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Diese Folge ist eine Wunschfolge. Auf der Firmenkundenfachtagung des Sparkassenverbands Niedersachsen habe ich einen Vortrag zum Thema „Hausbank 2030“ gehalten. Nach meinem LinkedIn-Post dazu kam die Anregung, daraus eine Podcastfolge zu machen. Hier ist sie.
Das Firmenkundengeschäft ist der Ertragsanker vieler Sparkassen: Im Schnitt stammen rund 43 Prozent der Erträge aus diesem Segment, das nur 3 bis 8 Prozent der Kundschaft ausmacht. Gleichzeitig ziehen drei Wolken auf. Die Insolvenzen steigen. Die Nachfolgewelle lässt die Zahl der Unternehmen schrumpfen. Und es gibt neuen Wettbewerb von Neobanken, Großbanken, Private Debt und Embedded Finance.
Ich spreche darüber, warum das Kreditgeschäft allein die Zukunft nicht trägt und warum der gefährlichste Wettbewerber oft gar keine andere Bank ist, sondern der Erlebnisstandard, den deine Kundinnen und Kunden heute gewohnt sind. Außerdem geht es um die doppelte Demografie-Falle in der Firmenkundenberatung. Zum Abschluss gebe ich dir fünf konkrete Empfehlungen, wie du dein Firmenkundengeschäft zukunftsfest aufstellst.
Das Firmenkundengeschäft bleibt der Ertragsanker. Im Schnitt stammen 43 Prozent der Sparkassenerträge aus dem Firmenkundengeschäft, das nur 3 bis 8 Prozent der Kundschaft ausmacht. Der Ertragspool im Corporate Banking liegt bei 27 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden aus dem gehobenen Mittelstand (25 bis 250 Millionen Euro Umsatz).
Die Risikoseite dreht sich. 2025 gab es rund 24.000 Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 8,3 Prozent und der höchste Stand seit über zehn Jahren. Im ersten Halbjahr 2026 waren es rund 12.900, der höchste Halbjahreswert seit 2013. Die Balance, bei welchen Adressen welche Risiken eingegangen werden, wird entscheidend.
Die Nachfolgewelle macht den Kuchen kleiner. Pro Jahr planen rund 114.000 Mittelständler die Stilllegung ohne Nachfolge, und 57 Prozent der Inhaberinnen und Inhaber sind 55 oder älter. Jede Stilllegung bedeutet einen verlorenen Firmenkunden. Die Nachfolgewelle entscheidet heute über dein Kreditbuch im Jahr 2035.
Wettbewerb kommt aus drei Richtungen. Neobanken eröffnen ein GmbH-Konto in wenigen Minuten. Großbanken und Auslandsbanken drängen in den gehobenen Mittelstand. Private Debt, Nichtbanken und Embedded Finance besetzen die Kundenschnittstelle.
Das Kreditgeschäft allein trägt die Zukunft nicht. Sinkende Zinsmargen und höhere Risiken treffen auf große, ungehobene Potenziale bei Versicherungen, bAV, Leasing, Wertpapiergeschäft und vor allem in der Beratung zu Finanzierungs-, Nachfolge- und Unternehmensstrukturierung.
Der gefährlichste Wettbewerb ist der Erlebnisstandard. Fintechs verkaufen nicht nur ein Konto, sondern ersparte Zeit, von der Buchhaltung über Rechnungen bis zum Debitorenmanagement.
Die Demografie trifft doppelt. Auf Kundenseite fehlen Nachfolger, auf Beraterseite geht Know-how in Rente. Viel Kundenwissen steckt nur in Köpfen oder Handakten und nicht in OSPlus. Einen Datenschatz kannst du nur nutzen, wenn du ihn aufgebaut hast.
Komplexität ist hausgemacht. Wenn selbst ein ausgebildeter Bankkaufmann bei sechs Visitenkarten nicht weiß, wen er wann anruft, machen wir es Kundinnen und Kunden zu kompliziert.
Persönliche Beratung bleibt das zentrale Asset. Sie wird aber nur dann zum Differenzierungsmerkmal, wenn sie begeistert, spezifisch ist und digital mitgedacht wird.
Handlungsimpulse
Hier findest Du die Folien
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Rund 70 Prozent aller Transformationen erreichen ihre Ziele nicht. In dieser Folge spreche ich gemeinsam mit Katharina Bickel darüber, wie Change-Kommunikation in Sparkassen wirklich Wirkung entfaltet und wo ihre Grenzen liegen.
Wir sortieren zuerst, was Change-Kommunikation leisten kann -Orientierung geben und Angst in Zuversicht verwandeln – und was sie nicht ersetzt: Strategiearbeit, Führungsentscheidungen und echte Beteiligung.
Danach geht es in den Maschinenraum: Change-Story, die Haltung der drei T, fünf Personas statt „der Belegschaft", die richtige Mischung aus Kanälen und Formaten und die Frage, was Sie in welcher Phase kommunizieren sollten.
Transformation ist der Normalfall, keine Ausnahme. Dichte und Tempo der Veränderungen haben sich grundlegend erhöht – wer Change noch als Projekt mit Anfang und Ende denkt, kommuniziert bereits an der Realität vorbei.
Rund 70 Prozent aller Transformationen in der Wirtschaft erreichen ihre Ziele nicht. Die Ursache liegt selten in der Analyse und fast immer in der Umsetzung.
„Unsere Strategie ist selbsterklärend" ist ein Irrtum. Eine Strategie in PowerPoint erzählt keine emotionale Geschichte. Ohne schlüssige, emotionale und kontinuierliche Erzählung bleibt sie eine gute Idee.
Information ist nicht gleich Kommunikation. Menschen brauchen mehrere Anläufe, mehrere Formate und Antworten auf ihre ganz individuelle Situation – nicht einen weiteren Intranetbeitrag.
Schweigen bedeutet nicht Zustimmung. Wer beides verwechselt, gefährdet die Umsetzung durch Trägheit oder späten Widerstand.
Kommunikation beschleunigt den Wendepunkt, herbeiführen kann sie ihn nur gemeinsam mit Strategie und Führung. Sie ersetzt weder Strategiearbeit noch Führungsentscheidungen noch echte Beteiligung.
Jede Veränderung braucht die passende Kommunikation. Entscheidend ist das Verhältnis von kommunikativer Reife und Veränderungstiefe – wer bei identitätsverändernden Vorhaben ad hoc kommuniziert, ist im Blindflug.
Die Change-Story ist das Herzstück. Ausgangspunkt, Herausforderung, Zielbild, Weg und die Rolle der Belegschaft – erst diese fünf Schritte machen das Warum erzählbar.
Timely, thoughtful, transparent. Lieber unfertig informieren als zu spät, in Personas denken statt im Durchschnitt, und schlechte Nachrichten ohne Beschönigung aussprechen.
„Die Belegschaft" gibt es nicht. Gestalter, Aufgeschlossene, Abwartende, Besorgte und innerlich Gekündigte stellen völlig unterschiedliche Fragen – und brauchen unterschiedliche Ansprache.
Referenzgeschichten sind der stärkste Multiplikator im Haus. Sie beginnen mit „Weißt du noch …", kommen aus eigener Erfahrung und werden weitererzählt. Das macht sie glaubwürdig.
Virtueller Vertiefungsworkshop: Change-Kommunikation in der Praxis
Über meine Gesprächspartnerin
Katharina Bickel M. A. verantwortet bei der JürgenWeimann.Consulting GmbH die Change-Kommunikation in Transformationsprojekten von Sparkassen. Sie bringt in dieser Folge das mit, was Modelle allein nicht liefern: die Erfahrung, was in Häusern tatsächlich funktioniert hat – und was nicht.
Hier finden Sie die Folien: Linkbeschreibung
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Nun kommt die Zeit der Strategieklausuren. In dieser Folge teile ich meine Erfahrungen aus über 100 Strategieklausuren. Wir betrachten dies anhand der drei Phasen:
Phase 1 – Vorher
Phase 2 – Währenddessen
Phase 3 – Danach
Sieben Fragen für Deine nächste Klausur
Hier ist die Folge zur Macht des Konfliktes mit Dr. Reinhard K. Sprenger.
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Sommerpause bis 31.08. - ich wünsche Dir den schönsten Sommer!
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Money Vibes: violette und orange Farben, Claims wie „Cash me if you can", ein Pop-up-Store am Fischmarkt in Erfurt, eine Sparbar auf Rädern. Für eine Sparkasse ungewohnt – und genau das war der Punkt. Hans-Georg Dorst erzählt, wie aus einer ernüchternden Analyse der eigenen Positionierung bei unter 30-Jährigen ein Markenkonzept wurde, das inzwischen messbar Wirkung zeigt.
Worum es in dieser Folge geht:
Wie entsteht ein frisches Zweitmarkenbild neben einer traditionsreichen Marke wie dem Roten S – und wie viel Vertrauen braucht ein Vorstand dafür, ein kreatives Team einfach machen zu lassen? Hans-Georg Dorst gibt Einblick in die Entstehungsgeschichte von Money Vibes, den Pop-up-Store, die Resonanz bei jungen Kundinnen und Kunden und die Zahlen, die hinter dem Projekt stehen.
Das erfährst du in dieser Folge:
Links
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„Wenn es draußen wieder ruhiger wird, dann werde ich auch wieder gelassener." Ein Satz, den ich in Führungskräfte-Workshops und 1:1-Sparings immer wieder höre. Und ein Irrglaube. Denn dieser ruhigere Moment im Außen kommt nicht. In dieser Folge geht es um die Frage, wie du in einer Welt, die permanent schneller wird, für dich selbst zur Ruheinsel wirst – und was das für deinen Führungsalltag bedeutet.
Worum es in dieser Folge?
Ich nehme dich mit auf eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie geht es dir eigentlich gerade? Ausgehend von der BANI-Welt – brüchig, ängstlich, nichtlinear, unbegreiflich – zeige ich, warum klassische Planung und der Griff nach mehr Kontrolle uns zwar kurzfristig beruhigen, langfristig aber Energie kosten. Und warum der Versuch, Unbegreifliches begreifen zu wollen, in eine Spirale aus Unzufriedenheit führt.
Die größten Energieräuber im Überblick:
Was stattdessen?
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Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeitende haben gemeinsam an einem neuen Leitbild gearbeitet und dieser Prozess hat die Kommunikationskultur im Haus spürbar verändert: Führungsklausuren wurden intensiver, Feedback direkter, der Austausch offener.
Darüber spreche ich mit Daniel Zeiler, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau und stellv. Landesobmann der baden-württembergischen Sparkassen.
Zwei Leitsätze stehen im Kern des Leitbilds. „Die Zukunft ist rot" signalisiert Selbstvertrauen aus einer Position der Stärke – die Sparkasse ist erfolgreich und will die Zukunft aktiv gestalten.
„Wir können es - einfach" ist bewusst zweideutig formuliert: Der Bindestrich macht den Satz zum Programm – Selbstverständnis und Handlungsauftrag zugleich.
Themen dieser Folge:
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Die Zinsen verschieben sich, KI verändert das Finanzwissen deiner Kunden, und der erste Reflex ist: Zielkarte überarbeiten, Vertriebstraining buchen, Kunden neu segmentieren, alle wieder zurück ins Büro.
Vertraute Werkzeuge, vertraute Routinen und genau das ist die Falle. „Mehr vom Alten" bringt dich nicht in die Zukunft. Diese Folge ist eine Einladung zur ehrlichen Inventur und zu vier Schritten, die echten Fortschritt von Aktionismus trennen.
Das nimmst du mit:
Berufserfahrung als Erfahrungsgefängnis. Wir greifen zu Lösungen, die wir kennen und lieben, weil sie Sicherheit geben. Die Metapher: Wer früher in Stresssituationen geraucht hat, sollte nicht wieder anfangen, nur weil heute der Druck steigt.
Werkzeuge sind richtig, wenn der Anlass passt. Kunden neu segmentieren, Zielkarten ausmisten, hybride Arbeit neu denken: alles sinnvoll. Aber nur, wenn es einer Vision folgt, nicht einem Reflex auf nachlassende Absatzzahlen.
Vier Schritte statt Rückwärtsgang:
Diese Woche ein Experiment: Bevor die nächste Maßnahme beschlossen wird, geh allein spazieren und beschreibe in ganzen Sätzen, wie sich dein Institut in fünf Jahren anfühlen soll. Erst dann der Abgleich mit der geplanten Initiative.
Wenn dir die Folge weiterhilft, abonniere „Everyone Counts" und teile sie mit Kolleginnen und Kollegen, die gerade vor ähnlichen Entscheidungen stehen.
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Wie sieht Banking im Jahr 2030 wirklich aus? Welche Rolle spielen KI, AI-Agenten und digitale Plattformen?
In dieser Podcastfolge spreche ich mit Dr. Maurizio Singh über sein neues Buch „Banking 2030: Die Digitale Revolution“ und darüber, warum die nächsten Jahre für Banken entscheidender werden als viele heute glauben. Aktuell leitet er als Direktor den Bereich Banking & digitale Ökosysteme beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).
Wir sprechen über die digitale Transformation der Finanzbranche, die Zukunft von Filialen, den Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Frage, warum viele Institute noch immer zu langsam handeln.
Ein Gespräch über Strategie, Mut, Technologie und die Zukunft der Kundenschnittstelle.
Zentrale Gedanken aus dem Gespräch:
-Banken werden künftig weniger an fehlender Stabilität scheitern, sondern daran, für Kunden irrelevant zu werden.
Hier kannst Du das Buch mit 10 EUR Rabatt erwerben - nutze den Code: weimann10:
Bestellung Banking 2030
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Wenn deine Mitarbeitenden sagen „Wir wollen besser informiert werden", und du reagierst mit noch einem Newsletter, dann hast du gerade das Problem verstärkt, das du eigentlich lösen wolltest. Denn die Botschaft, die du hörst, ist selten die gemeinte Botschaft.
In dieser Folge geht es darum, mit einer neugierigen Haltung als Vorstand oder Führungskraft hinter Aussagen, Mitarbeiterumfragen und Roadshow-Feedback die wirklichen Anliegen zu erkennen.
Das nimmst du mit:
Der Satz „Wir brauchen mehr Informationen" bedeutet fast nie das, was er zu sagen scheint. Hinter dem Wunsch nach mehr Information steckt meistens das Bedürfnis nach Einbindung und Mitgestaltung – mehr Newsletter verstärken das Problem, statt es zu lösen.
„Ich verstehe das nicht" bedeutet selten Unverständnis. Deine Mitarbeitenden sind nicht doof — sie sehen Widersprüche zwischen Strategie und ihrer konkreten Arbeitsrealität, die du übersehen hast. Die richtige Reaktion ist nicht die nächste PowerPoint, sondern die Rückfrage: „Wo genau sehen Sie Widersprüche?"
Dein Auftrag als Vorstand: zurückübersetzen, nicht oberflächlich beantworten.
Drei Hebel für deine Praxis:
Wenn dir die Folge weiterhilft, abonniere „Everyone Counts" und empfiehl ihn an Kolleginnen und Kollegen weiter, die ebenfalls Verantwortung in Banken und Sparkassen tragen.
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