Thomasiusstraße 10 im Frankfurter Nordend. Hier, zwischen Zoo und Merianplatz sind in dieser Woche vier neue Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Menschen gelegt worden. Sie waren von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet worden. Im Oktober des letzten Jahres hatten Archäologen auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers im polnischen Sobibor ein kleines, silbernes Amulett gefunden, das dem von Anne Frank ähnlich ist. Sie war durch ihr Tagebuch weltberühmt geworden. Das Amulett nennt keinen Namen, aber ein Geburtsdatum und den Namen der Stadt Frankfurt. Das macht die Forscher sicher: Es hat Karolina Cohn gehört. Sie ist 1929 in Frankfurt geboren und als Elfjährige im November 1941 mit ihrer Familie deportiert und ermordet worden.
Gedanken dazu von Pfarrer Peter Kristen aus Limeshain.