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Emotionen spielen heute bei der Bibelauslegung häufig eine wichtigere
Die Frage nach einem seriösen Umgang mit Informationen, Deutungen und Meinungen ist in den letzten Jahren neu ins öffentliche Bewusstsein gerückt. "Fake News", "alternative Fakten”, ”Deep Fakes" und geschwurbelte Verschwörungstheorien machen es zunehmend schwer, Realität und Fiktion voneinander zu unterscheiden. Ein kritischer Umgang mit Medien und Meinungen ist daher notwendig. Das gilt auch für den Bereich der Bibelauslegung: Wie kann man seriöse und unseriöse Methoden der Bibelauslegung und der Bibelkritik unterscheiden? Wie kann man den eigenen kritischen Blick für Bibeltexte und unterschiedliche Bibelauslegungen schärfen? Am Beispiel der sperrigen Aussagen Jesu zur Hölle fragt diese Vortragsreihe nach dem Unterschied zwischen seriöser Bibelkritik und unseriösem Bibelschwurbeln.
Katastrophen: Wie können wir als Christen über Katastrophen denken, ohne zu verzweifeln? Wie können wir dabei Katastrophen und Leid theologisch einordnen? Wir beschäftigen uns mit anthropologischen Beobachtungen, theologischen Fragestellungen und versuchen, die Verantwortung von Christen in dieser Welt angesichts all der globalen und persönlichen Krisen zu verstehen. Prof. Dr. Tobias Schuckert, PhD ist Dozent für interreligiöse Theologie und Religionswissenschaft an der internationalen Hochschule in Bad Liebenzell.
Katastrophen: Wie können wir als Christen über Katastrophen denken, ohne zu verzweifeln? Wie können wir dabei Katastrophen und Leid theologisch einordnen? Wir beschäftigen uns mit anthropologischen Beobachtungen, theologischen Fragestellungen und versuchen, die Verantwortung von Christen in dieser Welt angesichts all der globalen und persönlichen Krisen zu verstehen.
Fenster in die Frühe Kirche - Die Didache: Der Weg des Lebens und der Weg des Todes. (2/2)
Die Didache ist eine der frühsten christlichen Schriften nach dem Neuen Testament. Diese „Lehre der Apostel“ oder auch „Lehre des Herrn durch die 12 Apostel“ ist in ihrem ersten Teil eine Art Einführung ins Christsein und hat sicher als ein Lehrhandbuch für die Begleitung und Unterweisung von Menschen gedient, die Christen werden wollten.
Aus heutiger Sicht auffällig ist, dass nicht Glaubensinhalte im Fokus sind - die werden offenbar vorausgesetzt. Stattdessen werden ganz konkrete Aussagen darüber gemacht, wie Nachfolger von Jesus ihr Leben führen sollen.
Der Weg des Lebens wird dem Weg des Todes entgegengesetzt, und der Leser bzw. Hörer wird vor die Entscheidung gestellt, welche der Werte, Taten und Lebenseinstellungen er lernen und welche er ent-lernen sollte.
Für heutige Ohren mag manches sehr klar und abgrenzend klingen. Und doch tut es uns gut, dieser frühen Stimme aus der 2. und 3. Generation nach den Apostel Gehör zu schenken. Schließlich waren diese frühen Christen noch näher am Ursprung als wir es sind, und gerade die an manchen Stellen zu spürende Fremdartigkeit dieses Textes kann für uns eine Herausforderung sein, unsere eigenen Glaubens- und Lebenseinstellungen neu zu bedenken.
Prof. Dr. Dr. Roland Werner ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut Marburg und unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor, ebenfalls in Marburg. Er ist einer der Initiatoren von „glaubendenken“.
Fenster in die Frühe Kirche - Die Didache: Der Weg des Lebens und der Weg des Todes. (1/2)
Die Didache ist eine der frühsten christlichen Schriften nach dem Neuen Testament. Diese „Lehre der Apostel“ oder auch „Lehre des Herrn durch die 12 Apostel“ ist in ihrem ersten Teil eine Art Einführung ins Christsein und hat sicher als ein Lehrhandbuch für die Begleitung und Unterweisung von Menschen gedient, die Christen werden wollten.
Aus heutiger Sicht auffällig ist, dass nicht Glaubensinhalte im Fokus sind - die werden offenbar vorausgesetzt. Stattdessen werden ganz konkrete Aussagen darüber gemacht, wie Nachfolger von Jesus ihr Leben führen sollen.
Der Weg des Lebens wird dem Weg des Todes entgegengesetzt, und der Leser bzw. Hörer wird vor die Entscheidung gestellt, welche der Werte, Taten und Lebenseinstellungen er lernen und welche er ent-lernen sollte.
Für heutige Ohren mag manches sehr klar und abgrenzend klingen. Und doch tut es uns gut, dieser frühen Stimme aus der 2. und 3. Generation nach den Apostel Gehör zu schenken. Schließlich waren diese frühen Christen noch näher am Ursprung als wir es sind, und gerade die an manchen Stellen zu spürende Fremdartigkeit dieses Textes kann für uns eine Herausforderung sein, unsere eigenen Glaubens- und Lebenseinstellungen neu zu bedenken.
Prof. Dr. Dr. Roland Werner ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut Marburg und unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor, ebenfalls in Marburg. Er ist einer der Initiatoren von „glaubendenken“.
Glaube kann Sinn stiften in einer Zeit, die nach Sinn schreit. Er kann es in der Kraft des Heiligen Geistes, der das scheinbar zufällige Chaos der Menschheitsgeschichte zu einem lesbaren Text zusammenfügt und der noch dem sinnlosesten aller Tode einen Sinn abringt: Dem Kreuzestod des Gottessohnes Jesus Christus.
Das aber hat Folgen (1) für die Glaubensentscheidung, (2) für die ethischen Überzeugungen, (3) für den Umgang mit Leid und Tod, (4) für den Blick auf geschichtliche Zusammenhänge und (5) für die Zukunftsperspektive der Menschheit.
Der Substanzdualismus ist dem Physikalismus als Erklärung des menschlichen Geistes weit überlegen. Dennoch hat der Substanzdualismus Probleme, das Verhältnis von Körper und Geist zu erklären. Deswegen werden in diesem letzten Teil der Reihe zwei weitere dualistische Theorien untersucht.
Lehrt die Bibel tatsächlich, dass es die Seele gibt? Dieser Frage gehen wir im dritten Teil der Serie nach - unter Beachtung der Tatsache, dass die Bibel kein Metaphysik-Lehrbuch ist, aber dennoch ein Buch, mit dem man Metaphysik betreiben kann.
Wie können Körper und Geist interagieren, wenn sie so verschieden sind? Physikalisten antworten, dass auch der Geist nur physikalisch ist. Der Dualismus hingegen hält daran fest, dass der Geist immateriell bzw. nicht-physikalisch ist. In diesem Vortrag werden beide Positionen gegeneinander abgewogen.
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