als Kultur soll das unser Zusammenleben bestimmen. „Seid untereinander freundlich und herzlich zugetan und vergebt einander.“
Ich könnte auch fragen: Lieber Paulus, in welcher Welt lebst Du eigentlich? Du hast wohl nichts zu vererben. Keine offenen Rechnungen mit anderen oder andere mit dir. Keinen Gartenzaun und kein Auto, dessen Parkplatz immer von Fremden belegt wird. Keine…- ich glaube, da fällt Ihnen noch eine Menge Praktisches ein!
Und Paulus antwortet: Kenne ich alles auf meine Weise. Ich habe zwar kein Auto gehabt, kenne dafür aber Neid und Missgunst und habe mit Mobbing zu tun gehabt.
Aber ich lebe von einem Geheimnis, dass ich persönlich erfahren habe und aus einer Kraft, die mich auf ein neues Gleis gebracht hat. Dies ist ein offenes Geheimnis, das ich gerne teile. Ich habe eine Freundlichkeit erfahren, die mich verändert hat. Die Menschenfreundlichkeit Gottes. Und die Kraft zur Vergebung kenne ich, weil ich selbst Vergebung erfahren habe. Das war meine entscheidende Begegnung mit Jesus Christus. Ich habe erfahren, das Gott mir in Christus vergeben hat.
Was ich erfahren habe, will ich Ihnen und Euch weitergeben. Gottes Vergebung schafft mir Raum, anderen zu vergeben. Ich weiß, dass man ohne die Erfahrung der Vergebung von Gott sich sonst erbarmungslos überhebt.
Zum Abschluss noch zwei Hinweise: am Mittwoch beginnt die Passionszeit. Da kommen Sie dem Geheimnis Gottes in Jesus Christus, von dem Paulus geredet hat, auf die Spur. Nutzen Sie die Zeit!
Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderGestern war Valentinstag. Schon vergessen? War es anstrengend? Schön? Oder haben weder Sie jemandem etwas Liebes gesagt oder getan, noch ist Ihnen liebenswerte Freundlichkeit begegnet?
Einmal im Jahr ist doch nicht zu anstrengend, oder? Dabei ist Freundlichkeit und Herzlichkeit als Alltagserfahrung etwa wunderbares und wünschenswertes. Ein aufmunterndes Lächeln, ein Kompliment, eine ehrliche Nachfrage nach dem Befinden, das tut gut. Noch besser wäre es, wenn es die Möglichkeit gäbe, Probleme zwischen uns zu lösen, unausgetragene Konflikte mal beiseitelegen zu können oder gar zu beenden.
Um Entschuldigung bitten? Warum ich? – Der/die andere hat angefangen! Solches Sandkastenverhalten ist schwer abzulegen. Das einzugestehen, fällt oft schwer, egal wie alt ich bin. So kann die Kommunikation in der Familie blockiert sein, können Freundschaften sprachlos werden und zerbrechen. Lassen Sie uns heute mal nicht auf die großen Probleme der Welt und der Gesellschaft schauen, sondern auf uns selbst. Manchmal sind die Probleme nämlich ganz nah. Ich formuliere es persönlich, weil ich Ihnen nicht zu nahetreten will. Könnte es sein, dass i c h selbst das Problem bin? Oder zumindest ein Teil davon?
Manchmal benötige ich dazu einen Anstoß von außen. Den kann mir heute ein Zitat aus einem Brief geben, der vor langer Zeit von einem gewissen Paulus geschrieben worden ist. Seine Aufforderung ist aber bis heute aktuell und kann weiterhelfen. Es geht nämlich nicht nur um den Apell „Bemüht euch, netter zu sein“, sondern er zeigt auch – um es in einem Bild zu sagen - auf die Tür, die offen steht, um hier weiterzukommen.
Es fängt vertraut an. „Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einander…“.
Eine Frau mit Migrationsgeschichte erzählte von einer Erfahrung beim Warten an der Bushaltestelle. Sie war neu in Deutschland, unsicher, auch wegen noch mangelnder Sprachkenntnisse und fehlender Orientierung. Da wurde sie von einer älteren Frau mit einem freundlichen Lächeln angeschaut. Mehr nicht, aber es tat so gut.
Freundlichkeit und Herzlichkeit, also zugewandt sein? Das ist schon eine Herausforderung. Und dann noch vergeben? Nicht nur als eine – anstrengende – Einzelinitiative, sondern als Kultur soll das unser Zusammenleben bestimmen. „Seid untereinander freundlich und herzlich zugetan und vergebt einander.“
Ich könnte auch fragen: Lieber Paulus, in welcher Welt lebst Du eigentlich? Du hast wohl nichts zu vererben. Keine offenen Rechnungen mit anderen oder andere mit dir. Keinen Gartenzaun und kein Auto, dessen Parkplatz immer von Fremden belegt wird. Keine…- ich glaube, da fällt Ihnen noch eine Menge Praktisches ein!
Und Paulus antwortet: Kenne ich alles auf meine Weise. Ich habe zwar kein Auto gehabt, kenne dafür aber Neid und Missgunst und habe mit Mobbing zu tun gehabt.
Aber ich lebe von einem Geheimnis, dass ich persönlich erfahren habe und aus einer Kraft, die mich auf ein neues Gleis gebracht hat. Dies ist ein offenes Geheimnis, das ich gerne teile. Ich habe eine Freundlichkeit erfahren, die mich verändert hat. Die Menschenfreundlichkeit Gottes. Und die Kraft zur Vergebung kenne ich, weil ich selbst Vergebung erfahren habe. Das war meine entscheidende Begegnung mit Jesus Christus. Ich habe erfahren, das Gott mir in Christus vergeben hat.
Was ich erfahren habe, will ich Ihnen und Euch weitergeben. Gottes Vergebung schafft mir Raum, anderen zu vergeben. Ich weiß, dass man ohne die Erfahrung der Vergebung von Gott sich sonst erbarmungslos überhebt.
Zum Abschluss noch zwei Hinweise: am Mittwoch beginnt die Passionszeit. Da kommen Sie dem Geheimnis Gottes in Jesus Christus, von dem Paulus geredet hat, auf die Spur. Nutzen Sie die Zeit!
Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

12 Listeners

39 Listeners

1 Listeners

125 Listeners

50 Listeners

61 Listeners

91 Listeners

26 Listeners

1 Listeners

46 Listeners

350 Listeners

3 Listeners

29 Listeners

33 Listeners

20 Listeners