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Diesmal mit Sandra Kirchner und Susanne Schwarz.
Die Temperaturen steigen - und zwar in vielen Städten ganz besonders, denn sie sind zu stark betoniert und zugebaut. Damit staut sich die Hitze stark und es ist wärmer, als es sein müsste. Wir gucken uns an, welche Städte in Deutschland davon besonders betroffen sind - und in welchen hingegen es sich auch bei Hitze ganz gut lebt.
Es geht gut voran mit dem Ausbau der Solar-Energie - so gut, dass manche nun davor warnen, es sei sogar zu viel. Tatsächlich gibt es an sonnenreichen Tagen jetzt manchmal mehr Strom als wir brauchen, was teuer ist und die Netze belastet. Aber liegt das Problem wirklich bei den Solaranlagen?
Mieter*innen kommt die energetische Sanierung ihrer Wohnhäuser manchmal teuer zu stehen. Deutscher Mieterbund und Öko-Institut haben gemeinsam untersucht, wie die Wärmewende sozial gerecht erfolgen kann.
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Das klima update° wird jede Woche von Spender*innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
Mit Sandra Kirchner und Verena Kern.
01:39 Welternährungsbericht
Einer von elf Menschen war im vergangenen Jahr von Hunger betroffen. Laut dem Welternährungsbericht sinkt seit 2019 die Zahl der unter Hunger leidenden Menschen kaum noch. Das liegt auch an häufigeren Dürren, Überschwemmungen oder anderen Extremwetterereignissen, die infolge der Klimakrise häufiger auftreten. Brasilien, das derzeit den Vorsitz der Gruppe der Industrie- und Schwellenländer G20 innehat, will eine globale Allianz gegen Hunger und Armut schmieden.
05:59 Stickstoff
Durch Düngen, Verkehr und das Verfeuern fossiler Brennstoffe gelangt Stickstoff in großen Mengen in die Umwelt. Stickstoff hat insgesamt einen kühlenden Effekt aufs Klima, wie eine internationale Studie unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena zeigt. Doch auf viele andere Bereiche – wie die Gesundheit von Menschen und Ökosystemen oder die Artenvielfalt – hat Stickstoff einen schädigenden Einfluss und ist deshalb kein gutes Mittel gegen die Klimakrise.
11:56 Methan
Die Deutsche Umwelthilfe schlägt Alarm: Ein Branchenverband der Gaswirtschaft, der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches, könnte einen Teil der Umsetzung der Methan-Verordnung in Deutschland kontrollieren. Das würde die Wirksamkeit der Verordnung schwächen, die die klimaschädlichen Methanemissionen der EU verringern soll.
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Diesmal mit Susanne Schwarz und Verena Kern.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Reform des Klimaschutzgesetzes diese Woche unterschrieben. Die Ampel-Regierung hat es damit verwässert, unverbindlicher gemacht. Klimaschützer*innen klagen. Aber an die alte, schärfere Version hat sich die Regierung zuletzt ohnehin nicht mehr gehalten.
Im Bundeshaushalt wird es wohl weniger Geld für Klimaschutz geben, in Deutschland, aber auch international. Die Klima-Hilfsgelder für ärmere Länder liegen unter dem, was Deutschland versprochen hat. Es fehlt etwa eine Milliarde Euro, also ein großer Betrag.
Politik und Wirtschaft setzen große Hoffnung in grünen Wasserstoff. Die Strategie der Europäischen Union zum Aufbau eines funktionierenden Markts für den Energieträger geht aber nicht auf, warnt der EU-Rechnungshof.
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Diese Woche mit Sandra Kirchner und Verena Kern.
Deutschland und andere Nato-Länder stecken immer mehr Geld in die Rüstung. Vergangenes Jahr haben die Staaten des weltgrößten Militärbündnisses insgesamt 1,3 Billionen US-Dollar für ihre Armeen aufgewendet. Das wirkt sich auch auf die CO2-Bilanz aus, die Treibhausgasemissionen steigen.
Das Bundesverkehrsministerium hat den Entwurf einer Strategie für den Fußverkehr fertiggestellt. Sie soll die Menschen in Deutschland dazu bringen, mehr Wege zu Fuß zurückzulegen. Damit das gelingt, braucht es aber mehr konkrete Maßnahmen und mehr Geld, sagen Kritiker:innen.
Viele Deutsche wissen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels Bescheid, zeigt eine Umfrage der Europäischen Investitionsbank. Doch welche Maßnahmen die klimaschädlichen Treibhausgase tatsächlich reduzieren und so zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen, damit kennen sich nur wenige aus. Ein erster Teil der Umfrage hatte übrigens auch Gerechtigkeitsaspekte zum Gegenstand.
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Mit Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz.
Aktivistinnen von Ende Gelände streiten sich mit der Leag vor Gericht. Der Kohlekonzern will, dass sie nach einer Bagger-Besetzung umfangreiche Unterlassungserklärungen unterschreiben. Bei Zuwiderhandeln - also bei weiteren Protesten auf dem fraglichen Gelände - drohen Strafzahlungen von 250.000 Euro pro Person. Die Aktivistinnen sagen: Es geht dabei nur um das Eindämmen von unbequemer Kritik.
Extreme Temperaturen zogen sich im Juni aber auch um die ganze Erde und wurden von der Klimakrise verstärkt. Das hat eine Untersuchung des Thinktanks Climate Central ergeben. Mehr als die Hälfte der Menschheit war demnach betroffen: 4,97 Milliarden Menschen weltweit litten unter den extremen und klimawandelgetriebenen Temperaturen.
Wenn das Bundesverkehrsministerium seine Pläne für neue Straßen stoppt, könnte das rund 20 Milliarden Euro einsparen. Das haben Forscher:innen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft in einer Studie errechnet, die sie am Montag veröffentlicht haben. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), die Gewerkschaft Verdi, die Klima-Allianz Deutschland und der ACE Autoclub Europa haben die Untersuchung in Auftrag gegeben.
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Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz.
Die Bundesregierung hat das Klimaschutzgesetz entschärft - jetzt wollen Umweltorganisationen und Privatpersonen erneut vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Wer das verhindern kann: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Erst mit dessen Unterschrift kann die Reform in Kraft treten.
Wo soll das Geld für Klimaschutz herkommen? Zum Beispiel von denen, die es im Überfluss haben und außerdem überproportional die Klimakrise befeuern: die Superreichen. Brasilien will sich in der G20 für eine globale Reichen-Steuer fürs Klima einsetzen. Die Mehrheit der Bürger*innen dieser Länder ist dafür, zeigt eine Umfrage.
Der Bundesgerichtshof schiebt Greenwashing einen Riegel vor: Unternehmen - im konkreten Fall: Katjes - dürfen ihre Produkte nicht einfach so als klimaneutral bewerben, wenn die Produktion eigentlich doch CO2 verursacht, das nur durch die Finanzierung von Klimaschutz-Projekten rechnerisch ausgeglichen wird.
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Diesmal mit Katharina Schipkowski und Susanne Schwarz.
Das war knapp: Die EU-Staaten haben doch noch das geplante Renaturierungsgesetz beschlossen, mit dem der Staatenbund die Zerstörung der Natur zurückdrehen will. Ausschlaggebend war Österreichs grüne Klimaministerin Leonore Gewessler - die gegen den Widerstand ihres konservativen Koalitionspartners zugestimmt und damit eine Regierugnskrise in Kauf genommen hat.
Der Verfassungsschutz stuft die Bewegung Ende Gelände als "linksextremen Verdachtsfall" ein. Damit dürfen Behörden die Aktivist*innen mit geheimdienstlichen Methoden überwachen, zum Beispiel Kommunikationskanäle mithören oder -lesen. Was ist dran an den Vorwürfen - und gibt es Ende Gelände überhaupt noch?
Vier von fünf Menschen wünschen sich von ihren Regierungen mehr Klimaschutz. Das zeigt eine weltweite UN-Umfrage mit 75.000 Teilnehmenden. Nur: Die Leute wählen und handeln trotzdem nicht entsprechend.
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Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner.
Wie viel Geld sollen die Entwicklungsländer künftig von den Industriestaaten, die die Klimakrise hauptsächlich ausgelöst haben, für Klimaschutz, Anpassung und Schadensbewältigung bekommen? Darüber verhandelten Delegierte fast aller Staaten zehn Tage lang in Bonn. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht. Beim Klimagipfel im November in Baku muss aber eine Einigung erreicht werden.
Die beiden Kammern des Schweizer Parlaments wollen dem Klima-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht Folge leisten. Das Gericht hatte geurteilt, dass unzureichende Klimaschutz-Maßnahmen der Schweiz das Recht auf Leben sowie auf Privat- und Familienleben verletzen. Die Parlamentskammern behaupten dagegen, dass bereits zusätzliche Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen ergriffen wurden. Nun muss die Schweizer Regierung entscheiden, wie sie mit dem Beschluss der Kammern umgehen will. Dass sich ein Land dem Urteil des Gerichtshofs widersetzt, ist bislang noch nie vorgekommen.
Die heute beginnende Europameisterschaft in Deutschland soll die nachhaltigste aller Zeiten werden, versprechen die Uefa und der Deutsche Fußball-Bund (DFB). So sollen die Fans vor allem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Spielen anreisen, weil die An- und Abreise zu solchen Großveranstaltungen die meisten CO2-Emissionen verursacht. Kritiker:innen sehen aber noch Verbesserungsbedarf.
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Diese Woche mit Verena Kern und Katharina Schipkowski
Zwei der Aktivisten der Gruppe "Wir hungern bis ihr ehrlich seid" haben ihren Hungerstreik entschärft - vorübergehend. Sie wollen Bundeskanzler Scholz eine Woche "Bedenkzeit" geben, damit er ihren Forderungen nachkommt. Ist das Erpressung?
Die Erderhitzung nimmt schneller zu als jemals zuvor, zeigt ein aktueller Bericht. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Durchschnittstemperatur um 0,26 Grad erhöht - und einen so großen Sprung gab es noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. UN-Generalsekretär Guterres fordert nun ein Werbeverbot für fossile Industrien.
Deutschland sei beim Klimaschutz auf Kurs, hat Wirtschafts- und Klimaminister Habeck in den letzten Wochen immer wieder verkündet. Doch nun widerspricht der Expertenrat für Klimafragen. Sein aktueller Prüfbericht zeigt ein viel weniger optimistisches Bild. Das Klimaziel 2030 wird demnach verfehlt - und auch die Ziele für die Zeit danach.
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Diese Woche mit Katharina Schipkowski und Sandra Kirchner.
Das Bundeskabinett will das Abscheiden und Speichern von CO2 unter der Erde erlauben. Bislang ist das in Deutschland verboten. Mit dem Einsatz der umstrittenen CCS-Technik sollen Treibhausgasemissionen ausgeglichen werden, die sich nur schwer vermeiden lassen, wie etwa bei der Herstellung von Zement. Aber auch Gaskraftwerke sollen CO2 auffangen dürfen. Deutliche Kritik kommt von Umweltschützer:innen.
Die Herstellung von Stahl, Zement und chemischen Grundstoffen verursacht viele Treibhausgase. Dabei ginge das auch klimaneutral, stellt ein Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag fest, weil schon heute die CO2-Vermeidungstechnologien dafür zur Verfügung stehen.
Der Radverkehr in Deutschland könnte sich bis 2035 auf Strecken unter 30 Kilometern verdreifachen. Laut einer Studie im Auftrag des Fahrradclubs ADFC könnten so jährlich 19 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Dafür braucht es gut ausgebaute Radwege und bessere Verbindungen zu Bus und Bahn.
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