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Jesus ist mit seinen Schülern auf einen Berg gestiegen. In der Stille teilt Jesus seinen Jüngern viele wichtige Dinge mit. So redet er auch über das Gebet. Dem ständigen, persönlichen Austausch mit Gott, dem Vater im Himmel. Wobei sich Gott nicht beeindrucken lässt durch viele Worte oder ständiges Wiederholen. Plappern wie die Heiden nennt das Jesus und lehnt es ab. Um dann seinen Jüngern zu sagen:
„Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“ Nachzulesen im Matthäusevangelium, Kapitel 6, Vers 8, dem Lehrtext der Herrnhuter Losungen für heute.
Euer Vater weiß, sagt Jesus und spricht vom Vater im Himmel. Ein Vater hat Kinder, die je nach Alter mit ganz unterschiedlichen Bitten zu ihm kommen. Als mehrfacher Vater weiß ich, wovon ich rede. Als meine Kinder kleiner waren, konnte ich längst nicht allen Bitten entsprechen. Weil das Erfüllen mancher Wünsche einfach noch nicht dran war.
Trotzdem habe ich mich immer wieder gefreut, wenn meine Kinder mit ihren Anliegen zu meiner Frau oder zu mir kamen. Für mich war das jedes Mal ein Beweis ihres Vertrauens.
Oft wussten wir aber auch ohne ihre Bitten, was sie wirklich brauchten und was gut für sie war. Und da denke ich, wenn natürliche Eltern schon so empfinden, wie viel mehr ist das bei dem Vater im Himmel der Fall.
Jesus spricht: Euer Vater weiß, was ihr braucht.
Warum überhaupt noch beten, wenn unser Vater im Himmel ohnehin weiß, was wir brauchen? Reicht es da nicht einfach aus, Gott zu vertrauen? Ohne die Mühe des Gebets?
Das hat Jesus mit diesen Worten sicher nicht gemeint. Denn er sagt weiter zu seinen Jüngern als Einstieg ins Vaterunser:
Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Dieses Gebet verstehe ich als ein Muster. Im Neuen Testament gibt es viele Hinweise zu frei formulierten Gebeten. Von Jesus selbst oder auch von den Aposteln in ihren Briefen. Hinweise zum persönlichen Gebet oder zum Gebet in der christlichen Gemeinde. Dabei darf es in den Gebeten um ganz persönliche Anliegen gehen. Bis hin zur Fürbitte für die Regierungen dieser Welt.
Denn Gott will mit uns, seinen Geschöpfen, im Gespräch bleiben. Er will sich gerne unsere Sorgen und Nöte anhören, will wissen, was uns wichtig ist.
Ich denke weiter nach über die Aussage von Jesus: „Denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“
Und da erscheinen mir im Rückblick auf mein Leben diese Worte von Jesus plötzlich in einem neuen Licht. Ja, muss ich dazu sagen, ich habe oft nicht gewusst, was für mich wirklich nötig war. Und weiß es heute auch oft nicht.
Oder ich vergesse etwas und setze vielleicht auch falsche Prioritäten. Und kann deshalb überhaupt nicht richtig darum bitten.
Da ist es für mich tröstlich, dass der Vater im Himmel es oft besser weiß, was für seine Kinder gut und nötig ist. Bevor sie ihn bitten.
Deshalb muss unser himmlischer Vater auch nicht auf unsere Bitten warten. Denn er weiß schon vor Eintritt der Umstände, was wir brauchen. Und das in der richtigen Reihenfolge. Schließlich überblickt er als der ewige Gott bereits heute schon unser ganzes Leben.
Ebenso gibt es Umstände, wo jemand vielleicht selbst nicht mehr beten kann. Oder auch nicht mehr will.
Weil es alles so lange dauert. Oder der Betroffene sich in einem tiefen Loch befindet.
Und wenn wir in solchen Situationen nicht wissen, wie und was wir beten sollten, ist es ein großer Trost, wenn Jesus sagt: Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet.
Autor: Herbert Laupichler
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderJesus ist mit seinen Schülern auf einen Berg gestiegen. In der Stille teilt Jesus seinen Jüngern viele wichtige Dinge mit. So redet er auch über das Gebet. Dem ständigen, persönlichen Austausch mit Gott, dem Vater im Himmel. Wobei sich Gott nicht beeindrucken lässt durch viele Worte oder ständiges Wiederholen. Plappern wie die Heiden nennt das Jesus und lehnt es ab. Um dann seinen Jüngern zu sagen:
„Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“ Nachzulesen im Matthäusevangelium, Kapitel 6, Vers 8, dem Lehrtext der Herrnhuter Losungen für heute.
Euer Vater weiß, sagt Jesus und spricht vom Vater im Himmel. Ein Vater hat Kinder, die je nach Alter mit ganz unterschiedlichen Bitten zu ihm kommen. Als mehrfacher Vater weiß ich, wovon ich rede. Als meine Kinder kleiner waren, konnte ich längst nicht allen Bitten entsprechen. Weil das Erfüllen mancher Wünsche einfach noch nicht dran war.
Trotzdem habe ich mich immer wieder gefreut, wenn meine Kinder mit ihren Anliegen zu meiner Frau oder zu mir kamen. Für mich war das jedes Mal ein Beweis ihres Vertrauens.
Oft wussten wir aber auch ohne ihre Bitten, was sie wirklich brauchten und was gut für sie war. Und da denke ich, wenn natürliche Eltern schon so empfinden, wie viel mehr ist das bei dem Vater im Himmel der Fall.
Jesus spricht: Euer Vater weiß, was ihr braucht.
Warum überhaupt noch beten, wenn unser Vater im Himmel ohnehin weiß, was wir brauchen? Reicht es da nicht einfach aus, Gott zu vertrauen? Ohne die Mühe des Gebets?
Das hat Jesus mit diesen Worten sicher nicht gemeint. Denn er sagt weiter zu seinen Jüngern als Einstieg ins Vaterunser:
Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Dieses Gebet verstehe ich als ein Muster. Im Neuen Testament gibt es viele Hinweise zu frei formulierten Gebeten. Von Jesus selbst oder auch von den Aposteln in ihren Briefen. Hinweise zum persönlichen Gebet oder zum Gebet in der christlichen Gemeinde. Dabei darf es in den Gebeten um ganz persönliche Anliegen gehen. Bis hin zur Fürbitte für die Regierungen dieser Welt.
Denn Gott will mit uns, seinen Geschöpfen, im Gespräch bleiben. Er will sich gerne unsere Sorgen und Nöte anhören, will wissen, was uns wichtig ist.
Ich denke weiter nach über die Aussage von Jesus: „Denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“
Und da erscheinen mir im Rückblick auf mein Leben diese Worte von Jesus plötzlich in einem neuen Licht. Ja, muss ich dazu sagen, ich habe oft nicht gewusst, was für mich wirklich nötig war. Und weiß es heute auch oft nicht.
Oder ich vergesse etwas und setze vielleicht auch falsche Prioritäten. Und kann deshalb überhaupt nicht richtig darum bitten.
Da ist es für mich tröstlich, dass der Vater im Himmel es oft besser weiß, was für seine Kinder gut und nötig ist. Bevor sie ihn bitten.
Deshalb muss unser himmlischer Vater auch nicht auf unsere Bitten warten. Denn er weiß schon vor Eintritt der Umstände, was wir brauchen. Und das in der richtigen Reihenfolge. Schließlich überblickt er als der ewige Gott bereits heute schon unser ganzes Leben.
Ebenso gibt es Umstände, wo jemand vielleicht selbst nicht mehr beten kann. Oder auch nicht mehr will.
Weil es alles so lange dauert. Oder der Betroffene sich in einem tiefen Loch befindet.
Und wenn wir in solchen Situationen nicht wissen, wie und was wir beten sollten, ist es ein großer Trost, wenn Jesus sagt: Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet.
Autor: Herbert Laupichler
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