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Meine Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Es ist der 29.11.2025, in Gießen wird die neue Jugendorganisation der AfD gegründet. Mehrere zig-tausend Demonstranten, 5.000 Polizisten. Steine sollen geworfen worden sein. Wasserwerfer kommen zum Einsatz. Ein Demonstrationszug führt in der Nähe meines Büros vorbei. Ich arbeite in einem christlichen Verlag – hoffentlich bleiben alle Steine dort, wo sie hingehören.
Was wäre, wenn diese vielen tausend Leute plötzlich zu uns kämen? Um unsere Bücher zu kaufen. Oder noch besser: Wenn die verschiedenen Demonstrationszüge die Gießener Johanneskirche zum Ziel hätten? Weil die Menschenmassen Gott suchen und ihn dort zu finden hoffen?
Klingt surreal, unwirklich. Genau so eine surreale Situation kündigt aber der Prophet Sacharja an: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. (Sacharja 8,23). Sagen Menschen aus allen Völkern der Welt, von denen sich zehn an einen jüdischen Mann klammern. Sie ziehen nach Jerusalem. Weil dort der Gott Israels wohnt. Um bei diesem Gott Schalom, Frieden, zu finden.
Die reale Situation Sacharjas: das Volk Israel ist gerade aus dem babylonischen Exil zurückgekommen. Ein kleines Häufchen. Mit Mühe und Not konnte ein Stadtmäuerchen um die Hauptstadt Jerusalem herum fertig werden. Also: Um das herum, was von Jerusalem noch übrig war. Der großartige Tempel, den König Salomo hatte bauen lassen, war jedenfalls eine Ruine.
Die Vision von Sacharja: Ein unwirkliches Szenario – damals, 500 v. Chr., ebenso wie heute. Wie anders würde unsere Welt aussehen, wenn nicht mehr Menschen mit Steinen oder Schlagstöcken aufeinander losgehen würden. Wenn sie miteinander zu Gott ziehen würden. Das wäre doch mal ein Gegenprogramm zur derzeitigen, oftmals nicht so erquicklichen Realität.
Gegenprogramm: Wenige Tage vor den Massendemos in Gießen. Ein Gottesdienst der Ev. Allianz im Wetzlarer Dom. Sechs Politiker unterschiedlicher Parteien bekennen sich zu ihrem christlichen Glauben und werden von Menschen aus ganz verschiedenen Gemeinden gesegnet. Vielleicht 300 oder 500 Besucher. Gemessen an dem, was in Gießen mobilisiert wurde vielleicht nur ein kleines Häuflein. Aber trotzdem ein starkes Signal.
Es ist gar nicht das Problem, dass die Menschenmassen den Kirchen gerade nicht die Bude einrennen. Sacharja sieht, was am Ende sein wird. – Nicht wann dieses Ende sein wird. Aber ich kann jetzt schon Gegenprogramm leben. Dazu beitragen, den Hass aufeinander zu verringern. Wie bin ich in Sozialen Netzwerken unterwegs, in der Familie, im Bekanntenkreis, in der Gemeinde, z. B. wenn das Gespräch auf politische Themen kommt. Wird da Gegenprogramm sichtbar? – Gottes Liebe, die unabhängig von allen Überzeugungen jedem Menschen gilt?
Autor: Uwe Bertelmann
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderMeine Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Es ist der 29.11.2025, in Gießen wird die neue Jugendorganisation der AfD gegründet. Mehrere zig-tausend Demonstranten, 5.000 Polizisten. Steine sollen geworfen worden sein. Wasserwerfer kommen zum Einsatz. Ein Demonstrationszug führt in der Nähe meines Büros vorbei. Ich arbeite in einem christlichen Verlag – hoffentlich bleiben alle Steine dort, wo sie hingehören.
Was wäre, wenn diese vielen tausend Leute plötzlich zu uns kämen? Um unsere Bücher zu kaufen. Oder noch besser: Wenn die verschiedenen Demonstrationszüge die Gießener Johanneskirche zum Ziel hätten? Weil die Menschenmassen Gott suchen und ihn dort zu finden hoffen?
Klingt surreal, unwirklich. Genau so eine surreale Situation kündigt aber der Prophet Sacharja an: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. (Sacharja 8,23). Sagen Menschen aus allen Völkern der Welt, von denen sich zehn an einen jüdischen Mann klammern. Sie ziehen nach Jerusalem. Weil dort der Gott Israels wohnt. Um bei diesem Gott Schalom, Frieden, zu finden.
Die reale Situation Sacharjas: das Volk Israel ist gerade aus dem babylonischen Exil zurückgekommen. Ein kleines Häufchen. Mit Mühe und Not konnte ein Stadtmäuerchen um die Hauptstadt Jerusalem herum fertig werden. Also: Um das herum, was von Jerusalem noch übrig war. Der großartige Tempel, den König Salomo hatte bauen lassen, war jedenfalls eine Ruine.
Die Vision von Sacharja: Ein unwirkliches Szenario – damals, 500 v. Chr., ebenso wie heute. Wie anders würde unsere Welt aussehen, wenn nicht mehr Menschen mit Steinen oder Schlagstöcken aufeinander losgehen würden. Wenn sie miteinander zu Gott ziehen würden. Das wäre doch mal ein Gegenprogramm zur derzeitigen, oftmals nicht so erquicklichen Realität.
Gegenprogramm: Wenige Tage vor den Massendemos in Gießen. Ein Gottesdienst der Ev. Allianz im Wetzlarer Dom. Sechs Politiker unterschiedlicher Parteien bekennen sich zu ihrem christlichen Glauben und werden von Menschen aus ganz verschiedenen Gemeinden gesegnet. Vielleicht 300 oder 500 Besucher. Gemessen an dem, was in Gießen mobilisiert wurde vielleicht nur ein kleines Häuflein. Aber trotzdem ein starkes Signal.
Es ist gar nicht das Problem, dass die Menschenmassen den Kirchen gerade nicht die Bude einrennen. Sacharja sieht, was am Ende sein wird. – Nicht wann dieses Ende sein wird. Aber ich kann jetzt schon Gegenprogramm leben. Dazu beitragen, den Hass aufeinander zu verringern. Wie bin ich in Sozialen Netzwerken unterwegs, in der Familie, im Bekanntenkreis, in der Gemeinde, z. B. wenn das Gespräch auf politische Themen kommt. Wird da Gegenprogramm sichtbar? – Gottes Liebe, die unabhängig von allen Überzeugungen jedem Menschen gilt?
Autor: Uwe Bertelmann
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

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