Zum 250. Geburtstag der USA
In dieser Folge geht es um eine große, bis heute hochaktuelle Frage: Sind die USA von Anfang an als christliche Nation gegründet worden?
Mit Theologe, Publizist und Podcaster Thorsten Dietz sprechen wir über die historischen Fakten hinter diesem Mythos – und darüber, warum die Erzählung vom „christlichen Amerika“ politisch so wirkmächtig geworden ist.
Anlass ist das 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten. Im Gespräch wird deutlich: Die Gründung der USA war nicht auf eine christliche Staatsidee ausgerichtet, sondern stark geprägt von Religionsfreiheit, Gewaltenteilung und dem bewussten Verzicht auf religiöse Voraussetzungen für politische Ämter. Gleichzeitig blieb Religion im öffentlichen Leben präsent – allerdings als Teil einer freiheitlichen, nicht staatskirchlichen Ordnung.
Wir sprechen unter anderem über:
die religiöse Vielfalt in den nordamerikanischen KolonienPuritaner, Quäker, Baptisten, Anglikaner und Katholikendie Rolle von Aufklärung und Demokratie bei der Staatsgründungden Unterschied zwischen Religionsfreiheit und Laizismusdie Idee einer „civil religion“ in den USAden Aufstieg und die Gefahr des christlichen NationalismusZum Schluss diskutieren wir, warum christlicher Nationalismus heute so stark polarisiert, welche Geschichtsbilder dabei verzerrt werden und ob es in den USA noch eine verbindende, versöhnende Kraft geben kann.
Buchempfehlung: „Christlicher Nationalismus in den USA: Theologische Erkundungen zu Geschichte und Profil einer global einflussreichen Bewegung“, Herausgegeben von Thorsten Dietz und Maria Hinsenkamp, ISBN: 978-3-16-164862-5, 233 Seiten, 24 Euro.
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