Helle Panke

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Helle Panke episodes

  • Dania Alasti: Frauen in der Novemberrevolution
    Frauen protestierten vor hundert Jahren in Massen gegen den Ersten Weltkrieg und das deutsche Kaiserreich. Ihre Streiks, Demonstrationen und Ausschreitungen leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Vorbereitung der Novemberrevolution. Doch während der Formung und Kämpfe um die Richtung der Revolution tauchten Frauen als Massenerscheinung nicht mehr auf.
    Ihre Kämpfe entstanden aus einer prekären Mobilisierung auf den Arbeitsmarkt, wobei ihre vorangegangenen Lohnarbeitsverhältnisse, wie Hausanstellung oder Heimarbeit, zumeist erst gar nicht als Beschäftigungsverhältnisse wahrgenommen wurden. Sie zeigten sich bei der Doppelbelastung von Lohn- und Versorgungsarbeit, deren Anerkennung bereits damals gefordert, aber nicht umgesetzt wurde.
    Diese Strukturen sind bestehen geblieben. Anhand der Proteste der Frauen der Novemberrevolution und den vielfältigen reaktionären Antworten soll diskutiert werden, welche grundlegenden gesellschaftlichen Konflikte bis heute dringend feministischer Kämpfe bedürfen, und wie sich diese Kämpfe in Hinblick auf die weltweiten Frauen*streikbewegungen gestalten.
    Dania Alasti ist Doktorandin in Philosophie an der Freien Universität Berlin. Ihr Buch "Frauen der Novemberrevolution / Kontinuitäten des Vergessens" ist 2018 im "Unrast Verlag" erschienen.
    30 min
  • Sonja Witte: Ware Bilder – Zum Unheimlichen des Unbewussten in der Kulturindustrie
    Der Vortrag ging der Frage nach dem Unbewussten in der Kulturindustrie nach. Ausgangspunkt war die Annahme, dass das Unheimliche als ein Organisationsprinzip der Beziehung zwischen Bildern und KonsumentInnen gelten kann. Das Unheimliche ist Freud zufolge eine spezifische Erscheinungsform des Unbewussten. Aus dieser psychoanalytischen Perspektive warf der Vortrag, z.B. anhand des Films "Die fabelhafte Welt der Amélie", ein neues Licht auf Fragen des Verhältnisses von Kultur und Kapitalismus, wie sie Adorno und Horkheimer in ihren Thesen zur Kulturindustrie aufgeworfen haben.
    Referentin Sonja Witte ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im MA-Studiengang Psychoanalytische Kulturwissenschaften an der International Psychoanalytic University (IPU) Berlin und Lehrbeauftragte u.a. an der Universität Bielefeld und der Universität Oldenburg. Sie promovierte an der Universität Bremen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Psychoanalytische Film- und Kulturtheorie, Kritische Theorie, Sexualitäts- und Geschlechterforschung sowie Alltagskultur. Zuletzt erschien von ihr im transcript-Verlag "Symptome der Kulturindustrie – Dynamiken des Spiels und des Unheimlichen in Filmtheorien und ästhetischem Material" (2018). Sie ist u.a. in der Redaktion „Extrablatt – Aus Gründen gegen fast Alles“ aktiv.
    57 min
  • Der Schriftsteller Andrej Platonov und seine ökologische Utopie
    Wie kaum ein anderer Schriftsteller erfasste Andrej Platonov (1899–1951) in seinem Werk die Widersprüche des ersten sozialistischen Staates, der Sowjetunion. Die Kritik war so tiefgehend, dass die meisten seiner Bücher erst während der Perestroika oder nach dem Ende der Sowjetunion erscheinen konnten.
    Nahezu unbekannt ist, dass Platonov ein ökologischer Prophet war. Anfang der 1920er Jahre nahm er als Ingenieur für Bewässerung und Elektrifizierung am Aufbau des Landes teil und setzte sich schon damals für die Nutzung der Sonnenenergie ein. Er war davon überzeugt, dass man in der jungen Sowjetunion eine neue Wirtschaft errichten muss, die die natürlichen Ressourcen schont. Eine ökologische Katastrophe, so Platonov, lasse sich nur verhindern, wenn fossile Brennstoffe durch regenerative Energien ersetzt werden und der Mensch ein neues Bewusstsein erlangt.
    Der Schriftsteller hat die gewaltigen ökologischen Probleme, vor denen wir im 21. Jahrhundert stehen, vorhergesehen und erstaunlich aktuelle Ansätze zu ihrer Überwindung aufgezeigt. Platonovs hochaktuelles ökologisches Denken durchzieht sein gesamtes literarisches Werk. Die Utopie vom Aufbau einer neuen Gesellschaft fällt beim Sozialisten Platonov mit der ökologischen Utopie zusammen.
    Der Vortrag von Michael Leetz unternimmt den Versuch, diesen bisher kaum erschlossenen Aspekt im Schaffen des Schriftstellers zu erhellen. Im Mittelpunkt steht der Schlüsseltext "Über die erste sozialistische Tragödie". Er ist Platonovs Warnung: vor der Zerstörung von Mensch und Natur durch die Stalinsche Industrialisierung in seiner Gegenwart, und vor einer globalen ökologischen Katastrophe in der Zukunft.
    Referent: Michael Leetz
    Eine Veranstaltung der Hellen Panke in der Reihe 100 Jahre Russische Revolution
    1 hr 28 min
  • Revolutionstouristen: Sowjetunionreisende der 1920er und 1930er Jahre
    In den 1920er und 1930er Jahren gab es einen regelrechten Revolutions- und Utopietourismus in die Sowjetunion. Man kam, um den Aufbau der neuen Gesellschaft zu besichtigen: Arbeiter- und Gewerkschaftsdelegationen, Intellektuelle, Künstler. Erich Kästner spottete 1930, der "ganze deutsche Dichterwald" treffe sich in Russland. Allein rund tausend deutsche Reiseberichte sind überliefert. Nicht wenige von ihnen beschreiben das neue Russland als Utopie. Sie sind weniger als Reisereportagen zu lesen, sondern vielmehr Vergewisserung der mit der Revolution verbundenen Erwartungen und der Haltung zur Sowjetunion.
    Anhand einiger Reiseberichte soll exemplarisch der utopische Blick auf die Sowjetunion betrachtet werden.
    Referent: Dr. Thomas Möbius
    Eine Veranstaltung vom 4.12.2017 der Hellen Panke in der Reihe "100 Jahre Russsische Revolution"
    1 hr 8 min
  • Oktoberrevolutionsrevue Teil 1 Gregor Gysi: Historischer Überblick über 1917
    Die Oktoberrevolution war ein welthistorisches Ereignis. Dies wird niemand bestreiten. Am 7. November 1917 griffen die Bolschewiki erfolgreich nach der Macht und beendeten für Russland den Ersten Weltkrieg. Große Teile der europäischen Bevölkerung waren begeistert und kämpften in ihren Ländern ebenfalls für die Beendigung des Krieges. Sie sahen in den Bolschewiki unter der Führung Lenins den Garanten zur Erlangung dieses Zieles in Europa. Der Rote Oktober setzte ungeheure Energien frei, die die russische Gesellschaft umwälzten und in die ganze Welt ausstrahlten. Bis heute ist die Oktoberrevolution ein Bezugspunkt für alle, die das "Ende der Geschichte" noch nicht gekommen sehen.
    Unterschiedliche Erfahrungen in dieser hundertjährigen Geschichte bringen aber AUCH unterschiedliche Geschichten hervor. So ist noch immer nicht geklärt, ob Revolutionen "Lokomotiven der Geschichte" (Karl Marx) oder "der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse" (Walter Benjamin) sind.
    Unsere Revue wird sich mit unterschiedlichen Darstellungs- und Erzählformen, mit Aspekten wie dem utopischen Moment, der Figur Lenin, den Geschlechterverhältnissen, der Plakatkunst sowie der filmischen Verarbeitung beschäftigen.
    01 - Dr. Gregor Gysi
    02 - Schroeter & Berger
    03 - Elfriede Müller
    04 - Felicita Reuschling
    05 - Dr. Anke Hennig
    15 min
  • Oktoberrevolutionsrevue Teil 2: Schröter und Berger zu Plakatkunst
    Die Oktoberrevolution war ein welthistorisches Ereignis. Dies wird niemand bestreiten. Am 7. November 1917 griffen die Bolschewiki erfolgreich nach der Macht und beendeten für Russland den Ersten Weltkrieg. Große Teile der europäischen Bevölkerung waren begeistert und kämpften in ihren Ländern ebenfalls für die Beendigung des Krieges. Sie sahen in den Bolschewiki unter der Führung Lenins den Garanten zur Erlangung dieses Zieles in Europa. Der Rote Oktober setzte ungeheure Energien frei, die die russische Gesellschaft umwälzten und in die ganze Welt ausstrahlten. Bis heute ist die Oktoberrevolution ein Bezugspunkt für alle, die das "Ende der Geschichte" noch nicht gekommen sehen.
    Unterschiedliche Erfahrungen in dieser hundertjährigen Geschichte bringen aber AUCH unterschiedliche Geschichten hervor. So ist noch immer nicht geklärt, ob Revolutionen "Lokomotiven der Geschichte" (Karl Marx) oder "der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse" (Walter Benjamin) sind.
    Unsere Revue wird sich mit unterschiedlichen Darstellungs- und Erzählformen, mit Aspekten wie dem utopischen Moment, der Figur Lenin, den Geschlechterverhältnissen, der Plakatkunst sowie der filmischen Verarbeitung beschäftigen.
    01 - Dr. Gregor Gysi
    02 - Schroeter & Berger
    03 - Elfriede Müller
    04 - Felicita Reuschling
    17 min
  • Oktoberrevolutionsrevue Teil 3: Elfriede Müller über Lenin
    Die Oktoberrevolution war ein welthistorisches Ereignis. Dies wird niemand bestreiten. Am 7. November 1917 griffen die Bolschewiki erfolgreich nach der Macht und beendeten für Russland den Ersten Weltkrieg. Große Teile der europäischen Bevölkerung waren begeistert und kämpften in ihren Ländern ebenfalls für die Beendigung des Krieges. Sie sahen in den Bolschewiki unter der Führung Lenins den Garanten zur Erlangung dieses Zieles in Europa. Der Rote Oktober setzte ungeheure Energien frei, die die russische Gesellschaft umwälzten und in die ganze Welt ausstrahlten. Bis heute ist die Oktoberrevolution ein Bezugspunkt für alle, die das "Ende der Geschichte" noch nicht gekommen sehen.
    Unterschiedliche Erfahrungen in dieser hundertjährigen Geschichte bringen aber AUCH unterschiedliche Geschichten hervor. So ist noch immer nicht geklärt, ob Revolutionen "Lokomotiven der Geschichte" (Karl Marx) oder "der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse" (Walter Benjamin) sind.
    Unsere Revue wird sich mit unterschiedlichen Darstellungs- und Erzählformen, mit Aspekten wie dem utopischen Moment, der Figur Lenin, den Geschlechterverhältnissen, der Plakatkunst sowie der filmischen Verarbeitung beschäftigen.
    01 - Dr. Gregor Gysi
    02 - Schroeter & Berger
    03 - Elfriede Müller
    04 - Felicita Reuschling
    05 - Dr. Anke Hennig
    19 min
  • Oktoberrevolutionsrevue Teil 4: Felicita Reuschling über Alexandra Kollontai
    Die Oktoberrevolution war ein welthistorisches Ereignis. Dies wird niemand bestreiten. Am 7. November 1917 griffen die Bolschewiki erfolgreich nach der Macht und beendeten für Russland den Ersten Weltkrieg. Große Teile der europäischen Bevölkerung waren begeistert und kämpften in ihren Ländern ebenfalls für die Beendigung des Krieges. Sie sahen in den Bolschewiki unter der Führung Lenins den Garanten zur Erlangung dieses Zieles in Europa. Der Rote Oktober setzte ungeheure Energien frei, die die russische Gesellschaft umwälzten und in die ganze Welt ausstrahlten. Bis heute ist die Oktoberrevolution ein Bezugspunkt für alle, die das "Ende der Geschichte" noch nicht gekommen sehen.
    Unterschiedliche Erfahrungen in dieser hundertjährigen Geschichte bringen aber AUCH unterschiedliche Geschichten hervor. So ist noch immer nicht geklärt, ob Revolutionen "Lokomotiven der Geschichte" (Karl Marx) oder "der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse" (Walter Benjamin) sind.
    Unsere Revue wird sich mit unterschiedlichen Darstellungs- und Erzählformen, mit Aspekten wie dem utopischen Moment, der Figur Lenin, den Geschlechterverhältnissen, der Plakatkunst sowie der filmischen Verarbeitung beschäftigen.
    01 - Dr. Gregor Gysi
    02 - Schroeter & Berger
    03 - Elfriede Müller
    04 - Felicita Reuschling
    05 - Dr. Anke Hennig
    18 min
  • Oktoberrevolutionsrevue Teil 5: Anke Hennig über das utopische Moment der Revolution
    Die Oktoberrevolution war ein welthistorisches Ereignis. Dies wird niemand bestreiten. Am 7. November 1917 griffen die Bolschewiki erfolgreich nach der Macht und beendeten für Russland den Ersten Weltkrieg. Große Teile der europäischen Bevölkerung waren begeistert und kämpften in ihren Ländern ebenfalls für die Beendigung des Krieges. Sie sahen in den Bolschewiki unter der Führung Lenins den Garanten zur Erlangung dieses Zieles in Europa. Der Rote Oktober setzte ungeheure Energien frei, die die russische Gesellschaft umwälzten und in die ganze Welt ausstrahlten. Bis heute ist die Oktoberrevolution ein Bezugspunkt für alle, die das "Ende der Geschichte" noch nicht gekommen sehen.
    Unterschiedliche Erfahrungen in dieser hundertjährigen Geschichte bringen aber AUCH unterschiedliche Geschichten hervor. So ist noch immer nicht geklärt, ob Revolutionen "Lokomotiven der Geschichte" (Karl Marx) oder "der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse" (Walter Benjamin) sind.
    Unsere Revue wird sich mit unterschiedlichen Darstellungs- und Erzählformen, mit Aspekten wie dem utopischen Moment, der Figur Lenin, den Geschlechterverhältnissen, der Plakatkunst sowie der filmischen Verarbeitung beschäftigen.
    01 - Dr. Gregor Gysi
    02 - Schroeter & Berger
    03 - Elfriede Müller
    04 - Felicita Reuschling
    05 - Dr. Anke Hennig
    9 min
  • Zum Wandel der politischen Sprache und den Perspektiven ihrer Erforschung
    Das Feld des Politischen – und mit ihm die politische Semantik – scheint in jüngerer Zeit in starke Bewegung zu geraten. Zu den übergreifenden Trends gehören das Abwandern des Protestpotentials nach rechts, die Einbindung und diskursive Entwaffnung der Restlinken durch den moralisierenden Pseudo-Universalismus der "progressiven Neoliberalen" (Nancy Fraser), die Umkodierung sozialer Ungleichheit auf individuelle Bildung, die Delegitimierung organisierter Gruppeninteressen sowie die Privatisierung und Naturalisierung gesellschaftlicher Verhältnisse. Immer handelt es sich dabei um Entwicklungen, die auch durch politisches Sprachhandeln hergestellt und reproduziert werden.
    Auf der Veranstaltung tragen Wissenschaftler, die sich seit Jahren mit der Entwicklung der politischen Semantik beschäftigen, ihre Beobachtungen und Thesen zum Sprachwandel vor und diskutieren, welchen Beitrag die historische Sprachanalyse zur kritischen Selbstaufklärung der Gegenwart leisten kann.
    Diskutanten:
    PD Dr. Peter Jehle (Mitherausgeber des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus)
    Prof. Dr. Clemens Knobloch (Sprachwissenschaftler, Universität Siegen)
    PD Dr. Ernst Müller (Philosoph, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin)
    Mitschnitt einer Veranstaltung der Hellen Panke im Dezember 2017 in der Reihe „Philosophische Gespräche“
    1 hr 52 min

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