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Wie tickt Deutschland? Das erforscht Hermann Binkert mit seinem Institut „Insa consulere“. Über verschiedene Meinungen zu streiten, ist für eine Demokratie überlebenswichtig, findet er. Solange Politiker die Anliegen der Bürger ernst nehmen, macht er sich um die Demokratie in Deutschland keine Sorgen – schließlich sind die Bürger der Souverän. Aber Politiker sollten ihre Entscheidungen nicht nur an Umfragen ausrichten, sondern für ihre Positionen werben, auch wenn sie nicht im Trend liegen.
Seine Beobachtungen zur Demokratie in Deutschland hat Herman Binkert in seinem Buch „Wie Deutschland tickt“ (Fontis) festgehalten, über das PRO mit ihm in diesem Podcast spricht.
Der evangelikale Theologe Thomas Schirrmacher war bei der Amtseinführung von Leo XIV. dabei. Im Gespräch mit Nicolai Franz schildert er seine Eindrücke. Und spricht über Leos Verhältnis zu Evangelikalen, ob er eher wie Franziskus oder eher wie Benedikt XVI. tickt – und ob er als neues „Weltgewissen“ zum Frieden in der Welt beitragen kann.
Zum Nachruf von Thomas Schirrmacher auf Papst Franziskus: Der Papst der Überraschung
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Im Gespräch mit PRO-Redaktionsleiter Digital Nicolai Franz spricht Johannes Volkmann über seine erste Sitzungswoche, politische Reife und die Frage: Wie lebt man als Christ im politischen Betrieb?
Volkmann erzählt von seinem Start in Berlin – inklusive Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale, erster Fraktionssitzung, Wahl der Parlamentspräsidentin. Und er sagt, warum er nicht nur seinem Gewissen folgt, sondern auch der Bibel.
Wie hart ist das politische Geschäft für junge Abgeordnete? Wie klar sollte der Kurs gegenüber der AfD sein? Und wo hört Kompromissfähigkeit auf?
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In dieser Episode von "Glaube macht Politik" tauchen wir mit Paula Diehl, Professorin für politische Theorie und Expertin für Populismusforschung, in die komplexe Thematik des Populismus ein.
Wir analysieren die ideologischen Grundlagen des Populismus, seine Rolle in der modernen Demokratie – und warum er manchmal gefährlich und manchmal sogar nötig ist. Zudem diskutieren wir die Zunahme populistischer Bewegungen seit den 2000er Jahren und die Wechselwirkungen mit traditionellen politischen Strukturen. Diehl beleuchtet die Funktion der Medien im Aufstieg des Populismus und betont die Notwendigkeit transparenter Kommunikation, um die Spaltung zu überwinden und demokratische Prinzipien zu wahren.
Laut Umfragen ist das Rennen ums Weiße Haus denkbar knapp. In den entscheidenden Swing States zeichnet sich kaum ein klarer Favorit ab, alles scheint möglich. Auch das, was Viele für unmöglich gehalten hätten: dass Ex-Präsident Donald Trump es trotz seiner zahlreichen Skandale ein zweites Mal schafft, die Wahl zu gewinnen.
Wenn es um Trumps Unterstützer geht, fällt immer wieder der Name einer Wählergruppe: die Evangelikalen. Wer ist das eigentlich? Und wählen sie wirklich alle stramm republikanisch? Dass das zu kurz gedacht ist, wird im Gespräch mit dem Theologieprofessor und Politologen Joel White (Freie Theologische Hochschule Gießen) deutlich. Nicht wenige überzeugte Christen entscheiden sich tatsächlich für die demokratische Kandidatin Kamala Harris – auch wenn sie mit ihrer Haltung zu Abtreibung nicht konform gehen.
White erklärt, wie es zu der jetzigen Polarisierung gekommen ist, warum er sich weder für Trump noch für Harris entscheiden kann. Und wen er tatsächlich gewählt hat.
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Der Pfarrer und FDP-Politiker Pascal Kober kümmert sich im Namen der Bundesregierung um die Opfer von Terror in Deutschland. Das kommt nicht von ungefähr: Kober ist Pfarrer und war jahrelang Militärseelsorger. Im Podcast Glaube.Macht.Politik spricht er darüber, wie Christen Leid ertragen können, was er von Terroropfern gelernt hat und wie es eigentlich gerade in der Ampel aussieht.
Pascal Kober ist FDP-Abgeordneter,im ersten Beruf evangelischer Pfarrer und war als Militärseelsorger in Mali. Seit 2022 ist er zudem Beauftragter der Bundesregierung für die Opfer von Terror im Inland. Als solcher war er kurz nach dem jüngsten Messerattentat in Solingen, um den Verletzten und Hinterbliebenen beizustehen.
Die Angst vor Terror, so sagt er im Gespräch, sei heute für viele Menschen näher als noch vor einigen Jahren. Dazu hätten die gehäuften Vorfälle von Messerattentaten beigetragen. Obwohl es eigentlich seine Aufgabe ist, Terroropfern zu helfen, etwa finanzielle Mittel zu beantragen oder notwendige Versorgung zu koordinieren, habe auch er selbst viel von ihnen gelernt. Viele seien dankbar, andere nutzten ihr Schicksal, um anderen zu helfen. Das bewundere er.
Aber wie geht ein gläubiger Mensch mit dem Leid um? Er vertraue darauf, dass Gott „einmal alle Tränen trocknen wird“, sagte er im Gespräch. Dennoch hoffe er darauf, irgendwann auch eine Antwort auf die Frage nach dem Warum von Gott zu erhalten.
Kober äußerte sich auch zur aktuellen Politik der Bundesregierung. Ob die Ampelkoalition weiter bestehen könne, werde sich in den kommenden Haushaltsverhandlungen zeigen. Er hält es nicht für ausgeschlossen, dass die Regierung daran zerbricht.
Mit Blick auf aktuelle Debatten in der Koalition sprach Kober mit PRO auch über den Streit um eine Abschaffung des Abtreibungsverbots. Er hält es für unwahrscheinlich, dass der Paragraf 218 noch in dieser Legislaturperiode abgeschafft wird. Er selbst, aber auch die Mehrheit seiner Fraktion sowie Justizminister Frank Buschmann würden sich dagegen stellen. Zum einen weil damit ein hart ausgehandelter gesellschaftliche Konsens aufgekündigt werde. Zum anderen, weil das menschliche Leben ein derart hohes Gut sei, dass es im Strafrecht geregelt sein sollte.
PRO hat Kober bereits vor sechs Jahren zum ausführlichen Gespräch getroffen (lesen Sie hier den Text). Einige Themen daraus schneidet auch der aktuelle Podcast an. Wer etwa wissen will, warum Kober als Christ in einer liberalen Partei ist, wie er das theologisch begründet, und warum er im Gegensatz zu Margot Käßmann Pazifismus ablehnt, der findet hier Antworten.
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Wenn Europa als kulturelle und Wertegemeinschaft Bestand haben will, muss es sich über seine Identität klar werden. Davon ist der Wolfgang Sander, Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, überzeugt. Das sei unter anderem notwendig, um die Zugehörigkeit und den Zusammenhalt auf eine tragfähige Basis zu stellen. Das betreffe auch Spannungen zwischen den westlichen und den östlichen EU-Mitgliedern, aber auch Überlegungen, ob und welche weiteren Staaten in Verbund aufgenommen werden.
Sander plädiert dafür, dass Europa seine christlichen Wurzeln wieder entdecken sollte. Diese seien im Selbstverständnis der Europäischen Union und dess Westens in den Hintergrund gerückt. Die Wurzeln, die das heutige Europa in der antiken griechischen Philosophie und im römischen Rechtssystem hat, seien hingegen sichtbarer.
Der Pädagoge und Sozialwissenschaftler sieht etwa im christlichen Freiheits- und Bildungsverständnis einen wesentlichen Beitrag, den das Christentum für ein erneuertes Europa leisten kann. Ebenso sei die christliche Vorstellung davon, wie das Individuum in der Beziehung zu Gott und zur Welt steht, eine wichtige Quelle dafür, wie Gesellschaft gestaltet werden kann.
Im PRO-Podcast erklärt Sander, wie genau eine solche Erneuerung Europas aussehen kann und warum der Bezug auf geteilte Werte wie die Grundrechtecharta oder gemeinsame politische und wirtschaftliche Interessen als Basis für eine europäische Identität nicht ausreichen. Er erläutert, ob die Türkei einen Platz in der EU haben sollte und welche Rolle die Kirchen spielen müssten. Für Christen hat er den Rat: klarer darüber sprechen, was der Glaube für sie bedeutet.
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