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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Interesse und Konflikt
    Die Oppositionsbewegungen in den Ländern Ostmitteleuropas drückten 1989/90 ihr Streben nach Freiheit auch durch nationale Unabhängigkeitsbewegungen aus. Die Frage der Nation und die Wiederentdeckung des Nationalstaates waren nach vierzigjähriger sowjetischer Hegemonie ein zentrales Element beim Sturz der kommunistischen Regime. Diese Bestrebungen gipfelten 2004 in der EU-Osterweiterung. Die DDR hatte zuvor schon einen ganz besonderen Weg genommen. Die dritte Veranstaltung der Reihe »REVOLUTION! 1989 Aufbruch ins Offene« geht der Bedeutung der Nation für 1989/90, aber auch der diesbezüglichen Entwicklung in den letzten 30 Jahren nach. Während viele ostmitteleuropäische Staaten zunächst die »Rückkehr nach Europa« feierten, überwiegt in diesen Ländern heute oft eine Skepsis gegenüber der Europäischen Union und eine populistische Rückbesinnung auf den Nationalstaat.
    1 hr 39 min
  • 1989. Das Jahr der Revolutionen
    Vor 30 Jahren stürzten die Menschen in der DDR und in den Staaten Ostmitteleuropas die kommunistischen Diktaturen. Die Revolutionen von 1989/90 waren epochal, sie veränderten die Welt. Auf das sowjetische Imperium folgten Freiheit und Demokratie. Der Kalte Krieg war Geschichte. Die erste Veranstaltung der Reihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene« nimmt »1989« aus transnationaler, europäisch vergleichender Perspektive in den Blick. Sie spürt Ursachen, Verlauf und Folgen der verschiedenen Auf- und Umbrüche nach. Dabei werden die Gemeinsamkeiten, aber auch die spezifischen nationalen Besonderheiten der jeweiligen Länder beleuchtet. Schließlich soll diskutiert werden, ob sich die unterschiedlichen historischen Entwicklungslinien heute zu einem gemeinsamen Narrativ zusammenführen lassen.
    2 hr
  • Aufarbeitung in der Krise?
    In den vergangenen Monaten ist heftig über Strukturen und Methoden der Aufarbeitung der SED-Diktatur diskutiert worden. Einige plädieren dabei für einen „Paradigmenwechsel“ durch eine stärkere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte. Andere warnen entschieden vor einer Verharmlosung der Diktatur in SBZ und DDR. Unabhängig von den konkreten Anlässen für diese Debatte scheint uns 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution die Zeit reif dafür zu sein, die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Deutschland kritisch zu bilanzieren. Was wurde erreicht? Wo befindet sich die Aufarbeitung im Spannungsfeld von Wissenschaft und politischen Bildung? Welche Rolle spielen die Opfer der Diktatur in diesem Prozess? Ist der antitotalitäre Konsens eine brauchbare Leitschnur und wie kann Aufarbeitung vorbeugend gegen Extremismus wirken?
    1 hr 58 min
  • Wüstenfest im Stadtteilrest
    Verfallene Altbaubestände gehörten zum Städtebild des späten Sozialismus. Als immer mehr historische Quartiere in den 1980er-Jahren Neubauten weichen sollten, regte sich jedoch vielerorts Widerstand. Bürgerinnen und Bürger organisierten sich auch jenseits der heute als DDR-Opposition bekannten Gruppierungen, um gegen die Abrisspläne vorzugehen. Sie versuchten, Öffentlichkeit herzustellen, die Bevölkerung zu mobilisieren und selbst Vorschläge für die Quartiersgestaltung zu machen. Mit den Gästen soll diskutiert werden, warum und in welcher Form sich Menschen damals einbrachten, welche Aushandlungsprozesse mit dem Regime nötig und möglich waren und wie sich ihr Engagement über die Jahre hinweg veränderte. Können diese Entwicklungen als frühe „Demokratisierungstendenzen oder zivilgesellschaftliches Engagement beschrieben werden? Was bedeutet das für die Ereignisse von 1989 und die Entwicklungen danach? Welche Kontinuitäten, aber auch Brüche ergeben sich in einer langfristigen Perspektive?
    2 hr 11 min
  • Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag.
    Anlässlich des Erscheinens der von Meinhardt Stark herausgegebenen Quellenedition "Diese Zeilen sind mein ganzes Leben... Briefe aus dem Gulag" haben der Berliner Metropol-Verlag und die Bundesstiftung Aufarbeitung am 3. April 2019 um 18.00 Uhr zu einer Lesung mit anschließendem Zeitzeugengespräch eingeladen. Annähernd 900 Briefe aus dem Gulag, geschrieben von 96 Gefangenen, hat Meinhard Stark über die Jahre gesammelt oder in Archiven in Russland, Polen, Litauen und Deutschland ausfindig gemacht. Der Briefwechsel zwischen Häftlingen und ihren Angehörigen ist durch lange Abstände zwischen geschriebenen und empfangenen Briefen geprägt, von aufreibendem Warten und emotionalen Wechselstimmungen, aber auch von strengen Haftinstruktionen und einer unerbittlichen Zensur. Stellvertretend für ihre Mitgefangenen kommen in der Edition, neben Jewgenia Ginsburg und Nikolai Scharfenberg, 16 Frauen und Männer verschiedener Nationalität mit ihren Botschaften aus dem Gulag zu Wort. Die Briefe sind ein ebenso authentisches wie berührendes Zeugnis damaliger Wahrnehmungen und Empfindungen der unschuldig Inhaftierten.
    1 hr 56 min
  • Demokratie in Gefahr?
    In den öffentlichen Debatten über Europa und seine Identität spielen die Revolutionen von 1989/90 in der DDR und Ostmitteleuropa kaum eine Rolle. In Polen, Ungarn oder Tschechien hat die Demokratie inzwischen wohl an Stahlkraft verloren. Auch in Deutschland – vornehmlich in den neuen Bundesländern – ist die Unzufriedenheit mit der Funktionsweise des politischen Systems gestiegen. Rechtspopulistische Parteien gewinnen an Zulauf. In der als überwunden geglaubten Teilung Europas scheinen sich damit die Konturen einer neuerlichen Spaltung abzuzeichnen. Doch wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung? Gibt es Antworten auf die drängenden Fragen und Zerwürfnisse in Deutschland und Europa, die aus den mutigen und hoffnungsfrohen Jahren 1989/90 gewonnen werden können? Wie kann die liberale Demokratie die Herausforderungen einer globalisierten Welt meistern? Die Abschlussveranstaltung der Reihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene« spannt den Bogen von den Auf- und Umbrüchen der Jahre 1989/90 bis in die Gegenwart, um zu ergründen, wie die Idee der Demokratie zukunftsfest gemacht werden kann und welche Rolle der Erinnerung an 1989/90 hierbei zukommt. Begrüßung: Dr. Jens Schöne | Stv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Impulsvortrag: Prof. Bascha Mika | Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und Publizistin, Frankfurt a. M. Podium: Basil Kerski |Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig Noémi Kiss | Schriftstellerin, Budapest Thomas Kralinski | Staatssekretär a. D. und Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien und Internationale Beziehungen, Potsdam Prof. Bascha Mika | Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und Publizistin, Frankfurt a. M. Moderation: Harald Asel | Inforadio vom rbb, Berlin
    1 hr 46 min
  • Demokratie in Gefahr?
    In den öffentlichen Debatten über Europa und seine Identität spielen die Revolutionen von 1989/90 in der DDR und Ostmitteleuropa kaum eine Rolle. In Polen, Ungarn oder Tschechien hat die Demokratie inzwischen wohl an Stahlkraft verloren. Auch in Deutschland – vornehmlich in den neuen Bundesländern – ist die Unzufriedenheit mit der Funktionsweise des politischen Systems gestiegen. Rechtspopulistische Parteien gewinnen an Zulauf. In der als überwunden geglaubten Teilung Europas scheinen sich damit die Konturen einer neuerlichen Spaltung abzuzeichnen. Doch wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung? Gibt es Antworten auf die drängenden Fragen und Zerwürfnisse in Deutschland und Europa, die aus den mutigen und hoffnungsfrohen Jahren 1989/90 gewonnen werden können? Wie kann die liberale Demokratie die Herausforderungen einer globalisierten Welt meistern? Die Abschlussveranstaltung der Reihe »REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene« spannt den Bogen von den Auf- und Umbrüchen der Jahre 1989/90 bis in die Gegenwart, um zu ergründen, wie die Idee der Demokratie zukunftsfest gemacht werden kann und welche Rolle der Erinnerung an 1989/90 hierbei zukommt. Begrüßung: Dr. Jens Schöne | Stv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Impulsvortrag: Prof. Bascha Mika | Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und Publizistin, Frankfurt a. M. Podium: Basil Kerski |Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig Noémi Kiss | Schriftstellerin, Budapest Thomas Kralinski | Staatssekretär a. D. und Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien und Internationale Beziehungen, Potsdam Prof. Bascha Mika | Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und Publizistin, Frankfurt a. M. Moderation: Harald Asel | Inforadio vom rbb, Berlin
    1 hr 46 min
  • Der Weimar-Komplex. Die erste deutsche Republik als Bezugspunkt der politischen Neuordnung im Nachkriegsdeutschland
    Die Weimarer Republik, deren Untergang die meisten Zeitgenossen noch miterlebt hatten, war die Negativfolie, vor deren Hintergrund nach 1945 die zweite deutsche Demokratie konzipiert, und an der sie seitdem immer wieder ängstlich gemessen wurde. Doch während heute gerne eine gerade Linie von den Lehren aus Weimar zur stabilen Ordnung der Adenauerzeit gezogen wird, war der demokratische Neubeginn nach 1945 sehr viel umstrittener und kontroverser. Es gab gerade im bürgerlichen Parteienspektrum starke Kontinuitäten zur Parlamentarismus- und Parteienkritik der Weimarer Zeit. Ohne die Alliierten, die den Rahmen vorgaben, in dem sich die Neuordnung bewegen konnte, wäre vermutlich keine liberale parteienstaatliche Demokratie entstanden. Es brauchte die Erfolge der Ära Adenauer und die Furcht vor der Sowjetunion, um die Vorbehalte gegenüber dem westlichen politischen Modell schwinden zu lassen. In den Debatten und dem politischen Streit um Weimar nach 1945 spiegelt sich daher auch das Einleben der Westdeutschen in die bundesrepublikanische Demokratie.
    51 min
  • Vom Wort zur Tat. Antisemitismus in der Weimarer Republik
    Der Antisemitismus als politische Bewegung und soziale Haltung erlebte nach dem Großen Krieg einen dramatischen Formwandel, der sich zwar für viele europäische Länder nachzeichnen lässt, in den Verliererstaaten jedoch von besonderer Virulenz war. Aus dem kulturellen Code, der im deutschen Kaiserreich das liberale und konservative Lager voneinander unterschieden, aber sich vor allem im bürgerlichen Milieu manifestiert hatte, wurde in den Jahren der Weimarer Republik ein Instrument zur politischen Mobilisierung auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Während sich die Zeitungsleser über medial breit ausgeschlachtete Finanzskandale empören konnten, mussten sich einzelne Wirtschaftszweige in der Provinz mit hartnäckigen Boykottanstrengungen auseinandersetzen. Im Reichstag camouflierten die offen xenophoben Debatten zur Zuwanderung aus Osteuropa nur schwach ihre judenfeindliche Absicht, während sich Kommunalpolitiker immer häufiger mit explizit antisemitischen Anträgen und Initiativen konfrontiert sahen. All dies wurde überschattet von politischen Morden und steigender Straßengewalt, so dass zumindest aus Sicht jüdischer AktivistInnen von den guten Jahren der Weimarer Republik kaum gesprochen werden kann, auch wenn die Einschätzung der aktuellen Gefährdung sehr unterschiedlich ausfiel.
    48 min
  • Das Erbe der Spaltung
    Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Weimars Wirkung. Das Nachleben der Ersten deutschen Republik von Gerd Koenen. Die Spaltung des internationalen Sozialismus durch die Machteroberung der Bolschewiki und die Gründung der Kommunistischen Internationale war Teil einer neuen Spaltung der Welt. Die Sozialdemokratie als eigentliche Säule der Weimarer Republik musste nicht nur Putsch- und Aufstandsversuche von links und rechts abwehren. Sondern gegenüber den vielfachen diplomatischen und konspirativen Bemühungen (etwa der Reichswehrführung) um eine revisionistische Sonderbeziehung mit Sowjetrussland vertrat sie die unpopuläre Politik einer Westintegration. Der bürgerkriegsartige Konflikt zwischen den Sozialdemokraten, die das Gros der Arbeiterschaft vertraten, und der Straßenkampfpartei der Kommunisten nährte sich zum Teil aus eigenen ideologischen Differenzen, aber war immer auch Teil eines weltpolitischen Machtspiels der Moskauer Führung gegen die Versailler Weltordnung. Das erst hat Hitler den Weg zur Macht und 1939 den Weg in den Weltkrieg eröffnet. Aber die Spaltung zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus hat auch die Nachkriegsordnung bis 1989 mitbestimmt und alle ursprünglich an den Begriff des Sozialismus gehefteten emanzipativen Vorstellungen verschluckt.
    1 hr 51 min

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