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In der Bibel finden wir 150 Psalmen. Es sind Lieder und Gebete. Der Inhalt und die Länge sind ganz unterschiedlich. Es gibt Dankgebete, Fürbitten, Klagelieder und Lobpreisungen. Die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle kommt zur Sprache. Es wird geklagt, gelitten, gefreut, geliebt und gedankt.
Der wohl bekannteste Psalm ist der 23. Psalm. Er wird auch „Hirtenpsalm“ oder „Psalm vom guten Hirten“ genannt. Kinder lernen ihn zum Teil im Kindergottesdienst, Jugendliche im Konfirmanden- oder Kommunionsunterricht auswendig. Und schon immer verbinden Menschen mit diesen Worten gute und schlechte Erinnerungen. Mit Hilfe dieser Worte klammern sich Beter an Gottes Zusagen und suchen Trost und Frieden in schwierigen Lebenssituationen.
In dem kurzen Text fallen zwei Themen besonders auf. Einmal das Bild von Gott als Hirten einer Schafherde und das Bild von Gott als Gastgeber. In beiden Themen enthalten ist die Vorstellung von einem behütenden, umsorgenden, den Menschen und Lebewesen zugewandten Gott.
Im 5. Vers des 23. Psalms lese ich:
„Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“
Bei uns wird sonntags der Tisch festlicher gedeckt als sonst die Woche über. Vielleicht ist das bei Ihnen auch so? Und wie ist oder wäre das, wenn Gott den Tisch deckt?
Gott als Gastgeber. Er stellt einen Tisch auf und ordnet auf ihm alles Nötige an.
Nicht zuhause in der Küche oder guten Stube, wo wir unter uns sind und feiern und der böse Alltag draußen ist. Sondern im Angesicht der Feinde, mitten im Stress, mitten in dem, was mir zusetzt, was mich bedrängt und mir zu schaffen macht. Ich muss nicht warten, bis ich zur Ruhe komme. Sondern mitten im Leid, wenn ich unter Druck bin, Ablehnung und Hass erlebe, inmitten dieser Widerwärtigkeiten deckst Du mir erstmal den Tisch und lässt mich mein Dasein genießen. Und das, was er mir gibt, stärkt mich, baut mich auf – gerade dann, wenn andere mich runtermachen. Die Gaben, die Gott mir serviert, sind wie ein Schutzwall, den all meine Widersacher nicht überwinden können. Mein Sieg gegen all die Feindseligkeiten des Lebens besteht einfach im Essen und Trinken.
Aber Gott als mein Gastgeber tut mehr als nötig. Außer Essen und Trinken für den Mund gibt es da noch Öl für den ganzen Kopf. Das Haupt mit Öl zu salben bedeutet Aufmerksamkeit, Würde und Zuwendung. In einer Welt, die oft von Eile und Mangel geprägt ist, erinnert dieses Bild daran, dass Gott den Menschen nicht nur versorgt, sondern ihn bewusst wahrnimmt. Öl lindert, heilt und duftet. Es sagt: Du bist willkommen, du darfst ankommen, du bist gesehen.
Und noch ein drittes passiert. Gott füllt meinen Becher so, dass er überfließt. Das ist das Leben in Fülle, das über das strikt Notwendige hinausgeht. Gott gibt viel mehr als genug.
Zusammengefasst bedeutet das: Wenn Gott den Tisch deckt, dann gibt er übermäßig und ich kann es mir gut gehen lassen. So stelle ich mir den Himmel vor. Gott hat den Tisch gedeckt. Aber die Entscheidung, mich hinzusetzen, die treffe ich ganz allein. Es macht keinen Spaß, an einem reich gedeckten Tisch zu sitzen und innerlich doch immer auf dem Sprung zu sein, weil gleich etwas passieren könnte. Auch wenn ich noch all die Bedrängnisse und Gefahren hier auf der Erde durchleben muss, auf Gottes Zusage ist Verlass. An seinem Tisch darf ich zur Ruhe kommen.
Autor: Erika Best-Haseloh
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der SinnsenderIn der Bibel finden wir 150 Psalmen. Es sind Lieder und Gebete. Der Inhalt und die Länge sind ganz unterschiedlich. Es gibt Dankgebete, Fürbitten, Klagelieder und Lobpreisungen. Die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle kommt zur Sprache. Es wird geklagt, gelitten, gefreut, geliebt und gedankt.
Der wohl bekannteste Psalm ist der 23. Psalm. Er wird auch „Hirtenpsalm“ oder „Psalm vom guten Hirten“ genannt. Kinder lernen ihn zum Teil im Kindergottesdienst, Jugendliche im Konfirmanden- oder Kommunionsunterricht auswendig. Und schon immer verbinden Menschen mit diesen Worten gute und schlechte Erinnerungen. Mit Hilfe dieser Worte klammern sich Beter an Gottes Zusagen und suchen Trost und Frieden in schwierigen Lebenssituationen.
In dem kurzen Text fallen zwei Themen besonders auf. Einmal das Bild von Gott als Hirten einer Schafherde und das Bild von Gott als Gastgeber. In beiden Themen enthalten ist die Vorstellung von einem behütenden, umsorgenden, den Menschen und Lebewesen zugewandten Gott.
Im 5. Vers des 23. Psalms lese ich:
„Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“
Bei uns wird sonntags der Tisch festlicher gedeckt als sonst die Woche über. Vielleicht ist das bei Ihnen auch so? Und wie ist oder wäre das, wenn Gott den Tisch deckt?
Gott als Gastgeber. Er stellt einen Tisch auf und ordnet auf ihm alles Nötige an.
Nicht zuhause in der Küche oder guten Stube, wo wir unter uns sind und feiern und der böse Alltag draußen ist. Sondern im Angesicht der Feinde, mitten im Stress, mitten in dem, was mir zusetzt, was mich bedrängt und mir zu schaffen macht. Ich muss nicht warten, bis ich zur Ruhe komme. Sondern mitten im Leid, wenn ich unter Druck bin, Ablehnung und Hass erlebe, inmitten dieser Widerwärtigkeiten deckst Du mir erstmal den Tisch und lässt mich mein Dasein genießen. Und das, was er mir gibt, stärkt mich, baut mich auf – gerade dann, wenn andere mich runtermachen. Die Gaben, die Gott mir serviert, sind wie ein Schutzwall, den all meine Widersacher nicht überwinden können. Mein Sieg gegen all die Feindseligkeiten des Lebens besteht einfach im Essen und Trinken.
Aber Gott als mein Gastgeber tut mehr als nötig. Außer Essen und Trinken für den Mund gibt es da noch Öl für den ganzen Kopf. Das Haupt mit Öl zu salben bedeutet Aufmerksamkeit, Würde und Zuwendung. In einer Welt, die oft von Eile und Mangel geprägt ist, erinnert dieses Bild daran, dass Gott den Menschen nicht nur versorgt, sondern ihn bewusst wahrnimmt. Öl lindert, heilt und duftet. Es sagt: Du bist willkommen, du darfst ankommen, du bist gesehen.
Und noch ein drittes passiert. Gott füllt meinen Becher so, dass er überfließt. Das ist das Leben in Fülle, das über das strikt Notwendige hinausgeht. Gott gibt viel mehr als genug.
Zusammengefasst bedeutet das: Wenn Gott den Tisch deckt, dann gibt er übermäßig und ich kann es mir gut gehen lassen. So stelle ich mir den Himmel vor. Gott hat den Tisch gedeckt. Aber die Entscheidung, mich hinzusetzen, die treffe ich ganz allein. Es macht keinen Spaß, an einem reich gedeckten Tisch zu sitzen und innerlich doch immer auf dem Sprung zu sein, weil gleich etwas passieren könnte. Auch wenn ich noch all die Bedrängnisse und Gefahren hier auf der Erde durchleben muss, auf Gottes Zusage ist Verlass. An seinem Tisch darf ich zur Ruhe kommen.
Autor: Erika Best-Haseloh
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