Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten.

Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten.

By Hans-Böckler-StiftungEducationHistory
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Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten. episodes

  • „Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen“ –  Warum 35h Arbeit die Woche genug sind!
    1984 haben tausende Menschen in der Metall- und Druckindustrie wochenlang dafür gekämpft, bei gleichem Lohn 35 statt 40 Stunden die Woche zu arbeiten.

    Blockierte Werke, Lastwagen, die auf Streikende zurollen, Zeitschriften, die mit Helikoptern ausgeliefert werden. Bei den Streiks um die 35-Stunden-Woche der IG Druck und Papier ging es ganz schön zur Sache. Einer, der damals ganz vorne mit dabei war, ist Viktor Kalla. Er war damals Drucksetzer und Teil des Betriebsrats der Frankfurter Rundschau. In dieser Folge erzählt er von dem Streik, den er trotz großer Anstrengungen und gefährlicher Situationen als die schönste Zeit seines Lebens erinnert.

    Doch nicht nur die IG Druck und Papier, auch bei der IG Metall wurde damals für eine 35-Stunden-Woche gestreikt. Wie die Kommunikation damals ablief, darüber hat Sascha Kristin Futh ihre Promotion geschrieben. Heute leitet sie das Ressort Branchenpolitik bei der IG Metall. Außerdem hören wir Sophie, die Teil des Bundesjugendvorstands von ver.di ist. Sie erzählt, was Merz Forderungen danach, dass mehr und härter gearbeitet werden soll, mit ihr und anderen jungen Menschen machen.

    „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

    • Host: Maria Popov
    • Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Amanda Witkowska Pawella für die Hans-Böckler-Stiftung.   
    • Produktionsleitung: Stefanie Groth  
    • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   
    • Links und Hintergründe
      • Tagesschau über Bärbel Bas` Entwurf für das Arbeitszeitgesetz
      • Tagesschau über das Reformpaket „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ der Bundesregierung
      • Hans-Böckler-Stiftung: Debatte um Arbeitszeit: Fragen und Antworten aus der Forschung
      • WSI: Arbeitsvolumen in Deutschland: (wieder) mehr und länger arbeiten für Wohlstand und Wohlfahrt?
      • Yasmin Fahimis Rede auf dem DGB-Bundeskongress
      • Fotos vom „Marsch auf Bonn“ – IG Metall: Legendärer Streik: So hart lief der Kampf für die 35-Stunden-Woche
      • Video der IG Metall: Der Kampf um die 35-Stunden-Woche
      • IG Druck und Papier: Archivmaterial zum Kampf um die 35-Stunden-Woche
      • WSI: Zeitzeug*inneninterview mit Viktor Kalla und Franziska Wiethold
      • Entwicklung der Arbeitslosenzahlen seit 1956
      • Die ZEIT 1984: Arbeitskämpfe in der Bundesrepublik
      • Der Spiegel 1984: Unter dem Druck von Parteifreunden rückten Helmut Kohl und Norbert Blüm von ihrem Anti-Gewerkschaftskurs ab
      • WSI-Studie: Wenn der Tarifvertrag die Wahl lässt: Rund 60 Prozent entscheiden sich für mehr Zeit
      • Weitere Folgen "Geschichte wird gemacht":

        • Über 100 Jahre Acht-Stunden-Tag – Wird’s Zeit für weniger Arbeit?
        • „Der Kampf um unseren Betrieb hat begonnen“ – Die Besetzung des Stahlwerks Hennigsdorf
        • Gute Arbeit – Was sie ausmacht und warum sie so wichtig ist
        • 38 min
        • Lehrjahre sind keine Herrenjahre: Wie die Lehrlingsbewegung die Ausbildung veränderte
          Strafarbeiten, Ohrfeigen und Botengänge: Bereits Ende der 1960er wehren sich tausende Lehrlinge gegen autoritäre Ausbilder und schlechte Ausbildungsbedingung - und verändern damit die Berufsausbildung in Deutschland nachhaltig.

          Einkaufen für den Vorgesetzten, den Garten pflegen oder das private Dach der Garage vom Chef decken - solche Erfahrungen machen Auszubildende auch heute noch. Doch das Phänomen ist nicht neu. Die Debatte darüber, was eine gute Ausbildung ausmacht, hat schon Jahrzehnte früher begonnen.

          Deshalb schauen wir in dieser Folge auf die Lehrlingsbewegung der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Tausende Auszubildende protestierten damals gegen autoritäre Strukturen, schlechte Ausbildungsbedingungen und mangelnde Mitbestimmung. Sie forderten Respekt, bessere Ausbildungsinhalte und mehr Rechte - und stießen damit wichtige Reformen an.

          Teil dieser Bewegung war damals Erik Merks. Er erinnert sich an Demonstrationen, Protestaktionen und daran, wie sich der Alltag für Auszubildende Schritt für Schritt veränderte.

          Außerdem hören wir den Historiker Knud Andresen. Er ordnet die Lehrlingsbewegung in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1968er-Zeit ein und erklärt, warum sie weit mehr war als ein Ableger der Studentenbewegung.
          Und wir sprechen mit Steffen Marquardt von der DGB-Jugend Nord. Er berichtet, mit welchen Problemen Auszubildende heute zu ihm kommen – und warum viele Konflikte von damals bis heute nachwirken.

          „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

          • Host: Maria Popov
          • Redaktion: Carina Schroeder für Hauseins und Amanda Witkowska für die Hans-Böckler Stiftung.
          • Produktionsleitung: Stefanie Groth
          • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald
          • Links und Hintergründe
            • DGB-Ausbildungsreport 2025 - Wie es heute um Ausbildungsqualität, Arbeitszeiten und ausbildungsfremde Tätigkeiten steht.
            • DGB-Jugend - Rechte in der Ausbildung - Informationen zu Rechten von Auszubildenden, Beratung und Unterstützung.
            • Bundesministerium der Justiz - Berufsbildungsgesetz (BBiG) – Der vollständige Gesetzestext des Berufsbildungsgesetzes.
            • IG Metall Jugend: Was eine bessere Ausbildung mit dem BBiG zu tun hat - Zur Entstehung des Berufsbildungsgesetzes und den Reformen der Ausbildung.
            • NDR Panorama (15. Juli 1968): Ist die Lehre noch zeitgemäß? - Historische Fernsehreportage über Missstände in der Berufsausbildung, aus der auch Ausschnitte in der Folge vorkommen.
            • ARD Mediathek: Panorama - Studentenproteste in Berlin und Hamburg (1968) - Historische Aufnahmen zur Protestbewegung von 1968.
            • IG Metall: Zeittafel der Jugendarbeit - Chronologie der gewerkschaftlichen Jugendarbeit und der Lehrlingsbewegung.
            • Hans-Böckler-Stiftung: Die Lehrlingsbewegung - Protest für eine bessere Ausbildung - Hintergrundartikel zur Entstehung der Lehrlingsbewegung, ihren Forderungen und ihrer Bedeutung für die Reform der Berufsausbildung.
            • Deutsche Handwerks Zeitung: Die vergessene Revolte der Lehrlinge - Überblick über die Lehrlingsbewegung von 1968/69, ihre Forderungen und die Veränderungen, die sie für die Berufsausbildung angestoßen hat.
            • Weitere Folgen zum Thema

              ● Von blutigen Aufständen bis Demo-Raves: Der 1. Mai als Feier- und Kampftag
              ● Mitbestimmtes Arbeiten – Warum das gut für die Demokratie ist
              ● Über 100 Jahre Acht-Stunden-Tag – Wird’s Zeit für weniger Arbeit?
              ● Gamechanger Tarifvertragsgesetz – Eine Säule der Demokratie

              28 min
            • Von Bismarck bis Deliveroo: Wie Union Busting Mitbestimmung verhindert
              Drohanrufe, Schikane, Kündigungen: Es gibt viele Wege, auf denen Arbeitgeber*innen versuchen können, Angestellte einzuschüchtern und so die Arbeit des Betriebsrats zu blockieren.

              Wenn der Arbeitgeber versucht, Mitbestimmung im Betrieb zu verhindern, spricht man von Union Busting, auf Deutsch Gewerkschaftszerschlagung. Wie diese aussehen kann, wo sie ihre Ursprünge hat und wie man sich wehren kann, das klären wir in dieser Folge. Dafür sprechen wir mit zwei Betroffenen und mit der Soziologin Ingrid Artus. Sie erklärt, wie die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland entstanden ist und wie sich Union Busting historisch entwickelt hat.

              Außerdem hören wir Isabella Paape und Sarah Henkes. Isabella Paape wurde nach zehn Jahren als Betriebsrätin im November 2025 fristlos gekündigt. Sie glaubt, dass das mit ihrem Engagement für mehr Mitbestimmung zusammenhängt. Vor Gericht kämpft sie dafür, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen.

              Sarah Henkes hat 2017 bei Deliveroo als Fahrradkurierin gearbeitet. Als Kolleg*innen versuchten, einen Betriebsrat zu gründen, wurde sie auch aktiv – und initiiert gemeinsam mit anderen Betroffenen die Kampagne „Liefern am Limit“. Heute ist Sarah Henkes bei der NGG tätig und berät dort Menschen, die für mehr Mitbestimmung in ihren Betrieben kämpfen.

              „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

              • Host: Maria Popov
              • Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Amanda Witkowski für die Hans Böckler Stiftung.   
              • Produktionsleitung: Stefanie Groth  
              • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   
              • Links und Hintergründe
                • Hilfe für Betroffene von Union Busting: Work Watch
                • DGB Bildungswerk: Betriebsrat gründen in 6 Schritten – dein Leitfaden
                • BR24: Siemens Energy: Gekündigte Betriebsrätin bekommt Recht
                • Bundeszentrale politische Bildung: 100 Jahre Sozialistengesetz
                • Song „Union Buster“ von Joe Glazer
                • Interview mit Ingrid Artus bei Jacobin: Interessen­vertretung ohne Streikrecht
                • Frankfurter Rundschau: Blutiger 13. Januar 1920 in Berlin: Heraus zum Kampf gegen das Betriebsrätegesetz!
                • Video der Hans-Böckler-Stiftung: Gut für Menschen – 70 Jahre Betriebsverfassungsgesetz
                • Reportage von reporter: „Mein Arbeitgeber ist mein Feind - Kampf der Deliveroo-Fahrer
                • Podcast „Liefern am Limit“ von der NGG
                • Buch „Ausgeliefert. Wie Lieferdienste ihre Fahrer ausbeuten, warum uns das alle ärmer macht – und was wir dagegen tun können“ von Orry Mittenmayer
                • Interview bei wir sind verdi: Gabriel, Betriebsratsgründer in einer Digitalagentur: „In die Rolle als Betriebsrat wächst man hinein“
                • Unser Podcasttipp: Geschichte ist Gegewart
                • Weitere Folgen zum Thema

                  • Mitbestimmtes Arbeiten – Warum das gut für die Demokratie ist
                  • Über 100 Jahre Acht-Stunden-Tag – Wird’s Zeit für weniger Arbeit?
                  • Gamechanger Tarifvertragsgesetz - Eine Säule der Demokratie
                  • 44 min
                  • Von blutigen Aufständen bis Demo-Raves: Der 1. Mai als Feier- und Kampftag
                    Am 1. Mai 1886 protestierten zehntausende Menschen in Chicago auf dem Haymarket für die Einführung des 8-Stunden-Tages.

                    Im Zuge der Proteste von zehntausenden Menschen in Chicago auf dem Haymarket am 1. Mai 1886 für die Einführung des 8-Stunden-Tages kam es zu Polizeigewalt, zwei Menschen wurden erschossen. Ein Unbekannter zündete eine Bombe. Acht Gewerkschafter wurden daraufhin festgenommen und zum Tode verurteilt. In dieser Folge erzählen wir ihre Geschichte.

                    Historiker Michael Schneider erklärt, wie es zu den gewaltvollen Auseinandersetzungen auf dem Haymarket kam und wie die internationale Arbeiter*innenklasse darauf reagierte. Außerdem geht es um die Einführung des 1. Mais als internationaler Kampftag, um den Blutmai 1929 und die Frage, wie die Nazis versuchten, sich diesen Tag zu eigen zu machen.

                    Heute wird in Gewerkschaften oft diskutiert, ob der 1. Mai eher als Feier- oder als Kampftag gesehen wird. Mit Sasha König von der ver.di Jugend Berlin und Ronja Matthes von der IG Metall Jugend aus Dresden sprechen wir darüber, welche Bedeutung der 1. Mai für sie hat und was sie mit ihren Gewerklschaften in diesem Jahr planen.

                    „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

                    • Host: Maria Popov
                    • Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Amanda Witkowski für die Hans Böckler Stiftung.   
                    • Produktionsleitung: Stefanie Groth  
                    • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   
                    • Links und Hintergründe

                      – DGB: Tag der Arbeit: Geschichte des 1. Mai

                      – Taz: Massaker am Haymarket 1886. Die tragische Geburt des 1. Mai
                      – Ver.di: Zur Geschichte des 1. Mai
                      – FES-Schrift: Dan Gallin, “Erster Mai, der Ursprung”, 1986
                      – The Anarchists and the Haymarket Square Incident
                      – Lucy E. Parsons: The Famous Speeches of the Eight Chicago Anarchists in Court
                      – Newsletter Trace your Past: Haymarket Square Riot
                      – Spiegel: „Blutmai im Wedding“
                      – Podcast Bundesfachstelle Linke Militanz: Der 1. Mai aus der Sicht des DGB

                      Weitere Folge „Geschichte wird gemacht“ zum Thema

                      – Über 100 Jahre Acht-Stunden-Tag – Wird’s Zeit für weniger Arbeit?
                      – Nie wieder ist jetzt: Warum Gewerkschaften die Demokratie mit aller Kraft verteidigen.

                      33 min
                    • Uns reicht‘s! Der 8. März als feministischer Kampf- und Streiktag
                      Am 8. März protestieren Menschen weltweit für besseren Schutz vor Gewalt, den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und die Sicherung der Rechte queerer Menschen.

                      1911, vor über 100 Jahren, wurde der internationale Frauentag zum ersten Mal gefeiert. Damals ging es vor allem um das Frauenwahlrecht, heute protestieren Menschen auf der ganzen Welt am 8. März für besseren Schutz vor Gewalt, den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und die Sicherung der Rechte queerer Menschen.

                      Wir schauen uns in dieser Folge die lange Tradition des feministischen Kampftags an. Außerdem schauen wir auf Frauenstreiks in Island, der Schweiz und auf den FrauenStreikTag am 8. März 1994 in Deutschland.

                      Die Historikerin und Soziologin Gisela Notz war damals vor Ort und berichtet davon, wie über eine Millionen Menschen auf die Straße gingen.

                      Ähnliches erhofft sich auch Isabelle Emig. Sie ist bei der Initiative Enough! aktiv, die am 9. März 2026 einen globalen Frauenstreik organisiert. Und wir hören Laura Rauschnick von dem DGB-Projekt „Was verdient die Frau? Mehr Geld, Zeit & Resepekt“ darüber, welche Bedeutung der 8. März für sie als feministisches Gewerkschaftsprojekt hat.

                      „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

                      • Host: Katharina Alexander
                      • Redaktion für Hauseins: Katharina Alexander
                      • Redaktion Hans-Böckler-Stiftung: Dieter Pougin und Amanda Witkowski
                      • Produktionsleitung: Stefanie Groth  
                      • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   
                      • Links und Hintergründe

                        • Frauenstreik-Initiative Enough!
                        • Hans-Böckler-Stiftung: Frauenstreik auf Island
                        • Hans-Böckler-Stiftung: Es gibt keinen Grund für die Rechtlosigkeit der Frauen
                        • Radio Corax: Frauenstreik 1994. Gisela Notz erinnert sich
                        • BpB-Broschüre von Gisela Notz: Der Internationale Frauentag und die Gewerkschaften
                        • BpB: 8. März: Internationaler Frauentag
                        • Dr. Elke Schüller (BpB): Clara Zetkin
                        • Dr. Kerstin Wolff (BpB): Der Kampf der Frauenbewegung um das Frauenwahlrecht
                        • Jörg Nowak (BpB): Ein bisschen verboten: Politischer Streik
                        • Anke Buhmann (GEW): Recht auf politischen Streik
                        • WDR-Doku: Island: Ein Tag ohne Frauen
                        • Vera Kuchler (Campact Blog Frauenstreiks): Wenn die halbe Welt stillsteht 
                        • Ulrike Baureithel (Der Freitag): 1994 – Nie davon gehört
                        • DGB-Projekt: Was verdient die Frau? Mehr Geld, Zeit & Respekt
                        • Weitere Folge Geschichte wird gemacht zum Thema

                          • Frauen im Streik: „Migrantische Frauen und deutsche Frauen, wir haben alle zusammengehalten!“
                          • “Hoch die Solidarität”: Frauen im Kampf um ein mitbestimmtes Leben und Arbeiten
                          • Generalstreik – Wie Gewerkschaften 1920 einen rechten Putsch verhinderten
                          • 24 min
                          • Ein fester Teil: Bunte Gewerkschaften in einer vielfältigen Gesellschaft
                            Romolo Murgia kam 1968 über das Anwerbeabkommen nach Deutschland. In dieser Folge erzählt er, wie er sich in der IG Metall für migrantische Arbeiter*innen einsetzte.

                            Schaut man aktuell in die Nachrichten, hört man viele Stimmen, die meinen, Migration sei ein Problem für unsere Gesellschaft. Dabei zeigt der Blick in die Geschichte: Migration ist kein Problem, sondern eine Chance. Das wissen auch die DGB-Gewerkschaften.

                            In dieser Folge sprechen wir mit Romolo Murgia, der 1968 im Rahmen des Anwerbeabkommens als sogenannter Gastarbeiter nach Deutschland kam. Schon an seinem ersten Tag im Betrieb kam er in Kontakt mit der IG Metall und hat sich dort im Laufe der Jahre immer wieder für die Rechte ausländischer Arbeiter*innen eingesetzt.

                            Sükran Budak, die sich heute im DGB Vorstand um das Ressort Migration kümmert, erzählt, was sie in ihrer Arbeit heute aus dem Umgang der Gewerkschaften mit den sog Gastarbeiterinnen lernen kann. Und Historiker Michael Schneider ordnet ein, wie sich die Haltung der Gewerkschaften in den letzten 150 Jahren gegenüber ausländischen Arbeiterinnen verändert hat.

                            „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

                            · Host: Maria Popov 
                            · Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Dieter Pougin für die Hans Böckler Stiftung   
                            · Produktionsleitung: Stefanie Groth  
                            · Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald

                            Links und Hintergründe

                            · Geschichte der Gewerkschaften: Gewerkschaften und Migration: Ein langer Lernprozess

                            · bpb: Migrationspolitisches Engagement von Gewerkschaften und gewerkschaftliches Engagement von Migranten
                            · bpb: Zwischen Misstrauen und Integration. Deutschland Archiv
                            · bpb: Erstes Anwerbeabkommen vor 65 Jahren
                            · IG Metall Wolfsburg: 70 Jahre deutsch-italienisches Anwerbeabkommen
                            · IG Metall: 50 Jahre Betriebsverfassungsgesetz. Mehr Demokratie im Betrieb
                            · Buch „Vita da Gastarbeiter. Vom Die Geschichte des ersten ausländischen Betriebsrats in Deutschland“ von Lorenzo Annese
                            · NDR Info, Podcast Deine Geschichte – unsere Geschichte: Die 60er: Gekommen und geblieben - Die „Gastarbeiter"
                            · Studie: Mitglieder mit Migrationshintergrund in der IG Metall
                            · Arbeitswelt Podcast: 35h - Eine Geschichte von Migration, Kampf und Mitbestimmung

                            Weitere Folgen Geschichte wird gemacht

                            · Hans Böckler: Ein Leben für Demokratie und Mitbestimmung

                            · [Frauen im Streik: „Migrantische Frauen und deutsche Frauen, wir haben alle zusammengehalten“ (https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/frauen-im-streik-wir-werden-die-50-pfennig-kriegen-wenn-wir-zusammenhalten-72797.htm))
                            · [Die Vergessenen – Wie Vertragsarbeiter*innen in der Wendezeit im Stich gelassen wurden (https://www.gewerkschaftsgeschichte.de/die-vergessenen-vertragsarbeiter-innen-in-der-wendezeit-im-stich-gelassen-69290.htm))

                            38 min
                          • Frauen im Streik: „Migrantische Frauen und deutsche Frauen, wir haben alle zusammengehalten!“
                            Im Moment werden viele Streikbewegungen von Frauen angeführt. Auch wenn diese Dominanz von Frauen bei Streiks eine neuere Entwicklung ist, waren Frauen schon immer Teil der Arbeitskämpfe.

                            Kita-Streiks, die Streiks der Krankenhaushausbewegung oder in der Pflege: Im Moment werden viele Streikbewegungen von Frauen angeführt. Auch wenn diese Dominanz von Frauen bei Streiks eine neuere Entwicklung ist, waren Frauen schon immer Teil der Arbeitskämpfe –  auch, wenn die Gewerkschaften erst ab den 70er Jahren verstanden, wie wichtig es war, Themen wie Gleichberechtigung in den Fokus zu nehmen.

                            In dieser Folge sprechen wir mit Irina Vavitsa, die als sogenannte Gastarbeiterin nach Deutschland kam und 1973 einen wilden Streik in ihrem Betrieb mit organisierte. Und wir hören Vida Otzik, Mitarbeiterin des Charité Facility Managements, die dieses Jahr mit der Krankenhausbewegung für die Bezahlung nach Tarifvertrag streikte. Außerdem erklärt Soziologin Ingrid Artus, wieso es seit den 90er-Jahren zu einer Feminisierung von Streiks kam. Und Alexa Wolfstädter von Ver.di Frauen berichtet, wie Frauen heute die Arbeit in den Gewerkschaften maßgeblich prägen.

                            Danke an Labournet TV für die Bereitstellung des Archivmaterials. Labournet TV ist unabhängig und dokumentiert Streiks aus der Perspektive von Arbeiter*innen. Im Moment ist das Projekt wegen Unterfinanzierung in seiner Existenz bedroht. Wenn ihr helfen wollt, findet ihr hier mehr Informationen.

                            „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

                            Host: Maria Popov 
                            Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Dieter Pougin für die Hans Böckler Stiftung   
                            Produktionsleitung: Stefanie Groth  
                            Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald 

                            Links und Hintergründe
                            • Berliner Krankenhausbewegung

                            • Ver.di: Kampf um Gleichbehandlung: CFM-Beschäftigte erfolgreich

                            • Dissens Podcast: 48 Tage Streik: Der gewonnene Arbeitskampf der Berliner Krankenhausbewegung

                            • Arbeitskämpfe der 70er: Video-Portraits mit Zeitzeug*innen

                            • Labournet TV: Archivaufnahmen vom Pierburg-Streik

                            • Geschichte der kommenden Welten Podcast: Wilder Streik migrantischer Frauen 1973

                            • Dokumentationszentrum und Museum über Migration in Deutschland: Der Pierburg-Streik – Solidarität unter Arbeiter*innen

                            • APuZ: Frauen im Streik. Zur Feminisierung von Arbeitskämpfen (von Ingrid Artus)

                            • Unsere Podcast-Empfehlung: Lila Podcast. Feminismus für alle

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                            • “Hoch die Solidarität”: Frauen im Kampf um ein mitbestimmtes Leben und Arbeiten

                            • Über 100 Jahre Acht-Stunden-Tag – Wird’s Zeit für weniger Arbeit?

                            • Die Vergessenen – Wie Vertragsarbeiter*innen in der Wendezeit im Stich gelassen wurden

                            • 37 min
                            • „Der Kampf um unseren Betrieb hat begonnen“ – Die Besetzung des Stahlwerks Hennigsdorf
                              Nach der Wende wurden viele Betriebe im vorherigen Ostdeutschland geschlossen, Millionen Menschen verloren ihre Jobs. Doch die Arbeiter*innen aus Ostdeutschland kämpften für ihre Betriebe und Mitbestimmung.

                              Nach der Wende versprach der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl, die neuen Bundesländer würden bald zu wirtschaftlich „blühenden Landschaften“ werden. Heute wissen wir: das hat nicht geklappt. Viele Betriebe wurden geschlossen, Millionen Menschen verloren ihre Jobs. Doch die Arbeiter*innen aus Ostdeutschland nahmen diese Veränderungen nicht einfach so hin. Stattdessen kämpften sie für ihre Betriebe und für Mitbestimmung.

                              Christiane Gartz war Sekretärin des Betriebsratsvorsitzenden, als Stahlwerker*innen in Hennigsdorf 1991 ihr Werk besetzten. In dieser Folge erzählt sie von den Protest, aber auch davon, was das Stahlwerk für sie bedeutet.

                              Außerdem berichtet Historiker Jakob Warnecke aus seiner Forschung zum Stahlwerk und zu den Verkäufen von Betrieben durch die Treuhand.

                              „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

                              Host: Maria Popov 
                              Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Dieter Pougin für die Hans Böckler Stiftung   
                              Produktionsleitung: Stefanie Groth  
                              Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald 

                              Links und Hintergründe
                              • Forschung von Jakob Warnecke: Wandel gewerkschaftlicher Praxis im ostdeutschen Betrieb - Ostdeutsche Transformationsprozesse in den Jahren 1989-1994 am Beispiel des Stahlwerks Hennigsdorf
                              • Stahlwerker Traditionsverein Hennigsdorf e.V.
                              • DGB: 19 Prozent Ost West-Lohnlücke: Wir forden Maßnahmen für höhere Tarifbindung
                              • Bpb: Der lange Weg zur Einheit – Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Ost- und Westdeutschland
                              • Bpb: Aufstand des 17. Juni 1953: Der 17. Juni in Berlin
                              • IG-Metall: Hennigsdorf – Erinnerungen an den Streik. Als das Stahlwerk für 13 Tage besetzt war
                              • Märkische Allgemeine: Produktion im Stahlwerk ruht wieder: So geht ein Angestellter mit der Kurzarbeit um
                              • Taz: Die Stahlkocher im Osten kämpfen um ihr Überleben (1990)
                              • Taz: Hennigsdorf: Arbeiter brachen Besetzung ab (1991)
                              • ZDFheute Nachrichten: heute Nachrichten vom 10.11.1989
                              • Deutsche Welle: "Blühende Landschaften" | 20 Jahre Deutsche Einheit
                              • *** Weitere Folgen "Geschichte wird gemacht" zum Thema ***

                                • Mitbestimmtes Arbeiten – Warum das gut für die Demokratie ist (Montanmitbestimmung)
                                • Die Vergessenen – Wie Vertragsarbeiter*innen in der Wendezeit im Stich gelassen wurden
                                • 35 min
                                • Gute Arbeit – Was sie ausmacht und warum sie so wichtig ist
                                  Wir alle wollen eine gute Arbeit. Was das im Detail bedeutet, darüber gehen die Vorstellungen auseinander.

                                  Ab den 1970ern setzte sich die Politik in Westdeutschland – unter anderem auf Drängen der Gewerkschaften – für gute Arbeit und bessere Arbeitsbedingungen ein. Das Forschungsprojekt Humanisierung der Arbeitswelt, kurz HdA, startete 1974 und sollte wichtige Hinweise darauf liefern, was gute Arbeit ausmacht und wie Arbeitsplätze besser und sicherer gestaltet werden können.

                                  Die Historikerin Nina Kleinöder hat zu HdA geforscht und berichtet in dieser Folge, wie das Projekt ablief und welche Folgen es für die Beschäftigten hatte.

                                  Außerdem ist Linda Achtermann, Hosts des Podcasts „Edelmetall“ der IG Metall Jugend, zu Gast und erzählt, was sie aus ihren Gesprächen mit jungen Gewerkschaftsmitgliedern über gute Arbeit und Mitbestimmung mitgenommen hat.

                                  Und Rolf Schmucker spricht über seiner Arbeit am DGB-Index Gute Arbeit. Für diesen Index werden jedes Jahr Arbeitnehmer*innen darüber befragt, wie sie ihre Arbeitsbedingungen wahrnehmen.

                                  „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

                                  • Host: Maria Popov
                                  • Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Dieter Pougin für die Hans-Böckler-Stiftung
                                  • Produktionsleitung: Stefanie Groth
                                  • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald

                                  Links und Hintergründe
                                  • Podcast „Edelmetall“ der IG Metall Jugend
                                  • Nina Kleinöder: „Humanisierung der Arbeit“ – Literaturbericht zum „Forschungsprogramm zur Humanisierung des Arbeitslebens“
                                  • DGB-Index Gute Arbeit
                                  • Historischer Überblick: Über die Humanisierung des Arbeitslebens (HdA)
                                  • Literaturübersicht der Friedrich-Ebert-Stiftung: Humanisierung der Arbeit
                                  • Zu Rechtsextremismus und Jobzufriedenheit: „Schlechte Jobs untergraben die Demokratie“
                                  • IG-Metall: Was heißt Gute Arbeit? Wir fragen nach und setzen um
                                  • Regierungserklärung Friedchrich Merz
                                  • 32 min
                                  • Endlich bezahlbare Mieten – Als Gewerkschaften unsere Art zu Wohnen revolutionierten
                                    Wohnungsnot ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit. Dabei war schon in der Weimarer Republik klar: ohne gesunde Wohnungen keine gesunden Menschen.

                                    Wohnungsnot ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit. Die Mieten steigen und wer in einer Groß- oder Unistadt eine neue Wohnung braucht, muss oft monatelang suchen. Dabei war schon in der Weimarer Republik klar: ohne gesunde Wohnungen keine gesunden Menschen.

                                    Ab den 20er Jahren nahmen sich die Gewerkschaften des Problems an und trieben den Sozialen Wohnungsbau in Deutschland voran. Architekt und Bauhistoriker Steffen Adam erzählt im Podcast, welche Rolle der Gewerkschafter August Ellinger dabei spielte und warum viele damals entstandenen Wohnungen bis heute zum Weltkulturerbe gehören.

                                    Mit Lina Hurlin vom Netzwerk „Stadt für alle“ und mit Jonathan Diesselhorst von der IG BAU sprechen wir außerdem darüber, welche aktivistischen und politischen Lösungen es heute gibt, um der Wohnungsnot zu begegnen.

                                    „Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.

                                    • Host: Maria Popov
                                    • Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Dieter Pougin für die Hans-Böckler-Stiftung
                                    • Produktionsleitung: Stefanie Groth
                                    • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald
                                    • Links und Hintergründe
                                      • Geschichte wird gemacht: „Nie wieder ist jetzt: Warum Gewerkschaften die Demokratie mit aller Kraft verteidigen“
                                      • Netzwerk Leipzig: Stadt für alle
                                      • August Ellinger: Der Mann, der das soziale Bauen erfand
                                      • Wohnungspolitik – ein Thema für Gewerkschaften
                                      • „Städtebau sozial und für alle“
                                      • 100 Jahre sozialer Wohnungsbau in Deutschland
                                      • Vorbildlicher, solidarischer Wohnungsbau für jedermann. 100 Jahre Gemeinnützige Heimstätten AG
                                      • Steigende Mieten und ihre politische Dimension: Sozial Schwächere in Ballungsräumen wenden sich der AfD zu
                                      • Kein Aufzug, zugemauerte Fenster - Rabiate Entmietungen
                                      • Studie: Wohnen macht immer mehr Deutsche arm
                                      • Der Skandal um die Neue Heimat
                                      • Vonovia brockt Mietern teure Heizkosten Nachzahlung ein
                                      • Vonovia: Frust über falsche Nebenkostenabrechnungen
                                      • 28 min

                                      About Geschichte wird gemacht. Erinnern, verstehen, gestalten.

                                      From the publisher's feed

                                      4-Tage-Woche, mitbestimmtes Arbeiten, Quiet Quitting … die Frage, wie wir arbeiten und wie wir leben wollen, treibt uns um. Während wir darüber nachdenken, was sich ändern sollte, lohnt sich der Blick zurück: Was haben wir eigentlich schon dazu gewonnen - und wie kann es von hier aus weitergehen? In „Geschichte wird gemacht“ zeigen wir euch, wie Gewerkschaften als tragende Säule der Demokratie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für alle erkämpft haben, wie wir heute davon profitieren - aber auch wo noch Luft nach oben ist.

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                                      Blätter-Podcast by Blätter-Verlag

                                      Blätter-Podcast

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                                      JACOBIN Talks by JACOBIN Magazin

                                      JACOBIN Talks

                                      0 Listeners

                                      11KM: der tagesschau-Podcast by tagesschau

                                      11KM: der tagesschau-Podcast

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                                      Trauer & Turnschuh by Hadija Haruna-Oelker, Max Czollek / argon podcast, S. Fischer Verlag

                                      Trauer & Turnschuh

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