Die Debatte mit Natascha Freundel, Susanne Bücker und Wilhelm Schmid
Eine Pandemie geht um in Deutschland. Nicht nur eine Virus-Epidemie, manche warnen auch vor einer "Einsamkeitspandemie". Wissenschaftlich belegen lässt sich die Ausbreitung von Einsamkeit jedoch nicht. Und ist Einsamkeit per se negativ?
Der Berliner Philosoph Wilhelm Schmid widerspricht: Die produktive Seite der Einsamkeit dürfe nicht vergessen werden. Schmid wünscht sich sogar ein Ministerium für und nicht gegen Einsamkeit, um diese Errungenschaft der Moderne zu pflegen.
Susanne Bücker, Psychologin an der Ruhr-Universität Bochum, erforscht die verschiedenen Gesichter der Einsamkeit und betont, wie wichtig es ist, über sie zu reden. Besonders Jugendliche können mit sozialer Isolation nur schwer umgehen. Armut verhindert häufig soziale Teilhabe.
Eine Aufgabe der Politik? Schmid und Bücker sind sich einig, wie wichtig Bewegung, Berührung und Beziehung sind. Aufgaben für alle. Wiederholung vom Dezember 2020.