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Der Vortag beschäftigt sich grundlegend mit dem Verhältnis zwischen Glauben und Denken. Dabei geht er das Thema von zwei Seiten an. In ersten Teil geht es um biblische Einordnung. Während spekulative Philosophie prinzipiell abgelehnt wird, ist die Beurteilung der menschlichen Vernunft ambivalent, indem die Bibel die postmoderne Erkenntnis vorwegnimmt, dass Glauben, Denken und Leben untrennbar zusammenhängen.
Der zweite Teil beleuchtet kurz die Entwicklung des Themas vom Rationalismus Descartes‘ über den Positivismus des 19. hin zur Wissenschaftstheorie des 20. Jahrhunderts, die die Idee einer „glaubensfreien“ Wissenschaft aufgegeben hat. In einer Anwendung werden Zugänge der biblischen Hermeneutik wissenschaftstheoretisch beurteilt.
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In der neutestamentlichen Einleitungswissenschaft wird die Areopagrede des Paulus in Athen (Apg 17,22ff.) zum Teil als „das klassische Beispiel“ dafür genannt, dass die Reden des Apostels in der Apostelgeschichte wegen der „Spannungen zu ihrem unmittelbaren Kontext“ nicht als wirklich gehaltene Reden verstanden werden könnten. Doch wenn man den griechischen Text der Apostelgeschichte genau anschaut, gibt es keine solche „Spannungen“. Vielmehr zeigt der ganze Abschnitt, wie Paulus seine Zuhörer kennt, sie abholt und zu den zentralen Wahrheiten des biblischen Glaubens führt. Dabei ist zu beachten, dass sich Paulus sowohl in der jüdischen als auch in der griechischen Kultur und „Religion“ bestens auskannte. Die Areopagrede, die hier in ihrem literarischen und historischen Kontext erläutert wird, ist somit ein „klassisches Beispiel“ dafür, wie der Apostel „dem Griechen ein Grieche ist“, um sie für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen (vgl. 1. Kor 9,19ff.).
Können wir Gott beweisen? Was haben die Chroniken von Narnia mit dem christlichen Glauben zu tun? Warum wurde C.S. Lewis zu einem der erfolgreichsten Apologeten des Christentums? Um diese und andere Fragen rund um Lewis und die Apologetik geht es im vorliegenden Beitrag, der im Rahmen der Jahrestagung der KSBB ( http://www.ksbb-bayern.de/) am 21. Juli 2023 im Kloster Plankstetten stattgefunden hat.
Die Didache ist eine der frühsten christlichen Schriften nach dem Neuen Testament. Diese „Lehre der Apostel“ oder auch „Lehre des Herrn durch die 12 Apostel“ ist in ihrem ersten Teil eine Art Einführung ins Christsein und hat sicher als ein Lehrhandbuch für die Begleitung und Unterweisung von Menschen gedient, die Christen werden wollten. Aus heutiger Sicht auffällig ist, dass nicht so soehr Glaubensinhalte im Fokus sind - die werden offenbar vorausgesetzt. Stattdessen werden ganz konkrete Aussagen darüber gemacht, wie Nachfolger von Jesus ihr Leben führen sollen.
Im zweiten Teil der Didache geht es dann um ganz praktische Fragen wie: „Wie soll man taufen?“ - „Wie sollen wir mit reisenden Propheten umgehen?“ - „Wie feiern wir das Erinnerungsmahl - das Dankmahl (Eucharistie/Abendmahl)?“ Auch hier bekommen wir durch die Didache spannende Einblicke in die Frühzeit der christlichen Gemeinde.
Die Didache ist eine der frühsten christlichen Schriften nach dem Neuen Testament. Diese „Lehre der Apostel“ oder auch „Lehre des Herrn durch die 12 Apostel“ ist in ihrem ersten Teil eine Art Einführung ins Christsein und hat sicher als ein Lehrhandbuch für die Begleitung und Unterweisung von Menschen gedient, die Christen werden wollten. Aus heutiger Sicht auffällig ist, dass nicht so soehr Glaubensinhalte im Fokus sind - die werden offenbar vorausgesetzt. Stattdessen werden ganz konkrete Aussagen darüber gemacht, wie Nachfolger von Jesus ihr Leben führen sollen. Im zweiten Teil der Didache geht es dann um ganz praktische Fragen wie: „Wie soll man taufen?“ - „Wie sollen wir mit reisenden Propheten umgehen?“ - „Wie feiern wir das Erinnerungsmahl - das Dankmahl (Eucharistie/Abendmahl)?“ Auch hier bekommen wir durch die Didache spannende Einblicke in die Frühzeit der christlichen Gemeinde.
Prof. Dr. Dr. Roland Werner ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut Marburg und unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor, ebenfalls in Marburg. Er ist einer der Initiatoren von „glaubendenken“.
Künstliche Intelligenz – Maschine, Mensch oder mehr?
Ist Künstliche Intelligenz (KI) die größte Chance oder die größte Gefahr für die Existenz der Menschheit? Wird der Mensch von komplex programmierten Maschinen abgelöst, die anfangen, selbst zu denken, wie es Trans- und Posthumanisten prognostizieren? Kann man KI, z.B. selbstfahrende Autos, ethisch programmieren? Und was können wir von der KI über den Wert und Sinn unseres eigenen Lebens lernen?
Dr. Alexander Fink leitet das Institut für Glaube und Wissenschaft
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Künstliche Intelligenz – Maschine, Mensch oder mehr?
Ist Künstliche Intelligenz (KI) die größte Chance oder die größte Gefahr für die Existenz der Menschheit? Wird der Mensch von komplex programmierten Maschinen abgelöst, die anfangen, selbst zu denken, wie es Trans- und Posthumanisten prognostizieren? Kann man KI, z.B. selbstfahrende Autos, ethisch programmieren? Und was können wir von der KI über den Wert und Sinn unseres eigenen Lebens lernen?
Dr. Alexander Fink leitet das Institut für Glaube und Wissenschaft (IGUW, www.iguw.de)
in Marburg und hat nach seinem Physikstudium in Biophysik promoviert. Seit seiner Promotion
setzt
Ist Bibelauslegung immer Ansichtssache? Kann jeder die Bibel auslegen wie er möchte und je nachdem, welches Bibelverständnis ihn leitet? Ist die Vorstellung, dass es richtige und falsche Bibelauslegungen gibt, vielleicht nur Einbildung? Manche Strategien der Bibelauslegung führen letztlich nicht zu einem besseren Verständnis von Bibeltexten, sondern tragen nur zu einer diffusen Verunsicherung bei, die den Eindruck erweckt, in der Bibelauslegung sei nichts sicher und alles möglich. Einige einfache Beispiele aus der Werkstatt seriöser Bibelauslegung zeigen aber, dass hier weit weniger Raum für Beliebigkeit ist als es manchmal den Anschein hat. Und dass es sich deshalb lohnt, nach den Spielregeln verantwortlicher Bibelauslegung zu fragen.
Dr. Guido Baltes ist Fachlehrer für Neues Testament am MBS Bibelseminar in Marburg, Lehrbeauftragter an der Evangelischen Hochschule Tabor und Privatdozent an der Philipps-Universität Marburg.
Die Bibel ist ein komplexes Buch, und Bibelauslegung ein komplexes Unterfangen. Viele Menschen wünschen sich deshalb eine einfache Formel, die ihnen bei der Bibelauslegung hilft und die auf alle Bibeltexte passt: Aber der genauere Blick auf solche Formeln zeigt, dass sie oft nur dazu dienen, die eigenen Vorurteile zu bestätigen. Einfache Generalschlüssel für die Bibelauslegung gibt es deshalb nicht, und für jeden Bibeltext lohnt sich ein eigener, differenzierter und kritischer Blick.
Dr. Guido Baltes ist Fachlehrer für Neues Testament am MBS Bibelseminar in Marburg, Lehrbeauftragter an der Evangelischen Hochschule Tabor und Privatdozent an der Philipps-Universität Marburg.
Was bedeutet es, wenn ein Thema nur zwölfmal in der Bibel erwähnt wird? Ist es dann besonders wichtig oder besonders unwichtig? Kann man die Bedeutung eines Themas tatsächlich an der Anzahl von Bibelstellen ablesen, in denen es erwähnt wird? Oder gehört das Bibelstellenzählen zu den eher dubiosen Methoden der Bibelauslegung? In dieser Folge geht es um die Faszination der Zahlen in der Bibelauslegung, und dabei auch um die Frage, was es bedeutet, wenn ein Thema überhaupt gar nicht erwähnt wird.
Dr. Guido Baltes ist Fachlehrer für Neues Testament am MBS Bibelseminar in Marburg, Lehrbeauftragter an der Evangelischen Hochschule Tabor und Privatdozent an der Philipps-Universität Marburg.
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