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Blockierte Werke, Lastwagen, die auf Streikende zurollen, Zeitschriften, die mit Helikoptern ausgeliefert werden. Bei den Streiks um die 35-Stunden-Woche der IG Druck und Papier ging es ganz schön zur Sache. Einer, der damals ganz vorne mit dabei war, ist Viktor Kalla. Er war damals Drucksetzer und Teil des Betriebsrats der Frankfurter Rundschau. In dieser Folge erzählt er von dem Streik, den er trotz großer Anstrengungen und gefährlicher Situationen als die schönste Zeit seines Lebens erinnert.
Doch nicht nur die IG Druck und Papier, auch bei der IG Metall wurde damals für eine 35-Stunden-Woche gestreikt. Wie die Kommunikation damals ablief, darüber hat Sascha Kristin Futh ihre Promotion geschrieben. Heute leitet sie das Ressort Branchenpolitik bei der IG Metall. Außerdem hören wir Sophie, die Teil des Bundesjugendvorstands von ver.di ist. Sie erzählt, was Merz Forderungen danach, dass mehr und härter gearbeitet werden soll, mit ihr und anderen jungen Menschen machen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
Weitere Folgen "Geschichte wird gemacht":
Einkaufen für den Vorgesetzten, den Garten pflegen oder das private Dach der Garage vom Chef decken - solche Erfahrungen machen Auszubildende auch heute noch. Doch das Phänomen ist nicht neu. Die Debatte darüber, was eine gute Ausbildung ausmacht, hat schon Jahrzehnte früher begonnen.
Deshalb schauen wir in dieser Folge auf die Lehrlingsbewegung der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Tausende Auszubildende protestierten damals gegen autoritäre Strukturen, schlechte Ausbildungsbedingungen und mangelnde Mitbestimmung. Sie forderten Respekt, bessere Ausbildungsinhalte und mehr Rechte - und stießen damit wichtige Reformen an.
Teil dieser Bewegung war damals Erik Merks. Er erinnert sich an Demonstrationen, Protestaktionen und daran, wie sich der Alltag für Auszubildende Schritt für Schritt veränderte.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
Weitere Folgen zum Thema
Wenn der Arbeitgeber versucht, Mitbestimmung im Betrieb zu verhindern, spricht man von Union Busting, auf Deutsch Gewerkschaftszerschlagung. Wie diese aussehen kann, wo sie ihre Ursprünge hat und wie man sich wehren kann, das klären wir in dieser Folge. Dafür sprechen wir mit zwei Betroffenen und mit der Soziologin Ingrid Artus. Sie erklärt, wie die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland entstanden ist und wie sich Union Busting historisch entwickelt hat.
Außerdem hören wir Isabella Paape und Sarah Henkes. Isabella Paape wurde nach zehn Jahren als Betriebsrätin im November 2025 fristlos gekündigt. Sie glaubt, dass das mit ihrem Engagement für mehr Mitbestimmung zusammenhängt. Vor Gericht kämpft sie dafür, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
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Im Zuge der Proteste von zehntausenden Menschen in Chicago auf dem Haymarket am 1. Mai 1886 für die Einführung des 8-Stunden-Tages kam es zu Polizeigewalt, zwei Menschen wurden erschossen. Ein Unbekannter zündete eine Bombe. Acht Gewerkschafter wurden daraufhin festgenommen und zum Tode verurteilt. In dieser Folge erzählen wir ihre Geschichte.
Historiker Michael Schneider erklärt, wie es zu den gewaltvollen Auseinandersetzungen auf dem Haymarket kam und wie die internationale Arbeiter*innenklasse darauf reagierte. Außerdem geht es um die Einführung des 1. Mais als internationaler Kampftag, um den Blutmai 1929 und die Frage, wie die Nazis versuchten, sich diesen Tag zu eigen zu machen.
Heute wird in Gewerkschaften oft diskutiert, ob der 1. Mai eher als Feier- oder als Kampftag gesehen wird. Mit Sasha König von der ver.di Jugend Berlin und Ronja Matthes von der IG Metall Jugend aus Dresden sprechen wir darüber, welche Bedeutung der 1. Mai für sie hat und was sie mit ihren Gewerklschaften in diesem Jahr planen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
– DGB: Tag der Arbeit: Geschichte des 1. Mai
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1911, vor über 100 Jahren, wurde der internationale Frauentag zum ersten Mal gefeiert. Damals ging es vor allem um das Frauenwahlrecht, heute protestieren Menschen auf der ganzen Welt am 8. März für besseren Schutz vor Gewalt, den sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und die Sicherung der Rechte queerer Menschen.
Wir schauen uns in dieser Folge die lange Tradition des feministischen Kampftags an. Außerdem schauen wir auf Frauenstreiks in Island, der Schweiz und auf den FrauenStreikTag am 8. März 1994 in Deutschland.
Die Historikerin und Soziologin Gisela Notz war damals vor Ort und berichtet davon, wie über eine Millionen Menschen auf die Straße gingen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
Links und Hintergründe
Weitere Folge Geschichte wird gemacht zum Thema
Schaut man aktuell in die Nachrichten, hört man viele Stimmen, die meinen, Migration sei ein Problem für unsere Gesellschaft. Dabei zeigt der Blick in die Geschichte: Migration ist kein Problem, sondern eine Chance. Das wissen auch die DGB-Gewerkschaften.
In dieser Folge sprechen wir mit Romolo Murgia, der 1968 im Rahmen des Anwerbeabkommens als sogenannter Gastarbeiter nach Deutschland kam. Schon an seinem ersten Tag im Betrieb kam er in Kontakt mit der IG Metall und hat sich dort im Laufe der Jahre immer wieder für die Rechte ausländischer Arbeiter*innen eingesetzt.
Sükran Budak, die sich heute im DGB Vorstand um das Ressort Migration kümmert, erzählt, was sie in ihrer Arbeit heute aus dem Umgang der Gewerkschaften mit den sog Gastarbeiterinnen lernen kann. Und Historiker Michael Schneider ordnet ein, wie sich die Haltung der Gewerkschaften in den letzten 150 Jahren gegenüber ausländischen Arbeiterinnen verändert hat.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
· Geschichte der Gewerkschaften: Gewerkschaften und Migration: Ein langer Lernprozess
· Hans Böckler: Ein Leben für Demokratie und Mitbestimmung
Kita-Streiks, die Streiks der Krankenhaushausbewegung oder in der Pflege: Im Moment werden viele Streikbewegungen von Frauen angeführt. Auch wenn diese Dominanz von Frauen bei Streiks eine neuere Entwicklung ist, waren Frauen schon immer Teil der Arbeitskämpfe – auch, wenn die Gewerkschaften erst ab den 70er Jahren verstanden, wie wichtig es war, Themen wie Gleichberechtigung in den Fokus zu nehmen.
In dieser Folge sprechen wir mit Irina Vavitsa, die als sogenannte Gastarbeiterin nach Deutschland kam und 1973 einen wilden Streik in ihrem Betrieb mit organisierte. Und wir hören Vida Otzik, Mitarbeiterin des Charité Facility Managements, die dieses Jahr mit der Krankenhausbewegung für die Bezahlung nach Tarifvertrag streikte. Außerdem erklärt Soziologin Ingrid Artus, wieso es seit den 90er-Jahren zu einer Feminisierung von Streiks kam. Und Alexa Wolfstädter von Ver.di Frauen berichtet, wie Frauen heute die Arbeit in den Gewerkschaften maßgeblich prägen.
Danke an Labournet TV für die Bereitstellung des Archivmaterials. Labournet TV ist unabhängig und dokumentiert Streiks aus der Perspektive von Arbeiter*innen. Im Moment ist das Projekt wegen Unterfinanzierung in seiner Existenz bedroht. Wenn ihr helfen wollt, findet ihr hier mehr Informationen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
Berliner Krankenhausbewegung
Ver.di: Kampf um Gleichbehandlung: CFM-Beschäftigte erfolgreich
Dissens Podcast: 48 Tage Streik: Der gewonnene Arbeitskampf der Berliner Krankenhausbewegung
Arbeitskämpfe der 70er: Video-Portraits mit Zeitzeug*innen
Labournet TV: Archivaufnahmen vom Pierburg-Streik
Geschichte der kommenden Welten Podcast: Wilder Streik migrantischer Frauen 1973
Dokumentationszentrum und Museum über Migration in Deutschland: Der Pierburg-Streik – Solidarität unter Arbeiter*innen
APuZ: Frauen im Streik. Zur Feminisierung von Arbeitskämpfen (von Ingrid Artus)
Unsere Podcast-Empfehlung: Lila Podcast. Feminismus für alle
Weitere Folgen "Geschichte wird gemacht" zum Thema
“Hoch die Solidarität”: Frauen im Kampf um ein mitbestimmtes Leben und Arbeiten
Über 100 Jahre Acht-Stunden-Tag – Wird’s Zeit für weniger Arbeit?
Die Vergessenen – Wie Vertragsarbeiter*innen in der Wendezeit im Stich gelassen wurden
Nach der Wende versprach der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl, die neuen Bundesländer würden bald zu wirtschaftlich „blühenden Landschaften“ werden. Heute wissen wir: das hat nicht geklappt. Viele Betriebe wurden geschlossen, Millionen Menschen verloren ihre Jobs. Doch die Arbeiter*innen aus Ostdeutschland nahmen diese Veränderungen nicht einfach so hin. Stattdessen kämpften sie für ihre Betriebe und für Mitbestimmung.
Christiane Gartz war Sekretärin des Betriebsratsvorsitzenden, als Stahlwerker*innen in Hennigsdorf 1991 ihr Werk besetzten. In dieser Folge erzählt sie von den Protest, aber auch davon, was das Stahlwerk für sie bedeutet.
Außerdem berichtet Historiker Jakob Warnecke aus seiner Forschung zum Stahlwerk und zu den Verkäufen von Betrieben durch die Treuhand.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
*** Weitere Folgen "Geschichte wird gemacht" zum Thema ***
Ab den 1970ern setzte sich die Politik in Westdeutschland – unter anderem auf Drängen der Gewerkschaften – für gute Arbeit und bessere Arbeitsbedingungen ein. Das Forschungsprojekt Humanisierung der Arbeitswelt, kurz HdA, startete 1974 und sollte wichtige Hinweise darauf liefern, was gute Arbeit ausmacht und wie Arbeitsplätze besser und sicherer gestaltet werden können.
Die Historikerin Nina Kleinöder hat zu HdA geforscht und berichtet in dieser Folge, wie das Projekt ablief und welche Folgen es für die Beschäftigten hatte.
Außerdem ist Linda Achtermann, Hosts des Podcasts „Edelmetall“ der IG Metall Jugend, zu Gast und erzählt, was sie aus ihren Gesprächen mit jungen Gewerkschaftsmitgliedern über gute Arbeit und Mitbestimmung mitgenommen hat.
Und Rolf Schmucker spricht über seiner Arbeit am DGB-Index Gute Arbeit. Für diesen Index werden jedes Jahr Arbeitnehmer*innen darüber befragt, wie sie ihre Arbeitsbedingungen wahrnehmen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
Wohnungsnot ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit. Die Mieten steigen und wer in einer Groß- oder Unistadt eine neue Wohnung braucht, muss oft monatelang suchen. Dabei war schon in der Weimarer Republik klar: ohne gesunde Wohnungen keine gesunden Menschen.
Ab den 20er Jahren nahmen sich die Gewerkschaften des Problems an und trieben den Sozialen Wohnungsbau in Deutschland voran. Architekt und Bauhistoriker Steffen Adam erzählt im Podcast, welche Rolle der Gewerkschafter August Ellinger dabei spielte und warum viele damals entstandenen Wohnungen bis heute zum Weltkulturerbe gehören.
Mit Lina Hurlin vom Netzwerk „Stadt für alle“ und mit Jonathan Diesselhorst von der IG BAU sprechen wir außerdem darüber, welche aktivistischen und politischen Lösungen es heute gibt, um der Wohnungsnot zu begegnen.
„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
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