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Ich treffe mich mit einer Freundin – und merke sofort: Da stimmt was nicht. Sie lächelt, aber in ihren Augen liegt etwas anderes. Schmerz, Erschöpfung - vielleicht beides. Am liebsten würde ich sagen: „Kopf hoch! Wird schon!“ Aber ich sag`s nicht. Weil ich weiß, wie leer solche Sätze klingen. Ich habe sie selbst oft genug gehört: „Zeit heilt Wunden. Es gibt Schlimmeres.“ Gut gemeint, aber oft machen solche Worte nur noch mehr Druck. Besonders, wenn man nicht weiß, woher man überhaupt noch Hoffnung nehmen soll.
Und dann taucht manchmal auch dieser Bibelvers auf:
„Denen, die Gott lieben, dient alles zum Guten.“ (Römer 8,28 BasisBibel)
Das klingt hoffnungsvoll. Aber mitten im Schmerz? Da kann es hart wirken. Fast so, als würde das eigene Leid bedeuten: Du vertraust Gott nicht genug.
Doch genau das meint der Apostel Paulus im 8. Kapitel seines Römerbriefs nicht. Er schreibt nicht mit naivem Optimismus oder rosaroter Happy-End-Brille, sondern mitten hinein in eine Welt, die leidet, seufzt und auf Erlösung hofft.
Und gerade dort sagt er: Gott ist da. Jetzt. Nicht, weil alles gut ist - sondern weil Gott selbst im Zerbrochenen Neues wachsen lassen kann.
Ich muss nicht stark sein. Meine Freundin auch nicht. Deshalb komme ich nicht mit schnellen Durchhalteparolen. Ich bleibe einfach. Halte es mit ihr aus. Und wenn sie gerade nicht glauben kann – dann glaube ich für sie mit. So lange, bis sie’s wieder selbst kann.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Ellen Hörder-Knop
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
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Ich treffe mich mit einer Freundin – und merke sofort: Da stimmt was nicht. Sie lächelt, aber in ihren Augen liegt etwas anderes. Schmerz, Erschöpfung - vielleicht beides. Am liebsten würde ich sagen: „Kopf hoch! Wird schon!“ Aber ich sag`s nicht. Weil ich weiß, wie leer solche Sätze klingen. Ich habe sie selbst oft genug gehört: „Zeit heilt Wunden. Es gibt Schlimmeres.“ Gut gemeint, aber oft machen solche Worte nur noch mehr Druck. Besonders, wenn man nicht weiß, woher man überhaupt noch Hoffnung nehmen soll.
Und dann taucht manchmal auch dieser Bibelvers auf:
„Denen, die Gott lieben, dient alles zum Guten.“ (Römer 8,28 BasisBibel)
Das klingt hoffnungsvoll. Aber mitten im Schmerz? Da kann es hart wirken. Fast so, als würde das eigene Leid bedeuten: Du vertraust Gott nicht genug.
Doch genau das meint der Apostel Paulus im 8. Kapitel seines Römerbriefs nicht. Er schreibt nicht mit naivem Optimismus oder rosaroter Happy-End-Brille, sondern mitten hinein in eine Welt, die leidet, seufzt und auf Erlösung hofft.
Und gerade dort sagt er: Gott ist da. Jetzt. Nicht, weil alles gut ist - sondern weil Gott selbst im Zerbrochenen Neues wachsen lassen kann.
Ich muss nicht stark sein. Meine Freundin auch nicht. Deshalb komme ich nicht mit schnellen Durchhalteparolen. Ich bleibe einfach. Halte es mit ihr aus. Und wenn sie gerade nicht glauben kann – dann glaube ich für sie mit. So lange, bis sie’s wieder selbst kann.
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