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Der heutige Losungsvers der Herrnhuter Brüdergemeine steht im Buch Nehemia 1,6 und bezieht sich auf ein biblisches Gebet, welches Nehemia gesprochen hat. Er betete vertrauensvoll zu Gott: „Ach, Herr, lass doch deine Ohren aufmerken, dass du das Gebet hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für deine Knechte.“ (Nehemia 1,6)
Das Buch Nehemia berichtet vom Wiederaufbau der Stadt Jerusalem und der Erweckung des Volkes Israel nach dem babylonischen/persischen Exil. In den 13 Kapiteln dieses Buches sind außergewöhnlich viele Gebete aufgezeichnet. Bei allen Schuld-, Glaubens- und Lebensfragen und selbst bei organisatorischen Angelegenheiten betete Nehemia und bezog Gott in seine Vorhaben mit ein. So schaffte er es innerhalb kürzester Zeit, die Reste eines niedergeschlagenen Volkes zu motivieren und trotz massiver, feindlicher Gegenwehr innerhalb von nur 52 Tagen die Stadtmauer von Jerusalem wieder aufzubauen. In Nehemias erstem Gebet, welches insgesamt sechs Verse umfasst, spricht Nehemia Gott mit Du an. Das finde ich sehr persönlich und direkt und ich frage mich: Wie sehen meine Gebetszeiten aus? Spreche ich wirklich mit Gott oder bleibe ich oft bei mir selbst hängen? Manchmal stehe ich in der Gegenwart Gottes und führe dennoch nur ein religiöses Selbstgespräch, welches sich um meine eigenen Bedürfnisse dreht. Nicht so Nehemia. Er ist mit dem heiligen Gott per du, er fordert ihn auf, ihm zuzuhören, er bekennt vor Gott seine Schuld und erinnert ihn an seine Verheißungen. Sein Gebet ist auf Gott und auf Gottes Taten ausgerichtet und sein Fokus liegt auf Gottes Gnade und auf seinen Verheißungen. Zuvor hatte Nehemia unter dem persischen König Artaxerxes als Mundschenk gearbeitet. Er hatte zwar eine wichtige Vertrauensposition, aber er war weit weg von seiner Heimat. Und Nehemia litt unter der traurigen Verfassung seines Volkes. Er fastete und betete tagelang über dieser Situation. Nach vier Monaten konnte er seine Trauer auch nicht mehr vor dem König verbergen und musste um seine Kündigung fürchten. Nehemia sprach erst ein Stoßgebet, bevor er um seine Freilassung und seine Aussendung bat. Und Gott brachte ihn mit dem Wohlwollen des Königs nach Jerusalem, um durch Nehemia für sein Volk zu sorgen, es zu ermutigen und es zu leiten.
Nehemias Gebetsleben spiegelte seine enge Gottesbeziehung wider. Er wurde von Gott geistlich zugerüstet und für seine Aufgaben gestärkt. Gott hatte ihn so vorbereitet, dass Nehemia zu einem Leiter wurde, der seiner eigentlichen Berufung nachgehen konnte.
Was ein Mensch sich zum Herzensanliegen macht und was er vor Gott bringt, das bekommt er zurück. Wenn wir für andere Menschen beten, dann kann es sein, dass Gott uns zu diesen Menschen sendet, damit wir auch praktisch mitbeteiligt werden an ihrem Wohlergehen. Wenn wir für andere Menschen beten, dann kann es sein, dass Gott uns beruft, diesen Menschen mit Gottes Liebe zu dienen. Er möchte uns die Wege zeigen und aufschließen, die dazu führen, dass wir etwas aufbauen, was in seinem Sinn ist und was einen ewigen Bestand hat. Darum ist es gut immer wieder mit Gott über die Anliegen, die uns beschäftigen, die uns auf dem Herzen liegen, zu reden und ihn in alles miteinzubeziehen. Auch an diesem Tag.
Autor: Thomas Huth
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderDer heutige Losungsvers der Herrnhuter Brüdergemeine steht im Buch Nehemia 1,6 und bezieht sich auf ein biblisches Gebet, welches Nehemia gesprochen hat. Er betete vertrauensvoll zu Gott: „Ach, Herr, lass doch deine Ohren aufmerken, dass du das Gebet hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für deine Knechte.“ (Nehemia 1,6)
Das Buch Nehemia berichtet vom Wiederaufbau der Stadt Jerusalem und der Erweckung des Volkes Israel nach dem babylonischen/persischen Exil. In den 13 Kapiteln dieses Buches sind außergewöhnlich viele Gebete aufgezeichnet. Bei allen Schuld-, Glaubens- und Lebensfragen und selbst bei organisatorischen Angelegenheiten betete Nehemia und bezog Gott in seine Vorhaben mit ein. So schaffte er es innerhalb kürzester Zeit, die Reste eines niedergeschlagenen Volkes zu motivieren und trotz massiver, feindlicher Gegenwehr innerhalb von nur 52 Tagen die Stadtmauer von Jerusalem wieder aufzubauen. In Nehemias erstem Gebet, welches insgesamt sechs Verse umfasst, spricht Nehemia Gott mit Du an. Das finde ich sehr persönlich und direkt und ich frage mich: Wie sehen meine Gebetszeiten aus? Spreche ich wirklich mit Gott oder bleibe ich oft bei mir selbst hängen? Manchmal stehe ich in der Gegenwart Gottes und führe dennoch nur ein religiöses Selbstgespräch, welches sich um meine eigenen Bedürfnisse dreht. Nicht so Nehemia. Er ist mit dem heiligen Gott per du, er fordert ihn auf, ihm zuzuhören, er bekennt vor Gott seine Schuld und erinnert ihn an seine Verheißungen. Sein Gebet ist auf Gott und auf Gottes Taten ausgerichtet und sein Fokus liegt auf Gottes Gnade und auf seinen Verheißungen. Zuvor hatte Nehemia unter dem persischen König Artaxerxes als Mundschenk gearbeitet. Er hatte zwar eine wichtige Vertrauensposition, aber er war weit weg von seiner Heimat. Und Nehemia litt unter der traurigen Verfassung seines Volkes. Er fastete und betete tagelang über dieser Situation. Nach vier Monaten konnte er seine Trauer auch nicht mehr vor dem König verbergen und musste um seine Kündigung fürchten. Nehemia sprach erst ein Stoßgebet, bevor er um seine Freilassung und seine Aussendung bat. Und Gott brachte ihn mit dem Wohlwollen des Königs nach Jerusalem, um durch Nehemia für sein Volk zu sorgen, es zu ermutigen und es zu leiten.
Nehemias Gebetsleben spiegelte seine enge Gottesbeziehung wider. Er wurde von Gott geistlich zugerüstet und für seine Aufgaben gestärkt. Gott hatte ihn so vorbereitet, dass Nehemia zu einem Leiter wurde, der seiner eigentlichen Berufung nachgehen konnte.
Was ein Mensch sich zum Herzensanliegen macht und was er vor Gott bringt, das bekommt er zurück. Wenn wir für andere Menschen beten, dann kann es sein, dass Gott uns zu diesen Menschen sendet, damit wir auch praktisch mitbeteiligt werden an ihrem Wohlergehen. Wenn wir für andere Menschen beten, dann kann es sein, dass Gott uns beruft, diesen Menschen mit Gottes Liebe zu dienen. Er möchte uns die Wege zeigen und aufschließen, die dazu führen, dass wir etwas aufbauen, was in seinem Sinn ist und was einen ewigen Bestand hat. Darum ist es gut immer wieder mit Gott über die Anliegen, die uns beschäftigen, die uns auf dem Herzen liegen, zu reden und ihn in alles miteinzubeziehen. Auch an diesem Tag.
Autor: Thomas Huth
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