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Vertrauen – ein Wort, das sich wunderbar leicht ausspricht. Aber wo im Körper spürst du es, wenn der Boden unter deinen Füssen ins Wanken gerät? Wenn sich Lebensphasen verschieben, Entscheidungen anstehen oder Veränderungen uns aus der gewohnten Bahn werfen?
Oft behandeln wir Vertrauen wie einen Schalter im Kopf, den wir einfach nur umlegen müssen. Ein bisschen positives Denken, ein paar aufmunternde Worte – und schon soll alles gut sein. Doch unser Nervensystem lässt sich nicht austricksen. Wenn wir genauer hinspüren, merken wir schnell: Echtes Vertrauen ist eine tief verkörperte Erfahrung. Und dort wird es meistens erst so richtig spannend – und manchmal auch ganz schön messy.
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie alte Bindungsstile und neuronale Prägungen unsere Fähigkeit zu vertrauen beeinflussen, welche Rolle Trauma im Körper spielt und warum es manchmal extrem mutig ist, sich wieder für das Leben zu öffnen. Vom Nervensystem schlagen wir den Bogen zu den Lilien auf dem Feld und fragen uns: Wie sieht eine Spiritualität aus, die sich mitten im stinknormalen Alltag nicht im Kopflosen verliert, sondern fest im Körper verankert bleibt?
Weiterführende Lesetipps & Empfehlungen
Wenn dich das Thema beschäftigt und du dich fragst, wie wir auch mit den dunkleren, wütenderen oder schwierigen Gefühlen im Glauben und im Leben umgehen können, empfehlen wir dir wärmstens die dreiteilige Blogserie «Böse beten» von Johanna di Blasi auf RefLab:
· Teil 1: Versuch es mit Fluchpsalmen
· Teil 2: Ich mach aus dir ein Mandala
· Teil 3: Böse beten
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Die Wechseljahre sind aktuell in aller Munde – ein längst überfälliger Trend, der das Tabu rund um den alternden Frauenkörper bricht. Doch abseits von Östrogenspiegeln und Hitzewallungen stellen sich tiefere, fast existenzielle Fragen: Was macht diese körperliche Transformation mit unserer Seele? Und warum haftet der menopausalen Frau in unserer Gesellschaft eigentlich immer noch das Stigma des «unleidigen Weibes» an, das bitteschön unsichtbar bleiben oder gar nicht erst altern sollte?
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. med. Christina Schlatter. Sie ist Gynäkologin in Zürich und verfolgt in ihrer Arbeit einen konsequent verkörperten («embodied») und ganzheitlichen Ansatz der Frauenmedizin.
Wir lernen eine Ärztin kennen, die Medizin nicht nur aus Lehrbüchern begreift: Nach einer eigenen schweren Herzoperation vor zwei Jahren und darauffolgenden Angstzuständen fand sie über Meditation und Tanz zu neuen Formen der Heilung. Heute schreibt sie an einem Buch mit dem Arbeitstitel «Feeling of being alive in 4 dimensions – vom Gefühl, lebendig zu sein», in dem sie die Beziehung zwischen Ärztin und Patientin neu auslotet.
Gemeinsam tauchen wir ab in ein Gespräch, das weit über reine Biologie hinausgeht:
Hormon-Trend vs. gelebte Realität: Warum wir aufhören müssen, das Älterwerden der Frau abzuwerten.
Verletzlichkeit als Superkraft: Wie aus Angst und körperlichen Krisen eine tiefere Verbundenheit entstehen kann.
Sicherheit im eigenen Leib: Was es braucht, um sich im eigenen Körper radikal sicher und zuhause zu fühlen – egal, in welcher Lebensphase.
Eine Folge für alle, die spüren, dass Spiritualität nicht abstrakt im Kopf bleibt, sondern mitten durch Fleisch, Blut und Hormone geht.
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Ginge es nach uns, könnte das ganze Jahr Sommer sein. Lange helle Abende, Wärme auf der Haut, draussen sein. Und gleichzeitig schmerzt es, wenn Hitze zur Bedrohung wird, Dürre herrscht, Gletscher schmelzen und eine Welt, wie wir sie kennen, ins Wanken gerät.
Was machen wir mit diesem Widerspruch? Mit Schuldgefühlen, die sich in den Genuss mischen? Mit dem Gefühl, selbst Teil des Problems zu sein? Und mit der Frage, was wir eigentlich bereit sind zu verändern und worauf wir verzichten können – und wer sich Verzicht überhaupt leisten kann?
Die Klimakrise konfrontiert uns mit Gleichzeitigkeiten, die wir gerne auflösen würden: Wir wollen leben, geniessen und frei sein – und wissen zugleich, dass ein «immer mehr» auf einem endlichen Planeten nicht funktionieren kann. Letztlich ist es die Gleichzeitigkeit von Werden und Vergehen, nöd wahr. Individuelles schlechtes Gewissen und persönlicher Verzicht greifen dabei zu kurz. Es braucht Lösungen, die von einem kollektiven Wunsch getragen sind - und die Bereitschaft, gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen neu zudenken.
Vielleicht brauchen wir dafür vor allem eines: Ambiguitätstoleranz. Diese gar nicht so einfache Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, ohne sie vorschnell aufzulösen. Wir können den Sommer lieben und die Folgen eines immer wärmeren Planeten betrauern. Wir können Teil eines problematischen Systems sein und Handlungsspielraum haben. Wir können Angst vor Veränderung haben und zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Doch diese Zuversicht oder Hoffnung darf nicht zur Beruhigung werden, die uns vom Handeln abhält. Dabei muss Handeln nicht bedeuten, alles allein richtig machen zu wollen. Was wäre, wenn wir Verantwortung stärker als etwas Gemeinsames verstehen? Wenn gemeinsam entscheiden, was wir verändern wollen?
Eine Folge über Klima-Scham und Lebensfreude, über Schuld und Genuss, über die Grenzen des Wachstums – und darüber, wie Ambiguitätstoleranz und gemeinsames Handeln uns helfen können, angesichts der Klimakrise lebendig zu bleiben.
Weitere Texte und Podcasts zum Thema
Wenn dein Herz am Weltgeschehen zerbricht
Wenn du am eigenen Leib, im eigenen Körper erfahren möchtest, wie sich das pure SEIN anfühlt: Vom 2.-4 Oktober ist Holy Embodied im Kloster Kappel, um genau das zu kultivieren. Über Meditation, Atem und Bewegung. Simpel, spielerisch und unterstützt vom Kraftort Kappel. Alle Details findest du hier - ich fröimi!
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Mathias Bänziger ist Sufi-Schüler. Und reformierter Pfarrer. Und eigentlich, sagt er, ist er Pfarrer geworden, weil er Sufi ist. Seine Sufi-Tradition versteht sich dabei nicht als Religion, der man angehören muss, sondern als universellen spirituellen Weg.
Im Gespräch geht es um die erstaunlichen Parallelen zwischen der Nachfolge Jesu und dem Sufi-Konzept der «Entwerdung»: Was bedeutet es, weniger Ich zu werden, damit Gott Raum bekommt? Und wo liegen die Unterschiede zwischen Trance und tiefen mystischen Erfahrungen? Wir sprechen über Mathias’ Weg, seine eigene Praxis und wie wichtig eine gewisse Nüchternheit ist.
Und dann ist da noch Sofia: die weibliche Seite Gottes, die in unserer religiösen Sprache oft vergessen geht. Mathias Bänziger schreibt gerade ein Buch darüber.
Wenn du am eigenen Leib, im eigenen Körper erfahren möchtest, wie sich das pure SEIN anfühlt: Vom 2.-4 Oktober ist Holy Embodied im Kloster Kappel, um genau das zu kultivieren. Über Meditation, Atem und Bewegung. Simpel, spielerisch und unterstützt vom Kraftort Kappel. Alle Details findest du hier - ich fröimi!
Mehr über die Sufitradition von Mathias und seinen Lehrer Pir Vilayat Inayat Khan findest du hier.
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Die menschliche Stimme ist ein zutiefst intimes Instrument. Sie schwingt mit unseren Gefühlen, unseren Erfahrungen und unserem Körper mit – und bringt oftmals unbewusste Blockaden oder Anspannungen zum Ausdruck.
In dieser Folge hört ihr Auszüge aus einem Gespräch mit der Stimmkünstlerin Magnolia. Sie hat sich selbst das Singen beigebracht – und zwar eine besondere Form des Singens: den Kehlkopfgesang. Ihr wortloser Klang lebt ganz aus dem Moment heraus, aus Aufmerksamkeit, Präsenz und Hingabe an das, was gerade entsteht.
Ausgehend von Magnolias Erfahrungen entfaltet sich ein persönliches Gespräch über Stimme und Verkörperung, über den Kontakt mit tiefen Verletzungen, die sich in der Stimme widerspiegeln, sowie Erinnerungen Radiostimmtraining oder den «Brüelteppich». Undnatürlich über jene Momente, in denen Klang zur Tür in eine Erfahrung von Weite, Freiheit und Verbundenheit wird.
Weiterführende Ressourcen und in der Folge erwähnte Personen /Orte:
Lisa Gerrard findet ihr unter anderem auf Spotify – die australische Künstlerin hat unter anderem einen Golden Globe Award gewonnen für ihre Zusammenarbeit mit Hans Zimmer für die Filmmusik von Gladiator.
Magnolia ist auf Instagram unter @shadow_magnet zu finden, die Musik in der Podcastfolge ist von ihr.
Hier hab ich für RefLab über die Kraft der Stimme geschrieben.
Das Freakstock-Festival ist ein Festival der so genannten Jesus Freaks Deutschland, eine evangelikal-charismatische geprägte Gruppierung, die sich bisschen Hippie-, bisschen Punk-, bisschen Skater-Kultur angeeignet hat; mehr dazu hier.
Peter Roth ist der geniale Naturtonmusiker, mit dem ich bereits mehrere Gespräche für RefLab führen konnte: Maestro der Stille und Ohne das Komponieren….
Und natürlich muss ich hier auch das geniale Gespräch mit Simone Felber, der Jodlerin, verlinken.
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Wir verbringen so viel Zeit damit, unser Leben verstehen zu wollen. Es zu planen, zu optimieren, zu kontrollieren. Vielleicht beginnt ein gelungenes Leben aber gar nicht im Kopf. Sondern dort, wo wir wieder spüren, was uns trägt.
Für diese Folge leihe ich euch ein Gespräch aus dem Podcast I feel you meiner RefLab-Kollegin und Pfarrerin Janna Horstmann. Sie spricht mit Caroline Theiss – Kopfsortiererin, Reframing-Meisterin, Ressourcenaufzeigerin und Trainerin für ressourcenorientierte Entwicklung. Gemeinsam fragen sie nach dem, was uns trägt, wenn das Leben komplex wird. Nach Resilienz, intelligenter Intuition und der Kunst, immer wieder handlungsfähig zu werden.
Wir können die Welt nicht kontrollieren. So sehr wir es manchmal auch versuchen. Aber wir können lernen, unseren Ressourcen zu vertrauen. Dem Körper zuzuhören. Kopf, Herz und Bauch miteinander ins Gespräch zu bringen. Vielleicht beginnt genau dort ein Leben, das sich nicht perfekt anfühlt – sondern lebendig.
Die Frage geht auch an dich: Was fühlt sich lebendig an, was nährt dich gerade? Was bringt dich zurück in deinen Körper, zurück zu dir? Wenn du diesen Fragen gemeinsam mit anderen nachgehen möchtest, freuen wir uns, dich am Holy Embodied Wochenende im Oktober im Kloster Kappel zu treffen.
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In meinem Socialmedia Feed diesen Sommer tauchen immer wieder Anzeigen für diverse Pflanzenmedizin-Zeremonien auf oder Rituale, die über psychoaktive Substanzen tiefe Einsichten hervorbringen sollen. Etwas, was in mir stets grosse Skepsis hervorruft. Sorgfältig und fachkundig begleitet, mögen diese Rituale wohl gewisse Öffnungen des Bewusstseins bewirken. Doch kann es tatsächlich eine Abkürzung sein für den mystischen Weg, die vielen Stunden in der Stille?
Eine Frage, die ich Gregor Hasler gestellt habe. Er ist einer von 40 Therapeuten, die eine streng regulierten, weltweit einzigartige Psychedelika-Psychotherapie anbieten dürfen.
Er ist zudem ordentlicher Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg in der Schweiz, sowie Chefarzt und Leiter der psychiatrischen Forschungsabteilung des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit. Er selbst hat im Rahmen seiner Ausbildung zum Psychotherapeuten eine Erfahrung mit MDMA gemacht – die ihm «christliche Gefühle» zugänglich gemacht hatte. Sein neustes Buch «Higher Self. Psychedelika in der Psychotherapie» ist im vergangenen November erschienen.
Ich habe ihn in Fribourg auf seiner Station besucht – und mir seine LSD-Zimmer angeschaut, vor allem aber alles über die Chancen und Grenzen von psychedelischen Substanzen für die Behandlung gewisser Erkrankungen und den Zusammenhang von mystischen Erfahrungen und Psychedelika hören wollen.
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Irgendwann hat man doch genug Scheisse erlebt, irgendwann muss es doch reichen. Zumindest denken wir häufig so, gerade in Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem Tod. Jetzt ist doch langsam mal genug gestorben um mich herum.
Doch was, wenn das Schlimmste eintrifft, das man sich vorstellen kann? Wenn der Tod einem die Person raubt, die einem die ganze Welt bedeutet?
Erstmal waren da diese grosse Leere und das Leid in einem unvorstellbaren Mass. Eine Trauer, die mich in ihrer unglaublich körperlichen Form umgehauen hat. Es gibt vermutlich gar nicht genug Freunde und Begleiterinnen um das Leid eines am Leben verzweifelten Menschen tragen zu können. Am Ende aber steht da die echte, vollständige Versöhnung mit meiner Geschichte. Etwas, was mich selbst immer wieder berührt.
Im Oktober bietet Leela Sutter, Theologin, Yogini und spirituelle Begleiterin einen Kurs im Kloster Kappel an, hier findest du alle Infos.
Als Leelas Vater 2025 starb, schrieb sie über den Abschied einen berührenden Blogpost. Ein Jahr später blickte sie nochmals zurück.
Und hier hat Leela 5 Tipps gesammelt, wie man mit Menschen umgehen kann, die trauern.
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Ein Stern weist den Sterndeutern den Weg zum neugeborenen Jesus – und heute lassen sich viele Menschen von Sternzeichen, Horoskopen und Geburtshoroskopen inspirieren. Was fasziniert uns daran? Was kann Astrologie als Werkzeug der Selbsterkenntnis eröffnen? Und wo beginnt sie, unsere Freiheit einzuengen oder gar eine Ausrede für gewisse Charakterzüge zu werden?
Sarah und Leela sprechen über ihren Zugang zu ihren jeweiligen Sternzeichen (Krebs und Zwillinge, eine tolle Kombi), was uns am Astroboom nervt und weshalb wir aber trotzdem die Finger nicht ganz davon lassen können und wollen.
Deine Gedanken und dein astrologisches Feedback sind wie immer gern gehört und gelesen – z.B. via Sprachmemo auf Instagram oder an [email protected].
Podcast
Warum ziehen wir eigentlich an, was wir anziehen?
Kleider können Zugehörigkeit signalisieren, Schutz geben, Individualität ausdrücken oder einfach Freude machen. Doch sie erzählen oft auch Geschichten über unser Innenleben – darüber, wie wir gesehen werden möchten, wo wir dazugehören wollen und was wir vielleicht lieber verbergen.
In dieser Folge von Holy Embodied sprechen wir über Mode, Identität und Spiritualität. Wir fragen uns: Was sagt meine Kleidung über mich aus? Weshalb greifen wir morgens zu genau diesen Kleidern und nicht zu anderen? Und verändert sich unser Verhältnis zu Kleidung, wenn wir tiefer in Präsenz und Verbundenheit ankommen?
Heisst spirituell sein, dass einem Äusserlichkeiten irgendwann egal werden?
Du kannst tief in der Stille zuhause sein und gleichzeitig Freude an schönen Kleidern haben. Vielleicht verändert sich dabei aber etwas anderes: Je verbundener wir mit uns selbst werden, desto weniger müssen Kleider etwas für uns leisten. Sie werden weniger Mittel zum Zweck und mehr authentischer Ausdruck dessen, was wir ohnehin sind.
Diese Folge von Holy Embodied ist das monatliche Gespräch zwischen Sarah Staub, evangelisch-methodistischer Pfarrerin, und Leela Sutter, nondualer Theologin, Journalistin und spiritueller Begleiterin.
Wenn du uns auf deiner Podcast-Plattform eine Bewertung hinterlässt, freuen wir uns sehr. Das hilft anderen Menschen, Holy Embodied zu entdecken. Und wenn du Gedanken, Fragen oder eigene Erfahrungen zum Thema teilen möchtest, schreib uns gerne an [email protected]
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