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„Wir sind alle Politik, das haben wir vergessen."
Arbeitskultur und Politik lassen sich nicht getrennt voneinander denken. Sie folgen ähnlichen Gesetzmässigkeiten. So ist es mehr als naheliegend, die Arbeitskultur in der Politik und vice versa näher unter die Lupe zu nehmen. Gerade im Moment.
Damian Boeselager ist Abgeordneter im Europaparlament und Gründungsmitglied der 2017 gegründeten VOLT, einer Partei, die eine pragmatische, progressive und paneuropäische Politik verfolgt. Damian spricht über die Herausforderungen, Europa handlungsfähiger zu machen, warum Digitalisierung und Bürokratieabbau so schleppend vorangehen und wie Volt die politische Landschaft verändern will.
Ein zentrales Thema ist der Folge ist der wahrnehmbare Rechtsruck in Europa und die Notwendigkeit, eine positive politische Alternative zu bieten. Damian nimmt Stellung zur aktuellen Debatte rund um das Migrationsthema und wie sich dies aus europäischer Sicht darstellt. Er schildert auch, warum die Verwaltung oft nicht schuld an langsamen Prozessen ist, sondern politische Entscheidungen und veraltete Strukturen dafür verantwortlich sind. Er fordert eine Föderalismusreform, um Digitalisierung voranzutreiben und unnötige Bürokratie abzubauen. Besonders spannend: Einblicke in seine Arbeit als Abgeordneter und die Organisation seines Teams – von Policy-Experten bis hin zu Kommunikationsstrategen.
Auch persönliche Einblicke kommen nicht zu kurz: Damian berichtet, wie ihn der Brexit und Trumps Wahlsieg politisiert haben und was ihn antreibt, Volt weiter aufzubauen. Sein Ziel ist es, junge Menschen für Politik zu begeistern und eine Vision für ein fortschrittliches Europa zu entwerfen.
Darüber sprechen wir in der Folge
Damian Boeselager ist ein hoch engagierter und leidenschaftlicher Politiker und Vertreter des europäischen Demokratiegedankens. Er nimmt den Kampf gegen Hürden auf für seine Mission. Sein Glaube daran, in der Politik etwas bewegen zu können, sind inspirierend und hoffnungsspendend zugleich.
Hört rein in diese Folge mit einem rhetorisch geschliffenen und intrinsisch motivierten Staatsbürger, der die Zuversicht auf eine offene Gesellschaft in die Welt tragen möchte.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
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„Wir wollen kein Krankenhaus sein – wir wollen ein Ort sein, an dem Menschen sich wohlfühlen. Mitarbeitende wie auch Patienten"
New Work hat neben einigen Irrwegen mit einem großen Vorurteil zu kämpfen: Es ist nur für die privilegierte Schicht der Büroarbeitenden umsetzbar. David-Ruben Thies, CEO, und Jeannette Kadner, Pflegedirektorin der Waldkliniken in Eisenberg, haben sich von solchen Pauschalaussagen nicht abhalten lassen, das Thema Krankenhaus ganz neu zu denken. Sie führen den Beweis an, dass neue Formen der Zusammenarbeit auch in einem Klinikalltag lebbar sind mit Mehrwert für alle, Patienten wie Mitarbeitende.
Was sichtbar ist: Die Waldkliniken verzichten auf den Begriff des Krankenhauses. Sie knüpfen lieber an das Wort "Hospital" an, das auf den Kern des Geistes, der in einer Klinik herrschen sollte, verweist: die Gastfreundschaft. Äußerlich und innerlich transportiert die orthopädische Fachklinik eine Atmosphäre, die eher an ein Luxushotel erinnert. Das kann man riechen, sehen, fühlen und auch schmecken. Auf allen Sinne erleben die Patienten dort einen Gegenentwurf zu dem, was die meisten Menschen erfahren, wenn sie sich in ein traditionell geführtes Krankenhaus begeben. Brotduft statt Desinfektionsmittel, Menschen mit Hingabe statt Bürokratiebeflissenheit, viel Holz und Behaglichkeit statt grauer, eintöniger und optisch steriler Wände.
Die Innenseite der Veränderung der Waldkliniken in Eisenberg ist nicht minder revolutionär. David-Ruben Thies und seine Kollegin Jeannette haben die Formen der Zusammenarbeit in ihrer Klinik komplett auf den Kopf gestellt. Hierarchieebenen wurden abgebaut, Partizipation und Raum für Innovation eingeräumt, die dichotome Trennung zwischen Ärzten und Pflegepersonal überwunden. Das hinterlässt eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und in der Folge entspannte und glücklichere Patienten.
Darüber sprechen wir in der Folge
Das Gespräch ist im Rahmen der Work Awesome in Berlin, eine brand eins Konferenz zur Zukunft der Arbeit, entstanden. Auf der Bühne haben die beiden - unmittelbar vor der Podcast Aufnahme - einen lebendigen Einblick in ihren ungewöhnlichen Klinikalltag und die Transformation gegeben. Das Publikum war von den Socken.
Hört selbst rein und nehmt ganz viel Inspirationen mit. Nicht nur für diejenigen unter Euch, die im Gesundheitswesen arbeiten.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski und Frank Dahlmann (brand eins)
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"„Menschen kommen wegen Menschen ins Büro, nicht wegen schöner Möbel."
Es gab eine Zeit, da galt Co-Working als die Sehnsuchtsvokabel für kreative Zusammenarbeitsformen schlechthin. Anbieter von entsprechenden Flächen und Einrichtungen schossen wie Pilze aus dem Boden. Allesamt mit dem Versprechen: Wir schaffen Räume für echtes innovatives Gestalten, für Vernetzung und Inspiration. Dann kam die Pandemie. Seitdem schauen Menschen, Unternehmen, Institutionen auf die Frage "Wie sieht das Büro der Zukunft aus?" völlig anders.
Design Offices ist ein Anbieter für flexibles Arbeiten. Das Unternehmen distanziert sich bewusst von dem Begriff des Co-Workings, wenngleich Kollaboration im Zentrum dessen steht, was sie vorantreiben möchten. Die Räume, die sie anbieten, wenden sich vorrangig an Corporate Kunden, vereinzelt auch an kleinere Teams. Die Kunden von Design Offices suchen das Beste aus allen Welten: Die Annehmlichkeiten eines hoch-professionellen Arbeitsumfeldes, die Begegnung mit Menschen jenseits der eigenen Bubble und eine ansprechende räumliche Umgebung.
Dr. Joachim Gripp ist CEO der Design Offices. Er hat seine Karriere in der Systemgastronomie gestartet und verstanden, dass sich Hospitality und Skalierung nicht gegenseitig ausschließen müssen. Für ihn steht fest: Das Büro der Zukunft muss das Thema Gastfreundschaft mitdenken. Denn: Menschen suchen an ihrer Arbeitsstätte viel mehr als nur ein funktionierendes und schickes Umfeld. Die menschliche Begegnung - so die Überzeugung von Joachim - steht für die meisten im Vordergrund und ist der eigentliche Treiber, das gemütliche Home-Office zu verlassen.
Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge von GOOD WORK
Joachim lebt das Thema Gastfreundschaft durch und durch. Und er denkt vernetzt. Für ihn endet die Diskussion über das Büro der Zukunft nicht am Werkstor. Veränderungen in der Arbeitswelt, auch in der räumlichen Gestaltung unseres Arbeitsumfeldes, hat weitreichende, gesellschaftliche Implikationen. So ist das Gespräch ein echter Salontalk, aus dem Herzen der Stadt und mit einem Rund-Um-Blick auf viel mehr als nur die Frage "Wo steht mein Schreibtisch?".
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
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„Traditionelle Männlichkeit ist nicht nur für Männer selbst hinderlich, sondern auch für Organisationen."
Das Thema der Diversität und ihrer Notwendigkeit wird aktuell sehr stark und kontrovers diskutiert. Dabei ist der Blick aus nachvollziehbaren Gründen häufig auf den Aspekt von Female Empowerment gerichtet. Doch greift diese Diskussion am Ende zu kurz? Müssen wir auch einen kritischen Blick auf unser gesellschaftliches Verständnis von traditioneller Männlichkeit werfen?
Jacomo Fritzsche und Daniel Pauw haben mit ihrem Buch "New Work Men" die Diskussion um einen wichtigen und überfälligen Aspekt bereichert: Wenn wir über eine zukunftsfähige Arbeitskultur sprechen wollen, gehört unser traditiertes Verständnis von maskulinem Verhalten dringend auf den Prüfstand. Mit ihrem Buch New Work Men wollen wie einen Diskurs um Männlichkeit und Arbeitskultur anstoßen. Darin hinterfragen sie traditionelle Männlichkeitsbilder und fordern, Räume für Männer zu schaffen, um emotionale Intelligenz und Beziehungsfähigkeit zu stärken.
Die Episode geht der Frage nach, wie ein neues Verständnis von Männlichkeit nicht nur die persönliche Gesundheit und Resilienz, sondern auch die Kultur in Organisationen fördern kann. Durch persönliche Geschichten, wissenschaftliche Hintergründe und praktische Beispiele zeigen Daniel und Jacomo, wie Geschlechterrollen die Dynamik in der Arbeitswelt beeinflussen.
Besonders spannend ist ihre Analyse des "New Work Man Gap" – der Kluft, die entsteht, wenn Männer traditionelle Rollenbilder nicht überwinden können, während sich Organisationen auf Diversität und Veränderung zubewegen.
Darüber sprechen wir in der Folge
Jacomo Fritzsche und Daniel Pauw setzen in ihrem Entwurf einer neuen Männlichkeit bei sich selbst an und stellen sich selbst ihren eigenen unbequemen Fragen. Die Folge ist ein Aufruf, gesellschaftliche und organisatorische Strukturen kritisch zu betrachten und aktiv zu verändern, um ein lebensdienliches Arbeitsumfeld für alle zu schaffen.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
Literaturempfehlung:
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„Lebensqualität bedeutet mehr als wirtschaftliches Wachstum – es geht um Werte."
Transformation ist ein Begriff, der ebenso inflationär wie generisch verwendet wird. Dabei verbirgt sich dahinter ein harter Kern: Transformation ist viel mehr als "ein bisschen Wandel". Es geht darum, neue Strukturen, neue Formen zu bilden und diese tiefgreifende Veränderung auch sukzessive zu etablieren.
Wenn es in der öffentlichen Debatte rund um Transformation einen Namen gibt, der immer wieder fällt, dann ist es der von Prof. Dr. Maja Göpel. Sie ist Transformationsforscherin und spürt nicht nur dem theoretischen Phänomen nach. Ihre Mission ist es, nachhaltige Veränderung - insbesondere für die größte Menschheitsaufgabe schlechthin: den menschengemachten Klimawandel und die damit einhergehenden Folgen - zu bewirken. Dabei denkt sie nicht in engen Zirkeln von "mehr Bambuszahnbürste" oder "höhere CO2-Bepreisungen". Sie nimmt unser gesamtes wirtschaftliches Handeln unter die Lupe und zieht die Querbezüge und wechselseitigen Abhängigkeiten ins Kalkül.
In diesem Gespräch erläutert sie, wie gesellschaftliche Werte, politische Rahmenbedingungen und individuelle Handlungsbereitschaft miteinander verknüpft sind, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Sie spricht über die Mechanismen von Wandel, darunter soziale Kipppunkte und die Rolle von Institutionen, die oft die Richtung vorgeben.
Darüber sprechen wir in der Folge
Maja Göpel ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die nicht allein durch ihr Wissen und ihren unermüdlichen Forschergeist tiefe Spuren in der Debatte hinterlässt. Sie praktiziert das Denken in Möglichkeiten, allen Widrigkeiten für echten Wandel zum Trotz. Sie lässt sich von Populismus, Scheindebatten und Totschlagargumenten nicht einfach vom Platz fegen und zeigt Lösungswege auf. Damit ist sie eine Possibilistin erster Güte, die nicht allein auf das Prinzip Hoffnung setzt, sondern fundierte Gründe dafür liefert, dass wir eine Umkehr selbst (noch) in der Hand haben und gestalten können.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
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„Kultur ist die Musik, die keiner hört und zu der jeder tanzt"
In dieser Episode des GOOD WORK Podcasts ist Jule Jankowski selbst zu Gast in ihrem eigenen Format. Die Folge ist Teil der sogenannten Podcast Trilogie, die von den drei Podcast-Hosts Jule Jankowski, Gabriel Rath und David Hillmer ins Leben gerufen wurde. Zunächst als Experiment, Ausgang ungewiss.
Im zweiten Teil der Trilogie - also in dieser Folge - dreht sich alles rund um Arbeitskultur. Was ist das überhaupt? Woran erkennt man sie? Wie kann man sie gestalten, beeinflussen, formen? Was macht eine gute Arbeitskultur aus? Und last-but-not-least: Wer ist für die Entwicklung einer Arbeitskultur zuständig?
Jule schöpft aus ihrem Fundus an Einsichten, die sie aus ihrer Beratungstätigkeit als Organisationsentwicklerin unmittelbar aus dem unternehmerischen Alltag gewonnen hat. Dabei berichtet sie auch aus ihrer eigenen Konzernkarriere bei der Deutschen Lufthansa. Außerdem teilt sie prägnante Erkenntnisse aus den annähernd 240 Interviews des Podcasts GOOD WORK, die ihr Meta-Bild von Arbeitskultur immer weiter verfeinert haben.
Die Diskussion deckt essenzielle Fragen rund um den Einfluss von Strukturen, Individualität und Führungspersönlichkeiten auf die Arbeitskultur ab. Jule führt aus, warum Strukturanpassungen oft effektiver sind als reine Mindset-Arbeit. Die Runde beleuchtet außerdem aktuelle Trends, wie den Umgang mit Unsicherheiten, die Herausforderung des Fachkräftemangels und die Chancen agiler Methoden. Besonders im Fokus: wie Verantwortung auf alle Beteiligten verteilt werden kann, um eine echte Veränderung zu schaffen.
Jule plädiert für Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit in Unternehmen, differenziert die beiden Begriff voneinander und beschreibt, warum Wandel Zeit und Iteration braucht, um nachhaltig zu wirken. Es entsteht eine tiefgründige Diskussion über die Rolle von Führungskräften, den Einfluss von KI und die Zukunft der Arbeitswelt.
Darüber sprechen wir in der Folge
Jules Herz schlägt für Arbeitskultur. Dabei liebt sie es, Phänomene und Muster zu beobachten und anschaulich zu beschreiben und sie zu einem Gesamtbild zu vernetzen. Das ist sowohl ihrer beruflichen Prägung als Sozialforscherin zu verdanken als auch ihrer akademischen Ausbildung als Kommunikationswissenschaftlerin.
Wer Freude daran hat, dem Nebelbegriff der Arbeitskultur etwas konkreter auf die Pelle zu rücken, wer Jules Sprachspiele mag und sich für Hypothesenbildung und Beobachtungen zur Arbeitswelt interessiert, ist hier genau richtig.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Gabriel Rath
Hier geht's zu Jules Buch: Zwischen Alt und Neu liegt Gut. Vahlen Verlag 2022.
Hier geht's zum Podcast von Gabriel Rath:
Und hier zum Podcast von David Hillmer:
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"„Zusammenleben und Zusammenarbeiten – das ist für uns Menschen unschlagbar.“(Frank) „Wir brauchen Teamverbundenheit, aber nicht jeden Tag an der Kaffeemaschine.“ (Céline) ."
Es war und ist ganz eindeutig das Thema, das die People-and-Culture-Bubble dieses Jahr am stärksten emotional aufgehitzt hat: Die Frage nach Home-Office ja oder nein. Auch im dritten Jahr nach der Pandemie scheint die Suche nach der perfekten Office-Remote-Quote noch nicht gefunden sein. Allenthalben erklingen Return-to-Office-Rufe. Insbesondere die großen Unternehmen pochen immer lauter auf stärkere Anwesenheit im Büro.
Die zunehmend aufgeladene Diskussion ist zu einer fiesen kleinen Melodie geworden, die uns täglich begleitet.
Good Work ist üblicherweise bekannt für seine differenzierten und systemischen Betrachtungsweisen. Doch dieses Mal - sozusagen als Sylvesterknaller - gehen wir in die Extreme. Die beiden Protagonisten sind in ihren Standpunkten fest. Céline Flores Willers, Deutschlands bekannteste Expertin zum Thema People Branding, führt ihr Unternehmen "The People Company" fully remote. Aus ihrer Sicht sind die Rufe zurück ins Büro eine Idee, die komplett an der Realität vorbeigeht und aus der Zeit gefallen ist.
Frank Thelen, Serien-Gründer, Tech-Investor, bekannt für seine steilen Thesen, vertritt genau die gegenteilige Position. Nach seiner Ansicht gibt es keine Alternative zu einer ausgeprägten Präsenzkultur. Er sieht das als den überlegenen Weg, echte Kollaboration zu leben und Leistungsdenken an den Tag zu legen.
Das Gespräch ist entsprechend lebhaft und dynamisch. Céline und Frank lassen sich argumentativ nicht die Butter vom Brot nehmen und gehen verbal beherzt in den freundschaftlichen Schlagabtausch.
Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge von GOOD WORK
Noch nie wurde bei GOOD WORK so kontrovers, so energisch diskutiert wie in dieser Folge. Das ist nicht allein dem Thema geschuldet, das das gesamte Jahr 2024 diskursiv dominiert hat. Es ist auch auf die Diskussionsteilnehmer zurückzuführen, die es gewohnt sind, ihre Ansichten wortgewaltig und mit Leidenschaft vorzutragen. Hört rein in dieses Feuerwerk an Argumenten.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
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„Das Tal der Enttäuschung ist oft der interessanteste Moment im Hype Cycle"
Dubai-Schokolade, künstliche Intelligenz, Kryptowährung - sie alle haben etwas gemeinsam. Sie faszinieren uns, fesseln unsere Aufmerksamkeit. Sie lassen uns manchmal unvernünftige Entscheidungen treffen oder auch für hoch-innovative Dinge begeistern. Die Rede ist von Hypes. Kaum jemand ist wirklich immun gegen sie, manche reagieren allergisch auf hoch-dynamische Trends, die ihre ganz eigene Dynamik aufweisen.
Felix Zeltner, Journalist, Podcaster und Unternehmer aus New York, hat zusammen mit seiner Frau Christina Horsten, ebenfalls Journalistin, ein Buch über das Phänomen der Hypes geschrieben. Die beiden Autoren wollten herausfinden, warum manche Technologien sich zum Hype auftürmen, während andere Erfindungen nicht wirklich durchdringen.
In seinem Podcast Wunderbar together interviewt Felix Deutsche, die seit Jahren in USA leben und dort erfolgreich ihr Business vorantreiben. Auch hier ist sein Blick auf Muster und verbindende Linien gerichtet.
Die Leitfragen des Buches sind:
Was ist das Geheimnis hinter Hypes?
Das Marktforschungsinstitut Gartner hat vor vielen Jahren das Modell des Hype Cycles entwickelt. Das Modell hat sich als Beratungs-Verkaufsschlager etabliert, quasi zum Hype verselbständigt. Mit dem elaborierten Modell der
Das schafft Klarheit im Umgang mit neuen Entwicklungen. Und so sprechen wir in der Folge auch über kleine und große Beispiele für Hypes.
Darüber sprechen wir noch in der Folge
Felix Zeltner ist ein feinstofflicher Beobachter der Gesellschaft und im besten Sinne ein Tech-Nerd. Aber nicht nur das. Er weiß das Phänomen Mensch zu beschreiben und Verhalten zu interpretieren. Seine Gedankengänge sind tief, niemals trivial und immer perspektivenerweiternd. Doch den entscheidenden Unterschied, der jedes Gespräch mit Felix zum Gewinn macht, ist seine große Einfühlungsgabe und sein brillantes Storytelling.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
**Hier geht's zum Buch: **
Felix Zeltner, Christina Horsten: "Hype. Der geheime Motor hinter KI, Krypto und Co. brand eins books Rowohlt Verlag 2024. Zum Buch
Podcast Wunderbar Together
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„Eine verantwortliche Organisation stellt sich die Frage: Was braucht es, damit alle Beteiligten gut arbeiten können?"
Marion King, Begründerin der Initiative Les enfants terribles, ist Organisationskennerin und -gestalterin seit vielen Jahren. Sie ist bekannt für ihr Engagement in der Arbeitskultur und ihre Expertise in Organisationsentwicklung. Auch sie stellt sich die Frage: Muss es immer neu sein, damit es wirklich, wirklich gut wird?
Die Lehren von Fritjof Bergmann haben sie initial begeistert. New Work Washing hingegen lässt sie kalt. Sie pocht darauf, dass gute Arbeit beim Menschen anfängt. Und genau da setzt sie mit ihrer Arbeit an. In ihrem kürzlich erschienenen Werk "Gute Arbeit - eine Anstiftung zur Selbstwirksamkeit" spricht sie über Grundprinzipien und argumentiert, warum es so wichtig ist, Arbeitssysteme kritisch zu hinterfragen. Unbequeme, überraschende Perspektiven einzunehmen, das ist ihr Markenzeichen.
Ein Schwerpunkt ihres Ansatzes liegt auf der „verantwortlichen Organisation“ – ein Konstrukt, das sowohl das Wohlergehen der Mitarbeitenden als auch die gesellschaftliche Verantwortung einer Organisation in den Fokus rückt. Marion erklärt, wie Unternehmen Raum für Selbstwirksamkeit schaffen können und warum klare Strukturen und gute Kommunikation die Basis für kreative Freiheit sind. Im Gespräch gewährt sie auch Einblicke in ihre Initiative Les Enfants Terribles, die seit mehr als zehn Jahren als Community für zukunftsfähige Arbeit wirkt. Sie betont, dass Veränderung nicht allein durch Führung geschehen kann, sondern durch die Bereitschaft jedes Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen.
Darüber sprechen wir in der Folge
Marion ist ein Enfant Terrible, im besten aller Sinne. Und als solche liefert sie wertvolle Denkanstösse für verkrustete Systeme und Organisationen. Marion lässt sich weder von Hypes blenden, noch von alten Machtstrukturen einschüchtern. Mit dieser emanzipierten und aufrechten Haltung lenkt sie den Blick dorthin, wo er hingehört: zum Menschen und zur Wertschöpfung.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
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"Auf dem Arbeitsmarkt ereignen sich tektonische Verschiebungen. Doch der Fachkräftemangel hat gerade erst angefangen."
Fachkräftemangel hat gute Chancen, in 2024 zur Negativvokabel der Arbeitswelt zu werden. Kaum eine Entwicklung zermürbt die strategischen Überlegungen von Personalverantwortlichen und Unternehmen so sehr wie dieser Missstand. Noch ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften nicht in allen Branchen angekommen. Doch die Engpassberufe, die schon jetzt kaum nachzubesetzen sind, lassen Arges befürchten.
Sebastian Dettmers ist CEO der Job-Plattform Stepstone und damit an prominenter Stelle, um einen Überblick und tiefe Einblicke in die demographischen Verwerfungen und bedrohlichen Entwicklungen am Arbeitsmarkt mit uns zu teilen. Seine Botschaft ist eindrücklich: Die Notlage ist kein Medienhype, sondern real.
Was genau zum Fachkräftemangel, stellenweise sogar zum Arbeitermangel, führt, wie dieser sich auf die unterschiedlichen Industrien auswirkt und wie wir ihn im besten Fall in den Griff bekommen können - dazu liefert Sebastian Dettmers im Gespräch kluge und differenzierte Analysen.
Die Diskussion in der Folge reicht von den Ursachen des demografischen Wandels, wie sinkende Geburtenraten und Migration, bis hin zur Frage, wie künstliche Intelligenz und Automatisierung die Produktivität steigern können. Dabei betont Sebastian die Notwendigkeit einer flexiblen Arbeitsmarktpolitik und verweist immer wieder auf den engen Zusammenhang zwischen Bildung und Wohlstand.
Besonders inspirierend ist Sebastians Plädoyer für ein positives Zukunftsnarrativ und die Bereitschaft zur Transformation. Seine pragmatische Herangehensweise an Herausforderungen wie Arbeitsmarktpolitik, Fachkräftemangel und die Bedeutung sinnerfüllter Arbeit bietet wertvolle Impulse für Führungskräfte und Entscheidungsträger.
Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge von GOOD WORK
Diese Folge ist ein Meilenstein in GOOD WORK, denn Sebastian Dettmers räumt auf mit den vielen Plattitüden und Halbweisheiten, die zum Teil zum Thema Fachkräftemangel kursieren. Seine Vision von einem innovativen, offenen, fairen Arbeitsmarkt ist lupenrein und selten so fundiert und vielschichtig in dieser Sendung vorgetragen worden wie von Sebastian Dettmers.
Viel Freude beim Reinhören.
Interview: Jule Jankowski
Literaturhinweis:
Sebastian Dettmers: "Die große Arbeiterlosigkeit: Warum eine schrumpfende Bevölkerung unseren Wohlstand bedroht und was wir dagegen tun können". FBV Verlag 2022.
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