Schöner glauben

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Schöner glauben episodes

  • #interview | Jonas Trochemowitz – Widersprechen sich Queerness und christlicher Glaube?

    Queerness und christlicher Glaube werden häufig als Gegensätze dargestellt. Doch wie entsteht dieser vermeintliche Widerspruch? Und was passiert, wenn queere Christ*innen ihren Glauben selbst gestalten?

    In dieser Folge spricht Marie Briese mit dem Sprachwissenschaftler Dr. Jonas Trochemowitz, der sich in seiner Dissertation mit dem Verhältnis von Queerness und christlichem Glauben beschäftigt hat. Dafür untersuchte er konservativ-christliche Diskurse, besuchte 50 queere Gottesdienste und analysierte, wie religiöse Widersprüche sprachlich und praktisch ausgehandelt werden.

    Im Gespräch geht es um die lange Geschichte queerer christlicher Gemeinschaften, um Gottesdienste als Schutzräume und um die Frage, wie Sprache, Liturgie und religiöse Traditionen verändert oder neu interpretiert werden. Dabei zeigt sich: Queere Gottesdienste sind keineswegs einheitlich. Zwischen traditionellen Ritualen und experimentellen Formen des Glaubens entstehen vielfältige Ausdrucksweisen queerer Christlichkeit.

    Auch die Frage nach der Deutungshoheit über die Bibel spielt eine wichtige Rolle. Warum werden queere Lebensweisen als Widerspruch zur göttlichen Schöpfung dargestellt? Und wie können Widersprüche selbst zu einer produktiven Kraft für Glauben und Theologie werden?

    Schließlich sprechen Marie und Jonas darüber, was Gemeinden ganz praktisch lernen können: Queere Menschen sind nicht erst noch in die Kirche zu integrieren – sie waren und sind längst Teil von ihr.

    Neu als Host bei Schöner Glauben: Marie Briese

    Mit dieser Folge stellt sich auch Marie Briese als Host bei Schöner Glauben vor. Marie ist Theologin und Wissenschaftlerin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den Überschneidungen von Rechtspopulismus, christlichem Fundamentalismus und Evangelikalismus auf Instagram. Sie bringt ihre wissenschaftliche Perspektive und ihre Erfahrungen mit Kirche und Glauben in die Gespräche bei Schöner Glauben ein.

    Themen der Folge:

    • Queergottesdienste und ihre Geschichte
    • Widersprüche zwischen Queerness und christlichem Glauben
    • Diskriminierung und sichere Räume in Kirchen
    • Queere Liturgie und die Veränderung religiöser Sprache
    • Konservative und progressive Bibelauslegung
    • Praktische Impulse für eine queerfreundliche Kirche

    Ein Gespräch über Widersprüche, religiöse Vielfalt und die Möglichkeit, Kirche anders zu gestalten.

    1 hr 5 min
  • #interview | Markus Weber - Wie schaffst du es, weiterzumachen?

    Diese Folge erscheint gleichzeitig beim Holy Club und bei Schöner Glauben – weil das Gespräch so wichtig ist, dass wir Reichweite maximieren wollten. 

    Moritz spricht mit Markus Weber, Pastorenkollege und Gemeindeleiter bei Bistro Connected in Siegen, über seine Tochter Mara, über Organspende und darüber, was bleibt, wenn christlicher Glaube und echtes Leben aufeinanderprallen.


    Ein Hinweis vorab: Es geht den Verlust eines Kindes und um schwere Krankheit. Wenn das gerade zu viel ist, darf diese Folge warten.


    In dieser Folge:

    Markus erzählt vom Leben mit seiner ältesten Tochter – Frühchen mit 1000 Gramm, Sehbehinderung, Lernbehinderung, immer kämpfend, immer geliebt. Die Diagnose eines schweren Herzfehlers im Februar 2022, der gallopierende Verlauf, der Weg nach Berlin, die Listung als High Urgent, das Herzunterstützungssystem, der Schlaganfall in der Not-OP und die Monate auf der Intensivstation. Und der 15. Dezember 2024, als alle Geräte abgeschaltet wurden.

    Organspende – was jetzt wichtig ist: Mara wartete drei Wochen auf ein Herz. In Deutschland sind es im Durchschnitt Monate – Jahre, wenn man nicht High Urgent gelistet ist. Täglich sterben in Deutschland Menschen, die auf ein Organ warten.


    Was du tun kannst:

    Organspendeausweis besorgen – am besten die Plastikkarte, die nicht verlottert. Erhältlich bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder zum Download: organspende-info.de


    Ins Organspende-Register eintragen: organspende-register.de – Krankenhäuser und Rettungsdienste sollen künftig darauf Zugriff haben.


    Mit deinen Angehörigen sprechen. Ein Ausweis hilft, aber das Gespräch ist das Wichtigste.


    Das Opt-Ink-Tattoo: Ein offener Halbkreis als Zeichen – Spender und Empfänger. Kein rechtliches Dokument, aber ein Gesprächsöffner. Mehr Infos: https://junge-helden.org/optink


    In Deutschland sind über 60 % der Menschen bereit, Organspende zu sein – die meisten haben sich einfach noch nicht damit beschäftigt.


    Maras Instagram-Kanal, den Mara selbst initiiert hat, um anderen Mut zu machen: @loewenherz_2007


    Glauben nach dem Verlust: Markus erzählt, was von seinem Glauben geblieben ist – und was nicht mehr gilt. Drei Sätze tragen ihn: Gott ist Liebe. Gott begleitet uns. Gott ist in der Tiefe des Leides bei uns. Und warum er Sätze wie „Gott hatte sie lieber” oder „am Ende sehen wir den gewebten Teppich” für nicht nur hilflos, sondern für theologisch falsch hält.


    Der Holy Club erscheint jeden Montag auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo’s Podcasts gibt.


    Schöner Glauben – progressive Stimmen, Solidarität, Glaube in schön: in einer App und auf allen Plattformen.

    1 hr 53 min
  • #srsly | Amos Koch – Was bleibt vom Wirbel um die Holy Spirit Night?
    Einordnung zu Markus Wenz, den Cedras und evangelikal-charismatischen Grenzziehungen

    In dieser Folge ordnen Jason Liesendahl und Amos das umstrittene Reel und die Reaktionen rund um die Holy Spirit Night und die Cedras ein. Es geht um die Frage, wie sich evangelikal-charismatische Kreise von Rechtspopulismus, Kulturkampf, Islamfeindlichkeit und queerfeindlichen Positionen abgrenzen – und wo diese Abgrenzung aus Sicht der beiden noch zu schwach ausfällt.Amos bringt seine Perspektive als ehemaliger Ministry-Mitarbeiter und heutiger IT-Berater ein. Jason führt durch die Einordnung, fragt nach politischen und theologischen Linien und arbeitet heraus, warum Stilfragen allein für echte Distanzierung nicht reichen.

    Themen dieser Folge
    • Amos erzählt, wie sein Kritik-Reel entstanden ist: als Reaktion auf die Einladung der Cedras zur Holy Spirit Night und auf deren Aussagen zu Homosexualität, Feminismus, Ehe und Pride Month.
    • Jason und Amos sprechen über die Reaktionen in der Szene: Zustimmung von außen, zunächst viel Stille innerhalb der evangelikal-charismatischen Bubble und später Druck und Distanzierungen.
    • Sie fragen, ob Markus Wenz und das Gospel Forum eine klare inhaltliche Trennlinie gezogen haben.
    • Ein Schwerpunkt ist politische Theologie: Warum können evangelikale und charismatische Milieus nicht einfach behaupten, unpolitisch zu sein?
    • Die beiden diskutieren rechte Narrative, strategische Ambivalenz und die Grenzen einer Abgrenzung, die sich vor allem auf den Ton konzentriert.
    • Sie sprechen über Islamfeindlichkeit und darüber, warum pauschale Angstnarrative weder theologisch noch gesellschaftlich tragen.
    • Beim Thema Homosexualität geht es um Side A, Side B und Side C – und darum, ob queere Menschen in diesen Gemeinden wirklich willkommen sind.
    • Amos schildert, warum er sich aus dem Umfeld distanziert hat und weshalb freundliche Worte allein für ihn keine echte Zugehörigkeit garantieren.
    • Die Folge behandelt Konversionstherapien, Exodus International und den Schaden, den solche Programme angerichtet haben.
    • Zum Schluss geht es um Veränderungen in der Theologie und historische Vergleiche zu Sklaverei, Frauenrechten und Bibelauslegung.
    Kapitel

    00:00 – Einordnung der Cedra-Debatte und warum Amos den Clip gemacht hat

    01:15 – Amos über seinen Hintergrund in Ministry und seinen heutigen Beruf

    03:17 – Wie das Kritik-Reel entstanden ist

    05:33 – Reaktionen, Medienaufmerksamkeit und Kommentarflut

    07:06 – Die Reaktion in der evangelikal-charismatischen Bubble

    09:51 – Warum diese Folge eine kritische Einordnung ist

    12:31 – Verantwortung übernehmen: Wo lag der eigentliche Bruchpunkt?

    16:05 – Druck von innen und außen nach der Ausladung

    19:25 – Distanzierung und die Dynamik charismatischer Veranstaltungen

    22:59 – Kulturkampf und Homosexualität als zentrale Themen

    27:22 – Politische Bildung und Abgrenzung gegen rechts außen

    30:40 – Warum politische Neutralität nicht immer neutral ist

    33:40 – Was Amos unter klarer Trennschärfe versteht

    37:50 – Christsein als Gegenkultur statt Machtprojekt

    40:22 – Politischer Einfluss in Deutschland und den USA

    47:04 – Islamfeindliche Aussagen und ihre Folgen

    51:02 – Angst vor Islamisierung und theologische Fragen

    54:08 – Interreligiöser Dialog als Alternative zum Kulturkampf

    55:28 – Einstieg in die Debatte um Homosexualität

    57:18 – Side A, Side B und Side C erklärt

    61:59 – Wo die inhaltliche Abgrenzung unklar bleibt

    64:09 – Offenheit nach außen und die tatsächlichen Gemeinde-Positionen

    66:19 – Amos über Zugehörigkeit und queere Menschen in Freikirchen

    68:31 – Rhetorik, Rechtspopulismus und die Grenzen einer Stilfrage

    72:58 – Strategische Ambivalenz in politischen Botschaften

    78:11 – Konversionstherapien und klare Distanzierung

    80:30 – Exodus International und die Folgen solcher Programme

    83:13 – Was mit „Veränderung“ oft tatsächlich gemeint war

    86:15 – Unterstützung und Aufklärung für queere Menschen

    87:45 – Historische Veränderungen in der Bibelauslegung

    94:03 – Macht, Abgrenzung und Identitätsmarker

    101:23 – Bonhoeffer und politische Vereinnahmung

    103:18 – Fazit: Gesprächsbereitschaft und kritische Einordnung


    1 hr 37 min
  • #interview | Julia Enxing – Was ist Prozesstheologie?

    Gott ist mächtig. Aber ist Gott auch allmächtig? Und was verändert sich, wenn wir Gott nicht als unveränderlichen Herrscher, sondern als ein Wesen denken, das liebt, berührt wird und mit der Welt in Beziehung steht?


    In dieser Folge von Schöner Glauben spricht Jason mit Prof. Dr. Julia Enxing, Professorin für Fundamentaltheologie an der Ruhr-Universität Bochum, über ihr neues Buch Prozesstheologie. Eine Einführung.

    Die Prozesstheologie verabschiedet sich von der Vorstellung eines Gottes, der jederzeit alles einseitig bestimmen kann. Stattdessen beschreibt sie Gott als die größte Macht der Wirklichkeit, die jedoch die Eigenmacht und Freiheit aller Geschöpfe ernst nimmt. Gottes Wirken geschieht nicht durch Zwang, sondern durch Liebe, Beziehung und ein beständiges Locken zum Guten.

    Doch wie funktioniert dieses göttliche Locken eigentlich? Ist es ein inneres Gefühl, eine Form der Überzeugungskraft oder ein Wirken, das die gesamte Wirklichkeit durchzieht? Und welche Konsequenzen hat dieses Gottesbild für das Gebet, für die Frage nach dem Leid und für die Hoffnung auf Veränderung?

    Zum Abschluss sprechen Julia und Jason über die politischen Dimensionen der Prozesstheologie. Denn wenn die Zukunft offen ist und Gott die Welt nicht ohne uns verändert, dann sind auch wir gefragt, an einer gerechteren und lebensfreundlicheren Welt mitzuwirken.

    Themen dieser Folge:

    • Wie Julia Enxing zur Prozesstheologie gefunden hat
    • Whitehead, Hartshorne und die Vorstellung eines wandelbaren Gottes
    • Prozesstheologie und katholische Tradition
    • Warum Gottes Macht nicht mit Allmacht gleichzusetzen ist
    • Theodizee: Warum verhindert Gott das Leid nicht?
    • Gottes „Locken“ und die Bedeutung des Gebets
    • Eine offene Zukunft und die politische Verantwortung des Glaubens
    • Das Reich Gottes als gemeinsames Projekt von Gott und Mensch

    Kapitelmarken

    00:00 – Begrüßung und Vorstellung von Julia Enxing

    03:40 – Julias persönlicher Zugang zur Prozesstheologie

    10:49 – Was ist Prozesstheologie?

    15:49 – Gott als Beziehungswesen

    18:44 – Prozesstheologie und katholische Theologie

    24:56 – Warum die klassische Allmacht problematisch ist

    29:33 – Gottes Macht und die Frage nach dem Leid

    34:15 – Brauchen wir den Begriff Allmacht noch?

    36:37 – Was bedeutet Gottes „Locken“?

    39:06 – Gebet als Offenheit für Gottes Wirken

    41:44 – Ist Gottes Wirken mehr als ein Gefühl?

    46:02 – Offene Zukunft und politische Theologie

    48:23 – Das Reich Gottes gemeinsam gestalten

    Buchtipp:

    Julia Enxing: Prozesstheologie. Eine Einführung

    Jason Liesendahl: Gott kann auch nicht alles

    Mehr von Schöner Glauben: https://schönerglauben.jetzt

    52 min
  • #interview | Marcus Bastek – Braucht es eine schwache Kirche?
    Schwache Kirche mit Marcus Bastek

    In dieser Folge spricht Jason mit Marcus Bastek über dessen Buch Schwache Kirche und die Frage, wie Kirche aussehen kann, wenn sie nicht auf Stärke, Leistung und Macht setzt. Im Zentrum stehen die konstantinische Wende, die Verbindung von Christentum und Imperium sowie die Idee einer Theologie der Schwäche als Gegenentwurf zu kapitalistischen und herrschaftsförmigen Logiken.Marcus Bastek ist Pastor im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden und Autor von Schwache Kirche sowie Der Angst entkommen. Die Folge ist ein theologisches Gespräch mit vielen historischen, politischen und praktischen Bezügen, das deutlich macht, warum das Thema nicht nur für Kircheninsider relevant ist.

    Themen der Folge
    • Marcus Bastek erzählt, warum Schwache Kirche aus seiner langjährigen Beschäftigung mit menschlicher Schwäche, Gemeinde und Gottes Kraft entstanden ist.
    • Er erläutert seine Grundthese: Gottes Kraft wird dort sichtbar, wo Menschen ihre Unfähigkeit, Abhängigkeit und Verletzlichkeit nicht verstecken.
    • Jason und Marcus diskutieren, was in diesem Zusammenhang überhaupt als Stärke und Schwäche gilt – und warum vermeintliche Unabhängigkeit oft eine Illusion ist.
    • Ein großer Teil des Gesprächs widmet sich der konstantinischen Wende und der Frage, wie das Christentum vom widerständigen Glauben zur staatsnahen Machtreligion wurde.
    • Marcus beschreibt Konstantin als Machtpolitiker, der das Christentum nicht aus Nächstenliebe, sondern aus strategischem Eigennutz förderte.
    • Die Folge verknüpft diese Entwicklung mit Themen wie Rassismus, Klassismus, Imperialismus und der Durchkapitalisierung von Kirche.
    • Ein weiterer Schwerpunkt ist die Idee einer Theologie der Schwäche als Zukunftshoffnung – nicht als nostalgischer Rückblick.
    • Mit dem Bild vom „Menschenpark“ zeigt Marcus, wie ein Umfeld aus Sinn, Gemeinschaft und erfüllten Grundbedürfnissen Menschen stärken kann.
    • Jason und Marcus überlegen, wie Kirche ein Ort kooperativer Fürsorge sein kann, statt Selbstoptimierung und Selbstausbeutung zu fördern.
    • Gegen Ende geht es um die Frage, wie Kirche kapitalismuskritisch denken kann, ohne die eigenen Annehmlichkeiten auszublenden.
    Zeitmarken

    00:00 – Einstieg und Vorstellung von Schwache Kirche

    03:53 – Warum Marcus das Buch geschrieben hat

    07:59 – Was Schwäche und Stärke theologisch bedeuten

    11:00 – Ist die schwache Kirche auch ein Ort für starke Menschen?

    18:36 – Warum die konstantinische Wende so wichtig ist

    24:50 – Das frühe Christentum und seine Attraktivität

    27:16 – Konstantin als Machtmensch und Wendepunkt

    31:20 – Wie aus dem Christentum eine angepasste Religion wurde

    33:29 – Der „Zaubertrank“ des Evangeliums und die Verlockung der Macht

    36:33 – Asterix, die Trabantenstadt und der Verlust von Widerstandskraft

    41:36 – Warum eine Theologie der Schwäche nötig ist

    46:03 – Prozesstheologie, politisches Denken und der schwache Gott

    53:15 – Warum der Verzicht auf Macht etwas Schönes haben kann

    57:59 – Das Bild vom Menschenpark

    65:34 – Kapitalismus, Wohlstand und die Schattenseiten des Angebots

    71:52 – Warum das Buch keine Rezepte, sondern Zutaten liefern will



    1 hr 9 min
  • #interview | Markus Wenz – Was unterscheidet euch nun von den Sedras?

    Warum wurden Martin und Millicent Sedra von der Holy Spirit Night ausgeladen? Und wie positioniert sich das Gospel Forum Stuttgart zu den politischen und theologischen Fragen, die dadurch aufgeworfen wurden?

    In dieser Folge spricht Jason mit Markus Wenz vom Gospel Forum Stuttgart. Markus war selbst am Entscheidungsprozess beteiligt und erklärt, wie es zur ursprünglichen Einladung kam, warum die Veranstalter schließlich einen Rückzieher machten und welche Fehler dabei passiert sind.

    Doch das Gespräch geht weit über die Ausladung hinaus: Welche Haltung vertritt das Gospel Forum zur Homosexualität? Wie steht die Gemeinde zu Konversionstherapien? Wo verläuft die Grenze zwischen christlicher Mission und autoritärem Kulturkampf? Und was bedeutet es eigentlich, wenn eine Kirche von sich behauptet, politisch heimatlos zu sein?

    Auch kritische Fragen kommen zur Sprache: Jason konfrontiert Markus mit früheren Aussagen eines Gastpredigers zur deutschen Erinnerungskultur und fragt, ob sich hinter vermeintlicher politischer Neutralität nicht doch politische Positionen verbergen können.

    Ein Gespräch über Verantwortung, theologische Differenzen, Religionsfreiheit und die Frage, wie Kirchen ihren Glauben leben können, ohne Feindbilder zu produzieren.

    Schöner Glauben – für einen Glauben, der Fragen aushält.

    55 min
  • #srsly | Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?

    EXKLUSIV: Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?


    Drei Methos packen aus: Was der Methodismus wirklich ist – und warum das alle angeht.

    Es gibt einen Podcast, der gerade die Methodismus-Bubble aufmischt: Thorsten Dietz und Martin Hühnerhoff haben bei Das Wort und das Fleisch zweieinhalb Stunden über den Methodismus geredet. Zweieinhalb (!) Stunden! Und Sarah, Björn und Moritz von Schöner Glauben haben alles innerhalb von drei Stunden nach Release gehört. Natürlich..., sind ja Methos 😉

    Was folgt, ist ein Gespräch, das persönlich, ehrlich und sehr methodistisch ist wie ein John-Wesley-Zitat morgens um 4 (da stand John jeweils auf). Bei Schöner Glauben sind die drei nun zum heißen Debriefing geladen.



    Der Zeuge, der nicht auftauchte:

    Sarah wartete die ganzen zweieinhalb Stunden auf Walter Klaiber als Überraschungsgast. Spoiler: er kam nicht. „Ich war schon enttäuscht, ehrlich gesagt.” ist das schon methodistische Resignation?


    Was ist Methodismus überhaupt?:

    Moritz erklärt es in zwei Sätzen: Aus der Kirche, rein ins Leben, Glaube, der in der Liebe tätig wird. Sarah ergänzt: Das Beste aus drei Welten – reformierte Theologie, persönliche Frömmigkeit, katholisches Liturgieverständnis. Björn sagt: Man eckt überall an - im Methodismus endlich nicht mehr...


    Die Bombe, die Thorsten nicht warf:

    „Methodismus ist das Betriebssystem der Moderne.” Thorsten sagte es und Sarah, Björn und Moritz bestätigen es - und damit stellt sich die Frage, die alle umtreibt: Wenn das so ist – warum kennt dann kaum jemand den Methodismus? Und wieso ist Thorsten noch kein Metho?!


    Anecken war immer sein Ding:

    Wesley predigte in anglikanischen Kirchen der Oberschicht: „Ich bin ein Sünder – so wie ihr.” Daraufhin folgte der Rauswurf. Dann predigte er den Minenarbeitern dieselbe Botschaft - und sie weinten! Einer aus der Elite, der sich auf Augenhöhe stellt? Ein Gott, der sie liebt, mit allem, was sie ausmacht?

    Der Rest ist Geschichte. 


    Die neue Folge jetzt überall, wo es Podcasts gibt.

    Den Holy Club Podcast – den methodistischen Schwester*-Podcast – findet ihr auch überall, wo es Podcasts gibt.


    Fragen, Anmerkungen, methodistische Beichtgeständnisse? Gerne in der Schöner Glauben App – vielleicht gibt es bald sogar eine eigene METHO-Gruppe. Und: Sarah sucht noch jemanden, der weiß, was sie sich zuletzt an John-Wesley-Equipment zugelegt hat. Wer es errät, gewinnt ein Buch über - klar: John Wesley 😇🥰


    John Wesley Comic: https://youtu.be/lE8BPXmH-ag?is=8b-TPqbIErKHnnv_

    HolyClub mit Walter Klaiber: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/34-34

    HolyClub mit Elinor Hoeke: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/25-elinorhoeke


    Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!

    1 hr 3 min
  • #interview | Björn Tröger - Wie viel Denken hält christliche Gemeinschaft aus?

    Björn ist neu im Team von Schöner Glauben! In dieser Folge erzählt er Jason von seinem Weg durch unterschiedliche christliche Milieus in Sachsen: von der pietistischen Prägung über den Aufbau einer eigenen Jugendarbeit und das Veranstaltungsformat God is Love bis zu den Methodisten.


    Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen mit theologischen Konflikten und die Frage, warum manche Glaubensfragen zu roten Linien werden. Es geht um Evangelikalismus, Dogmen, Prozesstheologie, Sexualethik und die Herausforderung, unterschiedliche Überzeugungen in christlicher Gemeinschaft auszuhalten.


    Ein persönliches Gespräch über Glauben, Zweifel und die Frage, wie offen Kirche für kritische Fragen sein kann.

    1 hr 9 min
  • #srsly | Warum wurden die Sedras ausgeladen?

    Vor einigen Tagen war die Holy Spirit Night, in deren Vorfeld es eine Debatte um die geplanten Speaker Martin und Millicent Sedra gab. Ausgelöst wurde diese durch ein Reel des Ex-Pastoren Amos Koch, der selber bereits auf der HSN gesprochen hatte. Er begann sein Reel mit den Worten „Ihr glaubt nicht, wer demnächst auf der HSN predigen wird“ und schnitt dann verschiedene Ausschnitte von Predigten der Sedras zusammen, in denen sie sich gegen Queere äußerten, sie sollten umkehren oder brennen. Es folgten sehr fragwürdige  Aussagen zu Männlichkeit und Feminismus. Koch nennt dies „brutal zurückgeblieben“. Das Reel bekam eine gewisse Aufmerksamkeit und wenige Tage später entschied sich die Leitung der HSN, die Sedras wieder auszuladen. 

    In der am Donnerstag, 08.10., aufgenommen Folge besprechen Moritz und Jason diesen Vorfall. Dazu haben sie mit Markus Wenz Kontakt aufgenommen, der ausführlich schriftlich Stellung genommen hat. Außerdem wurden wir von Svenja Hardecker von der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der evangelischen Kirche unterstützt, die uns einige Einordnungen zukommen ließ. In der Folge zeichnen wir nach, was passiert ist, besprechen die schriftliche Stellungnahme von Markus Wenz und analysieren eine Predigt von Martin Sedra. 


    Hier das Statement der HSN: https://www.holyspiritnight.com/wofur-wir-stehen (erschien nach der Aufnahme).


    Die in der Folge besprochene Predigt ist hier zu finden: https://youtu.be/vI-Jw836cAE?si=qwH7e9VAddsdst9v


    Bitte beachtet: Redaktionsschluss war Freitag, 01:00 Uhr. Die Ereignisse danach wie Statements von Martin Sedra oder auch die Tatsache, dass er nun doch in Deutschland predigt (allerdings in München und mit einem anderen Veranstalter) konnten hier nicht berücksichtigt werden.

    1 hr 38 min
  • #interview | Mira Ungewitter & Marco Michalzik – Starten wir ein progressives Netzwerk?

    Vor ungefähr acht Jahren trafen sich Mira Ungewitter und Jason Liesendahl in Wien. Damals brachte sie die Burning Church, eine Konferenz der Projektgemeinde Wien, zusammen. Schon damals stand eine Frage im Raum: Braucht es nicht mehr Vernetzung zwischen Menschen, die Kirche und Theologie progressiv denken und gestalten wollen? Seitdem ist viel passiert. Auch Marco und Mira sind sich auf einem Burning Church Event begegnet.

    Acht Jahre später sitzen die drei wieder in Wien zusammen und blicken zurück. Mit dabei sind Mira Ungewitter, Pastorin der Projektgemeinde Wien und Autorin, und Marco Michalzik, Autor und Podcaster bei Hossa Talk. Gemeinsam mit Jason fragen sie: Was ist aus den Ideen und Hoffnungen von damals geworden? Welche Netzwerke sind entstanden, was hat sich verändert und welche Wünsche sind offengeblieben?

    Dabei geht es auch um grundsätzliche Fragen: Was bedeutet eigentlich progressive Theologie? Was verbindet Menschen, die sich als progressiv verstehen, und wo liegen Spannungen und Unterschiede?

    Eine Folge über alte Begegnungen, neue Perspektiven und die Frage, wie es mit progressivem Christentum weitergehen könnte. Und wer weiß: Vielleicht entstehen dabei ja schon die nächsten Ideen.

    38 min

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