Everyone Counts - Transformation für Banken und Sparkassen

Everyone Counts - Transformation für Banken und Sparkassen

By Dr. Jürgen WeimannBusinessScienceManagement
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Everyone Counts - Transformation für Banken und Sparkassen episodes

  • Wie zukunftsträchtig ist Eure Aufstellung im Firmenkundengeschäft? 5 Impulse für die Zukunft im FK-Geschäft

    Diese Folge ist eine Wunschfolge. Auf der Firmenkundenfachtagung des Sparkassenverbands Niedersachsen habe ich einen Vortrag zum Thema „Hausbank 2030“ gehalten. Nach meinem LinkedIn-Post dazu kam die Anregung, daraus eine Podcastfolge zu machen. Hier ist sie.

    Das Firmenkundengeschäft ist der Ertragsanker vieler Sparkassen: Im Schnitt stammen rund 43 Prozent der Erträge aus diesem Segment, das nur 3 bis 8 Prozent der Kundschaft ausmacht. Gleichzeitig ziehen drei Wolken auf. Die Insolvenzen steigen. Die Nachfolgewelle lässt die Zahl der Unternehmen schrumpfen. Und es gibt neuen Wettbewerb von Neobanken, Großbanken, Private Debt und Embedded Finance.

    Ich spreche darüber, warum das Kreditgeschäft allein die Zukunft nicht trägt und warum der gefährlichste Wettbewerber oft gar keine andere Bank ist, sondern der Erlebnisstandard, den deine Kundinnen und Kunden heute gewohnt sind. Außerdem geht es um die doppelte Demografie-Falle in der Firmenkundenberatung. Zum Abschluss gebe ich dir fünf konkrete Empfehlungen, wie du dein Firmenkundengeschäft zukunftsfest aufstellst.

    1. Das Firmenkundengeschäft bleibt der Ertragsanker. Im Schnitt stammen 43 Prozent der Sparkassenerträge aus dem Firmenkundengeschäft, das nur 3 bis 8 Prozent der Kundschaft ausmacht. Der Ertragspool im Corporate Banking liegt bei 27 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden aus dem gehobenen Mittelstand (25 bis 250 Millionen Euro Umsatz).

    2. Die Risikoseite dreht sich. 2025 gab es rund 24.000 Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 8,3 Prozent und der höchste Stand seit über zehn Jahren. Im ersten Halbjahr 2026 waren es rund 12.900, der höchste Halbjahreswert seit 2013. Die Balance, bei welchen Adressen welche Risiken eingegangen werden, wird entscheidend.

    3. Die Nachfolgewelle macht den Kuchen kleiner. Pro Jahr planen rund 114.000 Mittelständler die Stilllegung ohne Nachfolge, und 57 Prozent der Inhaberinnen und Inhaber sind 55 oder älter. Jede Stilllegung bedeutet einen verlorenen Firmenkunden. Die Nachfolgewelle entscheidet heute über dein Kreditbuch im Jahr 2035.

    4. Wettbewerb kommt aus drei Richtungen. Neobanken eröffnen ein GmbH-Konto in wenigen Minuten. Großbanken und Auslandsbanken drängen in den gehobenen Mittelstand. Private Debt, Nichtbanken und Embedded Finance besetzen die Kundenschnittstelle.

    5. Das Kreditgeschäft allein trägt die Zukunft nicht. Sinkende Zinsmargen und höhere Risiken treffen auf große, ungehobene Potenziale bei Versicherungen, bAV, Leasing, Wertpapiergeschäft und vor allem in der Beratung zu Finanzierungs-, Nachfolge- und Unternehmensstrukturierung.

    6. Der gefährlichste Wettbewerb ist der Erlebnisstandard. Fintechs verkaufen nicht nur ein Konto, sondern ersparte Zeit, von der Buchhaltung über Rechnungen bis zum Debitorenmanagement.

    7. Die Demografie trifft doppelt. Auf Kundenseite fehlen Nachfolger, auf Beraterseite geht Know-how in Rente. Viel Kundenwissen steckt nur in Köpfen oder Handakten und nicht in OSPlus. Einen Datenschatz kannst du nur nutzen, wenn du ihn aufgebaut hast.

    8. Komplexität ist hausgemacht. Wenn selbst ein ausgebildeter Bankkaufmann bei sechs Visitenkarten nicht weiß, wen er wann anruft, machen wir es Kundinnen und Kunden zu kompliziert.

    9. Persönliche Beratung bleibt das zentrale Asset. Sie wird aber nur dann zum Differenzierungsmerkmal, wenn sie begeistert, spezifisch ist und digital mitgedacht wird.

    10. Handlungsimpulse

      • Mache Nachfolge zum eigenen strategischen Geschäftsfeld und nicht nur zum Gesprächsanlass. Dazu gehören ein dediziertes Nachfolgeteam, M&A-Beratung für Käufer und Verkäufer und die Einbindung von Verbund- und Netzwerkpartnern.
      • Entwickle eine klare KI-Roadmap für Marktfolge und Vertrieb und hinterlege sie mit gezieltem Kompetenzaufbau.
      • Definiere das Beraterprofil neu: Der Firmenkundenberater wird zum Unternehmercoach mit Daten- und KI-Kompetenz statt zum reinen Kreditverkäufer.
      • - Sichere den Generationenübergang mit Trainee-Programmen, Juniorstellen und Tandems ab.

        Hier findest Du die Folien

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        31 min
      • Wandel wirkungsvoll kommunizieren - Change-Kommunikation die Menschen erreicht

        Rund 70 Prozent aller Transformationen erreichen ihre Ziele nicht. In dieser Folge spreche ich gemeinsam mit Katharina Bickel darüber, wie Change-Kommunikation in Sparkassen wirklich Wirkung entfaltet und wo ihre Grenzen liegen.

        Wir sortieren zuerst, was Change-Kommunikation leisten kann -Orientierung geben und Angst in Zuversicht verwandeln – und was sie nicht ersetzt: Strategiearbeit, Führungsentscheidungen und echte Beteiligung.

        Danach geht es in den Maschinenraum: Change-Story, die Haltung der drei T, fünf Personas statt „der Belegschaft", die richtige Mischung aus Kanälen und Formaten und die Frage, was Sie in welcher Phase kommunizieren sollten.

        1. Transformation ist der Normalfall, keine Ausnahme. Dichte und Tempo der Veränderungen haben sich grundlegend erhöht – wer Change noch als Projekt mit Anfang und Ende denkt, kommuniziert bereits an der Realität vorbei.

        2. Rund 70 Prozent aller Transformationen in der Wirtschaft erreichen ihre Ziele nicht. Die Ursache liegt selten in der Analyse und fast immer in der Umsetzung.

        3. „Unsere Strategie ist selbsterklärend" ist ein Irrtum. Eine Strategie in PowerPoint erzählt keine emotionale Geschichte. Ohne schlüssige, emotionale und kontinuierliche Erzählung bleibt sie eine gute Idee.

        4. Information ist nicht gleich Kommunikation. Menschen brauchen mehrere Anläufe, mehrere Formate und Antworten auf ihre ganz individuelle Situation – nicht einen weiteren Intranetbeitrag.

        5. Schweigen bedeutet nicht Zustimmung. Wer beides verwechselt, gefährdet die Umsetzung durch Trägheit oder späten Widerstand.

        6. Kommunikation beschleunigt den Wendepunkt, herbeiführen kann sie ihn nur gemeinsam mit Strategie und Führung. Sie ersetzt weder Strategiearbeit noch Führungsentscheidungen noch echte Beteiligung.

        7. Jede Veränderung braucht die passende Kommunikation. Entscheidend ist das Verhältnis von kommunikativer Reife und Veränderungstiefe – wer bei identitätsverändernden Vorhaben ad hoc kommuniziert, ist im Blindflug.

        8. Die Change-Story ist das Herzstück. Ausgangspunkt, Herausforderung, Zielbild, Weg und die Rolle der Belegschaft – erst diese fünf Schritte machen das Warum erzählbar.

        9. Timely, thoughtful, transparent. Lieber unfertig informieren als zu spät, in Personas denken statt im Durchschnitt, und schlechte Nachrichten ohne Beschönigung aussprechen.

        10. „Die Belegschaft" gibt es nicht. Gestalter, Aufgeschlossene, Abwartende, Besorgte und innerlich Gekündigte stellen völlig unterschiedliche Fragen – und brauchen unterschiedliche Ansprache.

        11. Referenzgeschichten sind der stärkste Multiplikator im Haus. Sie beginnen mit „Weißt du noch …", kommen aus eigener Erfahrung und werden weitererzählt. Das macht sie glaubwürdig.

        12. Virtueller Vertiefungsworkshop: Change-Kommunikation in der Praxis

          mit Katharina Bickel M. A., Donnerstag, 01. Oktober, 15 bis 18 Uhr
          Anmeldung: [email protected] | Investition: 199 Euro

          Über meine Gesprächspartnerin

          Katharina Bickel M. A. verantwortet bei der JürgenWeimann.Consulting GmbH die Change-Kommunikation in Transformationsprojekten von Sparkassen. Sie bringt in dieser Folge das mit, was Modelle allein nicht liefern: die Erfahrung, was in Häusern tatsächlich funktioniert hat – und was nicht.

          Hier finden Sie die Folien: Linkbeschreibung

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          37 min
        13. Strategieklausur: Fehler die es zu vermeiden gilt und wie Sie Ihre strategischen Ziele erreichen

          Nun kommt die Zeit der Strategieklausuren. In dieser Folge teile ich meine Erfahrungen aus über 100 Strategieklausuren. Wir betrachten dies anhand der drei Phasen:

          Phase 1 – Vorher

          • Nicht die Agenda vom Vorjahr recyceln, nur mit neuem Datum
          • Der Ort sendet Subbotschaften: Wer über Zukunft sprechen will, hat im Haus mit Investitionsstau nichts verloren
          • Raumgröße ernst nehmen. Wer die Arme nicht bewegen kann, denkt nicht in die Weite
          • Zielsetzung vor Agenda: Was wollen wir gemeinsam erreichen, woran erkennen wir das?
          • Vorbereitungsaufgaben verteilen. An der Diskussionsgeschwindigkeit der Gruppen sieht man sofort, wer vorbereitet ist
          • Analysen und SWOT vorab verschicken, damit die Klausurzeit für Ableitung statt Information genutzt wird
          • Luft in der Agenda lassen. Was nicht ausdiskutiert wurde, kommt in der Umsetzung als Widerstand zurück
          • Phase 2 – Währenddessen

            • Wer moderiert, nimmt nicht teil. Wer teilnimmt, moderiert nicht. Externe Moderation, notfalls jemand von außerhalb des Top-Managements
            • Konflikt ist ein Qualitätsmerkmal, kein Betriebsunfall. Revision, Controlling und Vertrieb blicken per Funktion unterschiedlich auf dieselbe Frage. Genau das ist der Wert
            • Die Frage der Moderation: Was wäre, wenn die Kollegin recht hätte?
            • Der Dramaturgie folgen, nicht dem Ablaufplan. Wenn das Team im Flow ist, wird nicht um 11:15 Uhr abgewürgt
            • Praktischer Tipp: Mit dem Hotel Zeitfenster statt Uhrzeiten vereinbaren. Niemand klopft, niemand serviert, die Pause beginnt, wenn das Thema fertig ist
            • Phase 3 – Danach

              • Die Übersetzung der Ergebnisse ist selten ein kognitives, fast immer ein emotionales Problem
              • Kommunikationsprofis mitdenken: Visual Recording, Stimmungsbilder, ein 90-Sekunden-Video mit O-Tönen direkt nach der Klausur. Im Nachhinein wird das ungleich schwerer
              • Flughöhe halten: Arbeitspakete, Tagesschätzungen und Projektpläne gehören nicht in die Strategieklausur. Strategie ist zukunftsgerichtet und in Teilen abstrakt
              • Den Prozess nach der Klausur vorher planen, inklusive Vorstandskalender für die Kommunikation
              • Umsetzungsinstrumente sind Werkzeuge, keine Modeerscheinungen. BSC, Strategiehaus, Asana oder OKR – entscheidend ist, was zu Haus, Menschen und Phase passt
              • OKR sind aus meiner Sicht die wirkungsvollste Methodik und zugleich die schwierigste: in zehn Minuten erklärt, aber ein halbes bis ganzes Jahr, bis der Wechsel von Aktivitäts- zu Ergebnisorientierung wirklich verstanden ist
              • Und schon in der Klausur darauf achten, dass keine Linienaufgaben zu Projekten hochstilisiert werden
              • Sieben Fragen für Deine nächste Klausur

                1. Was ist der Auftrag und die Zielsetzung unserer Klausur?
                2. Wen brauchen wir dafür?
                3. Wo findet sie statt – und welche Subbotschaften sendet dieser Ort?
                4. Wer moderiert, und ist diese Person wirklich unbeteiligt?
                5. Welche Vorbereitung erwarten wir von den Teilnehmenden?
                6. Wie kommunizieren wir die Ergebnisse emotional, über welche Kanäle, in welchem Zeitraum?
                7. Welches Umsetzungsinstrument passt zu uns, und wie sieht das Umsetzungscontrolling aus?
                8. Hier ist die Folge zur Macht des Konfliktes mit Dr. Reinhard K. Sprenger.

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                  37 min
                9. Sommerpause - Neue Folge wieder ab 31.08.

                  Sommerpause bis 31.08. - ich wünsche Dir den schönsten Sommer!

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                  1 min
                10. Money Vibes: Wie die Sparkasse Mittelthüringen junge Menschen gewinnt - Talk m. Hans-Georg Dorst (Vorstandsvorsitzender)

                  Money Vibes: violette und orange Farben, Claims wie „Cash me if you can", ein Pop-up-Store am Fischmarkt in Erfurt, eine Sparbar auf Rädern. Für eine Sparkasse ungewohnt – und genau das war der Punkt. Hans-Georg Dorst erzählt, wie aus einer ernüchternden Analyse der eigenen Positionierung bei unter 30-Jährigen ein Markenkonzept wurde, das inzwischen messbar Wirkung zeigt.

                  Worum es in dieser Folge geht:

                  Wie entsteht ein frisches Zweitmarkenbild neben einer traditionsreichen Marke wie dem Roten S – und wie viel Vertrauen braucht ein Vorstand dafür, ein kreatives Team einfach machen zu lassen? Hans-Georg Dorst gibt Einblick in die Entstehungsgeschichte von Money Vibes, den Pop-up-Store, die Resonanz bei jungen Kundinnen und Kunden und die Zahlen, die hinter dem Projekt stehen.

                  Das erfährst du in dieser Folge:

                  • Wie aus einer strategischen Analyse im Privatkundengeschäft die Idee zu Money Vibes entstand
                  • Warum der Vorstand sechsstellige Budgets freigab und dem Team bewusst freie Hand ließ
                  • Wie der Pop-up-Store am Fischmarkt in Erfurt entstand
                  • Welche Formate funktioniert haben: von Krypto-Vorträgen über Female Finance bis zum Kleidertausch
                  • Die mobile „Sparbar" – eine umgebaute alte mobile Filiale, die jetzt in den ländlichen Regionen unterwegs ist
                  • - Wie Money Vibes in das übergeordnete Leitbild „Gemeinsam mehr" der Sparkasse Mittelthüringen eingebettet ist

                    Links

                    • Money Vibes: [moneyvibes.de]](https://money-vibes.de/))
                    • Hans-Georg Dorst auf LinkedIn
                    • Lass uns verbinden: LinkedIN

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                      41 min
                    • Ruhe in der Unruhe: Wie Du als Führungskraft Deine Energie hoch hältst

                      „Wenn es draußen wieder ruhiger wird, dann werde ich auch wieder gelassener." Ein Satz, den ich in Führungskräfte-Workshops und 1:1-Sparings immer wieder höre. Und ein Irrglaube. Denn dieser ruhigere Moment im Außen kommt nicht. In dieser Folge geht es um die Frage, wie du in einer Welt, die permanent schneller wird, für dich selbst zur Ruheinsel wirst – und was das für deinen Führungsalltag bedeutet.

                      Worum es in dieser Folge?

                      Ich nehme dich mit auf eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie geht es dir eigentlich gerade? Ausgehend von der BANI-Welt – brüchig, ängstlich, nichtlinear, unbegreiflich – zeige ich, warum klassische Planung und der Griff nach mehr Kontrolle uns zwar kurzfristig beruhigen, langfristig aber Energie kosten. Und warum der Versuch, Unbegreifliches begreifen zu wollen, in eine Spirale aus Unzufriedenheit führt.

                      Die größten Energieräuber im Überblick:

                      • Kontrolle statt Vertrauen: Der Versuch, alles im Griff zu haben, kostet mehr Kraft, als er Sicherheit bringt.
                      • Dauernde Erreichbarkeit: E-Mail, Messenger, offene Tür – ohne bewusste Phasen der Nicht-Erreichbarkeit gibt es keine Erholung.
                      • Offene Schleifen: Aufgeschobene Entscheidungen binden Energie, auch wenn sie gerade nicht sichtbar sind.
                      • Der Kampf gegen das eigene Gefühl: Nicht das Gefühl selbst stresst am meisten, sondern der innere Richter, der sagt: „Ich sollte mich eigentlich nicht so fühlen."
                      • Was stattdessen?

                        • Bewusstheit über den eigenen Fokus – Energie folgt der Aufmerksamkeit
                        • Ruhe als trainierbare Fähigkeit, nicht als Zufall
                        • Akzeptanz statt Perfektionsanspruch: nicht alles muss gelöst, verstanden oder kontrolliert werden
                        • Rituale, die Kraft geben – vor Meetings, morgens, abends
                        • Aktives Kalendermanagement: Phasen der Erreichbarkeit und Nicht-Erreichbarkeit bewusst planen
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                          23 min
                        • Kulturwandel in der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau - Gespräch mit Daniel Zeiler (Vorstandsvorsitzender)

                          Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeitende haben gemeinsam an einem neuen Leitbild gearbeitet und dieser Prozess hat die Kommunikationskultur im Haus spürbar verändert: Führungsklausuren wurden intensiver, Feedback direkter, der Austausch offener.

                          Darüber spreche ich mit Daniel Zeiler, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau und stellv. Landesobmann der baden-württembergischen Sparkassen.

                          Zwei Leitsätze stehen im Kern des Leitbilds. „Die Zukunft ist rot" signalisiert Selbstvertrauen aus einer Position der Stärke – die Sparkasse ist erfolgreich und will die Zukunft aktiv gestalten.

                          „Wir können es - einfach" ist bewusst zweideutig formuliert: Der Bindestrich macht den Satz zum Programm – Selbstverständnis und Handlungsauftrag zugleich.

                          Themen dieser Folge:

                          • Partizipativer Leitbildprozess: Wie alle Ebenen eingebunden wurden
                          • Die Leitsätze „Die Zukunft ist rot" und „Wir können es einfach" – Entstehung und Bedeutung
                          • Umsetzung und Verstetigung: Vom Papier in den Alltag
                          • Führungsklausuren, Bereichssteckbriefe, Feedbackkultur
                          • Empfehlungen für Häuser, die einen eigenen Kulturprozess starten wollen
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                            30 min
                          • Rückwärts geht es nicht in die Zukunft: Bitte nicht noch mehr vom Alten!

                            Die Zinsen verschieben sich, KI verändert das Finanzwissen deiner Kunden, und der erste Reflex ist: Zielkarte überarbeiten, Vertriebstraining buchen, Kunden neu segmentieren, alle wieder zurück ins Büro.

                            Vertraute Werkzeuge, vertraute Routinen und genau das ist die Falle. „Mehr vom Alten" bringt dich nicht in die Zukunft. Diese Folge ist eine Einladung zur ehrlichen Inventur und zu vier Schritten, die echten Fortschritt von Aktionismus trennen.

                            Das nimmst du mit:

                            Berufserfahrung als Erfahrungsgefängnis. Wir greifen zu Lösungen, die wir kennen und lieben, weil sie Sicherheit geben. Die Metapher: Wer früher in Stresssituationen geraucht hat, sollte nicht wieder anfangen, nur weil heute der Druck steigt.

                            Werkzeuge sind richtig, wenn der Anlass passt. Kunden neu segmentieren, Zielkarten ausmisten, hybride Arbeit neu denken: alles sinnvoll. Aber nur, wenn es einer Vision folgt, nicht einem Reflex auf nachlassende Absatzzahlen.

                            Vier Schritte statt Rückwärtsgang:

                            1. Ehrliche Inventur: was haben wir in den letzten fünf Jahren genau dieser Maßnahmen schon gemacht, und was hat es gebracht?
                            2. Emotionales Zielbild im Alleingang erarbeiten, in ganzen Sätzen, ohne Bullet Points, beim Spaziergang oder am Schreibtisch bei Kerzenschein.
                            3. Gemeinsam mitgestalten, am Besten in großen Räumen an neuen Orten, mit Agenden, die Zeit für Dialog lassen.
                            4. Freude am Tun: wie bei einer Bergtour, wo das klare Gipfelbild durch die schweren Passagen trägt.
                            5. Diese Woche ein Experiment: Bevor die nächste Maßnahme beschlossen wird, geh allein spazieren und beschreibe in ganzen Sätzen, wie sich dein Institut in fünf Jahren anfühlen soll. Erst dann der Abgleich mit der geplanten Initiative.

                              Wenn dir die Folge weiterhilft, abonniere „Everyone Counts" und teile sie mit Kolleginnen und Kollegen, die gerade vor ähnlichen Entscheidungen stehen.

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                              26 min
                            6. Banking 2030 - Gespräch mit Dr. Maurizio Singh

                              Wie sieht Banking im Jahr 2030 wirklich aus? Welche Rolle spielen KI, AI-Agenten und digitale Plattformen?

                              Und warum könnten Banken künftig nicht an fehlender Stabilität, sondern an Unsichtbarkeit scheitern?

                              In dieser Podcastfolge spreche ich mit Dr. Maurizio Singh über sein neues Buch „Banking 2030: Die Digitale Revolution“ und darüber, warum die nächsten Jahre für Banken entscheidender werden als viele heute glauben. Aktuell leitet er als Direktor den Bereich Banking & digitale Ökosysteme beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

                              Wir sprechen über die digitale Transformation der Finanzbranche, die Zukunft von Filialen, den Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Frage, warum viele Institute noch immer zu langsam handeln.

                              Ein Gespräch über Strategie, Mut, Technologie und die Zukunft der Kundenschnittstelle.

                              Zentrale Gedanken aus dem Gespräch:

                              -Banken werden künftig weniger an fehlender Stabilität scheitern, sondern daran, für Kunden irrelevant zu werden.

                              • Viele Institute betrachten KI noch immer als IT-Projekt statt als strategische Transformation.
                              • Die Filiale der Zukunft ist kein Transaktionsort mehr, sondern ein Ort für Vertrauen, Austausch und finanzielle Bildung.
                              • Kunden werden künftig besser vorbereitet in Beratungsgespräche kommen – oft mit Informationen aus ChatGPT oder anderen KI-Systemen.
                              • Wer auf die perfekte 100%-Lösung wartet, wird von mutigeren Wettbewerbern überholt.
                              • Hier kannst Du das Buch mit 10 EUR Rabatt erwerben - nutze den Code: weimann10:

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                                Hier findest Du Dr. Singh auf LinkedIN.

                                Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich über Deine Bewertung mit 5 Sternen bei Apple Podcasts und wenn Du meinen Podcast weiterempfiehlst. Mail mir gerne Deine Gedanken zur Folge unter [email protected].

                                Liebe Grüße, Jürgen

                                Abonnier hier meinen Newsletter.

                                40 min
                              • Die Botschaft ist nicht die Botschaft: Mitarbeiterfeedback entschlüsseln.

                                Wenn deine Mitarbeitenden sagen „Wir wollen besser informiert werden", und du reagierst mit noch einem Newsletter, dann hast du gerade das Problem verstärkt, das du eigentlich lösen wolltest. Denn die Botschaft, die du hörst, ist selten die gemeinte Botschaft.

                                In dieser Folge geht es darum, mit einer neugierigen Haltung als Vorstand oder Führungskraft hinter Aussagen, Mitarbeiterumfragen und Roadshow-Feedback die wirklichen Anliegen zu erkennen.

                                Das nimmst du mit:

                                Der Satz „Wir brauchen mehr Informationen" bedeutet fast nie das, was er zu sagen scheint. Hinter dem Wunsch nach mehr Information steckt meistens das Bedürfnis nach Einbindung und Mitgestaltung – mehr Newsletter verstärken das Problem, statt es zu lösen.

                                „Ich verstehe das nicht" bedeutet selten Unverständnis. Deine Mitarbeitenden sind nicht doof — sie sehen Widersprüche zwischen Strategie und ihrer konkreten Arbeitsrealität, die du übersehen hast. Die richtige Reaktion ist nicht die nächste PowerPoint, sondern die Rückfrage: „Wo genau sehen Sie Widersprüche?"

                                Hierarchie übersetzt Klartext in Höflichkeit. Je höher die Hierarchieform, desto seltener die direkte Botschaft.

                                Dein Auftrag als Vorstand: zurückübersetzen, nicht oberflächlich beantworten.

                                Drei Hebel für deine Praxis:

                                1. Mehr zuhören als antworten („Was wäre für Sie ein gutes Ergebnis?")
                                2. Wiederkehrende Sätze sammeln - sie zeigen Organisationsmuster.
                                3. Eigenen Anteil prüfen: Sendest du durch deinen Habitus widersprüchliche Botschaften (Vertrauen predigen, aber Kontrolle ausstrahlen)?
                                4. Diese Woche im Detektivmodus: Notiere dir drei Sätze, die du in Gesprächen oder Meetings immer wieder hörst. Frag dich bei jedem: Was ist die Botschaft hinter dieser Botschaft?

                                  Wenn dir die Folge weiterhilft, abonniere „Everyone Counts" und empfiehl ihn an Kolleginnen und Kollegen weiter, die ebenfalls Verantwortung in Banken und Sparkassen tragen.

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                                  Liebe Grüße, Jürgen

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                                  17 min

                                About Everyone Counts - Transformation für Banken und Sparkassen

                                From the publisher's feed

                                Die Finanzindustrie befindet sich in einem großen transformativen Wandel. Banken und Sparkassen stehen vor vielfältigen Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen. Als Impulsgeber und…

                                More shows like Everyone Counts - Transformation für Banken und Sparkassen

                                OMR Podcast by Philipp Westermeyer - OMR

                                OMR Podcast

                                32 Listeners

                                brand eins-Podcast by detektor.fm – Das Podcast-Radio

                                brand eins-Podcast

                                1 Listeners

                                Führung auf den Punkt gebracht! by Bernd Geropp

                                Führung auf den Punkt gebracht!

                                3 Listeners

                                Hotel Matze by Matze Hielscher & Mit Vergnügen

                                Hotel Matze

                                189 Listeners

                                Oh, Baby! ... für besseren Sex by Josi & Denni

                                Oh, Baby! ... für besseren Sex

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                                Female Leadership Podcast by Vera Strauch, Dear Monday

                                Female Leadership Podcast

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                                Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch by DekaBank Deutsche Girozentrale

                                Mikro trifft Makro - Das Finanzmarktgespräch

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                                Betreutes Fühlen by Atze Schröder & Leon Windscheid

                                Betreutes Fühlen

                                42 Listeners

                                Lead Forward by Harvard Business manager

                                Lead Forward

                                1 Listeners

                                Finanz-Szene - der Podcast by Christian Kirchner, Heinz-Roger Dohms

                                Finanz-Szene - der Podcast

                                1 Listeners

                                Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

                                Lanz + Precht

                                308 Listeners

                                Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen by WELT

                                Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen

                                30 Listeners

                                RONZHEIMER. by Paul Ronzheimer

                                RONZHEIMER.

                                144 Listeners

                                Der KI-Podcast by ARD

                                Der KI-Podcast

                                20 Listeners

                                Firewall: Jedes System hat eine Schwachstelle by DER SPIEGEL

                                Firewall: Jedes System hat eine Schwachstelle

                                6 Listeners