
Sign up to save your podcasts
Or


Based on Podcast App listening data
Es ist früh, noch etwas kalt, aber John möchte los. Vor ihm auf dem Küchentisch liegt alles, was er braucht: einige Utensilien, Haken, Tüten und - seine Waffe. Er nimmt sie in die Hand und wirft noch einmal einen prüfenden Blick auf den Abzug, die Ladevorrichtung und durch das Fadenkreuz. John nickt zufrieden. Dann legt er das schwere Gewehr in die lange, flache Tasche vor sich. John zieht den Reißverschluss zu – ganz leise, denn oben schläft die kleine Emily noch. Der Familienvater möchte sie nicht wecken.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Berlin, Samstag, der 3. Juni 2017. Die Sonne brennt auf Björns Kopf. Einige Minuten steht er jetzt schon vor dem Supermarkt – dem verabredeten Treffpunkt. Er stellt die Tasche auf den Boden und blickt auf seine Armbanduhr. 13:09 Uhr zeigt sie ihm an. „Sie werden irgendwo im Verkehr festhängen“ denkt Björn. Er blickt nach oben in einen strahlend blauen Himmel. Gedanklich geht er noch einmal alles durch: „Windeln, Wechselklamotten, Trinkflaschen, Schaufel, was zum Knabbern…. Habe ich alles?“. Der zweifache Vater hat den Tag genau geplant. Es soll ein schöner Tag werden. Erst will er zum Spielplatz – Sandburgen bauen. Dann vielleicht ein Eis. Der 39ährige blickt wieder auf die Uhr. 13:14 Uhr. „Komisch?!“ denkt er und beginnt sich etwas zu ärgern. Fast eine halbe Stunde steht er hier jetzt schon vor dem Supermarkt und wartet. Dabei ist ihm jede Minute so kostbar, jede Minute mit den Kindern – jede Minute mit seinen Kindern!
Björn sieht seine beiden Söhne, nach der Trennung von seiner Frau, nur zwei Mal die Woche. Hier, vor dem Supermarkt, finden die Übergaben statt. Beim letzten Treffen konnte er sie schon von Weitem lachen hören. Sie hatten ein Wettrennen gemacht: Wer zuerst in Papas Arme rennt. Der Große gibt dem Kleinen meistens einen Vorsprung. Björn liebt es, wenn sie mit offenen Armen zu ihm rennen. Doch heute herrscht Totenstille. Björn blickt nach rechts. Aus dieser Richtung kommen sie sonst immer. Aber: nichts!
Wieder blickt er zur Uhr: nun zeigt sie 13:28 Uhr. Björn wird ungeduldig. Er greift in seine Hosentasche und holt sein Handy heraus. Im Adressbuch sucht er den Eintrag „Naoko“ – seine Ex-Frau – und wählt die Nummer. Es klingelt – und klingelt. Sechs Mal. Dann geht die Mailbox ran. „Hallo, ich bin gerade nicht zu erreichen…“ Björn legt auf. Wieder blickt er rechts die Straße hinunter. Niemand! Ihn überkommt ein ungutes Gefühl, eine Vorahnung. Doch es sollte alles noch viel schlimmer kommen, als er es sich in diesem Moment ausmalt.
Er wird die Nummer, die Nummer von Naoko, in den nächsten Tagen und Monaten noch tausend Mal wählen. Aber erreichen, erreichen wird er sie nicht. Nie wieder. Und seine Kinder wird Björn ebenfalls nie wieder sehen!
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Frederic blickt aus dem Fenster. Noch sieht er nichts, nur Weiß – das Weiß der Wolken. Er lehnt sich wieder zurück in den Sitz und atmet tief durch. Langsam beginnt sein Herz schneller zu schlagen. In wenigen Minuten geht sein Traum in Erfüllung – auch wenn er sich den anders vorgestellt hatte. Was wird ihn erwarten? Wie wird er sich fühlen – „Da unten“?
Jäh unterbrechen Rauschen und Knistern Frederics Gedanken. Die Geräusche kommen aus den Lautsprechern. Eine Frauenstimme ertönt – undeutlich, aber bestimmt. „Ladies and gentlemen, in a few minutes we will arrive in Maputo. …. ” – Frederic blickt wieder aus dem Fenster. Aus den Wolken tauchen langsam, ganz langsam, Häuser auf. Ein Häusermeer. Es ist Maputo. Frederic atmet noch einmal tief durch.
Es ist der 24. Oktober 2022, Flug Nr. AZ 272. Gleich wird Frederic in Mosambik landen. Er war noch nie hier. Und trotzdem liegen - irgendwo da unten - seine Wurzeln. Sein Leben lang hat sich der 39jährige immer wie ein Außenseiter gefühlt. Wird es hier anders sein?
Mosambik ist die Heimat seines Vaters – den er nie kennenlernen durfte. Er weiß nichts über ihn. Nun soll er Antworten bekommen. Endlich! Schon als Kind, in seiner schwersten Zeit, versuchte er sich vorzustellen, wie diese Antworten aussehen. Und nun ist er kurz vor dem Ziel. - Frederic hat noch heute eine Verabredung - Doch nicht mit seinen Vater!
Als die Räder des Flugzeugs aufsetzen, ist Frederic nicht nur zum ersten Mal im Land seiner Wurzeln. Er ist auch kurz vor dem emotionalen Ende seiner lebenslangen Suche. Eine Suche, die alles verändern wird
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Es ist der 30 Juni 2008. Der Niederländer Ruud (gesp. Rüd) öffnet seinen Kühlschrank und holt eine Colaflasche heraus. „Möchtest du auch noch etwas?“ fragt er und blickt dabei zu seinem Sohn Richard, der blass und zusammengesunken am Küchentisch sitzt. „Nein“ antwortet er, kaum hörbar, als fiele ihm das Sprechen schwer. „Ok“ sagt Ruud und setzt sich wieder.
Es ist mitten in der Nacht, 1:30 Uhr. Vater und Sohn schweigen. Dabei schießen Ruud tausend Fragen durch den Kopf. Trotzdem weiß er nicht, wie er sie stellen soll. Er ist überfordert mit der gesamten Situation. Und er spürt: irgendetwas stimmt hier absolut nicht. Was er in den letzten Stunden gehört hat, das kann nicht die ganze Wahrheit sein.
Sein Sohn zittert, wirkt müde und aufgekratzt zugleich. „Erzähl es mir doch noch einmal genau. Wer sind DIE?“. Richard winkt ab. „Papa…. Das kann ich nicht……“. Ruud atmet tief durch. „Aber wenn ich dir helfen soll….“ „Das kannst du nicht!“ unterbricht ihn Richard bestimmt. „Die haben meinen Pass…“. Rüd blickt auf den Küchentisch. Was solle er tun? „Dann übernachte doch erstmal hier, es ist spät. Wir reden morgen“. „Nein, das möchte ich nicht“ erwidert sein Sohn. „Aber…“. In dem Moment springt Richard auf. „Ich muss jetzt gehen“ sagt er und greift zu seiner Jacke. „Du musst dir keine Sorgen machen, wegen dem Geld…“ sagt Ruud. Doch Richard blickt ihn nur mit leeren Augen an. Dann geht er zur Tür. Noch einmal greift Ruud nach dem Arm seines Sohnes und drückt ihn fest an sich. Doch Richard zeigt keine Reaktion. „Ich muss gehen“ „Ok. Dann tschüss“.
Ruud ist sich sicher, sein Sohn wird sich melden. Alles wird sich aufklären. Und: ‚DIESE MÄNNER‘, mit denen werden sie fertig. Ruud blickt seinem Sohn von weitem hinterher, als dieser auf der Straße in sein Auto steigt.
Da, plötzlich, bewegt sich etwas auf dem Beifahrersitz. „Was war da gerade? Ich habe da doch gerade…“, denkt Ruud bei sich, als Richard mit dem Wagen abfährt. Ruud bemerkt etwas, das viele Fragen aufwirft. Fragen, auf die es nie eine Antwort geben wird. Denn diese Nacht, die Nacht des 30. Juni 2008 um 1:30 Uhr, ist der Moment, in dem Ruud seinen Sohn zum letzten Mal gesehen hat. Danach verschwindet sein Sohn – spurlos!
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Es ist klirrend kalt an diesem Dezembermorgen im Jahr 1971. Dorothea steht mit ihren Töchtern - Wiebke und Jutta – in der zugigen Abflughalle des Hamburger Flughafens. Ihre Hände zittern - aber nicht nur vor Kälte. Sie ist furchtbar aufgeregt, sehr aufgeregt. Hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen? In wenigen Minuten wird Dorothea ihr jüngstes Kind, die siebenjährige Wiebke, einer vollkommen fremden Frau übergeben. Dorothea hat ein ungutes Gefühl und versucht sich selbst gut zuzureden. Innerlich sagt sie sich immer wieder „Es ist besser so für die Kleine. Wiebke wird es besser gehen! Es sind ja auch nur ein paar Wochen“.
Da kommt aus Richtung der Chick-In-Schalters eine Frau in der Uniform auf die drei zu. Sie lächelt und nickt Dorothea kurz zu. Dann beugt sie sich runter zu den Mädchen „Du musst die Wiebke sein. Na, bist du schon aufgeregt?“ Wiebke klammert sich an ihre Mutter. „Du musst keine Angst haben“ sagt die Flugbegleiterin. Dann fragt sie nach dem Ticket und den Papieren. Dorothea sagt sich innerlich immer wieder „Es ist besser so. Es ist ja nur für kurze Zeit“ Sie übergibt die Unterlagen und drückt ihre Wibke noch einmal ganz fest. „Deine Tante und dein Onkel holen dich in England ab. Verstehst du? Und in einigen Wochen sehen wir uns schon wieder“. Wiebke sagt nichts, lächelt aber. Die Flugbegleiterin streckt den Arm aus und nimmt sie an die Hand. Dann gehen sie in Richtung der Gates. Die kleine Wiebke dreht sich noch einmal um, winkt und schaut ihre Mutter noch immer lächelnd an. Ein Blick, den Dorothea ihr Leben lang nicht vergessen wird. Jutta und sie winken zurück. Beide versuchen, ihre Tränen zu unterdrücken. Dann verschwindet Wiebke mit der Flugbegleiterin im Gang unter dem großen Schild mit der Aufschrift „Abflug“.
Die weinende tröstet sich mit den Gedanken, dass sie ihre geliebte Tochter schon in fünf Wochen wieder in den Armen hält. Doch dazu wird es nicht kommen. Was sie nicht ahnt: hier, am Hamburger Flughafen, beginnt ein lebenslanger Kampf um ihrer Tochter Wiebke, die sie nie wieder sehen wird.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Es ist Dienstag, der 1. August 1978. Dagmar blickt auf die weiße Tür vor sich und atmet tief durch. Sie zögert. Dabei könnte hinter dieser Tür die Antwort auf alle ihre Fragen liegen. Dagmar blickt nach links, den Flur hinunter. Niemand zu sehen. Auch Rechts: kein Mensch. Der Puls der 23-jährigen Krankenschwester schlägt schneller und schneller.
Es ist kurz nach Zwölf. Die gesamte Frühschicht ist gerade in der Mittagspause. Die Zeit ist perfekt.
Doch plötzlich hallt eine schrille Frauenstimme durch den Flur: „Dagmar… Liebes… du bist ja noch hier….“ Dagmar zuckt erschrocken zusammen. Aus Richtung des Eingangs kommt eine Kollegin auf sie zu, wild winkend. Sie lächelt. Dagmar lächelt gequält zurück. „Wie geht es dir? Du warst lange weg.“ sagt die Frau, die kurz vor Dagmar zum Stehen kommt und dabei wiederholt „Wie geht es dir?“. Dagmar sagt keinen Ton und lächelt weiter, aber in Wirklichkeit geht es ihr schrecklich.
Vor neun Monaten kam ihr Sohn zur Welt. Was der schönste Tag ihres Lebens werden sollte, wurde zu einem Albtraum - Der Junge verstarb, direkt nach der Geburt. Für Dagmar brach eine Welt zusammen. Sie hat danach lange gebraucht, wieder einen halbwegs klaren Gedanken fassen zu können. Heute ist ihr erster Arbeitstag als Krankenschwester nach dem Tod ihres Sohnes. Gerade ist sie zu ihrem Dienst im Land-Ambulatorium erschienen. Etwas früher als sonst, denn sie hat einen Plan…
Die Kollegin drückt Dagmar an sich. „Lass uns später in Ruhe sprechen. Wir sehen uns gleich im Pausenraum.“ sagt sie, lässt los und geht weiter den Flur hinunter. Dagmar bleibt wie angewurzelt stehen und schaut ihrer Kollegin hinterher, bis diese um die nächste Ecke verschwindet.
Dagmar blickt wieder auf die weiße Tür vor sich. Hinter dieser Tür liegen die Akten aller Patienten – auch ihre eigene Akte. Denn: Dagmars Frauenärztin ist in dieser Klink ansässig. Hinter der Tür muss darum auch der Bericht über den Tod ihres Sohnes zu finden sein. Dagmar möchte ihn sehen, denn es quält sie ein unaussprechlicher Gedanke. Sie ist sich sicher: Mein Bay ist nicht tot! Mein Baby lebt! Dagmar blickt nach links, blickt nach rechts, öffnet beherzt die Tür und geht hinein.
Was sie an diesem 1. August 1978 in dem Zimmer hinter der Tür finden wird, wird alles ins Wanken bringen und zu einer lebenslangen Suche werden - der Suche nach der Wahrheit und der Suche nach dem eigenen Sohn.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
„Wann hört das endlich auf? Bitte nicht! Nein, nicht heute! Bitte!“ Dies sind die ersten Gedanken, die Elfi in den Kopf schießen, als sie die Schritte im Treppenhaus hört.
Elfi zieht sich ihre Bettdecke über den Kopf, obwohl sie weiß, dass das nichts bringen wird. Die Schritte werden lauter und lauter - Bam, Bam, Bam. Elfi zittert. Nur am Gang erkennt sie: Er ist es. Und er hat getrunken. Vor der Wohnung kommen die Schritte zum Stillstand. Schlüssel klappern. Es kratzt an der Wohnungstür. Dann, plötzlich, wird sie mit einem lauten Knall aufgeschmissen. Danach: Stille.
Elfi steht vorsichtig auf. „Kommt er gleich in unsere Zimmer?“, fragt sie sich. Leise geht sie rüber zum Bett ihrer Schwester Birgit. „Bist du wach? Birgit, hörst du das?“, flüstert Elfi. Birgit, ihre jüngere Schwester, guckt unter ihrer Decke hervor „Ja. Er ist betrunken!“ Gerade will Elfi antworten, da kommt ein ohrenbetäubender Lärm aus Richtung Küche. Metall, Glas, Porzellan…
Der Mann, der in der Küche gerade voller Wut den Inhalt aller Schubladen und Schränke auf den Fliesenboden schleudert, ist ihr Vater. Elfi, Brigit und ihre sechs Geschwister leben seit Jahren in einer Welt aus Angst. Nur zwei Dinge hält die Kinder am Leben: der feste Wille, mit 18 sofort auszuziehen. Und: der Zusammenhalt der acht Geschwister untereinander. Niemals wollen sie sich verlieren.
Jahre später werden sich sieben der Geschwister an mich wenden. Sie sind der Hölle entkommen, haben aber dabei einen, einen der acht, verloren. Und das ist der Beginn einer schwierigen Suche.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
„Wo bist du?“ – Jessica starrt zur Tür, als würde sie hoffen, ihr Bruder käme jeden Moment herein. Dabei weiß sie, dass das nicht geschehen wird. „Wo bist du? Warum?“ – immer wieder schießen der 27-Jährigen die gleichen Gedanken durch den Kopf - diese quälenden Gedanken, die Jessica keine Nacht durchschlafen lassen.
Vor drei Wochen verschwand Nick und Jessica fühlt sich vor allem eines: hilflos. In den letzten Tagen hat sie so viel unternommen. Einfach darauf zu hoffen, dass die Polizei etwas herausfindet, darauf möchte sich die selbstbewusste, junge Frau nicht verlassen. Jeden Tag war Jessica selbst unterwegs – hat Flyer verteilt, mit Freunden Suchen organisiert – ohne jede Spur. Nun sitzt sie in ihrem Zimmer, allein, und kämpft mit den Tränen. Aber resignieren? Nein, das ist nicht ihre Art – eigentlich.
Seit Minuten starrt Jessica nun schon auf die Tür. Sie ist wie betäubt. Was kann sie noch tun? Hat sie irgendetwas nicht bedacht, das auf der Suche nach ihrem kleinen Bruder weiterhelfen könnte? Jessica wendet ihren Blick abwesend von der Tür Richtung Fenster. Die Sonnenstrahlen fallen durch das Fenster hindurch auf: den Schreibtisch.
Plötzlich springt Jessica von ihrem Bett auf! „Natürlich! Warum haben wir nicht…“. Sie rennt die kurze Strecke zum Schreibtisch. Darauf: ihr Laptop. Jessica klappt ihn auf und gibt die Internetadresse eines Mailservices ein. Sofort landet sie beim Login der Seite.
Die letzten drei Wochen hatten sie alles versucht, alles durchsucht, was auf ihrer Suche helfen könnte. Nur eines nicht: das Mailpostfach ihres Bruders! Jessica gibt seine Emailadresse ein. Aber: das Passwort. Das Passwort kennt sie nicht. Jessica überlegt – Sein Hobby? Trampolin? Sein Geburtsdatum? – Zu probieren, wäre gefährlich. Nach drei Versuchen könnte der Account gesperrt werden. Jessicas Blick fällt auf den „Passwort vergessen“-Link. Sie klickt drauf und – eine Sicherheitsfrage poppt auf. Jessica lächelt und ihr Puls wird schneller. Denn auf die Frage, die sie liest, kennt sie tatsächlich die Antwort! Jessica beginnt zu zittern. Sie bekommt Angst. Was wird sie in dem Mail-Postfach ihres verschwundenen Bruders vorfinden? Jessica tippt die Antwort auf die Frage ein. Als sie auf „Enter“ drückt, erscheint – direkt – das gesamte Postfach!
Jessicas Herz schlägt schneller und schneller. Wird sie hier Antworten auf ihre Fragen finden? Sie hat diesen Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da fällt ihr sofort EINE Mail auf. Eine Mail, an deren Betreff und Absender sie schon erkennt: Hier stimmt etwas nicht! Diese Mail, die Jessica im Postfach ihres verschwundenen Bruders findet, wird den gesamten Fall in einem vollkommen anderen Licht erscheinen lassen und die Suche in eine Richtung lenken, an die bisher niemand gedacht hatte.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Es ist ein gewöhnlicher Montagmorgen. Ralf steht in der Küche und macht sich gerade einen Kaffee. So richtig wach fühlt sich der 38-Jährige noch nicht. ABER: Das soll sich gleich schlagartig ändern.
Draußen, auf dem Hof, hört Ralf plötzlich ein Motorgeräusch. Ein Auto fährt vor. Der Fahrer steigt hastig aus und lässt den Motor dabei laufen. Dann klappert es. Dieses Klappern kennt Ralf. Es ist sein Briefkasten. Draußen ist der Postbote, der gerade etwas eingeschmissen hat.
Ralfs Herz beginnt schneller zu schlagen. Ist DER Brief gekommen? Erhält Ralf HEUTE die ersehnte Antwort? Das Auto fährt wieder vom Hof und Ralf nimmt sich den Schlüssel für seinen Briefkasten. Er bekommt Zweifel - Ja, er hofft auf diesen einen Brief. Er hat aber auch Angst vor ihm! Ralf tritt aus der Tür und schließt den Briefkasten auf. Da fällt ihm auch schon ein großer, dicker,
Es ist der 25. Oktober 2004. Vor vielen Wochen hatte Ralf in die USA geschrieben, an das „County of San Diego - Office for the Medical Examiner“, (Amt des Gerichtsmediziners). Nun antwortet die amerikanische Behörde. 30 lange Jahre hatte Ralf alles verdrängt. Nun möchte er sich endlich seiner größten Angst stellen.
In dem Umschlag befinden sich Unterlagen einer Mordakte. Es sind die Details an dem Mord seiner eigenen Mutter.
Was Ralf nicht ahnt: In dem Umschlag, den er in seinen Händen hält, wird er noch etwas anderes finden. Eine kleine, unscheinbare Notiz, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellen wird und die der Anfang einer langen Suche ist.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
Dezember 2012, zwei Wochen vor Weihnachten. Es ist schon richtig frostig draußen. Bärbel ist gerade nach Hause gekommen. Sie hängt ihren Wintermantel an die Garderobe. Bevor sie - wie jeden Tag um diese Zeit - beginnt, das Mittagessen zuzubereiten, greift sie noch schnell zum Telefon. Automatisch wählt sie die Nummer, die ihr so vertraut ist. Am andern Ende meldet sich Carsten, ihr Sohn. “Hallo Mama”, sagt er.
Die Mutter merkt sofort: irgendetwas stimmt nicht. Carsten wirkt aufgeregt, unruhig. Im Hintergrund sind Fahrgeräusche zu hören. Offensichtlich sitzt Carsten in einem Auto. Die beiden wechseln einige Worte. Nichts besonders: „Was machst du?“, „Wie geht’s dir?“.
Doch ziemlich schnell unterbricht Carsten das Gespräch wieder - sehr abrupt. Er könne gerade schlecht sprechen. „Rufst du zurück?“ fragt Bärbel. Die ganze Zeit hat sie das ungute Gefühl, ihr Sohn steckt in Schwierigkeiten. „Ja, Mutti. Ja“, sagt Carsten. Bärbel will sich verabschieden, da legt er auch schon auf.
Dieses Telefonat, vor über 10 Jahren, ist das letzte Lebenszeichen von Bärbels Sohn.
Kontakt
Redaktion
Ton
Eine Produktion der StellaLuisa GmbH
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!
From the publisher's feed
Ranked by our users in the last 21 days

160 Listeners

45 Listeners

53 Listeners

17 Listeners

30 Listeners

42 Listeners

3 Listeners

39 Listeners

40 Listeners

16 Listeners

16 Listeners

46 Listeners

4 Listeners

1 Listeners

26 Listeners